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An der Laufmündung von Handfeuerwaffen anzubringellder Granatwerfer.
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Erfindungsgemäss ist das Granatenschiessrohr des Werfers mit dessen eine Verlängerung des Laufs der mitbenutzten Feuerwaffe bildenden Anscl, lussteil. also auch mit dem Feuerwaffenlauf selbst. einen Winkel einschliessend angeordnet und es sind am Werfer in Unterer Verlängerung des Schiessrohres auf den Boden aufsetzbare Stützglieder zur Aufnal me des Rückstosses beim Schuss vorgesehen.
Weitere Einzelheiten des Werfers sind an Hand der beiden in der Zeichnung dargestellten Ausbildungsformen der Erfindung näher erläutert. Nach dem in Fig. 1 im Längsschnitt veranschaulichten Beispiel bildet der Werfer mit seinen Einzelheiten : dem Lauffortsatz a, dem Schiessrohr b, dem Fuss e und dem Halteansatz cl zur Befestigung an der Laufmündung e eines Infanteriegewehrs, ein in sieh starres Ganzes.
Das beispielsweise zur Aufnahme einer Stiell andganate f eingerichtete Schiessrohr b verläuft unter einem Winkel von etwa 600 nach vorn schräg aufwärts gerichtet zu der eine Verlängerung der Rohrseele der Feuerwaffe e bildenden Bohrung a1 des Vorsatzstückes a. Es steht durch eine Öffnung b1 in seiner Bodenfläche mit einer vor der Laufmündung gelegenen Kammer a2 des Vorsatzstückes in Verbindung, so dass die Pulvergase einer in der Feuerwaffe e abgefeuerten Patrone aus dem Raum a2 hinter
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Patrone in der Waffe e abgefeuerte Geschoss verlässt den Lauffortsatz a durch ein vorderes Kammersystem a3 bekannter Art, das, als Labyrinthdichtung wirkend,
den hinter dem Geschoss hereilenden Treibgasen den geraden Ausweg nach vorn zunächst versperrt, sie zum Eintritt in das Schiessrohr b zwingt und so dort den zur Erzielung grösserer Wurfweiten erforderlichen Gasdruck anwachsen lässt. Der Fuss sitzt unten am Lauffortsatz a in hinterer Verlängerung des Schiessrohres b. Er dient als Bettung zum Aufsetzen des Werfers auf den Boden und fängt den Rückstoss beim Schuss ab, sowohl dessen vom Abgang der Granate f aus dem Sehiessrohr b herrührenden Teil unter gänzlicher Entlastung des Gewehres davon als auch zum Teil die weitere Rückstosskomponente, die sich durch das Austreten des Gewehrgeschosses und der ihm folgenden Treibgase aus dem Lauffortsatz a ergibt.
Der hintere Ansatz cl des Granatwerfers ist als Gegenglied zum Bajonetthalter der Waffe e und auf diesen nach Art eines Seitengewehres aufpflanzbar ausgebildet. Zur Erzielung verschiedener Wurfweiten für die Granaten wird dem Schiess- rohr b durch Anheben oder Senken des Gewehrhinterendes eine geringere oder grössere Erhöhung
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gegeben, wobei der Werfer um die hiezu kufenförmig ausgebildete Bodenplatte Cl seines Stiitzfusses c schwenkt.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 2 und 3 ist das Granatenschiessrohr b im Lauffortsatz a in senkrechter Ebene schwenkbar gelagert. Es sitzt an einem den Fortsatz a quer durchdringenden, drehbaren und mittels einer geeigneten Klemmvorrichtung (Hebel g) feststellbaren Zapfen b2. in den für den Vorbeigang des aus der Laufmündung der Feuerwaffe austretenden Geschosses eine bei jeder
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zielung der verschiedenen Wurfweiten wird das Schiessrohr b im Werfer auf verschiedene Erhöhungswinkel eingestellt ; die angeschlossene Feuerwaffe ruht dabei mit ihrem Kolbenhinterende auf dem Boden auf. Eine genaue Ermittlung und Einstellung der für jede vorgesehene Wurfweite der Granate erforderlichen Winkellage des Rohres b ist durch einen Höhenrichtkreis möglich gemacht.
Hiezu ist beispielsweise linksseitig am Werfer (Fig. 3) eine um die Achse des Rohrerhöhungszapfens b2 für sich dreh- und fest-
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eingestellt wird und nach der sodann die Erhöhung des Schiessrohres b eingestellt wird.
Die Einleitung der Entzündung einer aus der Vorrichtung zu werfenden Handgranate-also bei solchen mit Aufschlagzündern das Ausrücken der Sicherung oder bei Granaten mit Zeitziindern deren Anfeuern-kann durch das Einhängen der dafür an der Granate vorgesehenen Betätigungsglieder (Zugschlaufen oder-ringe von Vorsteekern, Reibdrä. ten od. dgl. ) in einen im Sehiessrohr oder an diesem angebrachten Halter (Kette, Haken oder ähnliche Mittel) und durch das dann beim Abgehen der Granate folgende selbsttätige Herausziehen der Betätigungsglieder aus der Granate vor sieh gehen.
Solche Abreissmittel am Werfer erübrigen sich bei Verwendung von Handgranaten mit Bedienungsgliedern für die Sicherung oder das Anfeuern, die von den in das Schiessrohr b gelangenden Treibgasen selbst in Tätigkeit gesetzt werden können, wie sie beispielsweise die in der Zeichnung (Fig. 1) veranschaulichte Handgranate mit einem Reibziinder f, aufweist, dessen als starre Stange ausgebildeter Reibdraht sowohl bei Zug als auch Druck auf ihn zündend wirkt und für den letzteren Fall zur Betätigung durch die Treibgase mit einer von diesen zu beaufschlagenden Kolbenplatte f2 versehen ist.
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An der Laufmündung von Handfeuerwaffen anzubringender Granatwerfer mit Ausnutzung der Treibgase einer in der Waffe abgefeueiten Patrone in einem seitlichen Sehiessrohr für die Granaten, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiessrohr des Werfers mit seinem am Feuerwaffenlauf sitzenden Anschlussteil einen Winkel einschliesst und auf den Boden aufsetzbare Stützglieder zur Aufnahme des Rückstosses beim Schuss trägt.