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Verstärkerschaltung.
Die Erfindung betrifft, eine Verstärkerschaltung nach den Gegentaktprinzip mit widerstandsgekoppelten Endröhren und besteht darin. dass Anode und Kathode der Vorröhre direkt mit je einem Gitter der beiden Gegentaktröhren verbunden sind.
Diese Schaltung ist die denkbar einfachste und vermeidet die bisher zum gleichen Zwecke angewendeten Transformatoren. Kondensatoren und sonstigen Apparate, welche Verzerrungen und Energieverluste bedingen.
Auf der Zeichnung ist ein beispielsweises Schaltungsschema des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Die Vorröhre 1 erhält zwischen Gitter 2 und dem Punkt 3 die zu verstärkende Wechse]-
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diese kann z. B. aus einem Radioempfangsapparat oder aus einer Grammophon-Abtastdose bestehen. Zwischen dem Punkt und der Kathode 5 liegt ein Vorspannwiderstand 6, der durch einen Kondensator 7 üherbrückt ist. Sowohl zwischen Kathode 5 und dem negativen Pol der Anodenstromquelle als auch zwischen der Anode 8 und dem positiven Pol der Auodenstromquelle liegt je ein Kopplungswiderstand 9 und 10, welche Widerstände vorteilhaft gleich gross gewählt werden und deren Grösse durch den inneren Widerstand der Röhre 1 in bekannter Weise bedingt ist.
Die Anoden 13, 14 der beiden Gegentaktendröhren 11 und 12 liegen an der Primärwicklung 15 eines gegentaktausgangstransformators.
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die Anode 8 der Vorröhre hat, muss die Kathode 1 ! J dieses Rohres auf ein solches positives Potential gebracht werden, dass zwischen Kathode 19 und Steuergitter 16 die für den Betrieb der Röhre 11 notwendige Gitteervorspannung entsteht. Aus diesem Grunde ist die Kathode 19 über einen Widerstand 20, der durch einen Blockkondensator 21 überbrückt ist, mit dem negativen Pol der Anodenstromquelle verbunden. Durch entsprechende Bemessung des Vorspannwiderstandes 20 kann nunmehr der Kathode 19 das notwendige positive Potential erteilt werden.
In analoger Weise muss zwischen der Kathode 22 und dem Steuergitter 17 der Röhre 1 : 2 auch die für die Betriebsbedingungen dieses Rohres notwendige Gittervorspannung erzeugt werden. Dies geschieht analog mittels des Vorspannwiderstandes,'3. , der mit dem Kondensator 24 überbrückt ist.
Um die Wirkungsweise der Schaltung leicht darstellen xu können, sei ein Zahlenbeispiel gewählt.
Die gesamte Anodenspannung sei 300 Volt, der Abfall des Anodenruhestronies in den Kopplungswiderständen 9 und 10 betrage je 100 Volt ; es hat dann die Anode 8 der Röhre 1 das Potential 200 Volt, die Kathode das Potential 100 Volt gegenüber dem gemeinsamen Minuspol. Um die Endröhren in entsprechend richtige Betriebsbedingungen zu bringen, sei für jede dieser Röhren eine negative Gittervorspannung von 20 Volt gewählt. Es muss daher die
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dem gemeinsamen Minusleiter haben. Diese beiden Werte werden durch entsprechende Bemessung der Widerstände 20 und 23 eingestellt. Es sei nun angenommen, dass infolge einer auftretenden Wechselspannung am Steuergitter der Röhre 1 der Anodenstrom in dieser Röhre steige.
Es tritt dadurch ein Sinken des Potentials der Anode 8 von 200 auf 190 Volt ein. während das Kathodenpotential von 100 auf 1-10 Volt steigt. Wie sofort zu erkennen ist, erhält durch diese Potentialänderung das Gitter 16 der Röhre 11 gegenüber der Kathode 19 die Vorspannung - 30 Volt, ist also um 10 Volt negativer geworden. Der Anodenstrom dieser Röhre fällt also. Gleichzeitig jedoch beträgt die Gitterspannung des Gitters J' der Rohre 1.'2
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der Anodenstrom in dieser Röhre steigt.
Aus diesem Beispiel ist sofort ersichtlich, dass die beiden Röhren 11 und 12 tatsächlich gegensinnig gesteuert werden und somit eine einwandfreie Gegentaktschaltung erhalten wird, ohne dass zur Erzeugung der gegenphasigen Steuerung mit Resonanzlagen behaftete Transformatoren od. dgl. in Anwendung gebracht werden müssten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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dadurch gekennzeichnet, dass Anode und Kathode der Vorröhre direkt mit je einem Gitter der beiden Gegentaktröhren verbunden sind.