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Reglerknierohr für Lokomotiven Die Erfindung bezieht sich auf Reglerknierohre
für Lokomotiven und bezweckt, die Tragfläche des Knierohrs, die zur Aufnahme des
Reglers dient, gegen Verbiegung durch den Dampfdruck bei geschlossenem Regler zu
sichern.
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Bei der bisherigen Ausführung solcher Knierohre verläuft die Wand
des Knierohrs, mit der es an die ringförmige Tragfläche angegossen ist, am Stirnende
des Knierohrs senkrecht zur Längsachse des Knierohrs, während die beiden Seitenteile
der Wand parallel zur Längsachse verlaufen. In der Mittelebene des Rohrs befindet
sich eine Rippe, die den in der Strömungsrichtung des Dampfes hinten gelegenen Teil
der Tragfläche abstützt.
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Bei dieser bekannten Anordnung der Knierohrwand wird die Innenkante
der Tragfläche nun an den beiden Punkten abgestützt, an denen die zur Längsachse
senkrechte Stirnwand des Rohrs und die Mittelrippe an die Tragfläche angegossen
sind. Der innere Umfang der Tragfläche ist daher auf einen Winkel von fast i8o°
nicht abgestützt. Infolgedessen wird bei geschlossenem Regler der große, nicht abgestützte
Teil der Tragfläche durch den die Tragfläche belastenden Dampfdruck durchgebogen.
Infolgedessen ruht die Sitzfläche des Reglers nicht mehr dampfdicht auf dem Gegensitz
der Tragfläche. Daraus ergibt sich aber der große Nachteil, daß, auch wenn der Regler
geschlossen ist, dauernd Frischdampf in die Schieberkästen der Lokomotive strömt
und die Lokomotive sich aus der Ruhelage plötzlich in Bewegung setzen kann.
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Die Undichtheiten am Reglerventilsitz bzw. an der Ventilauflagefläche
am Reglerknierohr durch irgendwelche Maßnahmen am Ventil oder seiner Befestigungsanordnung
beseitigen zu wollen, führt nicht zu dem angestrebten Erfolg, weil damit bei geschlossenem
Regler die Ventiltragfläche des Knierohrs von dem diese Fläche ungünstig belastenden
Dampfdruck, der ein Verziehen des Knierohrs und infolgedessen eine Lageänderung
der Ventilsitzfläche ;am Knierohr hervorruft, nicht frei gehalten werden kann. Unter
Beibehaltung der vom Lokomotivbau aufgestellten Grundnormen für Reglerknierohre
wird der Nachteil der seitherigen Dampfundichtigkeit zwischen Reglerv entilsitz
und der Auflagefläche des Knierohres nebst. den damit verbundenen Gefahrenquellen
gemäß der ,Erfindung durch folgende drei Maßnahmen beseitigt: Erstens wird .der
frei tragende Teil der Tragfläche dadurch verringert, daß die beiden die Tragfläche
stützenden Teile der Knierohrwand nicht mehr wie bisher parallel und senkrecht zur
Längsachse des Knierohrs verlaufen, sondern geneigt zur Achse sind. Die heidengeneigten
Seitenwände des Knierohrs gehen also nun unter den zugehörigen, bisher unversteiften
Teilen der Tragfläche von der Innenkante
der Tragfläche zu ihrer
Außenkante und verkleinern so den ungestützten Teil der Tragfläche auf einem ziemlich
langen Weg zwischen dem Punkt, an dem die Stirnwand des Knierohrs, mit einer Rundung
zu den beiden geneigten Seitenwänden übergehend, die Innenkante der Tragfläche tangiert,
und dem Anschluß des Tragflächenteils an die Mittelrippe.
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Zweitens wird die schon durch die erste Maßnahme verringerte Gefahr
der Durchbiegung weiter noch dadurch verringert, daß die Lappen, die oberhalb der
Tragfläche zur Befestigung des Reglergehäuses angeordnet sind, durch je eine Rippe
gegen die Tragfläche abgestützt sind.
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Drittens wird die Gefahr noch dadurch verringert, daß die Mittelrippe,
die bisher nur an die Unterseite der Tragfläche angeschlossen war, so weit nach
oben und hinten verlängert wird, daß sie auch noch den Boden und die Decke des Einströmrohrs
verbindet.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstands
dargestellt. Abt). i ist ein Schnitt nach der senkrechten Mittelebene des Knierohrs,
Abb. 2 ein Grundriß des Knierohrs, Abb.3 rechts eine Stirnansicht des Knierohrs,
von links in Abb. 2 gesehen, links ein Schnitt nach der Linie III-III der Abb. 2.
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Das Knierohr a, dessen Boden mit a1 und dessen Decke mit a2 bezeichnet
ist, hat an dem in der Strömungsrichtung des Dampfes hinten gelegenen Ende einen
Ringflansch b, am vorderen Ende eine Muffe c zur Aufnahme des nicht dargestellten
Reglergehäuses. Der Regler wird auf die Tragfläche d am Boden der Muffe aufgesetzt.
Der hintere Teil der Tragfläche ist in bekannter Weise durch eine Mittelrippe e
abgesteift. Während aber die Mittelrippe bei der bekannten Ausführung nur die Tragfläche
d abstützt, ist sie hier so lang, daß sie vom Boden a1 bis zur Decke a2 des Einströmrohrs
a reicht und Boden und Decke verbindet. Die Wand des Knierohrs ist am Stirnende
bei f abgerundet, und zwar so, daß die Innenkante der gerundeten Wand die Innenkante
der Tragfläche d tangiert, wie Abb. 2 zeigt. Von hier verläuft die Wand mit ihren
beiden Seitenteilen lz zu beiden Seiten geneigt zur Achse des Knierohrs schräg unter
den zugehörigen Teilen der Tragfläche d, bis die geneigten Seitenteile lt hinten
in die volle Weite des Knierohrs übergehen. Auf diese Weise werden die beiden Teile
der Tragfläche d, die zwischen dem Punkt f und dem Anschluß der Mittelrippe e liegen
und bisher frei standen, gegen Durchbiegung abgestützt.
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Eine weitere Versteifung erhält der jetzt noch ungestützte Teil der
Tragfläche d dadurch, daß an jeden der zur Befestigung des Reglergehäuses dienenden
Lappen g eine Rippe i angegossen wird, die von der Unterseite des Lappens g bis
zur Oberseite der Tragfläche d verläuft.
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Eine noch weitere Versteifung endlich wird durch die verlängerte Mittelrippe
e bewirkt.