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Leuchtbake für die Luft-und Schiffahrt.
Im Stammpatent Nr. 133270 ist eine Vorrichtung beschrieben, die eine stabförmige Lichtquelle enthält, die zweckmässig aus einer gasgefüllten Leuchtröhre mit einer oder mehreren Glühkathoden besteht und die in einem zylindrischen Reflektor derart angeordnet ist, dass ein im wesentlichen fächerförmiges Liehtbündel ausgesendet wird. Der Reflektor ist dabei so angeordnet, dass seine Achse in einer lotrechten t Ebene liegt und dass er zusammen mit der Lichtquelle um eine lotrechte Achse drehbar ist.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung einer derartigen Vorrichtung, wodurch diese als Kommunikationsmittel beim Luftverkehr geeignet wird.
Im Luftverkehr wird als Kommunikationsmittel meistens Radiotelegraphie oder-telephonie benutzt, mit denen ausgezeichnete Verbindungen zwischen in der Luft befindlichen Flugzeugen und einer auf dem festen Boden befindlichen Sendestation hergestellt werden können. Es ist jedoch in einigen Fällen nicht möglich, dieses Kommunikationsmittel zu benutzen. Dieser Fall liegt z. B. vor, wenn sich ein Flugzeug nahe am Boden befindet, so dass man die am Flugzeug hängende Antenne hat einholen müssen. Auch wenn sich das Flugzeug auf dem Boden befindet, ist es meistens unmöglich. eine Radioverbindung herzustellen.
Aus diesem Grunde werden in diesen Fällen bisweilen optische Signale benutzt. Um einem Flugzeug von dem Kommandoturm eines Flugfeldes aus das Abfahrtsignal zu geben, wird z. B eine kleine Signallaterne in der Gestalt eines Revolvers verwendet. In dieser Laterne befindet sich eine Glühlampe, mittels deren Morsesignale ausgesendet werden. Zu diesem Zweck sind am Revolver eine Visiervorrichtung, ferner ein Druckknopf zum Schliessen und Unterbrechen des durch die Glühlampe fliessenden Stromes vorgesehen. Das von der Glühlampe ausgesendete Lichtbündel hat einen engen Querschnitt und wird mit Hilfe der Visiervorrichtung auf das Flugzeug gerichtet.
Dieses Instrument eignet sich nahezu lediglich zum Geben von Signalen an stillstehende Flugzeuge und nicht als Kommunikationsmittel für sich bewegende, z. B. niedrig fliegende Flugzeuge, denn in diesem Fall ist es praktisch unmöglich, das Lichtbündel stets auf das Flugzeug gerichtet zu halten, das sich nicht nur in der Flugrichtung bewegt, sondern dessen Höhe sich bekanntlich auch stets ändert.
Die Erfindung hat den Zweck, eine Vorrichtung zu schaffen, mittels deren auf einfache und zuverlässige Weise Signale einem sich bewegenden Flugzeug oder sonstigen Transportmittel gegeben werden können.
Gemäss der Erfindung wird nun der drehbare Teil der Vorrichtung gemäss dem Stammpatent mit einer Visiervorrichtung versehen, und es werden Mittel zur abwechselnden Ein-und Ausschaltung der Lichtquelle vorgesehen. Beim Geben von Signalen braucht der Signalgeber den Reflektor mit der Lichtquelle bloss um die lotrechte Achse zu drehen, so dass es mit Hilfe der Visiervorriehtung ziemlich einfach ist, das Lichtbündel auf den Gegenstand gerichtet zu halten, dem die Signale zugesendet werden sollen. Durch Ein-und Ausschaltung der Lichtquelle können z. B. Morsesignale gegeben werden.
Obwohl die Vorrichtung hauptsächlich für den Luftverkehr brauchbar ist, kann sie auch zum Geben von Signalen für andere Fahrzeuge, z. B. Schiffe, benutzt werden. Bei Verwendung für den Luftverkehr wird der Reflektor zweckmässig derart angeordnet, dass seine Längsachse einen spitzen Winkel mit der Horizontalebene bildet, so dass ein schräg aufwärts gerichtetes Lichtbündel ausgesendet wird.
Die Lichtquelle besteht zweckmässig aus einer gasgefüllten Leuchtröhre. Diese Entladungsrohren mit positiver Säule, die meist mit dem Namen Neonröhren bezeiehnet werden. senden nämlich ein sehr
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stark die Aufmerksamkeit erregendes Licht aus, das nicht nur nachts, sondern auch tagsüber sehr gut sichtbar ist. Werden Röhren mit einer oder mehreren Glühkathoden (Niederspannungsleuehtröhren) verwendet, so sind keine umfangreichen Hochspannungstransformatoren nötig, und ausserdem wird die Isolation viel einfacher, so dass die Abmessungen der Vorrichtung klein gewählt werden können und die Bedienung der Vorrichtung ganz ohne Gefahr ist. Zur Erzeugung der auszusendenden Signale kann der Hauptstromkreis der Entladungsröhre nach Bedarf unterbrochen und geschlossen werden.
In vielen Fällen ist es jedoch einfacher, die Leuchtröhre mit einer oder mehreren die Zündung fördernden Hilfselektroden zu versehen und den Stromkreis dieser Hilfselektrode oder Hilfselektroden nach Bedarf zu unterbrechen und zu schliessen. In dem Stromkreis dieser Hilfselektroden fliesst nämlich ein kleinerer Strom als in dem Hauptentladungskreis, so dass der Bau des Stromunterbrechers vereinfacht und die Geschwindigkeit der Signalaussendung gesteigert werden kann.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der eine erfindungsgemässe Vorrichtung
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und Fig. 2 einen waagrechten Schnitt nach der Linie Il-11 dar. Fig. 3 stellt schliesslich das Schaltungschema der in der Vorrichtung enthaltenen Leuchtröhre dar.
Die dargestellte Vorrichtung weist einen z. B. aus Eisenblech hergestellten kegelförmigen Fuss 1 auf, in dessen Achse sich eine Spindel 2 befindet, die in den am Fuss 1 befestigten Blöcken. 3 und 4 drehbar ist. An dem oberen Ende der Achse 2 ist ein Körper 5 in der Form eines abgestumpften Kegels befestigt, so dass sich dieser Körper mit der Drehachse 2 drehen kann. An dem Körper 5 ist ein länglicher Behälter 6 befestigt, in dem sich ein Reflektor 7 befindet, der die Gestalt eines parabolischen Zylinders aufweist.
Zwischen diesem Reflektor und dem Behälter 6 befindet sich eine Röhre 8, durch welche die Strom- zuleitungsdrähte geführt sind. In der Brennpunktlinie des Reflektors oder etwa in der Brennpunktlinie des Reflektors befindet sich eine elektrische Leuchtröhre 9, die aus einer Glasröhre mit erweiterten Enden besteht. In diesen erweiterten Enden befinden sich Glühkathoden 10 und 11, und ausserdem sind in der Röhre zwei Hilfselektroden 72 und 13 angeordnet, die aus einem Metalldraht bestehen. Diese Drähte bestehen aus Zirkonium, das oberflächlich oxydiert sein kann. Die beiden Drähte 12 und 13 sind
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ist mit Gas, z. B. mit Neon, unter einem Druck von 9 men geffillt. Die Röhre ist an dem Reflektor mit Hilfe der Bügel 14 befestigt.
Der aus Metall bestehende Behälter 6 ist an jener Seite, an der sich die Leuchtröhre 9 befindet, mittels einer Glasplatte 15 abgeschlossen, die einen Teil des Deckels 16 bildet. An dem oberen Ende des Behälters 6 befindet sich eine Visiervorrichtung 17, die derart eingerichtet ist, dass das Einstellen der Vorrichtung in einer senkrechten Ebene möglich ist. Diese Visiervorrichtung kann zu diesem Zweck aus zwei kleinen parallel zueinander angeordneten lotrechten Platten bestehen. Die Vorrichtung kann mit Hilfe eines Handgriffes 18 gedreht werden, auf dem ein Stromunterbrecher in Form eines Druckknopfes 19 angebracht ist.
Aus Fig. 3 geht hervor, dass die Röhre 9 mit Hilfe einer Wechselstromquelle 20 betrieben wird.
Diese Quelle kann aus einem gewöhnlichen Wechselstromnetz von 220 Volt bestehen. In den Hauptstromzuführungsleitern befinden sich die Schmelzsicherungen 21 und der Schalter 22. Der Strom für die Glühkathoden 10 und 11 wird von dem Transformator 23 mit einer Primärwicklung 24 und zwei Sekundärwicklungen 25 und 26 geliefert. Die Wicklung 25 ist mit der Glühkathode 11 verbunden, während die Wicklung 26 an die Glühkathode 10 angeschlossen ist. Die Leiter 27 und 28, von denen der Hauptentladungsstrom der Röhre 9 zugeführt wird, sind an die Mitten der Sekundärwicklungen 25 und 26 angeschlossen. In Reihe mit der Entladungsröhre ist die Vorschaltimpedanz 29 geschaltet.
Parallel zu der Primärwicklung 24 ist die Primärwicklung 30 des Transformators 31 geschaltet. Die Sekundär- wicklung 32 dieses Transformators ist an die beiden Hilfselektroden 12 und 13 angeschlossen. Zwischen diesen Hilfselektroden und der Transformatorwicklung 32 befinden sich die Widerstände die den diesen Hillsentladungskreis durchfliessenden Strom begrenzen. In diesem Kreis liegt auch der Unterbrecher 19.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, sind die verschiedenen Transformatoren und die Drosselspule 29 in dem unteren Teil des Fusses 1 angeordnet, der mit einer Luke 34 versehen ist. Die verschiedenen Verbindungsdrähte sind zu einer biegsamen Schnur 35 vereinigt. Diese Schnur befindet sich im Fusse 1 und zum Teil auch in dem kegelförmigen Körper 5, wo eine Abzweigung zu dem Druckknopf 19 hergestellt ist. Die verschiedenen Stromzuleitungsdrähte durchlaufen femer die Röhre 8 und sind an die Enden der Leuchtröhre 9 angeschlossen. Es wäre selbstverständlich auch möglich, die Transformatoren und die Drosselspulen und andere Hilfsgeräte in dem Behälter 6 anzuordnen. Zu diesem Zweck könnte z. B. der untere Teil des Behälters dienen.
Diese Hilfsgeräte sind bei der Verwendung von Niederspannungsleuchtröhren nur von geringem Umfang, so dass die Anordnung dieser Geräte in dem Behälter 6 die Beweglichkeit des drehbaren Teiles der Vorrichtung nicht beeinflusst. Der Transformator für den Heizstrom wird zweckmässig möglichst nahe an der Röhre angeordnet.
Es ist selbstverständlich auch möglich, die Stromzufuhr nicht mittels eines biegsamen Kabels erfolgen zu lassen, sondern an dem oberen Teil des Fusses 1 Schleifringe anzuordnen, über welche am kegelförmigen Körper 5 befestigte Bürsten gleiten können,
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Die Spannung der Sekundärwicklung : 12 wird derart gewählt, dass sie grösser als die Spannung der Wechselstrom quelle 20 ist. Beträgt letztere Spannung 220 Volt, so kann die sekundäre Transformatorspannung z. B. etwa gleich 380 Volt gewählt werden. Werden der Schalter 22 und der Druck-
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in sehr kurzer Zeit die Entladung zwischen den Glühkathoden 10 und 11. Diese Zündung der Entladung findet in jeder Halbperiode des Wechselstromes statt. Wird der Druekknopfsehalter 19 geöffnet, so findet keine Zündung der Entladung mehr statt.
Auf diese Weise ist es mit Hilfe des Druckknopf Schalters ? möglich, die Entladungsröhre nach Belieben Licht ausstrahlen zu lassen, so dass es möglich ist, Morsesignale oder andere Zeichen auszusenden.
Infolge der Anordnung der Leuchtröhre in einem parabolisch zylindrischen Reflektor wird in einer lotrechten Ebene ein fächerförmiges Lichtbündel ausgestrahlt. In dem Falle, wo einem sieh bewegenden Flugzeug Signale gegeben werden sollen, braucht man daher nur dafür zu sorgen, dass sich das Flugzeug beim Geben der Signale stets : in dem lotrechten Lichtbündel befindet. Dies kann der Signalgeber auf einfache Weise durch Drehung des beweglichen Teiles der Vorrichtung erreichen. Das Richten des Lichtbündels wird dabei durch Änderungen in der Höhe des Flugzeuges nicht erschwert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Leuchtbake für die Luft-und Schiffahrt nach dem Patente Nr. 133270, dadurch gekennzeichnet, dass der drehbare Teil der Leuchtbake mit einer Visiervorrichtung versehen ist, wobei durch wechselweise Ein-und Ausschaltung der Entladung Lichtsignale erzeugt werden können.