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Einrichtung zur Zuführung eines Mittels, vorzugsweise einer Flüssigkeit, zu einem hin-und her- gehenden Organ einer Maschine.
Die Erfindung bezieht sich auf Einrichtungen zur Zuführung von Mitteln, insbesondere von
Flüssigkeiten, zu hin-und hergehenden Organen und ist ganz besonders anwendbar, aber nicht beschränkt auf Einrichtungen zur Zuführung von Wasser zu den Kolben von Brennkraftmaschinen zwecks Kühlung derselben.
Letzteres geschah bisher entweder mittels Teleskoprohr, mittels eines Systems von starren
Rohren, welche mit ihren Enden gelenkig aneinander bzw. an das hin-und hergehende Organ und einem ortsfesten Teil des Mechanismus angeschlossen sind, oder auch mittels biegsamer Rohre, die durch eine flache oder zwei flache und eine kreisförmige Führungsbahn geführt sind, welche in zwangsläufiger
Bewegung miteinander stehen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung besteht die Einrichtung zur Zuführung eines Mediums zu einem hin-und hergehenden Organ einerseits aus einem starren, mit seinen Enden an dem hin-und her- gehenden Organ bzw. an einem feststehenden Teil der Maschine angeschlossenen oder verankerten und zur Bewegungsrichtung des hin-und hergehenden Organes annähernd senkrecht stehenden Lenker, von welchem die eine Verankerung eine Bewegung des zugehörigen Lenkerendes annähernd senkrecht zur
Richtung der Hin-und Herbewegung zulässt, und anderseits aus an den Lenkerenden angeordneten bogen- förmigen Führungen und einem biegsamen Rohr, welches längs des Lenkers und über die Führungen läuft und welches mit seinem einen Ende an dem hin-und hergehenden Organ und mit seinem andern
Ende an dem ortsfesten Teil der Maschine befestigt ist.
Wo ein Kautschukrohr verwendet wird, kann die Verankerung an einem Ende desselben einstellbar sein, um die Anfangsspannung des Rohres einzustellen und zu regeln. Diese Einstellung hat in Übereinstimmung mit dem Mass der Beschleunigung zu erfolgen, d. h. je rascher die Bewegung erfolgt, desto grösser wird die dem Rohr zu gebende Spannung sein müssen, um schädliche Schwingungen hintanzuhalten.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Einrichtung schematisch veranschaulicht. Fig. 1 zeigt einen Kolben 10, der mittels der Kolbenstange 11 mit einem
Kreuzkopf 12 verbunden ist und mittels der Pleuelstange 13 eine Kurbel 14 anfasst.
Ein Lenker 15 ist mit seinem einen Ende 16 an den Kreuzkopf und mit seinem andern Ende 17 an eine auf einer feststehenden Führung 19 abrollenden Walze oder Rolle 18 sowie an eine Scheibe 20 angelenkt. Ein biegsames Rohr 21 für die Kühlflüssigkeit ist mit einem Ende von einer Verankerung 22 festgehalten, die in bezug auf den Kreuzkopf 12 feststehend ist. Diese Verankerung hat eine trompeten- ähnliche Gestalt, um eine scharfe Krümmung des Rohres auszuschliessen. Von dieser Verankerung weg liegt das Rohr parallel zum Lenker 15 und läuft um die Scheibe 20 herum zu der ortsfesten Verankerung 23.
Die Scheibe 20 bildet keinen vollständigen Kreis, sondern nur einen Sektor, der dem Winkel zwischen den beiden Teilen 21 und 29 des Rohres entspricht.
Wie ersichtlich, steht der Lenker 15 annähernd senkrecht zur Achse des Kolbens, wenn sich letzterer in der Mitte seines Hubes befindet. Hiedurch wird die Bewegung seines Endes 17 auf ein Minimum herab- gesetzt. Weiters steht, wie ersichtlich, der zwischen der Scheibe und der ortsfesten Verankerung befindliche
Teil 29 des biegsamen Rohres annähernd senkrecht zur Bewegungsrichtung des Endes 17 des Lenkers, wodurch die Streckung dieses Rohrteiles vernachlässigbar wird.
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Die schematisch dargestellte Verankerung oder Festhaltung 23 zeigt im Wesen ein Paar von Muttern 24, durch deren Verstellung die Ausgangsspannung des biegsamen Rohres so eingestellt werden kann, dass sie den Bewegungsverhältnissen desselben entspricht.
Die Einrichtung gemäss Fig. 2 ist gleich jener nach Fig. 1, mit der Ausnahme jedoch, dass das Ende 17 des Lenkers 15, statt von einer Walze auf einer feststehenden Führung gesteuert zu werden, an einen Lenker 25 angelenkt ist, dessen anderes Ende auf einem festen Drehzapfen 26 sitzt. Durch diese Einrichtung können Schwankungen in der Streckung des Rohres infolge der Hin-und Herbewegung vollständig beseitigt werden.
Die Einrichtung nach Fig. 3 unterscheidet sich von jener nach Fig. 1 nur darin, dass das Rohr nicht an der Verankerung 22 befestigt ist, sondern über eine Scheibe 27, ähnlich der Scheibe 20, läuft.
Die Einrichtung nach Fig. 4 ist eine Umkehrung jener nach Fig. 2 insofern, als der Lenker 25 bei 28 an den Kreuzkopf angelenkt ist und das Ende 17 des Lenkers 15 einen ortsfesten Drehzapfen anfasst.
Es ist klar, dass die Zeichnungen die Einrichtungen nur schematisch veranschaulichen. Bei einer Maschine mit zwei Kolben, von welchen die obere Kolbenstange mit einem Querbaum verbunden ist, kann das Rohr 21 und der Lenker 15 längs dieses Baumes liegen, und die Scheibe 27 nach Fig. 3 kann an einem Ende des Baumes angeordnet und die Führung 19 durch einen ortsfesten Teil nächst dem andern Ende dieses Baumes gebildet sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Zuführung eines Mittels, vorzugsweise einer Flüssigkeit zu einem hin-und hergehenden Organ einer Maschine unter Verwendung eines biegsamen Rohres und einer beweglichen Führung hiefür, gekennzeichnet durch einen starren, mit seinen Enden an dem hin-und hergehenden Organ und an einem feststehenden Maschinenteil verankerten und zur Bewegungsrichtung des hin-und hergehenden Organes annähernd senkrecht stehenden Lenker, von welchem die eine seiner Verankerungen eine Bewegung des zugehörigen Lenkerendes annähernd senkrecht zur Richtung der Hinund Herbewegung zulässt, und durch an den Lenkerenden angeordnete bogenförmige Führungen, über welche das biegsame, längs des Lenkers laufende Rohr geschlungen ist,
welches mit dem einen seiner Enden mit dem hin-und hergehenden Organ und mit seinem andern Ende mit dem ortsfesten Maschinenteil verbunden ist.