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Kleinkläranlage.
Gegenstand des Stammpatentes ist eine Kleinkläranlage, bei der durch eine schneckenartige
Abscheidungsvorrichtung das Frischwasser von den Feststoffen getrennt wird, wobei die letzteren in einen
Faulraum fallen, das Frischwasser aber in einer Abfangrinne gesammelt und abgeführt wird. Der Faulraum ist in zwei Kammern geteilt, von welchen die zweite Kammer einen Überlauf nach der Abfangrinne hin aufweist. Diese Einrichtung hat im Gebrauch Nachteile gezeigt.
Beim Einsetzen des Faulprozesses treiben die Sperrstoffe nach oben und bilden einen Schwimmrasen, der sich anfangs mit seiner Unterkante in gleicher Höhe mit dem Ablauf der Überlauföffnung aus der zweiten Kammer nach der Abfangrinne hält. Mit der Zeit, d. h. schon nach wenigen Wochen nimmt der Schwimmrasen eine Stärke an, dass er für die nachfallenden Feststoffe tragbar wird. Dadurch entsteht ein Aufstauen bis in die Schnecke hinein und der Zweck, das Frischwasser in frischestem Zustand abzuleiten, wird vereitelt. Der Grund hiefür ist in folgendem zu suchen :
Der Querschnitt der Schwimmrasenfläche wird begrenzt durch den inneren Umfang der Abfangrinne. Da hauptsächlich Beton als Baustoff in Frage kommt, so muss auch die innere Wandung der Abfangrinne mehrere Zentimeter stark sein.
Selbst bei äusserster Begrenzung der Abfangrinne selbst wird der Durchmesser des für den Schwimmrasen zur Verfügung stehenden Querschnitts, z. B. bei einem Brunnen von 100 cm, höchstens 70 cm betragen können.
Ausserdem bedingt die ganze Konstruktion, dass der Überlauf aus der zweiten Kammer zur Abfangrinne in gewisser Höhe über der Sohle der Abfangrinne liegt. Dadurch liegt die Oberkante des Schwimmrasens schon nach kurzer Zeit mit der Oberkante der inneren Begrenzung der Abfangrinne auf gleicher Höhe und ein Übertreten von Teilen des Schwimmrasens in die Abfangrinne ist nicht zu verhindern.
Beim Gegenstand der Erfindung erfolgt der Übertritt aus der Kammer 11 nicht mehr wie bisher in die Abfangrinne, sondern durch eine Öffnung direkt in das Abflussrohr, durch welches auch das abgetrennte Frischwasser aus der Abfangrinne abfliesst. Ein alleiniger Abfluss aus der Kammer 11, wodurch eine unmittelbare Überleitung des Wassers aus der Rinne in die Kammer 11 nötig würde, hätte ein Aufwühlen in der Kammer 11 durch das abfallende Wasser zur Folge.
Aus diesem Grunde ist die vorliegende Neuerung getroffen worden, die auf der Zeichnung beispielsweise dargestellt ist. Es zeigen :
Fig. 1 eine Kleinkläranlage in senkrechtem Querschnitt, Fig. 2 einen waagerechten Querschnitt. a ist der Brunnenschacht, b die Trennschnecke und c die Abfangrinne, die mit der Wand e verbunden ist, welche den Faulraum in die beiden Kammern I und Il teilt. Der Boden der Abfangrinne c befindet sich auch über der Kammer 11 und setzt sich in einer Zunge k fort, die in das Abflussrohr i reicht und dieses unterteilt. Dadurch sind zwei in das Rohr i mündende Abflusskanäle gebildet, von welchen der eine Kanal ! mit der Abfangrinne e, der Kanal P mit der Kammer 11 in Verbindung steht.
Das Ein- satzstück c ist so geformt, dass es den Brunnenquerschnitt bis zum Abflussrohr i nicht verengt.
Die Schwimmrasenfläche hat jetzt im grossen und ganzen den Durchmesser des gesamten Querschnittes des Faulbrunnens. Der Querschnitt wird also etwa verdoppelt. Die Zeit, nach der der Schwimmrasen tragbar wird, wird wesentlich hinausgeschoben. Die Oberkante des Schwimmrasens liegt dabei so tief unter der Oberkante der Absetzrinne, dass in praktisch vorkommender Zeit ein Anhäufen der Feststoffe, von dem Schwimmrasen bis zur Oberkante der Absetzrinne, nicht mehr vorkommt. Es war früher nötig,
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den Brunnen vor Inbetriebnahme mit Wasser zu füllen, um zu verhindern, dass die Feststoffe in so dichter Verfassung auch den unteren Grubenraum füllten, so dass ein Kommunizieren nach der Kammer 11 nicht eintreten kann.
Dadurch, dass das aus der Abfangrinne d durch den Kanals in das Abflussrohr i abfliessende Wasser durch den Kanal P in die Kammer 11 übertreten kann, füllt sich der Brunnen selbsttätig mit Wasser, ohne dass bei gefülltem Brunnen ein Aufwühlen in der Kammer II eintritt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kleinkäranlage nach Patent Nr. 123159, bei der das Frischwasser von den Sperrstoffen durch einen schneckenartigen Separator getrennt wird, wobei das Wasser sofort abgeführt wird, die Sperrstoffe aber in eine Zweikammergrube fallen, dadurch gekennzeichnet, dass der Abfluss aus der Abfangrinne und aus der Kammer 11 unmittelbar in das Abflussrohr erfolgt, dessen Sohle so angeordnet ist, dass der
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Abfluss aus der Rinne durch eine Zunge vom Abfluss aus der Kammer Il getrennt ist, so dass kein unmittelbares Abstürzen des Wassers in die Kammer II stattfinden kann.