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Räderwechselgetriebe mit Freilaufeinriehtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge.
Die Erfindung betrifft ein Räderweehselgetriebe mit Freilaufeinrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit ständig im Eingriff befindlichen Rädern, wobei ein Rad oder mehrere Räder unabhängig von den sie durchziehenden axial hintereinander angeordneten Wellen für sich im Getriebegehäuse gelagert und innen hohl und genutet sind, um schaltbare, ebenso genutete Kupplungsglieder aufzunehmen.
Ein wesentliches Merkmal der Erfindung besteht darin, dass zwischen der treibenden Welle und der Abtriebswelle eine Zwisehenwelle vorgesehen ist, welche für sich selbst ein Sehaltglied bildet, indem sie mit einer der Hauptwellen in ständigem Eingriff steht, aber durch axiale Verschiebung zur unmittelbaren Kupplung zwischen der treibenden Welle und der Abtriebswelle dient, derart, dass nur diese Wellen sich miteinander drehen, die Räder aber sämtlich stillstehen.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, dass der Teil der Freilaufeinrichtung, welcher mit der zum Antrieb der Fahrzeugräder dienenden Abtriebswelle vereinigt ist, einen Zahnkranz trägt, mit dem ein entsprechendes Rad der Rücklaufwelle in Eingriff gebracht werden kann, zum Zwecke, bei eingeschaltetem Rückwärtsgang die Freilaufeinrichtung zu überbrücken, d. h. bei der Übertragung unbeteiligt zu lassen, so dass die besondere Blockierung des Freilaufs beim Rückwärtsfahren unnötig ist.
Die erfindungsgemässe Durchbildung bedeutet für ein Getriebe der angegebenen Art eine sehr günstige Lösung insofern, als sich der Gesamtbau und auch die Herstellung der Einzelteile sehr einfach und vor allem auch raumsparend gestalten.
Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel ein viergängiges Zahnräderwechselgetriebe mit gleichaehsig hintereinander liegenden Hauptwellen, welche die zu schaltenden bzw. zu kuppelnden Räder durchziehen, und mit einer Nebenwelle, welche die zu den ersterwähnten Rädern passenden Räder festsitzend trägt.
Fig. 1 zeigt das Getriebe in einem Längsschnitt in Leerlaufstellung. Fig. 2 ist ein Querschnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 1, in der angegebenen Pfeilrichtung gesehen. Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie ICI-ICI der Fig. 1, in der angegebenen Pfeilrichtung gesehen.
1 ist die treibende Welle und 2 die Abtriebswelle. Beide liegen gleichachsig hintereinander angeordnet, und zwischen ihnen befindet sich die Welle 3, welche in axialer Richtung verschoben werden kann mit Hilfe der Sehaltgabel 37, die an der Schaltstange 38 sitzt. Das linke Ende des Wellenteils 3 trägt die Kupplungszähne 54 und ragt in eine mit der Innenverzahnung 53 versehene Bohrung der Welle 1, während das rechte Ende mit einer Freilaufeinriehtung gekuppelt ist. Der innere Teil 32 der Freilaufeinrichtung sitzt auf dem genuteten Ende der Welle 3 derart, dass die Welle darin axial verschoben werden kann. In der Zeichnung sind die Zähne 54, 53 ausser Eingriff dargestellt. Wenn der Wellenteil 3 nach rechts verschoben wird, so gelangen sie in Eingriff, und damit ist zwischen den Wellen 1 und 2 eine direkte Kupplung erzielt.
Da die Räder 5,6 und 7 die Wellen lose umgeben, so sind sie bei eingeschaltetem direktem Gang vollständig unbeteiligt. Zum Zwecke der Verbindung des einen oder andern Rades mit der zugehörigen Welle sind die Kupplungsmuffen 20 und 21 vorgesehen. Letztere besitzen Aussenzähne, welche mit den Innenverzahnungen 8, 9 und 10 innerhalb der Räder 5,6 und 7 in Eingriff gebracht werden können.
In den Bohrungen der Räder sind Lamellenkupplungen H, 12, 13, 14 und 15 untergebracht. Diese Kupplungen dienen dazu, jeweils vor der endgültigen Einschaltung der verschiedenen Gesehwindigkeits-
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stufen die Getriebeteile zueinanderin ihren Drehzahlen anzugleichen. Auf den Schaltwellen sind Stangen 18 vorgesehen, in die federbeeinflusste Riegelbolzen 19 od. dgl. eingreifen. Dadurch wird erreicht, dass beim Schalten zunächst die Lamellenkupplungen zusammengepresst und dann automatisch gelöst werden und darauf die Kupplungsschaltmuffen mit dem jeweils zu kuppelnden Rad in endgültigen Eingriff gelangen.
Die Freilaufeinrichtung zwischen dem Wellenteil 3 und der Abtriebswelle 2 besteht aus dem bereits erwähnten inneren Teil 32, der die Keilstufen 33 trägt, den Klemmrollen 34 und dem äusseren Ringteil 31, welcher mit der Abtriebswelle 2 vereinigt ist. Ein Ring 35 dient zur Verhinderung des seitlichen Verschieben der Rollen 34.
Der äussere Ringteil 31 der Freilaufeinrichtung besitzt die Zähne 29, mit denen ein Rad 27 der Rüeklaufwelle 28 in Eingriff gebracht werden kann. Die Rücklaufwelle trägt ein zweites Rad 26. Wird die Welle 28 nach rechts verschoben mit Hilfe des Hebels 4 und der Schaltstange 41, so gelangt das Rad 26 in Eingriff mit dem Rad 25 der Nebenwelle 22, und zu gleicher Zeit gelangt das Rad 27 mit dem Rad 29 der Freilaufeinriehtung in Eingriff Damit ist der Rücklauf eingeschaltet und dabei die Freilaufeinrichtung überbrückt, d. h. ausser Wirkung gebracht. Eine besondere Blockierung des Freilaufes ist somit nicht erforderlich.
Für die Erzielung des ersten Ganges wird die Schaltmuffe 20 nach links verschoben, so dass das Rad 5 mit der Welle 1 gekuppelt ist. Gleichzeitig wird auch die Welle 3 nach links verschoben, so dass sie mit ihrem rechts befindlichen genuteten Endteil in das Zahnrad 7 eindringt und mit diesem gekuppelt wird. Die Kraftübertragung erfolgt somit von Rad 5 auf Rad 23, über die Nebenwelle 22 und die Räder 25 und 7 auf die Zwischenwelle 3 und über die Freilaufeinriehtung auf die Abtriebswelle 2.
Will man in den zweiten Gang übergehen, so wird die Muffe 20 nach rechts verschoben und damit das Rad 6 mit der Welle 1 gekuppelt. Gleichzeitig erfolgt die Verschiebung der Muffe 21 in das Rad 7, so dass das Rad 7 mit der Welle 3 gekuppelt ist. Der Übertrieb erfolgt somit von der Welle 1 über die Räder 6 und 24, Nebenwelle 22 und die Räder 25,7 auf die Zwischenwelle 3 und über die Freilaufein- riehtung auf die Abtriebswelle 2.
Zur Erzielung des dritten Ganges wird die Muffe 20 nach links in das Rad 5 verschoben und gleichzeitig auch die Muffe 21 nach links in das Rad 6 hinein. Die Zwischenwelle 3 ist dabei durch geringe Rechtsverschiebung vom Rad 7 gelöst. Der Übertrieb erfolgt im dritten Gang von der Welle 1 und mit dem mit ihr gekuppelten Rad 5 über das Rad 23, die Nebenwelle 22, das Rad 24 und das mit der Welle 3 gekuppelte Rad 6 auf die Wellen 3 und 2.
Der vierte, d. h. direkte Gang wird, wie bereits erwähnt, dadurch erzielt, dass nur die Welle 3 nach rechts verschoben wird, so dass ihre am linken Ende befindlichen Zähne 54 mit dem Kupplungszahnkranz 53 der Welle 1 in Eingriff gelangen. Die Wellen 1 und z laufen dann vollständig für sich, und sämtliche Räder des Getriebes stehen still.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Räderwechselgetriebe mit Freilaufeinrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit ständig im Eingriff befindlichen Rädern, wobei ein Rad oder mehrere Räder unabhängig von den sie durchziehenden, axial hintereinander angeordneten Wellen für sich im Getriebegehäuse gelagert und innen hohl und genutet sind, um schaltbare, ebenso genutete Kupplungsglieder aufzunehmen, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der treibenden Welle und der Abtriebswelle eine Zwischenwelle vorgesehen ist, welche für sich selbst ein Schaltglied bildet, indem sie mit einer der Hauptwellen in ständigem Eingriff steht, aber durch axiale Verschiebung zur unmittelbaren Kupplung zwischen der treibenden Welle und der Abtriebswelle dient, derart, dass nur diese Wellen sich miteinander drehen, die Räder aber sämtlich stillstehen.