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Verfahren und Vorrichtung zur optischen Textwiedergabe bei Bil (Itojifilmen.
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Gemäss den Fig. 1 und 2 werden Hilfsprojektoren 1 verwendet, welche unter Vermittlung von
Spiegeln 2 od. dgl. die lesbare Aufzeichnung der gesprochenen oder gesungenen Worte auf einen Streifen ober-bzw. unterhalb des Filmbildes auf den Schirm 4 werfen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Streifen sich im Blickfelde des Beschauers befinden.
In Fig. 3 ist die Projektion des Bildes durch die Strahlen 9 dargestellt, welche auf der Fläche. 5.'5' des Schirmes 4 auftreffen. Nach Fig. 3 befindet sich diese lesbare Schrift auf dem Bildlilm und wird durch die Strahlen 6 unterhalb des Bildes auf die Fläche 5', 7 des Schirmes projiziert.
Für die Verbindung des Hilfsprojektors mit der Synchronisierungseinriehtung, welche beliebiger Art sein kann und deren Beschreibung oder Darstellung für das Verständnis der Erfindung nicht erforderlich ist, ist ein Anschlusskontakt 8 od. dgl. vorgesehen.
Damit nun der lesbare Text mit den gesprochenen oder gesungenen Worten und der Bildhandlung übereinstimmt, werden die Textbänder in der folgenden Weise hergestellt. Zunächst wird der mittels Kopfhörer oder Lautsprecher hörbar gemachte Text. beispielsweise eines Liehttonfilms, auf einem mit dem Tonfilm synchron, aber untersetzt ablaufenden Bande zweckmässig stenographisch niedergeschrieben.
Für diesen Zweck ist der in den Fig. 4 und 5 dargestellte Abhörtisch vorgesehen. Auf dessen Tisehplatte 11 befindet sich oben rechts eine Abwickelscheibe 12, von welcher der Lichttonfilm 13 über eine Abhörvorrichtung bekannter Art nach der Aufwickelscheibe 14 gelangt. Die Abhörvorrichtung besteht beispielsweise aus der Führungsrolle 15, der Rolle 16, in welcher sich die Photozelle befindet, der Transport-
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trommel 17 und dem die Lichtquelle enthaltenden Gehäuse 18. Die Aufwickelscheibe 14 ist mit der Achse 19 durch eine Friktionskupplung verbunden. Die Achsen 19 und 20 tragen an ihren unteren Enden die Sehnurseheiben 21 und 22. über welche die Schnur 23 läuft (s. Fig. 5).
Auf der Achse 20 sitzt ferner das Schraubenrädehen 24, welches mit dem Schraubenrad 25 im Eingriff steht. Dieses ist mit der Welle 26 verstiftet. auf welcher zwei oder mehrere Transporttrommeln 27 und 28 mit den Andruckrollen 29 und 30 angeordnet sind. Da diese Transporttrommeln mit ihrem oberen Rande in der Höhe der Tischplatte 11 liegen, ist diese an der Ecke links unten mit einer kastenartigen Aussparung versehen. Die Welle 26 trägt an ihrem einen Ende eine Sehnurscheibe 31 für den motorischen Antrieb, während das andere Ende zweckmässig als Vierkant 32 ausgebildet ist und eine Handkurbel aufnehmen kann.
Auf der rechten Seite der Tischplatte befinden sieh zwei oder mehrere Abwiekeltrommeln und
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gezeielinet, der von der Abwickeltrommel über die Transporttrommel 27 und unterhalb der dazugehörigen Andruckrolle 29 zur Aufwickeltrommel 35 führt. Der Papierstreifen 37 muss natürlich wie ein Film perforiert sein. doch ist in der Zeichnung die Perforation der Einfachheit halber fortgelassen. Quer zur Bahn des Papierstreifens ist auf der Tischplatte 11 ein Strich 38 als Kennmarke angebracht. Die Aufwickeltrommeln 35 und 36 werden von der Welle 39 durch Friktion mitgenommen.
Eine Sehnurscheibe auf der Welle 39 und eine Schnurseheibe auf der Welle 26 sind durch eine Schnur 40 miteinander verbunden.
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sieh ein solches von 1 : 8 in der Praxis als brauchbar erwiesen.
Nachdem das Band 37 mit dem stenographischen Text versehen ist, wird es umgerollt und wieder auf die Abwickeltrommel. 38 gesteckt. Gleichzeitig wird ein zweites Band von der AbwickeItrommel. 34 über die Transporttrommel28 und unterhalb der dazugehörigen Andruckrolle 30 zur Aufwickeltrommel 36 geführt. Es werden nun die beiden Bänder mittels Handkurbel in der Pfeilriehtung bewegt und der Text in Reinschrift auf das Blankoband aufgetragen. Dabei ist zu beachten, dass die Silbenabstände mit dem Original übereinstimmen.
Handelt es sich nicht um einen Lichtton-, sondern um einen Nadeltonfilm, so findet ein Arbeitstisch Verwendung, der ein Plattengerät aufnimmt oder mit einem solchen gekuppelt ist.
Der nächste Arbeitsgang besteht darin, von dem die Reinschrift tragenden Bande, beispielsweise mittels einer optischen Kopiermaschine mit kontinuierlicher Randbewegung, verkleinerte Kopien auf
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solches von 1 : 5 als zweckmässig erwiesen.
Wählt man also zwischen Liehttonfilm. M und Textband 37 ein Längenverhältnis 8 : 1 und zwischen Textband. 37 und der verkleinerten Schmalfilmkopie ein solches von 5 : 1, so besitzt demnach die Schmalfilmkopie nur den vierzigsten Teil der Länge des Lichttonfilms.
Dementsprechend muss der Schmalfilmprojektor so eingerichtet werden, dass einmal der Film horizontal und kontinuierlich abläuft und anderseits seine Bandgeschwindigkeit genau ein Vierzigstel derjenigen im Bildprojektor beträgt.
Die Einrichtung, mittels welcher der Textstreifen nach jeweiligem Ablauf sofort wieder zurückgewickelt wird, ist in den Fig. 6-8 dargestellt. Der die Bildtexte enthaltende Filmstreifen 41, welcher vorzugsweise als Schmalfilm ausgebildet ist, wird von der Abwiekeltrommel 42 durch das Fenster 4. 3 unter Vermittlung der Zahntransporttrommel 44 der Aufwiekeltrommel 45 zugeführt. Die Transporttrommel 44 ist auf einer Hohlwelle 46 befestigt, welche sich lose auf der Welle 50 dreht. An ihrem freien Ende ist die Hohlwelle 46 mit einem Kupplungsflanseh 47 versehen, welcher Löcher für den Durchtritt der Stifte 48 einer Kupplungsmuffe 49 aufweist.
Diese Kupplungsmuffe ist auf der Welle J6 längsver-
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hindurchgehende Mitnehmerstift a. 3 hineinragt. Die Welle 50 wird durch das Zahnrad 54 angetrieben. das mit einem Ritzel 55 auf der Welle 56 in Eingriff steht. Die Welle 56 wird in beliebiger Weise von einem nicht dargestellten Antriebsmotor in Drehung versetzt.
Auf der Nabe des Zahnrades 54 ist eine Schnurseheibe 57 befestigt, welche ihrerseits eine Schnurscheibe 58 für die Aufwickeltrommel 45 antreibt. Die Welle der Abwickeltrommel 42 ist mit einer
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von der Scheibe 61 eines Hilfsmotors 62 erhält.
An der Aufv. iekelseite der Vorrichtung befindet sieh ein Kupplungshebel 63, dessen gegabelte Ende mit Stiften 64 in die Ringnut 51 der Kupplungsmuffe 49 eingreift und durch den Zug einer Feder 65 diese in Eingriff mit dem Kupplungsilansch 47 der Hohlwelle 46 hält. Diese Stellung entspricht der in Fig. 6 gezeichneten Arbeitslage.
Soll nun am Schlusse der Vorführung der auf die Trommel 45 aufgewickelt Film 41 auf die Trommel 42 zurückgewickelt werden, so wird ein unter dem Kupplungshebel 63 befindlieher Elektromagnet 66 durch den Schalter 67 erregt, wodurch der Kupplungshebel 6. 3 angezogen wird und dabei die Kontakte 68, 69 überbrückt werden. Hiedureh wird über die Leiter a, b der Hilfsmotor 62 unter Strom gesetzt, nachdem durch das Anziehen des Kupplungshebels 6. 3 der Antrieb der Zahntrommel44 durch Verschieben der Kupplungsmuffe 49 ausser Wirkung gesetzt wurde.
Die Trommel 44 kann sich also unter dem nunmehr von der Trommel 42 erfolgenden Zuge des Films frei drehen, bis nach
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erfolgter Zurückwicklung der Magnet 66 durch den in der Leitung a, Oe befindlichen Schalter 67 wieder stromlos gemacht worden ist. Hierauf zieht die Feder 65 den Kupplungshebel 63 wieder an und stellt dadurch die Verbindung der Welle 50 mit der Hohlwelle 46 unter Vermittlung der Kupplungsglieder 49 und 47 für den erneuten Vorwärtstransport des Films wieder her.
Die in Fig. 7 im Grundriss dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der soeben beschriebenen dadurch, dass an Stelle der Klauenkupplung das die Transporttrommel 44 antreibende Zahnrad 54 mittels des schwingbar gelagerten Zahnrades 70 mit dem Antriebsritzel 55 in Verbindung gebracht wird.
Die Trommel 44 sitzt hiebei direkt auf der Welle 50, und das Zwischenrad 70 ist auf dem Zapfen 71 in einem um die Welle 56 drehbaren Schwingrahmen 72 gelagert, welcher den Eingriff des Zwischenrades 70 mit dem Zahnrad 54 unter Vermittlung der Feder z während des Vorwärtstransportes aufrechterhält.
Zum Zwecke der Rückwicklung wird wiederum durch Betätigung des Schalters 67 der Magnet 66 erregt, wobei dieser den als Anker wirkenden Hebel anzieht und dabei das Zwisehenrad 70 ausser Eingriff mit dem Zahnrad 54 des Trommelantriebes bringt, so dass diese sieh nunmehr frei zu drehen vermag.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 wird die Freigabe der Zahntransporttrommel 44 dadurch erzielt, dass durch den Magneten 66 ein um den Zapfen 82 drehbarer Winkelhebel 75 angezogen wird, an dessen freiem Arm sich eine Führungsrolle 76 für den Film 41 befindet. In der voll ausgezogenen Arbeitslage, welche durch den Anschlag 77 begrenzt ist, läuft der Film über die zurückgezogene Führungsrolle 76 und die Transporttrommel44. Zieht nun der Magnet 66 den Winkelhebel 75 an, so schwingt die Rolle 76 in die punktiert gezeichnete Lage und hebt dabei die Perforation des Films aus den Zähnen der Zahntransporttrommel 44. Der Film kann nunmehr frei zurückgewickelt werden, wobei er über die Rollen 76 und 78 zur Trommel 42 zurückläuft.
Die Schaltung des Magneten 66 und die gleichzeitige Einschaltung des Hilfsmotors 62 kann bei allen Ausführungsformen natürlich auch automatisch erfolgen, beispielsweise indem durch eine am Ende des Filmstreifens vorgesehene Durchbrechung 79 (Fig. 8) ein Kontakt 80, 81 geschlossen wird, welcher dem vorher beschriebenen Handsehalter 67 entspricht. Hiedureh wird der Magnet 66 erregt, und dieser schaltet durch Anziehen des Hebels 75 den Hilfsmotor 62 über die Kontakte 68, 69 in den Stromkreis.
Der Hebel 75 bzw. 63 oder 72 wird dabei von einer federnden Nase 83 festgehalten, welche bei neuerlichem Vorwärtslauf des Films zurückgezogen wird. Wie die Einleitung des Rückrollvorganges automatisch erfolgen kann, so ist es auch wünschenswert, die Unterbrechung des Rückrollvorganges automatisch zu bewirken. Dies kann beispielsweise auf die Weise geschehen, dass am Anfange des Filmstreifens eine Durchbrechung vorgesehen ist, durch die ein Kontakt für ein Relais geschlossen wird.
Bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen der Fig. 6,7 und 8 ist die Anordnung eines besonderen Hilfsmotors für das Zurückwickeln des Filmstreifens vorgesehen worden. Selbstverständlich kann das Zurüekwickeln auch durch den Antriebsmotor der Zahntrommel 44 erfolgen, indem dieser lediglieh durch die Überbrückung der Kontakte 68, 69 umgeschaltet wird. Ebenso kann die Ausserbetriebsetzung der Transporttrommel 44 auf andere als die dargestellte Art geschehen, beispielsweise durch Anordnung eines Freilaufgetriebes, welches den Antrieb nur vorwärts gestattet, während die Trommel sieh entgegengesetzt frei zu drehen vermag.
Im vorstehenden ist bisher davon ausgegangen worden, dass der für die Aufnahme der lesbaren Schrift bestimmte, beispielsweise am unteren Rande des Bildes abgedeckte Streifen ebenso wie der seitlich vorgesehene Tondiagrammstreifen in einem Bildfelde erscheint, wie es in Fig. 9 bei 92 dargestellt ist. Es ist verständlich, dass das normale Bildfeld durch die Text-und Tonstreifen sowohl in Grösse und Format als auch in seinem Bildinhalt wesentlich beeinträchtigt wird.
Diesen Mangel kann man erfindungemäss dadurch beseitigen, dass man für die Projektion statt des bisher verwendeten Objektivs 97 ein solches verkürzter Brennweite 100 verwendet, wodurch die vorher um die Textstreifen verringerte Bildprojektion 98
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bestimmten Teil des Bildfeldes und, falls die Tonaufnahme nicht schon mit dem Bildnegativ gleichzeitig erfolgt, auch den für den Tonstreifen schon bei der Aufnahme ab, so dass wieder das normale Bildformat, jedoch in kleinerem Ausmasse erzielt, wird, wie bei 93 aus Fig. 9 ersichtlich ist.
Da durch die infolge der Verkleinerung des Bildes 93 bei der Aufnahme und die dann notwendig werdende erhöhte Vergrösserung bei der Projektion die Bilddichte abnimmt, kann man die Aufnahme mch ohne jede Abdeckung vornehmen also so verfahren wie bei den gewöhnlichen Filmaufnahmen 'ntsprechend Feld 91 in Fig. 9.
Das so erhaltene Negativbild wird auf an sich bekannte Weise verkleinert und in der Weise kopiert, lass auf dem Positivfilm seitlich sowie oben oder unten ein Raumstreifen verbleibt. Der freie Raum 96 oberhalb oder unterhalb des Bildfeldes 94, welcher für die Aufbringung von Texten und Zeichen zur Ver- ügung steht, wird im Gegensatze zu dem seitlichen Raume 95, welcher das Schalldiagramm trägt, in ler Projektion nicht abgedeckt, so dass dieser Teil oberhalb oder unterhalb der Projektionsfläehe sichtbar leib wie das Bild selbst. Zweckmässig macht man einen entsprechenden Trennungsstrich zwischen Bildmd Textfläche.
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Durch dieses Verfahren bietet sich gleichzeitig die Möglichkeit, dem dringenden Bedürfnis, das Tondiagramm etwas zu verbreitern, entgegenzukommen, wodurch eine wesentliche Verbesserung der Tonqualität und eine Erhöhung der Einwirkungen auf die Photozelle erreicht werden kann.
Es werden also durch das erfindungsgemässe Verfahren folgende Verbesserungen erzielt :
Das Filmbild wird in der Projektion weder in der Grösse noch im Formate beeinträchtigt, wobei für die Aufnahme das gesamte Negativbild nach wie vor, d. h. wie beim stummen Film zur Verfügung gestellt werden kann. Ferner wird eine Raumerschliessung für die Texteinbringung ohne Benachteiligung
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des Tondiagramms bzw. eine Verbreiterung der Tonspur unter Beibehaltung des früheren Bildformates wie beim stummen Film möglich.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur optischen Textwiedergabe bei Bildtonfilmen, bei welchen der gesprochen oder gesungene Text dem Beschauer als lesbare Schrift wiedergegeben wird, dadurch gekennzeichnet, dass das eigentliche Bildfeld in dem für den stummen Film üblichen Grössenverhältnis projiziert und der Text in Übereinstimmung mit den gesprochenen oder gesungenen Worten ständig in einem ausserhalb dieses Bildfeldes besonders hiefür vorgesehenen Raum im Blickfeld des Beschauers sichtbar gemacht wird.