AT135775B - Antrieb für kinematographische Wiedergabeapparate. - Google Patents
Antrieb für kinematographische Wiedergabeapparate.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Antrieb für kinematographische Wiedergabeapparate. Bei kinematographischen Wiedergabeapparaten wird die Kraftquelle entweder starr oder reibung- kraftschlüssig mit dem Werk verbunden. Bei der letztgenannten Verbindungsart ist es bekannt, zwischen der Antriebsquelle, beispielsweise einem Elektromotor, und der Hauptwelle des Kinowiedergabeapparates Reibräder anzuordnen. Auch hat man bereits vorgeschlagen, eine von der Kraftquelle angetriebene Schnurscheibe durch eine Schnur mit einem Werkteil des Kinoapparates zu verbinden. Dieser Werkteil des Kinogerätes bestand zumeist in dem als Schnurscheibe ausgebildeten Umlaufverschluss. Von diesen bekannten Einrichtungen unterscheidet sich die Erfindung dadurch. dass mit der Antriebsquelle eine Reibscheibe verbunden ist, die mit der umlaufenden Verschlussscheibe in und ausser Eingriff gebracht werden kann. Durch eine besonders zweckmässige Gestaltung dieses Antriebs kann neben dem Stillstand der Verschlussscheibe und damit der Filmfortschalteinrichtung auch ein Drehrichtungswechsel des angetriebenen Verschlusses durch Zwischenschalten eines weiteren Reibungsradeg zwischen Kraftquelle und Werk erzielt werden. Gemäss einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird eine besonders einfache und gedrängte Bauart dadurch erzielt, dass mehrere Reibrollen auf einer drehbar angeordneten Platine gelagert sind, die zweckmässig durch einen Einstellknopf mit einem exzentrischen Stift verstellt wird. Weitere Merl- male der Erfindung betreffen die Lagerung der Reibräder auf dieser Platine und die Lagerung der Platine selbst auf der Werkplatte des Apparates. Ferner wird erfindungsgemäss mit der Betätigungsvorrichtung für Stillstand und Rücklauf ein Gestänge verbunden, das bei Stillstand selbsttätig eine Feuerschutzklappe in den Strahlengang einschaltet. Die Zeichnung zeigt einige Ausführungsbeispiele der Erfindung, u. zw. zeigt Fig.] einen kinematographischen Wiedergabeapparat gemäss einer Ausführung der Erfindung in Aufsicht und teilweise EMI1.1 verschiedenen Stellungen der Reibscheibe und Fig. 4 und 5 eine zweite Ausführungsform in ähnlichen Darstellungen wie in den Fig. 2 und 3. Fig. 6 zeigt einen erfindungsgemässen Kinowiedergabeapparat mit auf einer drehbaren Platine gelagerten Reibrollen in Draufsicht und im teilweisen Schnitt. Fig. 7 eine Ansicht der Werkplatte, die Reibräder eingestellt für Vorwärtslauf des Werkes, Fig. 8 dieselbe Ansicht wie Fig. 7, die Reibräder auf Stillstand eingestellt, Fig. 9 dieselbe Ansicht wie Fig. 7, die Reibräder auf Rücklauf eingestellt ; Fig. 10 zeigt eine Seitenansicht der Werkplatte. In den Kinowiedergabeapparat 1 (Fig. 1) ist als Kraftquelle beispielsweise ein Elektromotor 3 eingebaut. Mit 3 ist die Lichtquelle, mit 4 sind die optischen Einrichtungen, mit 10 ist die Verschluss- scheibe bezeichnet. Auf der Antriebswelle 6 des Elektromotors 2 ist eine Rillenscheibe 7 befestigt. Eine lose auf der Achse 8 gelagerte Reibscheibe 9 ist zwischen der Antriebsscheibe 7 des Elektromotors und der umlaufenden Verschlussseheibe 10 angeordnet. Ein an der Aussenseite des Kinogehäuses 1 angeordneter Kippschalter 11 steht mit seinem nach innen ragenden Ende 11 a mit einem Sehaltgestänge 12 in Verbindung. Durch das Gestänge 12 wird eine Feuersehutzklappe 13, die an dem doppelarmigen Hebel 14 befestigt ist, betätigt. Ausserdem wird mittels eines Nockens 15 am Gestänge 12 ein doppelarmiger Hebel 16, der bei 17 drehbar gelagert ist, verschwenkt. In einer auf dem freien Ende des doppelarmigen Hebels verschiebbar geführten Kulisse 18 ist die Welle 8 des Reibrades 9 gelagert. Eine Feder 19 hält die an dem Hebel 16 vorgesehene Nase 16a in Berührung mit dem Nocken 15 des Gestänges 28, während eine Feder 20 die Kulisse 18 und damit das Reibrad 9 in Richtung gegen den Umlaufversehluss zieht. Eine Blattfeder 21 dient zur Arretierung des Kipphebels 11 in seinen beiden Endstellungen. Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende : In der Stellung der Werkteile, wie sie Fig. 2 zeigt, wird das Reibrad 9 durch die Federn 19 und : 20 sowohl gegen die Antriebsscheibe 7 als auch gegen die Umlauf verschlussseheibe 2C gezogen, so dass zwischen den Teilen 7 und 10 eine reibungskraftschlüssige Verbindung besteht und die Umlaufverschlussseheibe von der Antriebsquelle in Drehung versetzt wird. Das übrige Werk, der Greifer und die Transporttrommel stehen in Verbindung mit der die Umlaufversehlussscheibe tragenden Welle. Wird der Kippschalter in die in Fig. 3 dargestellte Stellung gelegt, so wird das Gestänge 12 verschoben, das seinerseits wieder den Hebel 14 mit der Feuerschutzklappe 13 und den doppelarmigen Hebel 16 mit der Reibscheibe ri verschwenkt. Hiedurch wird die Reibscheibe 9 von der Antriebsseheibe 7 entfernt und die Feuerschutx- klappe in den Strahlengang des Kinoapparates geschaltet. Das Werk und die Transportorgane sind somit von der Antriebsquelle abgeschaltet. Die Feuersehutzklappe 13 verhindert während der Stillstands- EMI1.2 <Desc/Clms Page number 2> Bei der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsform ist an Stelle des Gestänges 12 und des Doppelhebels 16 ein Kipphebel 21 auf der Antriebswelle 6 schwenkbar gelagert. Auf diesem Kipphebel ist auf einer Seite die Reibscheibe 9 und auf der ändern Seite eine Reibscheibe 9a mit einer Zwischenscheibe 9b drehbar gelagert. Der Kipphebel 21 kann mittels eines Knopfes, der bis zur Aussenseite des Kinowiedergabeapparates ragt, verschwenkt werden, wobei er in den einzelnen Zwischenstellungen durch an sich bekannte, nicht dargestellte Arretiervorrichtungen gehalten wird. Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist folgende : Befindet sich der Kipphebel in der in Fig. 4 gezeigten Lage, so wird die Bewegung von der Antriebsseheibe 7 über die Reibscheibe 9 auf die Umlauf versehlussscheibe 70 in gleicher Weise wie bei dem zuerst beschriebenen Ausführungsbeispiel übertragen. Wird dagegen der Kipphebel in die in Fig. 5 gestrichelt gezeigte Lage geschwenkt, so wird die Reibseheibe 9 von der Umlaufverschlussscheibe 10 entfernt und die reibungskraftschlüssige Verbindung zwischen Umlaufversehluss und Reibscheibe 9 unterbrochen. so dass bei weiterlaufendem Motor das Werk abgeschaltet ist und der Apparat auf Stillstandsprojektion eingestellt ist. Beim weiteren Verschwenken des Kipphebels nach der in Fig. 5 mit vollen Linien gezeichneten Stellung gelangt die Reibscheibe 9 mit der Umlaufverschlussscheibe 10 in Berührung. so dass diese infolge der Zwischenscheibe 9b in entgegengesetzter Drehrichtung umläuft als bisher. Hiedurch wird neben Stillstand auch Rücklauf des Bildbandes erzielt. Durch den reibungskraftschlüssigen Antrieb bei beiden Ausführungsformen und bei der Vor- und Rücklaufeinrichtung des Werkes gemäss der letztbeschriebenen Ausführungsform werden Stösse beim Umschalten ohne den Einbau von Kupp- lungen oder sonstigen den Apparat verteuernden Stossfängern sicher vermieden. Bei der Ausführungsform nach den Fig. 6-10 werden die Werkteile des Kinowiedergabeapparates 1 durch die Kraftquelle 2 angetrieben. Mit dem Kinowiedergabeapparate sind das Lampenhaus 3 und die Optik 4 verbunden. Das Gehäuse des Kinowiedergabeapparates wird durch eine Platte 1 a abgeschlossen, auf der die Antriebsteile angeordnet sind. Auf der Antriebswelle 6 des Elektromotors ist die Antriebs- EMI2.1 drehbar gelagerten Platine 30 angeordnet sind. Die Achsen, auf denen die Reibseheiben mittels Kugellagern gelagert sind, sind mittels der Hebel. 33.. 34 bzw. 33 schwenkbar auf der Platine 30 gelagert. Die Hebel 34 und : 35 mit den Reibscheiben 9 (1 und 9b werden durch eine Feder 36 gegen die zwischen beiden Reibscheiben befindliche Antriebsscheibe 7 gezogen, während der Hebel, 3 : 3 mit der Reibscheibe 9 lose zwischen der Reibscheibe 9 b und der Verschlussscheibe 10 ruht. Die Platine 30 ist mittels Schrauben 37 auf der Platte la befestigt und durch Schlitze 38 geführt. Ferner besitzt die Platine einen Schlitz 39, in den ein Stift 40 eingreift, der exzentrisch auf einem drehbar in der Werkplatte gelagerten Vierkant 41 (Fig. 10) befestigt ist. Mit dem Vierkant ist ausserhalb der Werkplatte ein geränderter Knopf 42 verbunden zum Einstellen des Vierkants. Mit dem Vierkant ist ferner der Hebel 72 exzentrisch zur Drehachse des Vierkants gelenkig verbunden. Eine Blattfeder 43, die mittels der Schraube 44 an der Werkplatte la, befestigt und durch einen Stift 45 abgestützt ist, legt sich gegen eine Seitenfläche des Vierkants 41. Der Hebel 12 besitzt eine Aussparung 46, mittels der auf der Drehachse 14a des die Feuerschutzklappe 13 tragenden Hebels 14 EMI2.2 die in den Bereich von auf dem Hebel 14 befestigten Begrenzungsanschlägen 14b und 14e ragen. Eine Feder 47, die einerseits an der Werkplatte 1 fi, und anderseits am Hebel 14 befestigt ist, sucht den Hebel ständig in den Strahlengang der Lichtquelle zu ziehen. Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende : Befindet sich die drehbare Platine 30 in der in Fig. 7 gezeigten Stellung, so wird die Bewegung EMI2.3 schlussscheibe wird bei dieser Übertragung in Pfeilrichtung in Drehung versetzt (vgl. Fig. 7). Mit der Achse der Verschlussseheibe sind die übrigen Antriebsorgane des Kinowiedergabeapparates verbunden, so dass beim Einschalten des Motors der ganze Apparat für normale Projektion in Tätigkeit gesetzt wird. Das Feuerschutzgitter 13 am Hebel 14 wird dabei durch den Ansatz lia des Hebels 12, der an dem Begrenzungsanschlag 14b anliegt, entgegen der Wirkung der Feder 47 ausserhalb des Strahlenganges der Lichtquelle festgehalten. Durch Drehen des Griffknopfes 42 an der Aussenseite der Werkplatte 1 a wird auch der Vierkant und damit der Stift 40 und der Gelenkpunkt 12e um 90 verschwenkt, so dass die Werkteile die in Fig. 8 gezeigte Stellung einnehmen. Hiebei ist durch die Sehlitz-und Stiftverbindung 39.40 die Platine 30 mit den darauf befindliehen Hebeln 33, 34, 35 und Reibscheiben 9,9a und 9b verschwenkt worden. Die Verbindung der Reibscheibe 9a mit der Verschlussscheibe 10 wurde gelöst, ohne dass eine andere Reibscheibe mit der Verschlussscheibe in Berührung tritt. Die Reibscheiben drehen sich also in dieser Stellung leer, die Verschlussscheibe mit den übrigen Antriebsorganen bleibt stehen. Mit andern Worten : der Kinowiedergabeapparat ist auf "Stillstand" eingestellt. Da jedoch mit dem Vierkant auch der Hebel 72 verschwenkt wurde, ist der Begrenzungsanschlag14h frei. und die Feder 47 zieht die Feuerschutzklappe in den Strahlengang der Lichtquelle (Fig. 8). <Desc/Clms Page number 3> Wird der Knopf 42 in derselben Richtung wie zuvor weitergedreht, so erfolgt eine Verschiebung der Platine 30 in die in Fig. 9 gezeigte Stellung. In dieser Stellung gelangt die Reibscheibe 9 mit der Verschlussseheibe 10 in Berührung, so dass die Drehung der Motorantriebsseheibe über die Reibseheibe 9b und 9 auf die Verschlussseheibe 10 übertragen wird. Bei dieser Übertragung läuft die Verschlussscheibe in entgegengesetzter Richtung um. wie in Fig. 2 gezeigt. Sämtliche Antriebsteile werden demnach durch die Versehlussseheibe in rückläufige Bewegung versetzt. Eine Verschwenkung des Hebels-M um den Stift 12e um 180'wurde dadurch ermöglicht, dass der Stift 40 auf dem Vierkant in der Stellung nach Fig. 9 in die Aussparung 47 des Hebels 12 eintreten kann. Der Feuersehutzklappenhebel. M wird in EMI3.1 in umgekehrter Reihenfolge wie beschrieben. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Antrieb für kinematographische Wiedergabeapparate mit reibungskraftschlüssiger Verbindung zwischen Antriebsquelle und Werk, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer mit der Kraftquelle verbundenen Antriebsscheibe (7) und der umlaufenden Verschlussscheibe (10) mindestens ein Reibrad (9). abschaltbar angeordnet ist. 2. Antrieb nach Anspiueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Reibrad (9) in einem doppelarmigen Hebel (16) drehbar gelagert ist, der beim Verschwenken das Reibrad mitnimmt und so die reibungskraftsehlüssige Verbindung zwischen der Antriebsseheibe (7) der Kraftquelle und der umlaufenden Verschlussseheibe (10) herstellt.
Claims (1)
- 3. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Armen eines um die Antriebswelle (6) schwenkbar gelagerten doppelarmigen Hebels (21) Reibräder (9, 9a) gelagert sind die mit der umlaufenden Versehlussseheibe durch Versehwenlien des Hebels in Eingriff gebracht werden.4. Antrieb nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem Arm des doppelarmigen Hebels (21) ein mit der Antriebsscheibe (7) in Berührung stehendes Reibrad (9) und auf dem andernArm zwei sich berührende Reibräder (9a, 9b) gelagert sind, von denen eines (9b) mit der Antriebsscheibe in Berührung ist.5. Antrieb nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der das Reibrad tragende doppelarmige Hebel (16) mit einem verschiebbaren Gestänge in Eingriff steht (1 : 2), das gleichzeitig die an einem Hebel (14) befestigte Feuerschutzklappe (13) betätigt.6. Antrieb nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibseheibe (9) in einer Kulisse (18) gelagert ist, die verschiebbar auf einem Ende des doppelarmigen Hebels (16) geführt ist.7. Antrieb nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der doppelarmige Hebel (16) als auch die Kulisse (18) durch Federn (19 bzw. 20) gegen die Umlaufverschlussscheibe (10) gezogen werden.8. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen die Antriebsscheibe und die umlaufende Verschlussseheibe einsehaltbaren Reibräder (9, 9a, 9b) auf einer drehbar auf der Werkplatte (la) angeordneten Platine (30) gelagert sind (Fig. 6-9).9. Antrieb nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Platine (, 30) durch einen Einstellknopf (42) mit einem exzentrischen Stift (40), der in einen entsprechenden Schlitz in der Platine greift, betätigt werden kann.10. Antrieb nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibscheiben (9, 9a und 9b) auf Hebeln (33, 34 und 35) angeordnet sind, die ihrerseits auf der Platine (30) schwenkbar gelagert sind.11. Antrieb nach den Ansprüchen 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Platine um die Achse (32) schwenkbar ist und auf Schrauben (37), die auf der Werkplatte (1 a) befestigt und in Schlitzen (38) der Platine geführt sind, beweglich gelagert ist.12. Antrieb nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (1. 2) für die Betätigung der Feuerschutzklappe an die Achse des Einstellknopfes exzentrisch angelenkt ist.13. Antrieb nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (12) Ansätze (12 a, 12b) besitzt, die in den Bereich der Begrenzungsanschläge (14b und 14c) des Hebels (14), der die Feuerschutzklappe (13) trägt, ragen.14. Antrieb nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Einstellknopf ein Vierkant verbunden ist, gegen den eine Feder (33) sieh abstützt, die den Einstellknopf in seinen verschiedenen Stellungen feststellt.
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