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Motorgenerator, insbesondere mit Sternmotor.
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Bei Motorgeneratoren müssen Einrichtungen zur Kühlung des Generators und des Motors vor- gesehen werden. Man hat dies bereits in der Weise durchgeführt, dass man zwischen Generator und Motor einen Ventilator anordnete, der einen Luftstrom durch den Generator hindurchsaugte und alsdann die angesaugte Luft gegen die sich besonders stark erwärmenden Teile des Motors, wie Zylinderköpfe u. dgl., blies. Da die vom Ventilator angesaugte Luft durch die Kühlung des Generators bereits erwärmt war
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so zu erweitern, dass neben der bereits zur Kühlung des Motors verwendeten Luft auch noch frische Luft vom Ventilator gefördert wurde. Das angesaugte Volumen an unverbrauchter Luft liegt jedoch bei einer derartigen Anordnung nicht eindeutig fest, so dass eine genügende Kühlung des Motors nicht gewährleistet ist.
Man hat auch bereits den Vorschlag gemacht, Ventilatoren mit zwei getrennten Sehaufelsätzen zur Kühlung des Maschinensatzes zu verwenden und hiebei durch die Schaufelsätze den beiden Maschinen getrennte Kühlluftströme zuzuführen. Soll bei einer derartigen Anordnung eine genügende Kühlung des thermisch stärker belasteten Teiles, nämlich des Motors, erreicht werden, so muss auch der Ventilator für den Kühlluftbedarf dieses Teiles bemessen werden. Hieraus ergibt sich jedoch eine schlechte Ausnutzung des zur Kühlung des Generators bestimmten Schaufelsatzes.
Die Nachteile der bekannten Anordnungen werden nach der Erfindung unter Verwendung eines an sich bekannten Ventilators mit zwei getrennten Schaufelsätzen dadurch vermieden, dass der eine Sehaufelsatz zur Erzeugung eines Luftstromes zur gemeinsamen Kühlung von Generator und Motor dient, während der zweite Schaufelsatz einen zweiten Kühlluftstrom lediglich dem Motor zuleitet. Auf diese Weise wird eine unnötige starke Kühlung des Generators vermieden und anderseits die Zuleitung einer genügend grossen Kühlluftmenge zum Motor gesichert, deren Temperatur durch die Zufuhr des zweiten Kühlluftstromes genügend niedrig gehalten wird.
Auf der Zeichnung ist in Fig. 1-3 ein Ausführungsbeispiel in drei verschiedenen Ansichten dargestellt. 1 ist der Motor, beispielsweise ein wassergekühlter Sternmotor mit vier Zylindern.. ist der mit dem Motor gekuppelte Generator. An diesen schliesst sich der Ventilator : ! an und daneben liegt der Motorkühler-. Der Ventilator : ist in das Gehäuse des Generators 2 mit eingebaut. Die Luftführung ist durch Pfeile angedeutet. Der Ventilator enthält in dem dargestellten Ausführungsbeispiel, wie Fig. 2 zeigt, zwei nebeneinanderliegende Schaufelräder mit einer Zwischenwand o zur Trennung der beiden Luftströme. Der Ventilator wird so bemessen, dass er den für beide Zwecke erforderlichen Luftbedarf fördern kann.
Da er unmittelbar auf der Achse des Motorgenerators angeordnet ist, so wird ein besonderer Antrieb erspart. Die durch den Generator gesaugte Luft wird noch durch den Motorkühler hindurchgeleitet, da sie sich beim Hindurchgehen durch den Generator nur wenig erwärmt. Anstatt den Kühler neben den Motorgenerator zu setzen, kann man ihn auch darauf setzen : in beiden Fällen wird die Baulänge der Anordnung verkürzt. Ein weiteres Ausführungsbeispiel zeigt die Fig. 4, in der die der vorstehend beschriebenen Aus- führungsform entsprechenden Teile die gleichen Bezugszeichen tragen. Der Motor 7 ist bei diesem Beispiel
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ein luftgekühlter Sternmotor, dessen Kurbelwelle mit dem Läufer des Generators 2 gekuppelt ist.
Der Ventilator 3 ist zwischen Generator und Motor angeordnet und enthält zwei nebeneinanderliegende Schaufelräder. Zur Trennung der Luftströme dient eine Zwischenwand 5. Beim Arbeiten des Motorgenerators wird die Kühlluft von den Schaufelrädern 7 durch den Generator 2 hindurchgesaugt und mit Hilfe einer Leitfläche 8 dem Motor 1 zugeführt. Durch die Schaufeln 9 wird dagegen auf der Motorseite durch eine Öffnung 10 Frischluft angesaugt und unmittelbar zum Motor geleitet. Die durch die Schaufeln 9 geförderte Luftmenge kann hiebei mit Hilfe des in der Zeichnung gestrichelt angedeuteten Schiebers 11 geregelt werden. Die vom Ventilator geförderte Kühlluft gelangt in einen Ringkanal 28, an dessen Mündung der zu kühlende Zylinder angeordnet ist.
Besteht der Motor aus mehreren Zylindern, so wird im Ringkanal eine der Anzahl der Zylinder entsprechende Zahl von Mündungen vorgesehen.
Das Generatorgehäuse 1. 3 setzt sich im Ventilatorgehäuse 14 fort, das seinerseits den Verbrennungsmotor 1 trägt.
Die zuletzt beschriebene Anordnung wird insbesondere bei kleinen Einheiten und in den Fällen Verwendung finden, in denen der freie Luftquerschnitt beim Generator sehr gering ist. Hiebei ist nämlich die durch den Generator geförderte Luftmenge für die Motorkühlung nicht ausreichend. Dieser Nachteil wird durch das Ansaugen von Frischluft, die unmittelbar zur Motorkühlung mit herangezogen wird, beseitigt.
Der Ventilator kann auch als Schwungmasse ausgebildet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Motorgenerator, insbesondere mit Sternmotor unter Verwendung eines zur Kühlung des Motors und des Generators dienenden gemeinsamen Ventilators mit zwei getrennten Schaufelsätzen, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Schaufelsatz zur Erzeugung eines Luftstromes zur gemeinsamen Kühlung von Generator und Motor dient, während der zweite Schaufelsatz einen weiteren Kühlluftstrom lediglich dem Motor zuleitet.