AT134774B - Dampfkesselanlage für schwankenden Betrieb. - Google Patents

Dampfkesselanlage für schwankenden Betrieb.

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AT134774B
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  Dampfkesselanlage für schwankenden Betrieb. 



   Gegenstand der Erfindung ist eine Dampfkesselanlage für schwankenden Betrieb. 



   Es ist bekannt, Schwankungen des Bedarfes durch Regelung der Speisewasserzufuhr in uni- gekehrtem Verhältnis zum Dampfverbrauch in der Weise auszugleichen, dass der Speisewasserzufluss bei   Wärmemangel-also unternormalem Dampfdruck-verringert,   bei   Wärmeübersehuss also   über-   normalem Dampfdruck - vermehrt   wird. Das in letzterem Falle anfallende Heisswasser wird inner- oder ausserhalb des Kessels gespeichert und dient zur Kesselspeisung mit Heisswasser während der Zeiten des Wärmemangels. Der Ausgleich der Schwankungen erfolgt also hier durch die Speisewasserspeicherung. 



   Erfindungsgemäss soll nun an einer solchen zum Ausgleich durch Speisewasserspeicherung geeigneten Dampfkesselanlage zur Überwachung des Speisewasserzuflusses ein Regler angeordnet sein, der in Abhängigkeit vom Dampfdruck und vom Wasserstand derart wirkt, dass er bei steigendem bzw. übernormalem Dampfdruck den Speisewasserzufluss verstärkt, bei sinkendem oder unternormalem
Dampfdruck ihn verringert oder abstellt, solange der Wasserstand des Speiseraumes inner-oder ausserhalb des Kessels sich innerhalb der zulässigen Grenzen befindet, dass er jedoch bei Annäherung des Wasser- standes an diese Grenzen lediglich vom Wasserstand, unabhängig von der jeweiligen Höhe des Dampf- druckes, in der Weise beeinflusst wird, dass die Wasserstandsgrenzen nach oben und unten eingehalten werden.

   Hiedurch wird erreicht, dass einerseits die Speisewasserregelung den Erfordernissen des
Schwankungsausgleiches möglichst   nachkommt,   dass anderseits aber die Sicherheit des Dampfkessel- 
 EMI1.1 
 
Die Grösse der erzielbaren Mehrleistung bei verringerter oder ganz abgestellter Speisewasser- zufuhr ist abhängig von der Temperaturspanne zwischen der normalen Speisewassertemperatur und der   Kesselwasser-bzw. Heissspeisungstemperatur,   sie ist also nach oben begrenzt. Höherer Dampfbedarf, als der normalen Mehrleistung durch Heissspeisung entspricht, kann jedoch dadurch-wenigstens für den Bedarf an Dampf geringerer Spannung-gedeckt werden, dass die Frisehwasserzufuhr nicht nur auf Null verringert, sondern darüber hinaus ins Negative verkehrt wird, mit andern Worten, aus dem Kesselspeiseraum Wasser entnommen wird.

   Dies erfolgt erfindungsgemäss dadurch, dass die
Regelung derart ausgebildet ist, dass beim Sinken des Dampfdruckes zunächst die Speisewasserzufuhr verringert und schliesslich ganz abgestellt und bei dann noch weiterem Sinken des Druckes dem Speiseraum des Kessels Heisswasser von Verdampfungstemperatur entnommen und in einem besonderen Raum niedrigeren Druckes zur Erzeugung von Dampf niedrigerer als Kesselspannung und somit zur
Abdeckung der Fehlmengen an Dampf herangezogen wird. 



   Die Zeichnung zeigt ein Schema einer Anlage nach der Erfindung. 



   Der Kessel 1, der einen grossen   Speiseraum g besitzt,   wird mittels der   Speisepumpe. j' aus   dem Speisewasserbehälter 4 durch die Speisewasserleitung. 5 gespeist. Die Speisewasserzufuhr wird durch das Regelventil 6 überwacht, das von dem druckgesteuerten Impulsgeber   7   beeinflusst wird. Den) Ventil 6 ist ein Ventil 8 nachgeschaltet, das von einem Wasserstandsregler 9 bei Erreichung   des höchsten Wasser-   standes 10 geschlossen wird. Bei Erreichung des niedrigsten Wasserstandes 11 öffnet der Wasserstandsregler 9 ein Ventil 12 in einer Umgehungsleitung   13.

   Zur   Vergrösserung des als Speicher wirkenden Speiseraums sind parallel zum Kessel 1 in Höhe des   Speiseraumes : Z weitere Trommeln 11   angeordnet, die mit dem Kessel 1 dampfseitig durch die Leitung 15 und wasserseitig durch die in Höhe des niedrigsten Wasserspiegels 11 mündende Leitung 16 in Verbindung stehen. An den   Speiseraum : Z des   Kessels 1 ist wasserseitig ein Behälter 17 angeschlossen, aus dem Dampf von niedrigem Druck an die Dampfleitung 18 

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 abgegeben werden kann, wenn die   Mehrleistung   des Kessels durch Abstellung   der Speisung zur   Befriedigung des Dampfbedarfs noch nicht ausreicht. 



   Die dargestellten Speichenmgsmöglichkeiten sind lediglich Beispiele. Die besonderen Speicher können auch bei genügend grossem Speiseraum in Fortfall kommen, oder sie können durch andersartige Anordnungen ersetzt werden. 



   PATENT-ANSPRUCHE :
1. Dampfkesselanlage für schwankenden Betrieb mit Regelung des Speisewasserzuflusses im Sinne des Ausgleichs der Schwankungen durch die Speisewasserspeicherung, dadurch gekennzeichnet, dass zur Überwachung des Speisewasserzuflusses ein Regler angeordnet ist, der in Abhängigkeit vom Dampfdruck und vom Wasserstand derart wirkt, dass er bei steigendem bzw.

   übernormalem Dampfdruck den   Speisewasserzufluss     verstärkt,   bei sinkendem oder unternormalem Dampfdruck ihn verringert oder abstellt, solange der Wasserstand des Speiseraumes inner-oder ausserhalb des Kessels sich innerhalb der zulässigen Grenzen befindet, dass er jedoch bei Annäherung des Wasserstandes an diese Grenzen lediglich vom Wasserstand unabhängig von der jeweiligen Höhe des Dampfdruckes in der Weise beeinflusst wird, dass die Wasserstandsgrenzen nach oben und unten eingehalten werden.

Claims (1)

  1. 2. Dampfkesselanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung derart ausgebildetist, dass beim Sinken des Dampfdruckes zunächst die Speisewasserzufuhrverringert und schliesslich ganz abgestellt und bei dann noch weiterem Sinken des Druckes dem Speiseraum des Kessels Heisswasser von Verdampfungstemperatur entnommen und in einem besonderen Raum niedrigeren Druckes zur Erzeugung von Dampf niedrigerer als Kesselspannung und somit zur Abdeckung der Fehlmengen an Dampf herangezogen wird. EMI2.1
AT134774D 1923-06-22 1923-06-22 Dampfkesselanlage für schwankenden Betrieb. AT134774B (de)

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