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Schrank mit herausziehbaren Laden zur feuersichere Verwahrung von Filmen.
Gegenstand der Erfindung bildet ein Schrank mit herausziehbaren Laden zur geschützten
Aufbewahrung von Filmen gegen die Beschädigung durch Feuer. Es soll durch die Erfindung vor allem verhindert werden, dass die bei einem Brand aus den Filmen entstehenden Gase nach vorne austreten und die Gesundheit von Personen gefährden. Es wird selbstverständlich anderseits auch besondere Vorsorge getroffen, dass diese Schwelgase ungehindert ins Freie gelangen können.
Für die Erfindung ist vorerst eine besonders sorgfältige eigenartige Verriegelung der einzelnen Laden wesentlich, damit ein Herausschleudern derselben infolge des bei einem Brand entstehenden hohen Druckes vermieden wird und das gleichzeitige Öffnen oder Offenhalten mehrerer Laden ausgeschlossen erscheint.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des erfindungsgemässen Filmschrankes schematisch dargestellt. Fig. 1 veranschaulicht einen Schnitt durch die Mittelebene eines Schrankes mit mehreren Laden. Die Fig. 2 und 3 zeigen Einzelheiten der Verriegelung und die Fig. 4 einen Schnitt nach --B der Fig. 3.
Der Schrank besteht im wesentlichen aus einem äusseren Blechmantel 1 und inneren Blechkasten 2, entsprechend der Anzahl der verwendeten Laden. Zwischen dem äusseren Blechmantel 1 und den inneren Blechkasten 2 sind eine Anzahl Isolierschichten übereinander angeordnet u. zw. bei der dargestellten Ausführungsform vorerst eine Luftschicht 3, weiters eine Asbestplatte 4, dann wieder eine Luftschicllte , eine Ausmauerung mit Kieselgurplatten 6, eine Luftschicht 7, Asbestplatte 8 und ein Luftraum 9.
In den auf diese Art isolierten Hohlräumen-M laufen die Laden 11 zur Aufnahme der Filme auf Schienen 12. Zweckmässig sind diese Schienen schräg nach innen abfallend angeordnet, damit bei Freigabe des Handgriffes der Lade dieselbe infolge ihrer Schwerkraft selbsttätig einlauft. Die Vorderwände- 13 dieser Laden 11 und auch die Zwischenwände zwischen den einzelnen Laden sind in gleicher Weise wie der ganze Filmschrank isoliert.
Die Laden 11 sind nach aussen durch Riegel 14 dicht abgeschlossen, welche mit ihrer schrägen Fläche 15 die Laden 11 in einen Feuerfalz 16 pressen.
Um bei einer Entzündung der Filme in einer Lade den Schwelgasen, welche nicht nur sehr explosiv sind, sondern auch in hohem Masse giftig wirken, einen Ausweg ins Freie zu schaffen, ist ein Kamin 17 angeordnet, welcher derart unterteilt ist, dass für jede Lade ein getrennter Abzug geschaffen wird. In den gleichfalls isolierten Verbindungsstücken 18 zwischen den Laden und dem Kamin sind Klappen 19 angebracht, welche durch einen inneren Überdruck in den Laden selbsttätig geöffnet werden, ein Zurückschlagen von Schwelgase od. dgl. verhindern.
Die Verriegelung der einzelnen Laden, welche verhindert, dass während des Offenhaltens einer Lade eine weitere Lade geöffnet werden kann, ist in den Fig. 2, 3 und 4 dargestellt.
Diese Verriegelung besteht aus vertikalen Schienen 21, welche links und rechts der übereinander liegenden Laden geführt werden und anderseits aus einer horizontalen Schiene 22, welche über die ganze Breite der Schrankgruppe reicht. In den Schienen 21 sind Ausschnitte 23 vorgesehen, welche von an dem Schrank angeordneten Zapfen 24 durchragt werden. Diese Zapfen dienen einerseits den Schienen 21 zur Führung, anderseits sind auf ihnen die Riegel 14 drehbar angeordnet. Die Riegel- tragen auf ihrer Innenseite Stifte 25, welche in den
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Ausschnitten 23 der Schienen 21 spielen. An dem Schrank sind weiters Klinken 26 drehbar angebracht, welche unter der Einwirkung von Federn 27 stehen, die nicht nur die Klinken 26, sondern auch die Stifte 28 in den Schlitzen 29 der Schiene 21 nach rechts drücken.
Die Wirkungsweise dieser Verriegelung ist folgende :
Dreht man den Riegel 14 aus seiner Verschlussstellung (Fig. 3 und 4) nach links, so greift der Stift 25 in den Schlitz 30 des Ausschnittes 23 ein und bewegt dadurch die Schiene 21 nach oben in die Lage gemäss der Fig. 2. Dadurch ist es möglich, die entsprechende Lade zu öffnen. Nachdem die Lade 11 herausgezogen wurde, schnappt die Klinke 26 nach
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Betätigung des geöffneten Riegels 14 unmöglich ist. Da die Schiene 21 durch den Stift 28 in dem Schlitz 29 gesperrt ist, kann der geöffnete Riegel 14, dessen Stift 25 in dem Schlitz 30 ruht, ebenfalls nicht verdreht werden.
Die oberhalb und unterhalb der geöffneten Lade befindlichen Laden können nicht geöffnet werden, da der Stift 25 des Riegels 14 in dem Schlitz 32 der Schiene, 21 ruht, wodurch der Riegel 14 aus seiner Schlussstellung nicht verdreht werden kann.
Auch die in einer Schrankgruppe neben der geöffneten Lade befindlichen Laden sind verriegelt. Durch die Verschiebung der Schiene 21 nach aufwärts hat der Stift 33 derselben durch den schrägen Schlitz 34 die Schiene 22 nach rechts verschoben, wodurch der Stift 35 der Schiene 21 an die Schiene 22 anstösst, so dass die Schiene 21 nicht verschoben werden kann. Dadurch ist ein Öffnen der Riegel 14 (Fig. 3) ausgeschlossen.
Ein Öffnen einer andern Lade ist erst möglich, wenn die geöffnete Lade zugeschoben wird. Hiedurch wird die Klinke 26 nach links verdreht, die Schiene 21 freigegeben, und erst jetzt kann der Riegel 14 nach unten verdreht werden, wodurch der Kopf der Lade 11 in den Feuerfalz 16 eingepresst wird. Der Stift, 35 verschiebt die Schiene 21 nach unten und der Stift 33 die Schiene 22 nach links. In dieser Endstellung der Schienen kann irgendein beliebiger Riegel 14 geöffnet werden, wodurch aber sofort alle übrigen Riegel 14 gesichert sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schrank mit herausziehbaren Laden zur feuersicheren Verwahrung von Filmen. dadurch gekennzeichnet, dass die Laden vermittels Exzentern verriegelbar sind, so dass der Feuerfalz in geschlossenem Zustand das Austreten der bei einem Brand entstehenden Gase nach vorne verhindert.