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Zahnradwinde.
Gegenstand des Patentes Nr. 127216 ist eine Zahnradwinde, insbesondere für die Bewegung von
Rolladen u. dgl. Die Erfindung liegt in der Anordnung der Sperrbremskupplung. Sie ist gekennzeichnet durch die Verwendung eines Klinkenrades, das mit dem einen der beiden Kegelräder beim Aufwinden der Last mittels eines Nockens und eines Bremskeiles gekuppelt wird, während beim Ablassen der Last das Klinkenrad mittels der am Gehäuse der Vorrichtung sitzenden Klinke festgestellt ist und die Brems- keilkupplung durch Rückwärtsdrehen der Kurbel aufgehoben wird, sich aber beim Ausserbetriebsetzen der Kurbel sofort wieder selbsttätig einrückt.
Die Erfindung bezweckt eine Verbesserung dieser Vor- richtung durch Wegfall des Klinkenrades und der Klinke ; durch diese Vereinfachung in baulicher Hin- sicht wird die neue Vorrichtung besonders geeignet für die Bewegung von Sonnendächern, Vorhängen u. dgl.
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsformen der Erfindung ; die eine Ausführungsform ist in
Fig. 1 im senkrechten Mittelschnitt und in Fig. 2 in Seitenansicht dargestellt ; in letzterer Darstellung sind Teile des Gehäuses fortgenommen gedacht, um innenliegende Teile besser sichtbar zu machen. In der Zeichnung sind für gleiche Teile dieselben Bezugszeichen verwendet wie in der Patentschrift Nr. 127216.
Der Antrieb der im Gehäuse a gelagerten Getriebestange b, die nach oben zu dem Getriebe für die Be- tätigung der Ladenwalze geht, erfolgt durch die Kegelräder c, d, von denen das Rad c fest mit der senk- rechten Welle 10 verbunden ist, die durch eine Bohrung des in das Gehäuse a eingesehobenen und mit ihm verschraubten, brückenartigen Teiles v geht und darin sowie mit den Enden in Bohrungen des Ge- häuses a drehbar gelagert ist. Zum Einsetzen der Stange b hat die Welle w an beiden Enden eine Aus- nehmung ; wie aus Fig. 1 ersichtlich, sind Rad e, Welle 11.'und Stange b durch den durchgehenden Stift fest miteinander verbunden.
Das Kegelrad d umgibt frei drehbar die Welle g, die mit dem einen Ende, das mit dem Vierkantloch für die einzusteckende, nicht dargestellte Kurbel versehen ist, in einer Bohrung der Vorderwand des Gehäuses a lagert, mit dem andern Ende dagegen in der Bohrung eines runden
Ansatzes des Teiles v. Die Lagerung des Kegelrades d erfolgt auch an zwei Stellen ; mit seiner zentralen
Bohrung lagert es auf der Aussenwandung des vorstehend erwähnten Ansatzes des Teiles v und mit einem vorstehenden Kranzring in einer Ausnehmung K der Vorderwand des Gehäuses a.
Diese Aus- nehmung K dient nicht nur zur Lagerung des Kegelrades d, sie übernimmt auch die Bestimmung des
Ringes h der Vorrichtung gemäss dem Stammpatent und zugleich die des dortigen Sperradringes k, nämlich zur Aufnahme des Bremskeilstückes i und zum Zusammenwirken mit diesem zur Erreichung der Klemmwirkung. Zu diesem Zwecke ist gemäss der Erfindung der Nocken l mit dem Kegelrad d fest verbunden, d. h. beide bilden bei vorliegender Ausführung ein Stück. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, kann der Nocken l auch hier mit der schräg anlaufenden Innenfläche des Bremskeilstüekes t so in Verbindung treten, dass er, dagegen anlaufend, das Stück i nach aussen gegen die Wandung der Ausdrehung K anpresst und den Stillstand des Getriebes herbeiführt.
Dies ist der Fall, wenn die Last, sich selbst überlassen, bestrebt ist (Fig. 2), das Rad d und mit ihm dessen Nocken z in Richtung des eingezeichneten Pfeiles zu drehen. Wie aus vorstehendem hervorgeht, ist hier unter Wegfall von Klinkenrad und Klinke das Ge- häuse a selbst unmittelbar zum Feststellen der Last herangezogen ; zum Aufwinden der Last sind zum
Teil neue Vorkehrungen getroffen, wie nachstehend beschrieben. Das Bremskeilstück i ist, wie aus Fig. 2 ersichtlich, zu einem vollen Ring ergänzt, so dass es in der Ausnehmung K eine Führung findet. Nach innen ragen zwei Anschläge x vor, die dazu bestimmt sind, das Aufwinden sowie das Ablassen der Last
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zu ermöglichen.
Beim Aufwinden der Last, wobei die Kurbel im Sinne des Uhrzeigers, also nach rechtsherum, zu drehen ist, schlägt ein auf der Welle g sitzender Mitnehmer u gegen den Nocken I des Kegelrades und dreht dieses und damit das ganze Getriebe, wobei der Nocken l gegen den neben ihm befindlichen Anschlag x wirkt, so dass der Bremskeihing i mitgedreht wird. Beim Ablassen der Last wird die Kurbel linksherum gedreht, so dass der Mitnehmer u gegen den linken Anschlag a ; wirkt, der Bremskeilring i also in diesem Sinne gedreht und dabei die Bremsfläche immer aus der Berührung mit dem Nocken l herausgezogen wird.
Ein Vorteil der beschriebenen Ausführung nach Fig. 1 und 2 ist darin zu erblicken, dass die Vorrichtung nach Belieben auf der linken oder rechten Seite des zu betätigenden Sonnendaches od. dgl. angeordnet werden kann, dabei in beiden Fällen beim Heben der Last die Kurbel nach rechts gedreht wird. So, wie dargestellt, muss die Vorrichtung auf der linken Seite des Vorhanges angeordnet sein ; soll sie auf der rechten Seite verwendet werden, so braucht die Vorrichtung nur umgedreht zu werden, so dass das in der Darstellung oben liegende Kegelrad d unten zu liegen kommt. Die Getriebestange b muss in die nach der Darstellung unten liegende Lochung der Mittelachse 70 gesteckt werden. In beiden Lagen wird die Kurbel beim Hochwinden der Last rechtsherum gedreht, wie es im allgemeinen gewünscht wird und bei Zahnradwinden bisher nicht möglich war.
Ermöglicht wird diese Umkehrung des Gehäuses a dadurch, dass die Mittelachse w durchgehend ausgebildet ist und an beiden Seiten mit einer Lochung für die Getriebestange b versehen ist.
Legt man dagegen keinen Wert auf den Rechtsgang der Kurbel beim Hochwinden der Last, so lässt sich auch nach Fig. 4 ein Rechts- 1111d Linksgang (je nachdem die Vorrichtung links oder rechts des zu betätigenden Vorhangs od. dgl. angebracht ist) erzielen, ohne dass das Gehäuse geöffnet werden muss bzw. ohne dass Teile darin umgelegt werden müssen. Hiebei wird die Last einmal durch Reehtsgang der Kurbel hochgewunden, bei entgegengesetzter Anordnung durch Linksdrehen der Kurbel. Erreicht wird dies dadurch, dass der Bremskeil i (Fig. 4) doppelt angeordnet ist ; dementsprechend müssen auch zwei Mitnehmer u vorgesehen sein.
Diese Mitnehmer u wirken (Fig. 4) so, dass der eine beim Hochwinden der Last den Nocken vom Keilstück i ablöst und ihn mit dem Teil, an dem er sitzt, drehend mitnimmt, während der andere Mitnehmer u auf den einen Anschlag x einwirkt und so das Doppelkeilstück i mitschlepp. Beim Nachlassen der Last erfolgt die Einwirkung des Mitnehmers u, der vorher den Nocken beeinflusste, auf den andern Anschlag x in der oben schon beschriebenen Weise, dass die Keilfläche ausser Berührung mit dem Nocken I gehalten wird.
Die erfindungsgemässe Verwendung des Gehäuses zur Herbeiführung der Bremswirkung hat weiterhin den Vorteil, dass diese so umgestaltete Nockenbremskeilkupplung auf eine Kabel-oder Seilwinde übertragen werden kann ; dies ist in Fig. 3 veranschaulicht. Bei dieser Ausführungsform ist statt der Welle g gemäss Fig. 1 und 2 eine Büchse y vorgesehen, die einerseits in einer Bohrung der Vorderwand des Gehäuses a, anderseits in einer Büchse lagert, die an der Hinterwand des Gehäuses angeordnet ist. In einem Einschnitt der Büchse y ist der Doppelmitnehmer u eingesetzt und mit der Büchse y verschweiss oder verlötet ; seine in die Büchse y reichende Unterkante (Fig. 3 und 4) bildet die Angriffsfläche des abgeflachten Kurbelstiftes e.
Die Seilscheibe, die den Nocken I trägt, lagert einerseits auf der Lagerbüchse für die Büchse y und anderseits mit einem vorstehenden Kranzring in der Ausnehmung K des Gehäuses a wie das Kegelrad d nach Fig. 1. Öffnungen zum Durchtritt des Seiles oder Kabels sind oberhalb und unterhalb der Scheibe z im Gehäuse a vorgesehen, um je nach Bedarf das Gehäuse a entsprechend herumdrehen zu können, um Links-oder Reehtsgang zu erzielen.
Es sei erwähnt, dass, wenn erforderlich, bei der Anordnung nach Fig. 1 und 2 der Drehsinn der Kurbel leicht umgeändert werden kann. Man braucht nur die Vorrichtung zu öffnen und das Bremskeilstück i umzulegen ; es wird dann das Hochwinden der Last bei Linksdrehung der Kurbel, das Ablassen bei Rechtsdrehung der Kurbel vor sich gehen.
Auch ergibt sich aus dem bisher Gesagten, dass die Doppelanordnung der Teile i und u nach Fig. 4 sowohl bei einem Zahnradstangengetriebe wie auch bei einer Kabelwinde angewendet werden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zahnradwinde nach Patent Nr. 127216, dadurch gekennzeichnet, dass das zu einem Ring ergänzte Bremskeilstück (i) in einer Ausdrehung des Gehäuses untergebracht und geführt ist, gegen deren Wandung es der an dem einen lose drehbar gelagerten Kegelrad (d) sitzenden Nocken (I) anzupressen vermag.