AT134834B - Klebstoffilm. - Google Patents
Klebstoffilm.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1>
lilebstoffilm.
Zur Verbindung zweier Flächen durch Verleimung hat man bereits den Leim in Form eines Leimfilmes zwischen die Flächen gebracht und dann die Verleimung unter Anwendung von Druck und Hitze ausgeführt. Leimfilme dieser Art befinden sich in verschiedenen Ausführungen im Handel. Sie werden durch Auftragen eines Klebmittels auf einen Träger, z. B. auf Papier, hergestellt. Als Klebmittel hat man hiebei beispielsweise Lösungen von Polymerisationsprodukten des Vinylacetates in Benzol, oder Lösungen von Harzen oder harzartigen Stoffen benutzt, wie dies u. a. auch in der U. S. A. Patentschrift Nr. 1299747 empfohlen wird. Derartige Lösungen harzartiger Stoffe sind aber teuer und bei der Herstellung des Leimfilmes gefährlich, weil das Lösungsmittel verdampft und leicht zu Explosionen Anlass gibt.
Es wurde nun gefunden, dass man Leimfilme unter Verwendung von verharzenden Kunststoffen auch herstellen kann, ohne für die Herstellung des flüssigen Klebmittels besondere Lösungsmittel zu verwenden, indem man von den bei der Kunstharzherstellung als Anfangsstufe entstehenden Anfangskondensations-oder Polymerisationsprodukten und nicht von den meist als Bakelit Li u. dgl. bezeichneten hydrophoben Harzen ausgeht. Beispielsweise mischt man Phenol, Formaldehyd und Alkali miteinander und erhält eine dünnflüssige wässerige Lösung, der Vorstufe des Kondensationsproduktes, die in den folgenden Operationen eine ausgezeichnete Klebkraft erhält. Mit dieser Flüssigkeit tränkt man den hochporösen Träger und trocknet ihn bei verhältnismässig niedriger Temperatur. Die mit diesen Klebmitteln hergestellten Filme haben eine unbegrenzte Lagerbeständigkeit.
Sie können durch Aufrollen in eine handliche und leicht transportfähige Form gebracht werden. Die Verleimung erfolgt durch Zwischenlegen des Filmes zwischen die zu verbindenden Flächen und nachfolgender Anwendung von Druck und Hitze.
Die Verleimung ist vollkommen wasserfest.
Im Vorstehenden ist als Klebstoff für die Herstellung des Leimfilmes dünnflüssiges Kunstharz angegeben. Gemäss der Erfindung kann man diesen Stoff für sich oder auch in Mischung mit andern Stoffen verwenden die darin löslich sind, z. B. mit Casein, Blutalbumin und Glyzerin.
Von massgebendem Einfluss für die Brauchbarkeit des so hergestellten Filmes erweist sich die Auswahl des Filmträgers. Es ist unbedingt erforderlich, dass der Filmträger, für den verschiedene Materialien, wie z. B. Baumwolle, Filz oder Papier, bereits vorgeschlagen sind, eine sehr hohe Porosität hat.
Sobald diese fehlt und der mit dem Klebmittel befeuchtete Träger zu wenig durchlässig ist, bilden sich nach der Verleimung zwei durch die Trägerzwischenlage getrennte Leimschichten, so dass sich die mit einem solchen Leimfilm hergestellten Verbindungen schon bei geringer Beanspruchung wieder trennen, indem eine Spaltung längs der Trägerzwisehemage eintritt. Noch deutlicher zeigt sich der Nachteil einer nicht einheitlich durchdrungenen Zwischenlage, wenn die verleimten Gegenstände dem Einfluss der Feuchtigkeit ausgesetzt werden. Der Träger saugt dann Feuchtigkeit an und die Bindefestigkeit der Verleimung wird fast ganz aufgehoben. Die bisher auf den Markt gekommenen Leimfilme haben sich nicht bewährt, weil die Hersteller die Frage der Porosität des Leimträgers nicht genügend berücksichtigt haben.
Es wurde nun gefunden, dass die angeführten Nachteile beseitigt werden können, wenn man als Leimträger ein äusserst dünnes Papier mit möglichst vielen und grossen Poren wählt, weil man dann erreicht, dass die auf beiden Seiten des Trägers aufgebrachten Leimschichten sich durch diese Poren hindurch innig miteinander verbinden, derart, dass nun statt eines aus drei Schichten bestehenden Blattes ein einheitlicher Film entsteht.
<Desc/Clms Page number 2>
Die Erklärung dafür, dass bis heute ein solches poröses Papier für die Herstellung des Leimfilmes noch keine Verwendung gefunden hat, besteht darin, dass solches Papier im nassen, mit Leim getränkten Zustande nur eine geringe Festigkeit aufweist und deshalb in laufender Fabrikation nicht hergstellt werden konnte. Nach langen Bemühungen ist es nun gelungen, durch Konstruktion einer besonderen Maschine und durch die Verwendung des bereits näher beschriebenen Klebmittels, das sehr dünnflüssig ist und den porösen Träger sofort gut durchdringt.
Die Unterschiede in der Bindefestigkeit zwischen dem Film gemäss der Erfindung und den bereits bekannten Filmen, die aus einem nicht genügend porösen Träger und aus ungeeigneten Klebstoffen bestehen, ergeben sich aus den Zerreissfestigkeiten der Leimverbindungen. Es wurden mit Leimfilmen verschiedener Herkunft unter gleichen Verhältnissen (gleicher Holzart, gleichem Druck, gleicher Zeit und den für die einzelnen Leimfilme vorgeschriebenen Temperaturen) Verbindungen von Furnieren ausgeführt und die Trocken- und Nassfestigkeitswerte der Leimbindungen nach den Vorschriften der Deutschen Gesellschaft für Luftschiffahrt bestimmt.
Die Ergebnisse dieser Versuche sind in folgender Tabelle zusammengestellt :
EMI2.1
<tb>
<tb> Zerreissfestigkeiten
<tb> Nach <SEP> 48-stündigem
<tb> Angewandte <SEP> Holzart <SEP> Leimfilm <SEP> Trocken <SEP> Wässern <SEP> Bemerkungen
<tb> Holzbruch <SEP> Holzbruch
<tb> kg/#" <SEP> kg/#"
<tb> % <SEP> %
<tb> 0. <SEP> 1'
<tb> Lettische <SEP> Birke <SEP> A <SEP> 100 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> Lettische <SEP> Birke <SEP> B <SEP> 35 <SEP> 0 <SEP> 30 <SEP> I <SEP> 0
<tb> Lettische <SEP> Birke <SEP> C <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> ! <SEP> 0 <SEP> l <SEP> keine <SEP> VerLettische <SEP> Birke <SEP> D <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> I <SEP> 0 <SEP> f <SEP> le <SEP> ! <SEP> mung'
<tb> Film <SEP> gemäss <SEP> vorliegender <SEP> Erfindung <SEP> :
<tb> Lettische <SEP> Birke <SEP> Kunstharz.......... <SEP> 169 <SEP> 30 <SEP> 150 <SEP> 15
<tb>
PATENT-ANSPRÜCHE :
1.
Klebstoffilm, insbesondere zur Herstellung von Sperrholz, bestehend aus einem porösen Träger und einem Kunstharz, dadurch gekennzeichnet, dass man als Tränkungsmittel die noch in dünnflüssiger
EMI2.2
abgeschiedene hydrophobe Harz verwendet, das durch fortgesetzte Kondensation bzw. Polymerisation in ein durch Hitze härtbares Kunstharz übergeht, wie z. B. die aus Phenol, Formaldehyd und Alkali hergestellte dünne Flüssigkeit und einen hochporöses Träger so gut durchtränkt und dessen Poren so vollständig ausfüllt, dass es mit ihm einen einheitlichen Film bildet.
Claims (1)
- 2. Leimfilm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Klebstoff in an sich bekannter Weise noch Stoffe hinzufügt, die darin löslich sind, wie z. B. Glyzerin.
Applications Claiming Priority (1)
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