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System von unverweehselbaren Steekvorriehtungen.
Durch entsprechende Ausgestaltung der Stecker und Steekdosenkörper, durch geeignete Aus- bildung und Anordnung der Steckerstifte oder durch Anbringung besonderer Führungsstifte können
Steckvorrichtungen unverwechselbar gemacht werden. Diese Mittel wurden bisher nur dazu benutzt, um eine bestimmte Steckdose nur mit einem bestimmten Stecker verwendbar zu machen. Diese Unverwechselbarkeit betraf dabei stets immer nur ein bestimmtes Merkmal, beispielsweise die Spannung, die
Stromstärke usw.
Die sich auf unverwechselbare Steekvorrichtungen beziehende Erfindung besteht darin, dass gleichzeitig mehrere im wesentlichen voneinander unabhängige Unverwechselbarkeitsmittel für Spannung,
Stromstärke, Polarität, Schutzschaltung und Tarifhöhe derart angewandt sind, dass die die verschiedenen Zulässigkeitsgrenzen überschreitenden Verbindungen ausgeschlossen, darunter bleibende jedoch möglich sind. Die Erfindung hat den Vorteil, dass keine Verbindungen hergestellt werden können, die für die Anlage, die Apparate oder das Bedienungspersonal schädlich, gefährlich oder nachteilig sein können, während ungefährliche Verbindungen beliebiger Art möglich bleiben. Die einzelnen Unterscheidungs- merkmale können in beliebiger Weise vereinigt und kombiniert werden.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind im nachfolgenden beschrieben.
Die Zeichnung veranschaulicht einige Ausführungsbeispiele der Erfindung, u. zw. Fig. l insichtlich der Spannung, Fig. 2 hinsichtlich der Stromstärke, Fig. 3 hinsichtlich der Polarität, Fig. 4 hinsichtlich des Tarifs und Fig. 5 hinsichtlich der Schutzschaltung.
Für die Unverwechselbarkeit nach der Spannung (Fig. 1) besitzt der Steckerkörper a beispielsweise einen runden Hals b, für dessen Durchmesser entsprechend z. B. drei Spannungsgruppen von etwa 65, 250 und 500 Volt drei Grössen vorgesehen sind, von denen der kleinste Durchmesser der höchsten Spannung bzw. der grösste Durchmesser der niedrigsten Spannung zugeteilt ist. Da die zugehörige Steckdose c einen Kragen d von entsprechendem Innendurchmesser hat, so kann man wohl in eine Dose ausser dem richtigen Stecker auch einen Stecker mit kleinerem Hals b', also für grössere Spannung einführen, dagegen nicht einen Stecker mit grösserem Hals für kleinere Spannung ; dadurch wird eine Zerstörung eines nur für geringere Spannung gebauten Verbrauchers vermieden.
Für die Unverwechselbarkeit nach der Stromstärke (Fig. 2) besitzen die Stecker e beispielsweise Hälse l'von verschiedenen Höhen, d. h. es sind für beispielsweise vier Stromgruppen von etwa 6, 10,25 und 60 Amp. vier verschiedene Stecker vorgesehen, von denen der Stecker für die kleinste Stromstärke den Hals mit der grössten Höhe hat, während die Halshöhen für die andern Stromstärken der Reihe nach entsprechend abgestuft sind. Auf diese Weise wird verhindert, dass in die Kontaktbuchse der Steckdose g, deren Kragenhöhe h jeweils dem Hals 'angepasst ist, die Kontaktstifte eines solchen Steckers eingeführt werden können, der zu einem Verbraucher mit grösserem Stromverbrauch führt, da sonst die Leitung überlastet würde.
In diesem Falle sitzt der falsche Stecker mit dem erweiterten Teil i auf dem oberen Rand des Dosenkragens h auf, ohne dass die Steckerstifte die Buchsen erreichen. Zweckmässig kann man den erweiterten Steckerteil t (Fig. 2) bzw. k (Fig. 1) so gross halten, dass er grösser ist als die grösste Aussparung der Steckdose c bzw. als der Durchmesser des Halses t : so dass man die Unverwechselbarkeitsmerkmale für Spannung und Stromstärke vereinigen kann.
Die Polunverwechselbarkeit (Fig. 3) wird durch einen etwa am Steckerrand 1n vorgesehenen Vorsprung n, der in einem bestimmten Winkel, z. B. von 45 . zur Verbindungsachse der Steckerstifte liegt,
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erreicht. Es können auch mehrere Vorsprünge Verwendung finden. Die Steckdose enthält dann die entsprechenden Führungsnuten. Selbstverständlich können auch umgekehrt die Vorsprünge an der Steckdose angebracht sein.
Die Unverwechselbarkeit nach dem Tarif wird durch verschiedene Bemessung der Durchmesser der Steckerstifte oder Buchsen erreicht, derart, dass sich z. B. ein Lichtstecker nicht in eine Gerätesteek- dose oder in eine Kraftsteckdose einsetzen lässt, um zu verhüten, dass aus den Steckdosen, die für einen billigeren Stromtarif bestimmt sind, Energie für Stromverbraucher entnommen wird, für welche ein höherer Tarif vorgesehen ist. Umgekehrt kann jedoch ein Stecker für einen billigeren Tarif in eine Steckdose für einen höheren Tarif eingeführt werden. Zu diesem Zwecke sind für den billigeren Tarif die kleineren Durchmesser vorgesehen.
Ausser durch die verschiedene Bemessung der Durchmesser kann eine Unterscheidung nach Tarif auch dadurch erzielt werden, dass aus dem ursprünglich etwa kreisrunden Querschnitt der Stifte ein oder mehrere Teile beliebiger Form über die ganze Stiftlänge herausgeschnitten werden ; entsprechend erhalten dann auch die Steckerbuchsen den gleichen Lochquerschnitt. So können gemäss Fig. 4 etwa halbmondartige Stücke herausgeschnitten werden, unter Beachtung des Gesichtspunktes, dass die kleineren verbleibenden Querschnitte den billigeren Tarifen zugeordnet werden.
Beispielsweise eignet sich der
EMI2.1
der sich in den Querschnitt o einsetzen lässt, für Geräteanschluss mit dem billigeren Tarif, ein zweiseitig ausgehöhlter Querschnitt q, der sich sowohl in die Gerätesteckdose als auch in die Liehtsteckdose einsetzen lässt, für Kraftbedarf mit dem billigsten Tarif.
Die Unverwechselbarkeit unter Berücksichtigung einer Schutzschaltung wird mit Hilfe mehrerer Vorsprünge erreicht, die sich gegebenenfalls von den Vorsprüngen für die Polunverweehselbarkeit durch entsprechende Gestalt und Lage zu den Steckerstifte unterscheiden können. In Fig. 6 sind r die Steekerbuchsen und s die Vorsprünge, die das Einsetzen von Steckern ohne Schutzschaltung verhindern. Die Vorsprünge können gleichzeitig den Kontakt für die Schutzschaltung bilden.
Vorzugsweise werden die Vorsprünge s mit ihren Führungsnuten symmetrisch zur Verbindungslinie der Steckerstiftachsen angeordnet.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. System von unverwechselbaren Steckvorrichtungen, gekennzeichnet durch eine derartige gleichzeitige Anwendung mehrerer voneinander unabhängiger Unverwechselbarkeitsmittel für Spannung, Stromstärke, Polarität, Schutzschaltung und Tarifhöhe, dass alle die verschiedenen Zulässigkeitsgrenzen überschreitenden Verbindungen ausgeschlossen, darunter bleibende jedoch möglich sind.