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Selbsttätige Dosierwaage.
Das Patent Nr. 131053 betrifft eine selbsttätige Förderband-Mischvorrichtung. bei der das gesamte Förderband als Wiegebrücke einer Waage dient und bei der das Gewicht des Förderbandes samt der darauf ruhenden Last mittels vier Schneiden auf die Wiegeeinrichtung übertragen wird. Gemäss der vorliegenden Erfindung dient zwar ebenfalls das ganze über zwei Trommeln laufende Förderband als Wiegebrücke, es ist aber derart gelagert, dass das auf dem Bande befindliche Gut während seiner Förderung mit einem veränderlichen Lastmoment auf die Anzeigevorrichtung wirkt, wobei es an jenem Ende des Bandes zugeführt wird, an dem es mit dem grössten Momente auf die Anzeigevorrichtung wirkt.
Hiedurch wird einerseits die Wiegeeinrichtung durch Fortfall vieler Hebel und Schneiden bedeutend einfacher ; vor allem aber wird erreicht, dass eine ungleichmässige Gutzufuhr. die Fehler in der Dosierung hervorruft, sich sofort mit grosser Wirkung an der Gewiehtsanzeigevorriehtung bemerkbar macht, die daraufhin in der in dem genannten Patent beschriebenen Weise eine Nachregelung der Gutzufuhr bewirkt.
In dem Masse aber. wie das Falschgewicht sich auf dem Förderband fortbewegt, verringert sich seine Wirkung auf die Wiege-bzw. Anzeigeeinrichtung. Hiedurch wird eine sonst unvermeidliche Uberregelung verhindert. Bei der Vorrichtung nach dem Patent Nr. 131053. die in Fig. 1 der Zeichnung dargestellt ist, übt ein etwaiges Falschgewieht auf dem Förderband an jeder Stelle die gleiche Wirkung auf die Anzeigevorrichtung aus. und es entsteht daher folgende Schwierigkeit : Es sei angenommen, dass von einem bestimmten Augenblick an durch fehlerhafte Einstellung des Zulaufschiebers 2 ein Zuviel von Gut auf das Band 1 fliesst ; es tritt also von diesem Augenblick an, wie bei a dargestellt, eine Erhöhung der Fördergutschicht auf dem Band ein. Dieses Zuviel an Gut wirkt sich natürlich im ersten Augenblick nur im Verhältnis zur gesamten auf dem Förderband liegenden Last aus.
Der die Gewiehtsanzeigevorrichtung darstellende Wiegebalken.) wird also zunächst nur in geringem Masse beeinflusst und veranlasst daher zunächst nur in geringem Masse ein weiteres Schliessen des Schiebers 2. Inzwischen aber ist die höhere Schicht auf dem Förderband weitergelaufen, z. B. wie bei b gestrichelt dargestellt, etwa bis zur Mitte des Förderbandes. In diesem Augenblick ist die so entstandene Überlast auf dem Förderband bereits ganz bedeutend, und der Balken. 3 wird nunmehr stark ausschlagen und ein kräftiges Schliessen des Schiebers 2 veranlassen. Es wird hiedurch der auf dem Förderband entstandene Fördergutberg wieder zum Absinken gebracht.
Im weiteren Verlaufe bewegt sich dieser Berg, wie bei c dargestellt, bis zum Ende des Bandes, und es sei angenommen, dass der Schieber 2 sich nunmehr so eingestellt hat, dass die gesamte Bandbelastung, bestehend aus gleichförmiger Schütthöhe und dem Berg c, der gewünschten Last entspricht. Dann würde also in diesem Augenblick die gesamte Steuerungseinrichtung in Ruhe sein. Nunmehr aber beginnt der Berg c vom Band abzufallen, und es entsteht sofort ein neuer Fehler, der wieder ein neues Regeln erforderlich macht. Zusammengefasst weist also diese Einrichtung vor allem den Nachteil auf, dass auftretende Fehler sich nicht schnell genug in dem nötigen Masse auf die Gewiehtsanzeigevorriehtung auswirken und dass weiter mit fortlaufender Zeitdauer diese Fehler sich in zu hohem Masse auswirken und eine unerwünschte Unruhe in den Regelvorgang bringen.
Wie schon erwähnt wurde, sind diese Nachteile durch die Erfindung vermieden. Nach Fig. 2 der Zeichnung, welche die Waage gemäss der Erfindung in einer beispielsweisen und schematisch dargestellten Ausführungsform veranschaulicht, ist das Förderband 4 in beliebiger Weise auf dem Unterteil J angeordnet, der an einem Ende z. B. mittels Schneide und Pfanne 6 auf einer festen Unterlage abgestützt
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und am andern Ende an der Zugstange 7 angehängt ist, die die Einrichtung 4, 5 mit der Gewiehts- anzeigevorrichtung verbindet. Letztere besteht z. B. aus einem Balken 8 mit einem verschiebbaren Laufgewicht 9. Verlässt der Balken seine Gleichgewichtslage, so betätigt er Kontakte j ! C und n. welche den Zulaufschieber 12 öffnen oder schliessen.
Entsteht jetzt durch falsche Einstellung des Schiebers 12 eine fehlerhafte Gutzufuhr, so wirkt das dadurch entstandene Falsehgewieht, da es an einem grossen Hebelarm angreift, mit grossem Lastmoment auf die Anzeigevorrichtung und veranlasst unmittelbar eine entsprechende kräftige Bewegung des Zulaufsehiebers 12. Entsteht nun auf diese Weise ein Berg auf dem Förderband, so wird sein auf den Teil 5 und somit auf den Wiegebalken 8 ausgeübtes Lastmoment in dem Masse, wie er auf dem Förderband weiterläuft, immer geringer, u. zw. entsprechend der Fortbewegungsgeschwindigkeit allmählich so, dass die Regelvonichtung Zeit hat, die entsprechende Sehieberbewegung zu veranlassen.
Kommt der Berg am Ende der Förderbahn an und beginnt er abzufallen, so ist seine Wirkung auf die Wiegeeinrichtung gleich Null, und es wird durch dieses Abfallen keine Beeinflussung der Regelvorrichtung mehr hervorgerufen.
Besonders vorteilhaft ist es hiebei. wenn der Unterstützungspunkt für den Teil i5 in die Bandtrommelachse 13 verlegt wird, so dass die Achse der Pendelbewegung des Förderbandes und der Drehung der dem Gutzulauf abgekehrten Bandtrommel zusammenfallen. Hiebei können vorteilhaft sowohl zur Lagerung der Achse M auf der festen Unterlage als auch zur Lagerung des Teils 5 auf dieser Achse Kugellager verwendet werden. Der besondere Vorteil dieser Anordnung besteht darin, dass infolge der sich drehenden Bandtrommelachse das Kugellager für die Aufhängung des Teils 5 stets mit der geringen Reibung der Bewegung arbeitet, so dass eine ausserordentlich hohe Genauigkeit der Wiegeeinrichtung trotz ausserordentlich stabiler und unempfindlicher Ausführung gewährleistet ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige Dosierwaage, dadurch gekennzeichnet, dass das als Wiegebrüeke dienende, über zwei Trommeln laufende Förderband derart gelagert ist, dass das auf dem Bande befindliche Gut während seiner Förderung mit einem veränderlichen Lastmoment auf die Anzeigevorrichtung wirkt und an jenem Ende des Bandes zugeführt wird, an dem es mit dem grössten Momente auf die Anzeigevorrichtung wirkt.