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Die Erfindung bezieht sich auf Holländer mit beweglichem Grundwerke, das um eine Achse schwenkbar ist und mit einer solchen Anordnung der Holländerwalze, dass der im ansteigenden Umlaufkanale der Holländerwanne gegen die Walze zu fliessende Stoffbrei von dieser gegen das Grund- werk zu gehoben und dann beim Durchtritt durch dieses gemahlen wird.
Die Erfindung bezweckt den Mahlvorgang zu verbessern, indem der Andruck des Grundwerkes gegen die Walze vergleichmässigt wird und die Erschütterungen der zusammenarbeitenden Flächen nach Möglichkeit vermindert werden.
Es ist klar, dass die Abnutzung der Arbeitsflächen mit der beim Vermahlen des Breies geleisteten Arbeit in einem bestimmten Verhältnisse stehen muss und dass die Gleichmässigkeit der Abnutzung auch mit der Gleichmässigkeit der Vermahlung des Stoffbreies zusammenhängt. Da es sich um die Bearbeitung von Zellulosefasern von etwa 0#01 mm Dicke handelt, so muss jede Erschütterung, die sich in gleichem Masse auswirkt, vermieden werden. Dies kann durch Vergrösserung der Masse des Grundwerkes erzielt werden, durch die einerseits der Reibungsdruck gross genug ausfällt und anderseits die Erschütterungen verkleinert werden.
Demgemäss besteht die Erfindung in der richtigen Wahl des geometrischen Ortes der Schwenkachse für das Grundwerk, in der Vergrösserung der Masse und der geeigneten Gestaltung des Grundwerkes und in der Möglichkeit, dessen Anlage an die Holländerwalze auf das Genaueste zu regeln.
Die Erfindung ist im nachstehenden in zwei Ausführungsformen dargestellt. Die Zeichnung zeigt in der schematischen Fig. 1, auf welche Weise man zu der Wahl des geometrischen Ortes der Schwenkachse des Grundwerkes gelangt. Die Fig. 2,3 und 4 zeigen in Seitenansicht, im Längsschnitte und im Grundriss eine Ausfiihrungsform des Holländers. Die Fig. 5 und 6 zeigen im Längsschnitte und im Grundrisse eine andere Ausführungsform.
In Fig. 1 deutet der Kreis mit dem Mittelpunkte 0 die Holländerwalze an und ein bogenbegrenztes Viereck ABCD das Grundwerk. Dessen bogenförmige Seite AC deckt sich mit dem Kreise der Walze, und dessen Seite BD hat ihren Mittelpunkt gleichfalls im Punkte 0. Der Grundwerksträger ist schematisch durch einen mit dem Grundwerke starr verbundenen Arm F augedeutet, der um die Achse P schwenkbar ist.
Es handelt sich nun darum, die Lage der Achse P festzulegen, damit sich die Abnutzung des Grundwerks gleichmässig auf dessen ganzen Bogen AG verteilt, wie dies beispielsweise der Fall ist, wenn
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Die zulässige Abnutzung des Grundwerkes sei dureh den Abstand I-l'= e versiniibildlicht.
Infolge der Lagerung im Punkte P nähert sich das Grundwerk bei fortschreitender Abnutzung dem
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so steht auch der Halbmesser wieder senkrecht auf das Bogenstück b' d', die Endlage von BD. Denkt man sich das Dreieck POl'mit dem Grundwerksträger gemeinsam geschwenkt, so wird es nach gänzlicher Abnutzung des Grundwerkes die Lage PO'l, einnehmen und die Strecke O'II = 01', also gleich O'O = II', also gleich der Grösse der Abnutzung sein. Fällt man in diesen beiden Dreiecken ans dem
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sobald man das Gegengewicht j ! y an das äusserste linke Ende des Hebels verschiebt, um den Grundwerksträger von der Walze frei abzuheben.
Infolge dieser Anordnung können die Zellulosefasern, die von der Walze unter das Grundwerk gebracht werden, unter diesem nicht anders hindurch, als dass sie den Grundwerksträger ganz leicht anheben. Dieser hinwieder übt durch sein grosses Gewicht und dessen gegen die Walze gerichtete Komponente rückwirkend auf die Fasern einen beträchtlichen Druck aus, ohne in störende Schwingungen zu geraten.
Beim Holländer nach den Fig. 5 und 6 wird der Faserbrei über das Grundwerk geleitet und nicht über die Walze. Die Schwenkachse P des Grundwerksträgers 5'ist in gleicher Weise annähernd in der Senkrechten angeordnet, die auf den durch die Mitte der Arbeitsfläche des Grundwerkes gehenden Halbmesser in der oben beschriebenen Weise gezogen ist. Die Masse des Grundwerksträgers ist wieder möglichst weit von der durch die Schwenkachse P gelegten Vertikalen angeordnet, um die gegen die Achse der Walze gerichtete Komponente möglichst gross zu bekommen. Der Anpressdruck des Grundwerkes gegen die Walze wird durch Einstellen des Laufgewichtes 10 auf dem Arme 11 des Grundwerksträgers geregelt. Der Überlauf 8 hat eine fast senkrechte Vorderwand.
Der Kanal hat in bekannter Weise die annähernde Form einer Spirale, deren'hochgelegener Teil 12 quer über den unteren Teil 1. 3 verläuft.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Holländer mit beweglichem Grundwerke, dessen Träger um eine Achse schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass diese Schwenkachse P annähernd im Schnittpunkt einer Senkrechten, die auf dem gegen die Mitte 1 der Arbeitsfläche. AC des Grundwerkes ABCD zu gerichteten Halbmesser 01 der Holländerwalze im Abstande von der Grösse der halben zulässigen Abnutzung e des Grundwerkes vom Mittelpunkte 0 errichtet ist mit einer zweiten Senkrechten gelegen ist, die im Halbierungspunkte einer Geraden 1'-11 errichtet ist, die den Mittelpunkt der abgenutzten Grundfläche in seiner ursprünglichen und in seiner Endlage miteinander verbindet.