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Die Erfindung bezieht sich auf selbsttätige Stauklappen, bei welchen der auf die Klappe wirkende Wasserdruck durch ein Gegengewicht ausgeglichen wird. wobei das Gegengewicht entweder an einem. das obere Ende der Stauklappe anfassende Seil-oder Kettenmechanismus hängt (Obergewichtsklappen) oder an einem an der Drehachse der Klappe befestigten Arm angebracht ist (Lntergpwichtsklappel1).
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Gegengewicht bemessen werden muss und daher schwer und teuer wird. Damit beim zwangsweisen Um- legen während Hochwassers das Gegengewicht nicht den Durchfluss versperrt, muss das Widerlager für das Gegengewicht oberhalb des Katastrophenwasserspiegels angeordnet werden. Daraus ergibt sich
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beim Füllen der Kammer mit Wasser erfährt.
Dabei müssen aber grosse Räume mit Wasser gefüllt werden und es müssen noch mehrere Vorkehrungen fir einen genau gleichmässigen Einlauf des Wassers auf beiden Seiten getroffen werden. Dieses Verfahren mit grossen Wassermassen ist aber umständlich, mitunter nicht ganz ungefährlich und im Winter wegen Eisbildung in der Gegengewichtskammer bedenklich.
Es ist auch die Verwendung von Druckstempeln bekannt, die mit dem Oberwasser in Verbindung stehen. Dabei sind die Druekstempel mit der Klappe gelenkig verbunden, so dass die Klappe sich von ihnen nicht abheben kann. Die Klappe kann also bei einer gegebenen Stellung der Stempel nicht frei spielen, sondern muss die Stempel immer mitdrücken oder mitziehen. Dies kann aber bei Unachtsamkeit
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sprechend dem Oberwasserdruck, wieder aufrichtet.
Gemäss der Erfindung werden diese Nachteile vermieden, indem unter dem Gegengewicht der Klappe hydraulische, von einer Pumpe betätigte Druckstempel derart angeordnet sind, dass das Gegengewicht bei aufgerichteter Klappe auf den Druckstempels aufruht, bei selbsttätiger Umlegung der Klappe von ihnen abgehoben und bei zwangsweiser Umlegung durch sie angehoben werden kann. Die Verbindung des Gegengewichtes mit der Klappe bleibt dabei immer unverändert. Die Druckstempel haben daher
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die Vollast des Gegengewichtes, sondern viel schwächer zu bemessen.
In Fig. 3 und 4 ist eine Vorrichtung gemäss der Erfindung an dem Ausführungsbeispiel einer Ober- gewiehtsklappe schematisch im Schnitte und Ansicht dargestellt.
Das mit der Klappe K durch Seile, Ketten od. dgl. A verbundene Gegengewicht G ruht auf Druck-
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diese und mit ihnen das Gegengewicht a angehoben werden und die Klappe K umgelegt wird (s. Fig. 6). Soll die Klappe bei Xormalstau aus der teilweise oder ganz umgelegten Stellung wieder aufgerichtet
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zeigt, dass es im Gegenteil durch die Druckstempel in seine höchste Lage gebracht wird. so dass keine Gefahr besteht, dass das Gegengewicht das Durehflussprofil versperrt. Es braucht also bei Bemessung der Pfeilerbauten in dieser Hinsicht auf Hochwasser keine Rücksicht genommen werden, so dass durch die Vorrichtung gemäss der Erfindung dieser bauliche Teil sehr verbilligt wird.
Sinkt bei zwangsläufig teilweise oder ganz umgelegter Klappe der Oberwasserspiegel unter den
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ein oder mehrere einstellbare Sicherheitsventile S in den Vorratsbehälter entweichen, und die Klappe richtet sich selbsttätig auf. Bei den bekannten Vorrichtungen wird die in einem solchen Falle auftretende Überlast des Gegengewichtes durch das Widerlager, auf welchem das Gegengewicht abgesetzt ist. aufgenommen und kann zum selbsttätigen Wiederaufrichten der Klappe nicht verwendet werden : es muss die Klappe vielmehr durch das Windwerk hochgezogen werden, was infolge der dabei in Betracht kom- menden grossen Kräfte viele Stunden dauern kann und. insbesondere wenn das Wiederhochwinden nicht
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und das Gegengewicht miteinander verbindenden Organe wirken.
PATENT-ANSPRÜCHE:
1. Umlegevorriehtung für selbsttätige Stauklappen. bei welchen der auf die Klappe wirkende Wasserdruck durch ein Gegengewicht ausbalanciert wird. dadurch gekennzeichnet, dass unter dem
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Gegengewicht bei aufgerichteter Klappe auf den Druckstempels aufruht. bei selbsttätiger Umlegung der Klappe von ihnen abhebbar und bei zwangsweiser Fmlegung durch sie anhebbar ist.
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