AT135589B - Verfahren zur Sicherung der Schmiermittelförderung durch Tropfung, Fadenziehung und Schleuderung in Achslagern bei verschiedenen Umlaufgeschwindigkeiten und Vorrichtung hiezu. - Google Patents

Verfahren zur Sicherung der Schmiermittelförderung durch Tropfung, Fadenziehung und Schleuderung in Achslagern bei verschiedenen Umlaufgeschwindigkeiten und Vorrichtung hiezu.

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AT135589B
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Edward Francis Ing Matthews
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Edward Francis Ing Matthews
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Description


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   Verfahren zur   Sehmiermittelförderung   durch Tropfung, Fadenziehung und Schleuderung in
Achslagern sind bekannt. Die Vorrichtungen zur   Durchführung   des Verfahrens bestanden aus einem umlaufenden Förderorgan, das seinen Antrieb durch den umlaufenden Achsschenkel erhielt ; an dem umlaufenden Förderorgan waren tropfende, fadenziehende und schleudernde Teile angeordnet.

   An   diesen umlaufenden Förderorganen   wurde schon die Erkenntnis gewonnen, dass sich bei gewissen Umlaufgeschwindigkeiten die auf das Abtropfen des Schmiermittels wirkende Schwerkraft mit der auf das Abschleudern des Schmiermittels hin wirkende Zentrifugalkraft das Gleichgewicht hält, so dass das
Schmiermittel auf dem Schleuderblatt verharrt, ohne auf dem unmittelbaren Weg der Tropfung oder dem mittelbaren Weg der Schleuderung in die   Lagerflächen zu   gelangen. In dieser Erkenntnis hat man versucht, die Strömungsenergie der durch die Drehbewegung des Förderorgans entstehenden Luftströmung als die die Schwerkraft unterstützende Kraft auszunutzen, so dass die Schwerkraft einschliesslich der Zusatzkraft die Fliehkraft überwiegt und damit der Tropfvorgang gesichert wird. Hiebei blieben jedoch mehrere Umstände unberücksichtigt.

   Es blieb zunächst unberücksichtigt, dass Schwerkraft und Zusatzkraft zwar die Umlaufgeschwindigkeit, bei der sich diese beiden Kräfte mit der Fliehkraft das
Gleichgewicht halten, gegenüber der Umlaufgeschwindigkeit, bei der die Schwerkraft allein wirkt, nach dem Gebiet der höheren Umlaufzahlen hin verschieben, dass ihr Auftreten dadurch aber nicht beseitigt wird ; nach wie vor halten sich   Schwer-und Zusatzkraft   bei einer gewissen, den früheren   Anordnungen   gegenüber lediglich erhöhten Umlaufzahl das Gleichgewicht mit der Fliehkraft und führen hiedurch zu einem kritischen Zustand, in dem die Lagerflächen nicht geschmiert werden.

   Es blieb weiter   unberück-   sichtigt, dass eine Wechselwirkung nicht nur zwischen Schwer-und Fliehkraft, sondern auch zwischen   Schwer- und Kohäsionskraft   und zwischen   Kohäsions-und Fliehkraft auftritt. Zwischen   den Vorgängen der Tropfung und der Absehleuderung   des Schmiermittels liegt nämlich   eine Periode der Förderung des Schmiermittels durch   Überführung   desselben in den   fadenförmigen   Zustand, bei dem die   Geschwindig-   keit des Förderorgans grösser ist wie die   Tropfgeschwindigkeit   und noch nicht so   gross   ist, dass die Fliehkraft die   Kohäsionskraft   übersteigt.

   Bei den Übergängen dieser Perioden ineinander treten Gleich-   gewichtszustände   auf, die bei längerem Verharren des Sehienenfahrzeuges in diesen kritischen Geschwindigkeiten ebenfalls zu einem Trockenlauf des Fahrzeuges führen. Vorliegende Erfindung setzt sich zur Aufgabe, das Förderverfahren und die Vorrichtungen zur   Durchführung   des Förderverfahrens so auszubilden, dass auch während der kritischen Zustände die   Schmiermittelförderung   gewahrt bleibt. 



   Das gemäss vorliegender Erfindung vorgeschlagene, die gestellte Aufgabe lösende Verfahren kennzeichnet sich dadurch, dass die Schwer-,   Kohäsions-und Zentrifugalkräfte   in mindestens zwei verschiedenen Wechselwirkungen auf das Schmiermittel zur Wirkung gebracht werden. Das Verfahren hat den Vorteil, dass, wenn die eine Wechselwirkung gerade in den kritischen Bereich fällt, die andere Wechselwirkung mit Sicherheit aus ihm herausfällt, so dass diese die Förderung des Schmiermittels sicherstellt.

   Die in weiterer Durchführung des Erfindungsgedankens vorgeschlagenen Vorrichtungen zur Durchführung des neuen Verfahrens sind im Gegensatz zu den nur eine unvollkommene   Teillösung   bringenden, bekanntgewordenen Einrichtungen   von grösster Einfachheit.   Sie kennzeichnen sich durch Versetzung der an der Tropfung, Fadenziehung und Abschleuderung beteiligten Organe in radialer oder axialer Richtung 

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 oder in beiden, so dass mindestens zwei verschiedene Tropf-,   Fadenzieh- und Schleudervorgänge   aus- gelöst werden. Die Versetzung ist dabei so gewählt, dass die verschiedenen, unter sich einheitlichen
Wechselwirkungen mit Sicherheit in bezug auf ihre kritischen Bereiche nebeneinanderliegen. 



   Im Wesen der gekennzeichneten Erfindung liegt es, dass nicht sämtliche Wechselwirkungen unter sich verschieden sein müssen.   Bey-neigt   man sich mit einer weniger vollkommenen Wirkung, so können einzelne Wechselwirkungen unter sich einheitlich und gleichartig gestaltet werden, wenn man die   hiedureh   entstehenden Gefahren in Kauf nimmt. Was für das Verfahren ausgeführt worden ist, gilt sinngemäss für die Vorrichtung. Einzelne   Versetzungen können   fehlen, ohne dass das Wesen der Erfindung hiedurch beeinträchtigt wird. 



  Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführung des Erfindungsgedankens. Fig. 1 gibt eine
Seitenansicht auf das erfindungsgemäss ausgebildete Schleuderorgan wieder, während Fig. 2 eine Aufsieht auf dasselbe in   Achssehenkelachsriehtung   wiedergibt. Fig. 3 gibt einen senkrechten Querschnitt durch das Sehleuderblatt nach Linie   111-111   der Fig. 2 wieder. 



   Es bezeichnet 1 den Mittelteil des stabförmigen Schleuderorgans, das über die Bohrungen 2
Schraubenkörper oder ähnlich wirkende Mittel zur Befestigung mit dem Achssehenkel aufnimmt. Durch den nicht gezeichneten Achsschenkel erhält somit das   Sohleuderorgan   seine Umlaufbewegung. Ausser dem Mittelteil 1 weist der Schleuderstab zwei symmetrische   Kröpfungen   3 auf, um Räume 4 zu sehaffen, in die das an den Enden 5 des Schleuderstabes befestigte   Sehleuderblatt   unter Bildung von Tropfpunkten,
Tropfkanten,   Tropfflächen   oder Tropfkörpern hineinragt. 



   Erfindungsgemäss weisen nun die Schleuderblätter folgende Eigentümlichkeiten auf : Zunächst sind die an der Tropfung beteiligten   Sehleuderblatteile   gegeneinander versetzt, u. zw. besitzen die Tropf- teile 6'des gerade in der oberen Stellung gezeichneten oberen Sehleuderblattes einen andern radialen
Abstand al von der   Achssehenkelmitte wie   die Tropfteile 6" ; der Abstand b dieser von der Achsschenkel- mitte, in der Radialen gemessen, ist grösser wie   a1   ; hiedurch tritt eine Differenzierung der Schwer-und
Kohäsionskräfte auf. Bei derselben Umlaufgeschwindigkeit des Achsschenkel besitzt nämlich der Teil 6' des Förderorgans eine andere Umlaufgeschwindigkeit wie der Teil 6" des Förderorgans.

   Nimmt man beispielsweise an, es sei gerade das Grenzgebiet erreicht, bei dem sich an dem Teil   6"des   Förderorgans
Schwer-und Kohäsionskräfte das Gleichgewicht halten, so dass schon von der Kante 6"kein Schmier- mittel mehr abtropft und anderseits der entstehende Sehmiermittelfaden noch nicht so ausgesprochen auftritt, dass er sich auf einen in den Raum 4 hineinragenden festen, zur Weiterleitung des Schmier- mittels an die   Lagerfläche   vorgesehenen Teil als nennenswerte Schmiermittelmenge auflegt, so besitzt der Teil 6'bei diesem Zustand eine Umfangsgeschwindigkeit, die bedeutend geringer ist wie die des
Teiles 6".

   Teil 6'besitzt also eine Geschwindigkeit, die geringer ist wie die Grenzgeschwindigkeit, bei der sich Schwer-und Kohäsionskräfte das Gleichgewicht halten, so dass die Teile 6'auch noch während dieses Zustandes die Förderung des Schmiermittels in die   Lagerflächen durch   Betropfung des in den
Raum 4 hineinkragenden, festen Weiterleitungsteiles für das Schmiermittel aufrecht erhalten. Steigert sich die Geschwindigkeit und nimmt Teil 6'die erwähnte Grenzgeschwindigkeit an, so liegt Teil 6'schon in dem Gebiet der Geschwindigkeit, bei der ein kräftiger Schmiermittelfaden aus dem Schmiermittelvorrat 
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 die zur Schmierung der Lagerflächen erforderlich sind. 



   Damit die Eintauchtiefe in dem Schmiermittelvorrat für beide   Schleuderblätter   konstant bleibt, besitzen zweckmässig die äussersten Schleuderblatteile 7 denselben radialen Abstand   b, + a, bzw. (i,"-b   von der Achsschenkelmitte. Da ai kleiner ist wie b, ist somit die Länge   b1   des oberen   Sehleuderblattes,   gemessen in der Radialen, grösser wie die Länge a des unteren Sehleuderblattes.   Hiedureh   treten während des Tropfvorganges selbst verschiedene Wirkungen ein.

   Nimmt man beispielsweise an, dass sich an Teil 7 jedes Schleuderblattes beim Eintauchen in den   Schmiermittelvorrat   ein Schmiermittelelement angesammelt hat, so muss das   Schmiermittelelement   bis zur Erreichung der Tropfkante 6'einen längeren Weg ausführen wie das Schmiermittelelement, das auf dem andern   Sehleuderblatt   zur Tropfkante 6" zufliesst. Es tropft also das letztere Schmiermittelelement früher von der Tropfkante 6"ab wie das andere   Schmiermittelelement   von der Tropfkante 6', wenn man von der Zeitdifferenz, die zwischen dem Eintauchen der beiden   Sehleuderblätter   in den   Sehmiermittelvorrat   liegt, absieht.

   Diese zeitliche 
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 dahin aus, dass das von der Kante 6"abtropfende Element auf eine andere Stelle des festen Auffangteiles tropft wie das von der Tropfkante 6'abtropfende Schmiermittel. Da der Auffangteil durchweg 
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 liegen also die beiden   Tropfpunl,-te   auf verschiedenen Teilen des Auffangbodens ; dessen Breite wird also gleichmässig ausgenutzt. 



   Würde man die Schleuderblätter in derselben Ebene anordnen, so würden sieh die von beiden 
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 gegenseitig stören, so dass auch während der Fadenziehungsperiode selbst verschiedene Wirkungen entstehen. 



   Nicht nur die Kanten   6'und   6", sondern auch die   Schleuderblattoberflächen   selbst sind zur Differenzierung der Kohäsions-und Fliehkräfte bzw. der Schwer-und Fliehkräfte unterteilt und die entstandenen Teile in der Radialen versetzt zueinander angeordnet. Fig. 3 zeigt in der Profilierung des Schleuderblattes Kanten 8", 9", 10", denen auf dem andern   Schleuderblatt   entsprechende Kanten 8', 9',   10/ und 11/zugeordnet   sind. Wenn sich beispielsweise   Kohäsions-und Schwerkraft   bei der Umlaufgeschwindigkeit der Kante 6"das Gleichgewicht halten, so liegt vielleicht noch Kante   10"ion   diesem Gebiet, so dass von dieser Kante aus ebenfalls noch nicht die Abschleuderung vor sich geht.

   Mit Sicherheit 
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 der Faden gebildet und in kräftiger Stärke auf die Lagerschalenvorkragung gelegt wird. Die Kanten 9",   8"und 7   bzw. 9', 8'und 7 liegen aber bereits im Gebiete der reinen Fliehkräfte, so dass hier bereits eine Abschleuderung des Schmiermittels eintritt, worauf dieses durch   ZurÜckfÜhrung   im Schleudergehäuse und durch Abtropfen von demselben mittelbar der   Lagerschalenvorkragung zugeführt   wird. Bei gesteigerter Umlaufgeschwindigkeit wird auch schliesslich die Kante 10"bzw. 10', später 6"bzw. 11 und schliesslich Kante 6'in das Gebiet der reinen Fliehkraftwirkung geraten, worauf die gesamte, geförderte Schmiermittelmenge abgeschleudert und in der gezeigten Weise mittelbar den Lagerflächen zugeleitet wird.

   Bei der gezeichneten Anordnung treten also stets mindestens zwei verschiedene Wechselwirkungen in bezug auf die Schwer-, Kohäsions-und Fliehkraftwirkung auf, so dass die Schmiermittelförderung bei allen Umlaufgeschwindigkeiten des Achsschenkel sicher gestellt wird. Die Änderung der Wechselwirkung führt zwangsläufig zu einer Änderung der Wirkungen innerhalb der einzelnen Tropf-, Faden-   ziehungs-und Schleudervorgänge,   so dass hiedurch eine weitere vorteilhafte Einwirkung auf die Förderung stattfindet. 



   Im Wesen der Erfindung liegt es natürlich, bei Verzicht auf die   hiedureh   jeweils eintretende günstige Gestaltung des Fördervorganges auf die Verschiedenartigkeit einzelner Wechselwirkungen bzw. auf die entsprechende Versetzung zu verzichten. So kann beispielsweise die Versetzung der   Sehleuder-   blattflächen in der Axialen um das Mass c fortgelassen werden, indem man auf die Wirkung unabhängiger und daher gegenseitig ungestörter Schmiermittelfäden verzichtet. Was für die Versetzung c ausgeführt 
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 9",   10"und 6"oder   beliebigen Variationen dieser. Durch diese Abänderungen ändert sich der Erfindunggedanke nicht, sondern lediglieh die Vollkommenheit der erzielten   Wirkungen.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Sicherung der   Sehmiermittelförderung   durch Tropfung. Fadenziehung und Schleuderung mittels umlaufender Förderorgane in Achslagern bei verschiedenen Umlaufgeschwindigkeiten, dadurch gekennzeichnet, dass Schwer-, Kohäsions- und Fliehkräfte in mindestens zwei verschiedenen Wechselwirkungen auf das Schmiermittel zur Wirkung gebracht werden.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass durch Versetzung der an der Tropfung, Fadenziehung und Absehleuderuns : beteiligten Organe in radialer oder axialer Richtung oder in beiden mindestens zwei unter sich verschiedene Tropf-, Faden- ziehungs-und Schleudervorgänge ausgelöst werden.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine für sämtliche an der Tropfunn-, Fadenziehung und Abschleuderung beteiligten Organe gleichbleibende Eintauchtiefe des Förderorgans in den Schmiermittelvorrat bei verschiedener Länge der Förderblätter, gemessen in der Radialen.
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 und 3. dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebungen in bzw. an den an der Tropfung, Fadenziehung und Abschleuderung beteiligten Organen, welche zu diesen Organen zusätzlich tropfende, fadenziehende und schleudernde Stellen bilden, unter sich so verschiedenartig ausgebildet sind. dass die Tropf-, Fadenziehungs- und Schleudervorgänge durch verschiedene Wechselwirkungen der auf diese Vorgänge hin wirkenden Kräfte auftreten.
AT135589D 1931-07-02 1932-06-23 Verfahren zur Sicherung der Schmiermittelförderung durch Tropfung, Fadenziehung und Schleuderung in Achslagern bei verschiedenen Umlaufgeschwindigkeiten und Vorrichtung hiezu. AT135589B (de)

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