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Wehr mit zwischen Seitenschilden beweglicher Aufsatzklappe.
Die Erfindung bezieht sich auf bewegliche Wehre mit Aufsatzklappe und bezweckt die Herbeiführung einer vollkommenen Wasserundurelässigkeit der Seitendichtungen der Klappe.
Bei Wehren mit Aufsatzklappe. die seitlich durch Schilde begrenzt ist, die mit dem Wehrkörper verbunden sind und an deren der Durchflussöffnung zugewandter Fläche die an der Klappe befestigte Seitendichtung während der Klappenbewegung schleift, hat die Abdichtung bisher grosse Schwierigkeiten bereitet.
Besonders bei grossen Klappen machte sich der Umstand störend bemerkbar, dass bei verschiedenen Durehbiegungszuständen des Wehrkörpers die mit diesem starr verbundenen Seitenschilde eine wechselnde Lage zur Stirnwand der Klappe einnahmen. so dass zwischen Klappendichtung und Dichtungsfläche des Seitenschildes auch bei Verwendung elastischer Seitendichtungen Spaltbildungen eintraten, die dem Wasser den Durchtritt gestatteten und bei niedrigeren Temperaturen zu Eisbildungen führten, die die Klappenbewegung behinderten oder erschwerten. Dieser Fbelstand wurde noch durch den seitlich auf das Seitenschild einwirkenden Wasserdruck verstärkt.
Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieses Nachteiles der bisherigen. Ausführung und erreicht eine gleichbleibende Lage der Schleiffläche der Seitenschilde zu den Stirnwänden der Aufsatzklappe. so dass bei allen Klappenlagen und bei allen Durchbiegungszuständen des Wehrkörpers eine vollkommene \bdichtung zwischen Stauklappe und Seitenschilden erreicht wird. In den Fig. 1 bis 5 ist die Erfindung beispielsweise dargestellt, u. zw. in Anwendung auf ein Sehützenwehr mit Stauklappe. Sie ist aber auf derartige Wehre nicht beschränkt und mit Vorteil bei allen Wehrsystemen anwendbar. bei denen Aufsatx- klappen verwendet werden.
Fig. 1 stellt einen waagrechten Schnitt durch die Pfeilernische oberhalb des Wehres dar und zeigt
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ist. Sie lässt den bei dieser Ausführung häufig aufgetretenen Spalt zwischen Stauklappe und Seitenschild erkennen.
Fig. 2 stellt ebenfalls einen waagrechten Schnitt durch die Pfeilernische oberhalb des Wehres dar und zeigt eine Ausführung nach der Erfindung. bei der das Seitenschild nachgiebig mit dem Wehrkörper verbunden ist und durch die Klappe selbst so geführt wird. dass bei jedem Durehbiegungszustand des Wehrkörpers die Gleitfläche des Schildes parallel zur Stirnfläche der Klappe liegt.
Fig. 3 ist derselbe Schnitt und zeigt eine Führung des Seitenschildes am Pfeiler zur Erreichung desselben Zieles.
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die kreisförmige Begrenzung des Seitenschildes nach dem Unterwasser hin, an welcher das mit der Klappe verbundene Führungsmittel des Seitenschildes während der Klappenbewegung sich entlang bewegt.
In Fig. 1 ist 1 der Wehrkörper. der beispielsweise mittels der Pendellagerung 2 auf dem Lauf-
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eintreten kann.
In Fig. 2 sind die Ziffern 1 bis 9 zur Bezeichnung derselben Wehr-und Pfeilerteile benutzt wie in Fig. 1. Das Seitensehild 6 ist hier jedoch nur mittels einer nachgiebigen Verbindung 11 mit dem Wehr-
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wie in Fig. 2. Hier ist jedoch die Führung 1 : 2b mit dem Pfeiler verbunden und das Seitenschild 6 gleitet während der. Aufwärtsbewegung des ganzen Wehres in dieser Führung entlang. Diese Art der Führung des Seitensehildes ist nur anwendbar bei Wehren, bei denen die Längsausdehnung des Wehrkörpers unter dem Einfluss von Temperaturschwankungen od. dgl. eine zu vernachlässigende Rolle spielt.
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der Klappe unterstützt oder überflüssig gemacht.
Fig. 5 stellt einen lotrechten Schnitt durch das Wehr, u.zw. beispielsweise durch ein Sehützenwehr dar und lässt besonders die kreisförmige Begrenzung des unterwasserseitigen Randes des Seitensehildes erkennen.
Die Erfindung lässt sich auch mit gleichem Vorteil auf Wehre anderer Bauart mit Klappe. z. B.
Walzenwehre, Segmentwehre od. dgl., anwenden. An Stelle der in den Figuren dargestellten nachgiebigen Lagerung des Seitensehildes mittels der durchgehenden Bleehhaut kann auch eine andere für die auf das Seitensehild einwirkenden Kräfte geeignete wasserdichte, aber nachgiebige Verbindung des Seitenschildes 6 mit dem Wehrkörper 1 gewählt werden.
Das Seitenschild 6 kann auch an beliebigen Stellen von dem in die Nische hineinragenden Teil des Wehrkörpers aus so abgestützt werden, dass unzu-
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Einwirkung seitlicher Kräfte (Eis. Baumstämme od. dgl.) nach der Nisehe hin vermieden werden : an Stelle der in den Figuren dargestellten Führungsmittel : 2 können auch beliebige andere für die Führung geeignete Mittel vor oder hinter dem Seitenschild angewandt werden. Es können auch statt eines Führungs- schuhes oder einer Führungsrolle 12 mehrere Führungen angeordnet werden. die das Seitenschild auf
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der Stauklappe 9 in allen Klappenlagen erreicht wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wehr mit zwischen Seitenschilden beweglicher Aufsatzklappe, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenschilde (6) wasserdicht. aber nachgiebig mit dem Wehrkörper (1) verbunden und so geführt sind, dass eine innige Berührung der Seitendichtungen der Klappe (9) mit der Schleiffläche der Seitensehilde (6) in allen Klappenlagen gewährleistet ist.