AT135941B - Steuerventil für kontinuierlich wirkende selbsttätige Druckluftbremsen. - Google Patents

Steuerventil für kontinuierlich wirkende selbsttätige Druckluftbremsen.

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AT135941B
AT135941B AT135941DA AT135941B AT 135941 B AT135941 B AT 135941B AT 135941D A AT135941D A AT 135941DA AT 135941 B AT135941 B AT 135941B
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Description


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  Steuerventil für kontinuierlich wirkende selbsttätige   Druckluftbremsen.   



   Vorliegende Erfindung bezieht sieh auf automatische Druckluftbremsen für Eisenbahnfahrzeuge und Gegenstand derselben ist ein durch   Differentialwirkung betätigtes Steuerventil, welches gegenüber   bekannten   Ausführungen   zahlreiche technische Vorteile bietet. Eine Bremsentype, welche eine bessere Anpassung an die   mannigfaltigsten Zugsgattungen und Langen   von Eisenbahnzügen zulässt, ist die sowohl beim Bremsen als auch beim Lüften veränderbare und die sogenannte   uncrschöpfbare   Type.

   Das Streben nach Unerschöpfbarkeit verursacht im allgemeinen   schwerwiegende   Nachteile, da zufolge des begrenzten Durchmessers der Hauptleitung und   der gegebenen Länge besagter Leitung   der normale   Bremsdruek   rascher am Kopf des Zuges als in den   rückwärtigen   Teilen desselben erreicht wird. 



   Um in den   rückwärtigen Fahrzeugen   eines   langen Zuges   ein rasches Ansteigen des Druckes in der Hauptleitung zu erreichen und die Mithilfe zusätzliocher Einrichtungen zu vermeiden, bleibt kein 
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Bei den Steuerventilen, welche an bisherigen Ausführungsarten von   unersclöpfbaren   Bremsen zur Anwendung gelangten, ist dies nur innerhalb sehr enger Grenzen möglich, da bei Überschreitung dieser Grenzen Erscheinungen auftreten. welche   beträchtliche   Verzögerungen beim Lüften der Bremse zur Folge haben und diesen   Vorgang äusserst schwierig gestalten.   
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 günstigen Eigenschaften der   unerschöpfbaren Bremstypen   mit   der Möglichkeit einer rasehen Lüftung.   



   Bei der später in allen Einzelheiten beschriebenen   Steuerventihu't   hängt der Beginn der   Lüftung   vpn der vorhergehenden Einstellung eines Kolbens ab, der mit einem geeigneten Steuerorgan verbunden ist und die Gestalt eines Schiebers aufweist. während für die späteren Vorgänge die Lage dieses Kolbens nicht mehr massgebend ist. 



   Eine derartige Vorrichtung gestattet im Bedarfsfalle eine leichte   Verminderung   des Arbeitdruckes, während sie gleichzeitig die Bremse empfindlicher macht. sobald der   Bremsvorgang   eingeleitet 
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 ganges herrschen, nur vom Drucke in der Hauptleitung ab, während er beim Lüften der Bremse direkt vpm Druck im Hilfsbehälter abhängig ist. Im ersteren Falle herrscht nämlich zwischen Hauptleitung, 
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 Bremszylinder Gleichgewicht. Durch besagtes Steuerventil wird für alle Zeiten praktisch eine Konstanthaltung der Gesamtenergie bewirkt, d. h. die Energie. welche in der   komprimierten   Luft des Hilfsbehälters enthalten ist, nimmt nur bei gleichzeitigem Ansteigen des Druckes im Bremszylinder nach einem vorgeschriebenen Gesetze ab und   umgekehrt.   



   Die Bremse ist aus diesem Grunde vollkommen   unerschopfbar.   Ein anderes Kennzeichen ist darin gelegen, dass der   Kontrollbehälter durch   ein Rückhalteventil abgeschlossen ist. welches derart ausgebildet ist, dass die Speisung des   Behälters.   sobald der Druck im Hilfsbehälter genügend hohen Wert erreicht hat, auch bei angezogener Bremse stattfinden kann. während das Einströmen der Luft aus diesem Kontrollbehälter zum Hilfsbehälter im Gegensatze hiezu nur bei   gelüfteter   Bremse möglich ist, so dass während des Bremsvorganges kein unzeitmässiger oder unerwünschter Abfall des Druckes im Kontrollbehälter stattfindet.

   Eine wichtige Tatsache ist ferner, dass die Speisung des Kontrollraumes von der   Hauptleitung   aus stufenweise und erst nach Speisung der Kammer B und der Hilfs- 

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 kommender Drücke gesichert wird. 



   Das den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Steuerventil gestattet auch geladene Fahr- zeuge   kräftiger abzubremsen   als leere, u. zw. mit Hilfe eines zweiten Bremszylinders. Bei Verwendung beider Zylinder vollzieht sich deren Speisung und Entleerung   durch Durchlässe   und   Verbindungskanäle.   die voneinander vollkommen unabhängig sind. 



   Die Verwendung oder Niehtverwendung des Hilfszylinders für belastete Fahrzeuge ist deshalb erlaubt, weil im Hauptkörper   sämtlicher   verschiedensten Zwecken dienender Ausführungen ein Hahn vorgesehen ist, der im Ventil mittels Schrauben befestigt ist, so dass er leicht durch einen andern Hahn ersetzt oder ausgetauscht werden kann, welcher die Herstellung anderer, durch die mannigfaltige Betätigung des Ventils erforderlicher Verbindungen gestattet. 



   Ein weiterer Vorteil, welcher sich aus der Anordnung der verschiedenen Teile ergibt, besteht darin, dass das Entladehandventil, welches bei bekannten Typen am Kontrollbehälter angebracht ist-was den schweren Nachteil bedingt, dass   hiedureh   die Möglichkeit einer Undichtheit entsteht, was auf alle Fälle vermieden werden soll-, leicht an andern Stellen untergebracht werden kann, wobei jedoch auf ebenso leichte Art durch Betätigung des genannten Ventils ein eventueller Überdruck im Kontrollraum zu beseitigen ist. 



   In den Zeichnungen ist ein   Ausführungsbeispiel   des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Darstellung des erfindungsgemäss ausgestalteten Ventils. Fig. 2 ist eine der Fig. 1   ähnliche   Darstellung, jedoch sind die Steuerorgane in anderer Stellung eingetragen. Fig. 3 zeigt einen
Vertikalschnitt durch das Ausgleichsspeiseventil des Hilfsbehälters. 



   Bei der dargestellten Ausführungsform besteht das Steuerventil aus drei Hauptteilen. einem oberen, einem mittleren und einem unteren. Im oberen Teile befindet sich der Kolben   1,   welcher den Flachschieber. 2 steuert, das   Yentil. 3, welches   zum Speisen und Entladen des Bremszylinders dient und welches in einem mittleren Teil angeordnet ist, und das   Rückhalteventil 5   des Kontrollraumes, welches seitwärts angeordnet ist. Eine im Grundkörper vorgesehene Ausnehmung 8 bildet die   Besehleunigungs-   kammer. Durch passende in diesem Körper vorgesehene   Durchlässe   und Verbindungen stehen die verschiedenen Teile, wie noch später ausgeführt wird, untereinander in Verbindung. 



   Im mittleren Teil befindet sich oben der Ausgleichskolben 6 und weiter unten der Differentialsteuerkolben, der von zwei Scheiben   j ! 2 und J. 3 gebildet   wird, welche die Membrane 14 festhalten. Der anliegende Dorn 15 leitet die   Druckkräfte   vom Kolben 12 und. M zum Kolben 6. Seitwärts befindet sieh noch das Ventil 9, welches die Luftzufuhr in den Bremszylinder regelt und welches durch den Kolben 7 gesteuert wird. Ventil 9 steuert wieder durch das zwischengesehaltete Ventil 10 die Öffnung des Rückhalteventils 5 des Kontrollraumes. Im mittleren Teil ist seitwärts mittels zweier Stützen der   Hahn   20 angeordnet, während sich im unteren Teil das Drosselorgan16 befindet, dessen besondere Wirkungsweise weiter unten   erläutert   werden wird. 



   Der unterste Teil ist äusserst einfach ausgestaltet. Die Membrane 14 wird in ihrem mittleren Teil zwischen den Scheiben   j ! 2 und H festgehalten, während   ihre Enden zwischen dem mittleren und dem unteren Teil des Ventils festgeklemmt sind. Man erreicht somit, dass die beiden Räume Bund F. die sieh oberhalb und unterhalb der Membrane 14 befinden, auch während der Bewegung der beiden Scheiben voneinander vollkommen getrennt sind. 



   Di3 in der Hauptbremsleitung befindliche Luft tritt durch den Kanal   zu   in das Steuerventil ein. 



  Wenn es wünschenswert erscheint, eine weitere Vorrichtung zum Reinigen derselben anzubringen, kann dieselbe im Körper des Ventildeekels als Zusatz zum Filter 43 untergebracht werden. Die   Druckluft   gelangt in den   Rium . (Fig. l)   und stösst den Kolben 1 nach links in seine Grenzlage. Die Druckluft 
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 Scheibe 12. die sich nunmehr in ihre tiefste Lage bewegt, wie in Fig. l dargestellt ist, und gelangt durch die Leitungen 28 und 29 und die im   Flaehsehieber   befindliche   Ausnehmung ss in   den Raum C, der ständig sowohl mit dem Hilfsbehälter Sa als auch mit dem Speiseventil   : J   in direkter Verbindung stellt.

   Durch den Kanal   31   gelangt die Luft aus diesem Hilfsbehälter in die Kammer   1D, wo   das Ventil 5 seit dem Ende des Lösens der Bremsen geöffnet ist, und erreicht weiter durch die   Leitung 3. z den   Raum F unterhalb des Differentialkolbens. Der Fassungsraum dieser Kammer kann gegebenenfalls durch Zuschaltung eines kleinen Hilfsbehälters H vergrössert werden. Damit in den Raum B komprimierte Luft gelangt,   muss   sie durch das Drosselventil 16 hindurchgehen, welches in den Fig. 1 und 2 durch ein Labyrinth gebildet ist.

   Aus diesem Grunde wird in den Leitungen 22 und 23, welche sich vor diesem Labyrinth befinden, der Druck der Hauptbremsleitung herrschen, während im Raum B und im   Hilfsbehälter'S'a.   welche miteinander durch Leitungen 28, 29 von bedeutend grösserem Querschnitt als der Labyrinth-   durchlass   in Verbindung stehen, ein gleichmässiger Druck erzeugt wird, welcher entsprechend der zum Auffüllen benötigten Zeitspanne geringer ist als der in der Hauptleitung herrschende. Nach Ablauf einer bestimmten Zeit herrscht in den Räumen, welche dem Labyrinth vor-und nachgeschaltet sind, derselbe Arbeitsdruck wie in der Hauptleitung. 

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   Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende :
Vom Hilfsbehälter gelangt die komprimierte Luft nach Öffnen des zentralen Speiseventils 3 über die Leitung. 34, Ventil 9 und Leitung-M in den Bremszylinder, und es ist klar, dass auch der Differentialkolben angehoben sein   muss,   damit Bremsung eintritt. Um dies zu erreichen, muss jedoch ein gewisser Druckunterschied zu beiden Seiten des Kolbens vorhanden sein.

   Zufolge der Anordnung des Labyrinthes werden die Drücke in den Räumen   E   und F dessen Gleichgewicht so lange aufrechterhalten, bis diese Räume untereinander in Verbindung stehen, so dass trotz der hohen Empfindlichkeit des Steuerkolbens der Bremsvorgang nur dann eingeleitet werden kann, wenn durch den oberen Kolben 1 und seinen Flachschieber der   Hilfsbehälter     S < geschlossen   ist und der Raum B durch das Labyrinth 16 und die Verbindung 22 nur mit der Hauptbremsleitung in Verbindung steht. 



   Für die Wirkungsweise des Kolbens 1 genügt eine   Druckdifferenz   von   0'2   bis   0'3 kg/cms zu beiden   Kolbenseiten. Hiedurch wird das Steuerventil betätigt, wobei das Ventil eine stetige Bewegung aus- 
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 Durch den hiemit bedingten Druckabfall von ungefähr   0#3 kg bewegt sich der Kolben 1   von seiner 
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   Die Möglichkeit einer Bewegung zwischen dem   Auslassventil   27 und dem Speisevenfil 3 ver- hindert, dass nach Abschluss der einen Phase ein unerwünschter frühzeitiger Beginn der   nächsten Arbeits-   phase eintritt. 



   Zusammenfassend können also entsprechend den jeweiligen Bedingungen der Differentialsteuer- kolben und der Ausgleichskolben drei verschiedene Stellungen einnehmen, welche dem Speisen. Entladen und einem neutralen oder   Gleichgewichtszustande entsprechen.   



   Selbstverständlich sind während der Betätigung der Bremsen die   Speise-und Entladestellungen   nur vorübergehend und bestehen nur jene Zeit hindurch, welche nötig ist, um die neutrale oder Gleichgewichtslage zu erreichen. Desgleichen ist festzustellen, dass jedem Wert des Druckes in der Hauptleitung ein bestimmter Wert des Druckes im   Bremszylinder 3. 5' entspricht.   Jeder noch so geringen Druckschwankung in der Hauptbremsleitung entspricht stets eine bestimmte   Schwankung   der Drucke in den Bremszylindern, ein Umstand, der auf die hohe Empfindlichkeit   des Steuerkolbens zurückzu-   führen ist. 



   Wenn das Bremsen beendigt ist, verursacht   die Zunahme   des Druckes in der Hauptleitung das Lüften der Bremsen, d. h. sobald der Druck in der Hauptleitung um einen gewissen Betrag den im Hilfsbehälter herrschenden Druck übersteigt, tritt eine Bewegung des Kolbens. 1 und des Steuerschiebers aus der rechten Endlage (Fig. 2) in die linke Endlage (Fig. 1) ein. Die   Ausnehmung   4 in besagtem Schieber verbindet den Beschleunigungsraum mit dem Bremszylinder   35',   während die Ausnehmung   30, welche   in ähnlicher Weise im Flachschieber vorgesehen ist, den Hilfsbehälter mit der Hauptbremsleitung durch die Räume B und das Labyrinth 16 verbindet. 



   Wie hervorgehoben wird, bewegt sich der Kolben 1 zu Beginn der Bremsung bloss zufolge einer Druckdifferenz von 0-2 bis   0#3 kg/cm2 bezüglich   der beiden Kolbenseiten, bei fortschreitender Bewegung arbeitet er jedoch mit bedeutend höherer Empfindlichkeit, einerseits zufolge des im   Hilfsbehälter   herrschenden geringeren Druckes, anderseits zufolge des Umstandes, dass bei   belüfteten   Bremsen ein grosser Teil des Schiebers mit der   Atmosphäre   in Verbindung steht, während bei eingerückte Bremse derselbe Teil entweder mit der Hauptleitung oder mit dem Bremszylinder verbunden ist, was den auf den Schieber wirkenden Druck und infolgedessen auch die hiedurch bedingten Reibungsverluste auf ein Mindestmass herabsetzt. 



   Der Raum B steht mit der Hauptleitung durch die   Leitung, und   mit dem Hilfsbehälter Sa durch Leitungen 28 und 29 von relativ grossem Querschnitt in Verbindung ; aus diesem Grunde wird der auf die obere Fläche des Kolbens 12 ausgeübte Druck gleich sein jedem Druck. der im Hilfsbehälter herrscht. 



   Eine derartige Anordnung bietet folgende Vorteile : a) Die Lüftung der Bremse ist von dem im Hilfsbehälter herrschenden Druck abhängig. Aus diesem Grunde wird die Unersehöpfbarkeit der Bremse von der Geschicklichkeit des   Lokomotivführers.   der die Bremse zu betätigen hat, nicht beeinflusst. b) Die Lüftung der Bremse ist ferner vollkommen unabhängig von   plötzlichen     Drucksehwankungen.   die bei beabsichtigter teilweiser Lüftung in der Hauptleitung auftreten. Auch tritt nicht wie bei Ventilen anderer Ausführungsarten   Überlüftung   auf, die gewöhnlich Selbstbremsung zur Folge hat. was unter allen Umständen unzulässige Reaktionen zwischen den einzelnen Fahrzeugen auslöst. 



   Sehreitet die Bremsung weiter fort, so erreicht der Druck im   Hilfsbehälter   ungefähr   4-85 "2,     während sich im   Bremszylinder der entsprechende Druck von 0'45 kg einstellt, wodurch der   Kolben'?'   vollständig angehoben wird, was auch ein Ansteigen der Ventile 9, 10 und 5 verursacht. 
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 druck von 5 kg/cm2 zu erreichen. 



   Uni die Lüftung der Bremse zu beschleunigen, kann der Führer die Hauptleitung auch durch Einstellen des Bremsventils in die erste Lage speisen. Eine derartige für sämtliche andere Ventilgattungen zufolge der auftretenden Überladung im   Steuerraum gefahrvolle Betätigung,   die den   lift-   vorgang verlängert und ihn bedeutend schwieriger gestaltet, ist im vorliegenden Falle ohne weiteres zulässig. Der   Kontrollbehälter   wird nämlich nicht bloss stufenweise mit dem Raum B und dem Hilfsbehälter gespeist, sondern auch bei eingerückten Bremsen, so dass das Drosselventil 5 jede   Überladung   besagten Kontrollraumes vollkommen unmöglich macht.

   Eine etwaige Überladung des Hilfsbehälters wirkt sich dabei in keiner Weise auf das Lüften der Bremsen in   schädlicher   Weise aus. 
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   behälter   F abgegeben, jedoch noch mit einem besonderen Effekt, da   hiedureh   der im   Hilfsbehälter 8fl   zufolge der Stellung des Kolbens 1 herrschende Druck absinkt. 



   Bei   gelüfteter   Bremse ist jede Überladung von selbst ausgeschlossen, da der Kontrollraum und der Hilfsbehälter untereinander in freier Verbindung stehen und ausserdem an die   Hauptleitung mittels   eines Durchlasses 16 angeschlossen sind. 

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   Es wird auch hervorgehoben, dass, wenn der Druck im   Hilfsbehälter Sa hoher   ist als der normale Arbeitsdruck, der Widerstand des Schiebers.      ansteigt, wodurch ein schneller Abfall des Arbeitsdrucks der Bremse stattfindet. Für den Fall, dass die Bremse eines einzelnen Fahrzeuges gelüftet werden soll. gestattet ein Absaugeventil, welches in der   Zeichnung   nicht dargestellt ist, die Entleerung des Hilfsbehälters und infolgedessen auch des Bremszylinder. 



   An dem   Hauptsteuerbehälter   ist kein   Auslassventil angebracht.   Ein derartiges Ventil, welches bei andern Anordnungen unerlässlich erscheint, kann   Undiehtheiten   bedingen, welche die gesamte Wirkungsweise der Bremse unmöglich machen. 



   Wie oben festgestellt, kann, wenn bei   gelüfteten   Bremsen der Druck in der Hauptleitung so langsam vermindert wird,   um   eine Bewegung des Kolbens 1 mit dem Flachschieber nach rechts zu verhindern, der Arbeitsdruck, welcher in der Hauptbremsleitung herrscht, abgesenkt werden, ohne dass die Bremsung stattfindet. Wird nun angenommen, dass bei eingerückte Bremse auf diese Weise gearbeitet 
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 steuerkolben und der Ausgleichskolben in der neutralen Stellung. Die Luft gelangt dabei vom Hilfs- behälter Na durch Leitungen 29 und   : 28   in den Raum B und von dort aus durch das Drosselventil 16 in die Hauptleitung.

   Sobald jedoch der Druckabfall im Räume B und infolgedessen auch im Hilfsbehälter einen bestimmten geringen Wert erreicht hat, was durch die   grosse   Empfindlichkeit des Differential- steuerkolbens ermöglicht wird, wird derselbe steigen, wodurch die Dichtung 40 die Verbindung zwischen dem Hilfsbehälter und dem Raum B unterbricht und gleichzeitig ein Ansteigen der Bremskraft erfolgt. so dass also die Kolben   1B,     13   in ihre neutralen Lagen zurückkehren.

   Wird der Druck in der Hauptleitung allmählich geringer, so wiederholt sieh der Vorgang, bis die maximale Bremskraft erreicht ist. was dann stattfindet, wenn der Steuerkolben in der   Höchstlage   verbleibt und die Dichtung 40 ständig die Verbindung zwischen dem Hilfsbehälter und dem Räume B unterbricht, der demgemäss nur mit der Hauptleitung 21 in
Verbindung bleibt. Ein weiterer Abfall des Druckes in der Hauptleitung bewirkt eine Bewegung des Kolbens 1. 



   Um ein Mitwirken des Zylinders.   36' beim   Bremsen zu erzielen, beispielsweise bei Abbremsen des beladenen Fahrzeuges, genügt es, den Hahn durch Bewegung des Steuerhebels in die entsprechende Lage zu betätigen. Der Hahn 20 verbindet nach Drehung entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne die Leitung 19 mit der   Entladeleitung.'37, Leitung. 38   mit der Leitung. 39 und vergrössert dadurch das Luftvolumen, welches durch das Labyrinth 16 hindurchstreieht, während er gleichzeitig eine Verbindung der Leitung 42 mit der zum Bremszylinder führenden Leitung   J6 bewirkt.   



   Die Wirkungsweise des Ventiles ist dieselbe wie bereits oben dargelegt, mit der   Ausnahme,   dass der zweite Bremszylinder mittels der   Speiseleitungen 41,.'36 und Auslassleitungen 19, 37   betätigt wird, welche insgesamt von jenen des   Tarazylinders 35'unabhängig   sind. 



   Durch Ersetzen des in der Zeichnung dargestellten Hahnes 20 durch einen entsprechenden Hahn kann dasselbe Steuerventil sowohl bei Güterzügen als auch bei   Passagierzügen   verwendet werden. Entsprechend der einen oder andern Stellung des Hahnes verändert sich nur jene Zeit, welche zur Füllung oder Entleerung des Bremszylinders erforderlich ist. In der   Güterstellung   ist der zur Bremsung erforderliche Zeitabschnitt bedeutend grösser, um ein Abbremsen langer Züge ohne   Stossreaktionen, welche leicht   die Ladung oder die einzelnen Fahrzeuge selbst beschädigen könnten, zu ermöglichen. 



   Gemäss den Fig. 1 und 2 erfolgt die Speisung des   Hilfsbehälters   durch das Labyrinth, welches während der Lüftungsperiode eine derartige Drosselung bewirkt, dass der Wert der Drücke oberhalb und unterhalb des Labyrinths genau derselbe ist. 



   Durch eine derartige   Vorrichtung   kann die Speisung des Hilfsbehälters mehr oder minder schnell erfolgen, entsprechend der Anordnung der einzelnen Fahrzeuge im Zuge und entsprechend dem Wege, entlang welchem der Lokomotivführer die Bremse zwecks Speisung der Hauptbremsleitung betätigt. 



   Anderseits erfolgt, wenn der Lokomotivführer das Bremsventil lange Zeit hindurch in der ersten Stellung hält, um das Lüften der Fahrzeugbremsen der letzten Fahrzeuge des langen Zuges zu beschleunigen, die Speisung der Hilfsbehälter der Fahrzeuge am Kopfe des Zuges zu schnell, wodurch, abgesehen vom Verbrauch der für das Lüften der Fahrzeuge am Ende des Zuges bestimmten Luft, Überladeerscheinungen auftreten können, die, wenngleich sie für die   Bremstätigkeit   nur von geringem Einfluss sind, für das Lüften der Bremsen stets Schwierigkeiten schaffen. 



   Um derartige Nachteile zu vermeiden, kann das Labyrinth 76 durch ein kalibriertes Regulierventil ersetzt werden, wie in Fig. 3 dargestellt ist. 



   Die Hauptleitung 21 steht in Verbindung mit dem Raume B, u. zw. durch die Ausnehmung 51 im Körper 55 des Regulierventils und durch eine Ausnehmung 50 im Kolben 52 desselben. Wenn die von der Hauptbremsleitung einströmende Luft sich nicht allzu schnell bewegt, kann dieselbe leicht in den Raum B durch die Löcher 50 und 51 gelangen. 



   Wird jedoch im Gegensatze hiezu die Speisung durch Einstellung des Bremsventils in die erste Lage bewirkt, u. zw. indem der Hauptbehälter der Lokomotive direkt mit der Bremsleitung verbunden wird, so bewegt sich die einströmende Luft in der Hauptleitung der Fahrzeuge am Kopfe des Zuges mit grosser Geschwindigkeit, so dass sich in den Leitungen 21 und 22 ein bedeutend höherer Druck als im Raume B einstellt. 

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   Das eben beschriebene Ventil arbeitet nach Art eines Regulierventils und beugt einer zu schnellen Speisung des Hilfsbehälters vor, wenn der Druck in der Hauptbremsleitung oberhalb gewisser Grenzen   liegt. Überladeerscheinungen   des Behälters in den Fahrzeugen am Kopfe des Zuges werden dabei vollkommen vermieden, wodurch die   gesamte     Wirkungsweise   der Bremse bedeutend verbessert wird. 



    PATENT-ANSPRÜCHE:  
1. Steuerventil für kontinuierlich wirkende selbsttätige Druckluftbremsen mit Beschleunigungskammer und mit einem unter Differentialdruck arbeitenden Organ, das die   Verbindung   eines Hilfsluftbehälters mit den Bremszylindern durch ein gesteuertes Ventil ermöglicht, gekennzeichnet durch einen 
 EMI6.2 
 hälter (Sa) mit der entgegenwirkenden   Kontrollkammer   (F) über ein Rückschlagventil (5) verbindet.

   ferner diesen   Hilfsluftbehälter   mit einer über ein Drosselorgan (16) mit der Hauptbremsleitung (21) in Verbindung stehenden Kammer (B) der Differentialvorrichtung (12, 13, 14) in   Verbindung   setzt und ausserdem noch die Verbindung des   Hilfsluftbehälters (Ba)   mit einem den   Einlass von komprimierter   Luft in die Bremszylinder (35', 36') ermöglichenden, geteucrten Ventil (3) herstellt und gleichzeitig auch die Baschleunigungskammer (8) mit der Aussenluft verbindet. 
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Claims (1)

  1. und diesem Ventil (3) ein am Kolben (6) vorgesehener Zwischenteil mit einem gewissen Spiel einge- schaltet ist, welcher bei angehobener Differentialvorrichtung gegen den Ventilkörper (27) anliegt und den Abschluss eines im Zwischenteil vorgesehenen, die Verbindung zwischen den beiden Kolbenseiten herstellenden Durchlasses (33) bewerkstelligt, bevor das'entil (3) zu öffnen beginnt, wobei die untere EMI6.4 unmittelbare Verbindung zwischen den beiden Räumen (F,) S'a) hergestellt wird.
    7. Steuerventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückschlagventil (5) mit EMI6.5
AT135941D 1930-06-10 1931-06-08 Steuerventil für kontinuierlich wirkende selbsttätige Druckluftbremsen. AT135941B (de)

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