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Verfahren zur Herstellung von Reissverschlüssen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Reissverschlüssen (Sehieberversehlüssen) jener Art, bei welchen zwei biegsame Streifen mittels zweier Sätze miteinander in Eingriff gebrachter Befestigungsglieder, die mit einem auf beiden Gliedersätzen bewegten Schieber zusammenwirken, in und ausser Eingriff gebracht werden.
Bisher wurden die Befestigungsglieder solcher Reissverschlüsse aus Metall erzeugt. Zur Erzielung eines ansehnlichen Äusseren und einer leichten Betätigung des Verschlusses musste man zur Herstellung der Befestigungsglieder nichtrostende Legierungen, z. B. eine Kupfer-Nickel-Legierung, verwenden. Alle diese Legierungen sind teuer und obwohl man erkannt hat, dass der Ersatz der nichtrostenden Legierungen durch niehtmetallische Stoffe zu Ersparnissen und andern Vorteilen führen würde, wurden bisher die technischen Schwierigkeiten eines solchen Ersatzes als unüberwindlich angesehen.
Es wurde bereits vorgeschlagen, die Befestigungsglieder aus Kunstharz in der Weise herzustellen,
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des Stoffstreifens geformt hat. Gemäss diesem Vorschlag wurde das Harz unmittelbar auf den Streifen als fertiges Glied aufgegossen, wobei man entweder einzelne Glieder erzeugt oder eine Reihe solcher Glieder durch einen nachträglich zu entfernenden fortlaufenden Streifen zu einem Satz verbunden hat. Die praktische Durchführung dieses Verfahrens stösst aber auf erhebliche Schwierigkeiten. Die einzelnen Hohlräume der Form sind so klein und ihre Form ist so verworren, dass sie durch Teilchen von Fremdstoffen leicht verstopft werden, und es kommt oft vor, dass das Harz nicht zu allen Teilen der Form gelangt.
Auch die Reinigung der Form von dem an ihren Wänden etwa haften gebliebenen Harz ist nicht leicht. Demzufolge ist ein bedeutender Teil der erzeugten Reissverschlüsse schadhaft, indem ein oder mehrere Befestigungsglieder unvollständig sind oder aus der Reihe gänzlich fehlen, woraus sich ein wesentlicher Materialverlust ergibt.
Die Erfindung hat ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Gegenstande, mittels welchen Reissverschlüsse der oben angegebenen Art aus nichtmetallischen Stoffen, beispielsweise aus Harz, billig und schnell ohne Materialverlust hergestellt werden können.
Gemäss der Erfindung wird ein fortlaufender Stab oder ein Satz kleiner gesonderter Stäbe oder Blöcke aus niehtmetallischem, plastischem Material, wie Harz, auf die Kante des Stossstreifens aufgegossen oder aufgeformt, worauf in einem besonderen Verfahrensschritt der Stab oder die Stäbe zu einer Reihe von Befestigungsgliedern gepresst werden.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung zur Ausführung des erfindunggemässen Verfahrens.
Fig. 1 ist die schaubildliche Darstellung eines Tragstreifens in der ersten Verfahrensstufe. Fig. 2 zeigt die Presse zur Durchführung des zweiten Verfahrensschrittes in einer schaubildlichen Schnittansicht. Fig. 3 ist eine Draufsicht der Presse, während Fig. 4 ein Schnitt der Presse nach der Linie A-B der Fig. 2 ist. In Fig. 5 ist ein Stück eines fertigen Befestigungsstreifens in Seitenansicht dargestellt, während Fig. 6 ein Stück eines aus der Presse kommenden Befestigungsstreifens in Vorderansicht darstellt.
Der Tragstreifen 1 (Fig. 1) wird in eine (nicht dargestellte, einfache zweiteilige Form gebracht) und die berechnete Menge des pulverförmigen oder plastischen Formgutes (diese Menge ist im wesentlichen gleich der für den fertigen Verschluss erforderlichen Menge) wird in den Hohlraum der Form gefüllt.
Der Streifen wird derart in der Form untergebracht, dass eine seiner Kanten in den Formhohlraum hinein-
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worauf es geformt wird, so dass es in der Gestalt eines Stabes 2 fest an der Kante des Streifens 1 sitzt. Der Stab wird dann durch Abkühlung der Form verfestigt, worauf die Form geöffnet und der fertige
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streifen angebracht und es ist für die nächste Verfahrensstufe bereit.
Die Stufe besteht darin, dass das Gut, falls notwendig, unter Erwärmung in die Form der Befestigungsglieder 15 (Fig. 5 und 6) gestaltet und in den endgültigen festen und glatten Zustand gebracht wird. Dazu wird die in Fig. 2 dargestellte Presse verwendet. An dem U-förmigen Körper 3 ist eine feste Backe 6 und eine einstellbare Backe 7 angebracht. Der Streifen 1 wird zwischen diese Backen eingesetzt und diese werden durch ausserhalb der Form angeordnete (nicht dargestellte) Mittel einander genähert, um den Streifen fest in die Form einzuspannen. Das bildsame Material 2 erstreckt sich über den oberen Teil der Backen 6 und 7. Besonders gestaltete Pressbacken 8 und 9 werden gegen das Material 2 gedrückt, um es in die Form der Befestigungsglieder zu quetschen.
Am oberen Teil der Presse ist ein rahmenförmiger Deckel 4 angeordnet, der durch Schrauben 5 festgehalten wird. Durch die Öffnung des Rahmens kann der Arbeiter beobachten, ob die Streifen sich in der richtigen Lage befinden, bevor die den Streifen festhaltenden und pressenden Backen geschlossen werden. Eine beliebige Anzahl der in Fig. 1 dargestellten Streifen kann vereinigt und in der Richtung der Pfeile a und D in Fig. 3 von der einen Seite zur andern durch die Presse geführt werden.
Der unmittelbar über dem Werkstück liegende Teil der Pressbacken ist zickzackförmig gestaltet, und diese Teile passen genau ineinander, so dass, wenn das Gut einem Druck unterworfen wird, kein Material austreten kann. Die Hohlräume 11 und 12 sind mittels der Rohre 13 und 14 mit einer hydraulischen Presse verbunden. Wenn der hydraulische Pressdruck aufhört, werden die Pressbacken 8 und 9 durch (nicht dargestellte) Federn voneinander entfernt. In Fig. 2 sind die Pressbacken geschlossen und in Fig. 3 geöffnet und der Streifen 2 in pressfertigem Zustand dargestellt. Die Presse kann elektrisch oder durch Dampf geheizt werden, und bei gewissen plastichen Materialien kann es zweckmässig sein, eine Wasserkühlung vorzusehen, um innerhalb eines gewissen Zeitraumes viel Arbeit leisten zu können.
Fig. 4 ist ein Schnitt durch die Presse und zeigt die Form der Pressbacken. Das Gut wird in einzelne Abschnitte gequetscht, wobei jeder Abschnitt je ein Befestigungsglied 15 bildet. Der fertige Befestigungsstreifen ist in den Fig. 5 und 6 dargestellt, wobei bemerkt werden kann, dass das Gut vom Streifen in
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Aufreehterhaltung der Biegsamkeit die grösstmögliche Materialmenge mit dem Streifen in Verbindung steht. Demzufolge ist der Befestigungsstreifen fester, als wenn die Glieder 15 mit dem Streifen bloss auf einer Oberfläche verbunden wären, welche dem Querschnitt des Baekenteils eines jeden Gliedes entsprechen würde. Wenn der Befestigungsstreifen von der Presse entfernt wird, ist er nicht biegsam, indem eine gewisse Menge Material 17 in das Gewebe zwischen je zwei Befestigungsgliedern eingedrungen ist.
Die Biegsamkeit kann aber leicht erzielt werden, wenn man den Befestigungsstreifen zwischen einer Reihe von Biegerollen hindurchführt oder wenn man eine Anzahl von Streifen in einer Trommel rollen lässt. Letzteres Verfahren ist vorteilhafter, da die durch den Materialüberschuss gebildeten kleinen Grate als Staub oder Flocken entfernt werden. Zur Entfernung des Staubes kann ein Luftstrom durch die Trommel geführt werden. Es sei bemerkt, dass die Rippen und Ausnehmungen der Backenteile der Befestigungsglieder 15 von der einen Seite der Glieder bis zu der andern Seite reichen, so dass unter gewissen Umständen die Glieder das Bestreben zeigen, sich seitlich voneinander zu entfernen, wenn der Verschluss geschlossen ist.
Dieser Nachteil kann dadurch behoben werden, dass die Rippen und Ausnehmungen an den entgegengesetzten Seiten jedes Gliedes in entgegengesetzter Richtung ein wenig
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werden müssen oder die Befestigungsglieder einer weiteren Gestaltung unterworfen werden, um die Rippen und Nuten so abzuändern, dass sie den üblichen Vorsprüngen und Ausnehmungen der Metallverschlüsse ähnlich sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Reissverschlüssen, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Kante eines Gewebestreifens aus einem bildsamen, nichtmetallischen Material, beispielsweise'Harz, ein fortlaufender Stab oder eine Reihe gesonderter kleiner Stäbe oder Blöcke aufgegossen oder aufgeformt wird, worauf der Stab oder die Stäbe in einer gesonderten Verfahrensstufe in die Form von Befestigunggliedern gepresst werden.