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Antriebsvorrichtung für Aufsatzklappen von Wehrversehlüssen.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Antriebsvorrichtung für Aufsatzklappen von Wehrverschlüssen, z. B. von Walzenwehren, Hubschützen od. dgl., bei denen der Antrieb der Klappe durch zwei oder mehrere an einem biegungsfesten Längsträger der Klappe auf der Unterwasserseite angreifende Hubstangen erfolgt, die mit einer im Innern des Verschlusskörpers liegenden Kurbelwelle verbunden sind.
Bei solchen Anordnungen verläuft die Verbindungslinie zwischen dem Angriffspunkt einer Hubstange am zugehörigen Kurbelarm der Antriebswelle und dem Angriffspunkt dieser Hubstange am biegungsfesten Träger der Klappe in anderer Richtung als die durch den Angriffspunkt der Hubstange an dem genannten Träger gehende Mittelebene dieses Trägers und während der Bewegung der Klappe wechseln diese unterschiedlichen Richtungen ständig.
Wie Fig. 1, in der a den Drehpunkt der Antriebskurbelwelle, b den Angriffspunkt einer Hubstange an einer Kurbel, e den Gelenkdrehpunkt der Klappe und d den Angriffspunkt der Hubstange am biegungsfesten Träger bedeuten, erkennen lässt. ergibt die Kräftezerlegung im Abstützungsquersehnitt, dass das Drehgelenk der Klappe einen grossen Anteil der Abstützungskräfte aufzunehmen hat, der bei der Bewegung der Klappe ständig wechselt. Infolgedessen muss bisher das Drehgelenk sehr widerstandsfähig ausgebildet werden.
Die Erfindung hat den Zweck, diese Beanspruchung des Drehgelenkes zu beseitigen.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die an dem biegungsfesten Träger der Klappe angreifenden Hubstangen als biegungsfeste Träger ausgebildet sind und dass in geringem Abstand von ihrem Angriffspunkt am Klappenträger je eine Lenkstange angelenkt ist, deren anderes Ende am Wehr-
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und vom Angriffspunkt der Lenkstange an der Hubstange gleich sind den Abständen, die der letztgenannte Punkt vom Angriffspunkt der Hubstange am Klappenträger, bzw. der letztgenannte Punkt vom Drehgelenkpunkt der Klappe haben.
Es wird dadurch erreicht, dass die bisher auf die Gelenkachse der Klappe zur Einwirkung gekom- menen Abstützungskräfte nunmehr von der Lenkstange aufgenommen werden. Da diese in der Hauptsache Zugkräfte aufzunehmen hat, weil Druckkräfte nur bei niedergelegter Klappe in dem aus der geringen Wasserauflast sich ergebenden geringen Masse auftreten, kann in die Lenkstange ein Spannschloss eingebaut werden, das die genaue Einstellung der Lenkstange auf die für-die Entlastung des Klappendreh- gelenkes günstigste Länge erlaubt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Antriebsvorrichtung nach der Erfindung im Schema dargestellt.
Im Innern des gestrichelt angedeuteten, hier walzenförmigen Welirversehlusskorpers/ist die als drehfester Hohlzylinder g ausgebildete Antriebswelle für die Aufsatzklappe h gelagert. Letztere ist durch eine biegungsfeste Trägerkonstruktion i versteift. Ihr Antrieb erfolgt durch Hubstangen k, die an Hebeloder Kurbelarmen I der Welle g einerseits und an der biegungsfesten Trägerkonstruktion i der Klappe h anderseits angreifen. Die Hubstangen k sind als biegungsfeste Träger ausgebildet und in geringem Abstand von ihrem Angriffspunkt d am Klappenträger i ist an ihnen jeweils eine Lenkstange m angelenkt, die am Wehrverschlusskörper ; f drehbar gelagert ist.
Der Punkt, in dem jeweils die Lenker m am Verschlusskörper t gelagert sind, ist zu dem Drehgelenkpunkt der Klappe h und den Gelenkpunkten, an denen die Lenkstange m an der Hubstange k und letztere an der Trägerkonstruktion i der Klappe angreifen, so gelegen,
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dass die Verbindungslinien dieser Punkte ein Gelenkparallelogramm ergeben. Ein in die Lenkstangen Mt eingebautes Spannschloss n erlaubt dabei die genaue Einstellung des Abstandes des Lagerpunktes dieser Lenkstangen von ihrem Angriffspunkt an der jeweils zugehörigen Hubstange k, so dass sich in allen Lagen der Klappe h eine Entlastung ihres Drehgelenkes ergibt.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Antriebsvorrichtung für Aufs@tzklappen von Wehrverschlüssen, bei denen der Antrieb der Klappe durch zwei oder mehrere an einem biegungsfesten Längsträger der Klappe auf der Unterwasserseite angreifende Hubstangen erfolgt, die mit einer im Innern des Verschlusskörpers liegenden Kurbelwelle verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die an dem biegungsfesten Träger der Klappe (h) angreifenden Hubstangen als biegungsfeste Träger ausgebildet sind und dass an sie in geringem Abstand von ihrem Angriffspunkt (d) am Klappenträger (i) je eine Lenkstange (rit) angelenkt ist, deren anderes Ende am Wehrverschlusskörper (i) in einem Punkte gelagert ist, dessen Abstände von dem Drehgelenkpunkt der Klappe (ii)
und dem Angriffspunkt der Lenkstange (m) an der Hubstange gleich sind den Abständen, die der letztgenannte Punkt vom Angriffspunkt der Hubstange (k) am Klappenträger (i)
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