AT133535B - Verfahren zur Gewinnung des Harzes von Bäumen. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung des Harzes von Bäumen.

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Gewinnung des Harzes von Bäumen. 



   Die Gewinnung des Harzes von harzliefernden Bäumen, insbesondere Föhren, erfolgt bekanntlich dadurch, dass durch oberflächliche Verwundung des Baumes die Harzkanäle in den äussersten Jahresringen des Baumes geöffnet werden, wobei der Balsam in Tropfen austritt. Die Verwundung des Baumes wird wöchentlich ein-bis dreimal wiederholt und das ausfliessende Harz durch schräg verlaufende von Leitspänen gebildeten Rinnen dem Sammeltopfe zugeführt. Hiebei hat man bisher stets von unten nach oben gearbeitet, d. h. es wurden zunächst die im Leitspan nach oben anliegenden Teile des Stammes verwundet und so nach aufwärts fortgefahren.

   Das Verfahren hat den Übelstand, dass der Balsam stets am oberen Rande der entrindeten Fläche (Blösse oder Lachte) austritt und in einzelnen Tropfen über das bereits ausgetretene Harz und die ganze Länge der Lachte hinab der   von Leitspänen gebildeten Rinne   zufliesst, wodurch die   leichtflüssigen   Teile des Harzes verlorengehen, eine starke Oxydation des Balsams eintritt, eine Verunreinigung des Harzes erfolgt und überdies ein Teil des Balsams als minderwertiges   Scharrharz   auf der Lachte zurückbleibt. 



   Gemäss der vorliegenden Erfindung erfolgt die periodische Verwundung des Baumes zwar auch in parallelen Schnitten, aber sie folgen einander von oben nach unten. Zu diesem Zweck wird zunächst in dem Baume eine vertikale Rinne   ausgenommen,   an deren unterem Ende sich der   Sammelbecher   befindet. Dann wird je eine Rinne nach links und rechts   schräg aufwärts ausgenommen, durch welche   das Harz in den Becher abfliessen kann. Die weiteren Verwundungen des Stammes erfolgen parallel zu diesen erst angebrachten Rinnen derart, dass an deren unterem Rande weitere Späne geschnitten werden. Diese Arbeitsweise hat den Vorteil, dass die Balsamtropfen nicht einzeln den weiten Weg über die Lachte nehmen müssen, sondern sich zu einem gemeinsamen Strom vereinigen und so viel rascher in den Becher gelangen.

   Die früher erwähnten Nachteile des Arbeitens von unten nach oben werden dadurch vermieden. 



   Die Zeichnung zeigt den Vorgang : Zunächst wird an dem Baume eine Vertikalrinne a (Fig. 1) ausgenommen, an deren unterem Ende sich der Sammelbecher b (Fig. 1) befindet. In einer gewissen Entfernung oberhalb des Sammelbeehers wird je eine Rinne c nach rechts und links   schräg aufwärts   ausgenommen, durch welche das Harz in die Vertikalrinne a und von dieser in den Becher b abfliessen kann.

   Die weiteren Verwundungen erfolgen parallel zu diesen   erstangebrachten Schrägrinnen   derart, dass aus der Sohle derselben und von der anliegenden Stammwand mit einem entsprechend geformten 
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 breiter Span   a,   b (Fig. 3) herausgezogen oder herausgehobelt wird, durch welchen sowohl in der Rinnensohle als vor allen Dingen an der anliegenden Stammwand seiner Breite wegen eine grosse Anzahl von Harzgängen geöffnet wird, welche sämtlich ihren Inhalt in die Schrägrinne selbst ergiessen. Es hat sich gezeigt, dass im direkten Verhältnis der Breite dieser Reiss-oder Hobelspäne auch der   Harzfluss   wächst. 



   Durch dieses periodische Abziehen oder Abhobeln der Späne bildet sich im Laufe der Jahreskampagne von oben nach unten fortschreitend eine von Rinde befreite und dünn mit Harz   überzogene   Blösse, die   sogenannte "Lachte" a. (Fig. 2), welche   während eines Jahres eine Breite von 15 bis   25 cm,   vertikal gemessen, erreicht. Im folgenden Jahre verlängert man zunächst die Vertikalrinne um 15 bis 25 cm nach unten, setzt den   Zapfbecher   am unteren Ende derselben ein und beginnt mit der periodischen Verwundung des Baumes wiederum an der unteren Seite der im Vorjahr entstandenen Lachte. 

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   Diese Arbeitsweise hat den Vorteil, dass nicht nur weit mehr Harzgänge geöffnet werden als bei irgendeinem der bisher zur Verwendung gekommenen Verfahren, sondern dass sich auch noch die Balsamtropfen zu einem gemeinsamen Strome vereinigen und so viel rascher in den Topf gelangen. Überdies wird die   Scharrharzbildung   verhindert, die Lebensdauer der Harzbäume infolge der schonenderen Be- 
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Claims (1)

  1. Verfahren zur Gewinnung des Harzes von Bäumen durch fortgesetzte parallelgerichtete Ver- wundungen, aus denen das Harz in eine Sammelrinne fliesst, dadurch gekennzeichnet, dass die Abnahme der Späne am jeweils unteren Rande der harzliefernden Fläche (Lachte) erfolgt. EMI2.2
AT133535D 1931-05-08 1931-05-08 Verfahren zur Gewinnung des Harzes von Bäumen. AT133535B (de)

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