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Antrieb für die Walzen von Plissiermasehinen zur Faltensteuertmg.
Zum Abziehen der von den Messern der Plissiermaschinen gebildeten Falten werden Getriebe verwendet, welche eine absatzweise Winkelverdrehung der angetriebenen Presswalze während des Messerrückgangs bewirken, wobei zur Einstellung der Faltenbreite der Weg der Winkelverdrehung der Walze und damit der Stoffvorschub eingestellt werden kann. Zumeist wird hiefür eine Kurbel verwendet, deren
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feststellbaren Exzenter angetrieben werden. Auch diese Einrichtungen haben den Nachteil, dass der zugehörige Steuermechanismus sehr kompliziert ist, eine grosse Zahl von Triebwerksteilen (mehrere Hebel, Schubstangen und Einstellvorrichtungen) erfordert, dennoch aber nur einen geringen Verstellbereich hat, wobei die Einstellung der genauen Faltenbreite wegen der feinen Massstabteilung im Betrieb erschwert ist.
Zwischenräume zwischen den Falten, sogenannte Auslässe, werden meistens dadurch erzielt, dass die Walzen eine etwas grössere Drehung ausführen, als der gebildeten Falte entspricht, bei kleinen Ma- schinen auch dadurch, dass man das Messerschliessen beim Vorgehen verhindert. Um diese Auslässe in ein bestimmtes, jeweils einstellbares Verhältnis zu den Falten bzw. Faltengruppen zu bringen, werden eigene Steuerungsorgane, sogenannte Noekenköpfe, verwendet, die gewöhnlich 12 oder 24 einzeln verstellbare Stifte oder Bolzen besitzen.
Diese Stifte waren zumeist in den Teilköpfen verschraubbar. was den Nachteil hatte, dass durch nachlässiges Einschrauben der betreffenden Steuerorgane einerseits Störungen bei der Faltenbildung eintraten und anderseits auch die Steuerorgane im Betrieb leicht verlorengingen. Ausserdem war eine Verstellung der betreffenden Steuerorgane im Kopfteil während des Laufes der Maschine, z. B. zur Abänderung der Faltenbildung auf ein und derselben Stoffbahn, schwer oder gar nicht möglich.
Die Konstruktion eines Nockenkopfes gemäss östen. Patentschrift Nr. 114517 vermeidet zwar eine Reihe der geschilderten Missstände, erfordert jedoch getrennte Einstellvorrichtungen für die Kugelnocken,
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Herstellung teurer.
Die Erfindung bezweckt, die Steuerorgane konstruktiv zu vereinfachen, wodurch sich neben einer billigeren Herstellung wesentliche Betriebsvorteile ergeben. Die Vorschubklinke für die Walzenfortschaltung wird hiezu auf einer Büchse gelagert, welche mit verstellbarer Exzentrizität auf der Kurbel
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Als Steuermittel für den Noekenkopf werden Kippbolzen verwendet, welche in der Teilkopfscheibe gelagert sind.
Auf der Zeichnung zeigt Fig. 1 sehaubildlieh die Gesamtansicht der Maschine. Fig. 2 und 3 stellen Schnitte durch den Doppelexzenter in zwei Extremstellungen dar. In Fig. 4 ist der Steuerteilkopf schaubildlich dargestellt, in Fig. 5 ein Kippbolzen in Ruhestellung und in Fig. 6 in Arbeitsstellung.
In Fig. 1 stellt a die Unter-und b die in den meisten Fällen mit Filz überzogene Oberwalze dar.
Mit der Unterwalze fest verbunden ist ein Schaltrad e, das durch einen Klinkenhebel d geschaltet wird, von dessen Schaltweg daher die Walzenverdrehung und damit die Faltengrösse abhängt. Dieser Klinken-
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auf der Kurbel e festgehalten wird, in Bewegung versetzt. Die Kurbel e ist mit der Welle h fest verbunden. Diese Welle, welche durch ein Handrad j oder mittels Motor angetrieben wird, besorgt auch die Steuerung der Falten bzw. des Auslasses und betätigt zu diesem Zwecke mittels einer Klinke k den Steuerteilkopf welcher durch die Kippbolzen m, die durch eine einzige Blattfeder n in ihrer Lage festgehalten werden, die Messer o steuert.
Die Wirkung des Exzenters in bezug auf die Walzenschaltung und damit auf die Breite der Falten ist folgende : Die Welle A macht zur Bildung einer Falte eine Umdrehung, und die Kurbel e, die mit ihr fest verbunden ist, macht diese mit. Der Bolzen der Kurbel, an der die Klemmutter g aufgeschraubt ist, wird nun einen seiner Exzentrizität entsprechenden Weg machen. Nun ist auf diesen Bolzen eine Exzenterbüchse f in einstellbarer Winkellage geklemmt ; auf dieser Büehse f ist der Klinkenhebel d
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täten und der Arm cl wird bei gleicher Exzentrizität von Kurbel und Büchse überhaupt keine Bewegung machen.
Zwischen diesen Extremstellungen sind natürlich noch beliebig viele Zwischenstellungen möglich, die dann einen gegen Fig. 2 verkürzten und gegen Fig. 3 verlängerten Weg ergeben. Dadurch wird je nach dem Weg der Klinke die Walze a im grösseren oder kleineren Winkelweg verdreht und dementsprechend eine kleinere oder grössere Falte gelegt.
Gegenüber der Walzenschaltung mittels der meistens mit Einstellspindel, Gleitlager, Rolle und Klemmutter versehenen verstellbaren Kurbel wie auch gegenüber der mittels Gelenkhebel von einem Exzenter der Hauptwelle angetriebenen Klinkenschaltung ist die Schaltung durch den Doppelexzenter e, f auch insofern vorteilhaft, als nicht nur weniger Bestandteile zur Verwendung gelangen, sondern auch die am Umfang der Exzenter angebrachte Einstellskala eine weit gröbere Teilung aufweist (die Massstabstriche der Faltenbreiten sind bei einem bestimmten Einstellbereich im grösseren Abstand voneinander) und damit Feineinstellung der Faltenbreite erleichtert ist. Dieser letztgenannte Umstand ist besonders für Maschinen, die kleine Falten machen sollen, wichtig, da die Feinheit der Skala bisher zu Störungen Anlass gegeben hat.
Die Arbeit des Nockenkopfes besteht darin, dass er bei einer der Fig. 1 entsprechenden Stellung das Messer o am Schliessen hindert und dadurch die Faltenbildung aufhebt, wodurch ein Auslass zustande kommt, dessen Länge einer Falte entspricht. Die Kippbolzen m liegen normal parallel zur Achse in einer
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diese an einem Ende kugelförmig ausgebildet sind und diese Kugel, wie die Fig. 5 und 6 zeigen, seitlich und am Ende abgeplattet ist, so können die Bolzen m während des Betriebes die ihnen von Hand aus gegebene Arbeits- (Fig. 6) oder Ruhestellung (Fig. 5) selbsttätig nicht verändern.
Der besondere Vorteil dieses Teilkopfes liegt darin, dass er nur aus den drei Bestandteilen, dem Körper !, der meistens auch gleich als Sehaltrad ausgebildet ist, dem Bolzen m und einer Blattfeder n besteht und auch während des Ganges der Maschine von Hand aus verlässlich an den Steuerorganen m verstellt werden kann.
Die Ausführung des Teilkopfes kann selbstverständlich auch mit zwei Reihen Kippbolzen erfolgen.
Durch entsprechende Formung des Schlitzes für den Bolzen m und durch Anbringung von Federn, die auf der Rückseite des Bolzens wirken, wäre es auch möglich, die Bolzen bei einreihiger Anordnung in zwei Arbeit-und eine Ruhestellungen zu bringen, um auf diese Art auch die Steuerung von oberen bzw. unteren Falten (z. B. für die Herstellung von Hohlfalten) mit demselben Teilkopf in an sich bekannter Art zu ermöglichen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Antrieb für die Walzen von Plissiermasehinen, dadurch gekennzeichnet, dass das Exzenter, auf dem die Vorschubklinke (d) für die Walzenfortschaltung gelagert ist, auf einer Kurbel (e) der Antriebswelle (h) drehbar und in der gewünschten Winkelstellung feststellbar angeordnet ist.