<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Es ist bekannt, bei Schmiedepressen das Werkstück mittels eines hydraulisch angetriebenen Ausstossers aus dem Gesenk zu entfernen, desgleichen, bei Schmiedepresse den Ausstosser mechanisch mittels einer Nockenscheibe zu betreiben. Es ist auch bekannt, Druckluft zum Entfernen von Spänen bei Bohrern, zum Trennen paarweise kaltgedrückter kleinerer Gegenstände, zum unmittelbaren Herausheben
EMI1.2
teile aus den Gesenken zu verwenden.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Ausstossen von Werkstücken aus dem Untergesenk beim Warmpressen von Metallteilen in Reibtriebpressen und besteht darin, dass ein Ausstosser durch Druckluft mittels eines in einem Zylinder beweglichen Kolbens bewegt wird. Man hat zwar schon mechanisch betätigte Aushebevorriehtungen für gedrückte oder gegossene Werkstücke benutzt, doch sind diese bekannten Vorrichtungen für das Ausstossen der verhältnismässig kleinen und noch rotwarmen Pressteile aus dem Gesenk nicht brauchbar. Für derartige Werkstücke wurde immer nur das Ausstossen mittels eines Ausstossers angewandt, der von Hand oder mit dem Fuss betätigt wurde, um das warme Werkstück nicht durch harten Schlag zu beschädigen oder zu deformieren.
Die angedeuteten besonderen Verhältnisse beim Warmpressen werden bei der Erfindung voll berücksichtigt. Der Fortfall des wiederholten und anstrengenden Drückens auf den bisher üblichen Auswerferhebel ermöglicht die Bedienung der Presse nunmehr auch durch ungelernte und weniger kräftige Personen, wie Frauen und Jugendliche. Das Betreiben des Ausstossers mittels Druckluft hat den weiteren Vorteil, dass der Ausstosser im Gegensatz zu den bekannten hydraulichen Ausstossern ausserordentlich sanft wirkt. Schon das Ausstossen von Hand ist vorteilhafter als das Ausstossen mittels eines mechanischen oder hydraulischen Ausstossers, weil
EMI1.3
benutzt werden, ist daher die Anwendung des mit Druckluft gesteuerten Ausstossers vorteilhaft.
Die Erfindung betrifft ferner einige vorteilhafte Einzelheiten. So kann die Abluft des den Ausstosser bedienenden Zylinders zum seitlichen Wegblasen des Werkstückes von dem Untergesenk benutzt werden.
Der Luftstrom wird dabei so gerichtet, dass das Werkzeug, d. h. das Gesenk, selbst nicht angeblasen wird und daher nicht Gefahr läuft, rissig zu werden oder zu springen oder wesentlich abgekühlt zu werden. Es ist nämlich bei Warmpressen vorteilhaft, die Temperatur des Werkzeuges auf der des vorgewärmten Rohlings zu halten, damit keine vorzeitige AbkühluuK des Werkstücks entsteht, denn bei erheblichen Temperaturunterschieden zwischen dem Rohling und dem Werkzeug können im Werkzeug Risse entstehen. Infolgedessen ist auch das Anblasen des Werkzeuges mit frischer kalter Druckluft bei Warmpressen schädlich.
Zum Ausblasen des Werkstücks braucht erfindungsgemäss keine besondere Druckluft erzeugt zu werden, denn die zum Ausstossen verwendete Druckluft kann durch Umsteuerung eines Druck- mftsteuerventils zugleich auch noch die zweite Arbeit, nämlich das Wegblasen des Werkstücks, erfüllen. Das durch das Spiel des Hubbegrenzungsmeehanismus verursachte bekannte Pendeln des Bärs am oberen Hubende kann in besonderen Fällen dazu benutzt werden, das Luftventil noch ein oder mehrere Male
<Desc/Clms Page number 2>
umzuschalten und auf diese Weise die Abluft des Druckzylinders wiederholt über das Gesenk zu blasen, wobei infolge einer gewissen Streuung des Luftstrahles auch etwaige Verunreinigungen aus dem Gesenk mit hinausgerissen werden.
Eine weitere Vervollkommnung der Erfindung wird erzielt, indem an dem Bär Anschläge angebracht werden, die das Druekluftsteuerventil bei der Bewegung des Bärs steuern. Die Benutzung solcher Anschläge zum Steuern von Pressen und mechanischen Aushebern ist an sich nicht mehr neu. Die Verwendung einer solchen Steuereinrichtung hat bei der Erfindung den Vorteil, dass der Ausstosser je nach Grösse und Art des Werkstücks so eingestellt werden kann, dass das Ausstossen im richtigen Augenblick
EMI2.1
lichkeit zu geben, sich so weit abzukühlen, dass es beim Ausstossen nicht beschädigt werden kann. Anderseits müssen Werkstücke, die schnell um einen Stempel schrumpfen und bei denen die Gefahr besteht. dass sie sich im Gesenk festklemmen, unmittelbar nach dem Pressvorgang ausgestossen werden. Die ver-
EMI2.2
voll zu erfüllen.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Fig. 1 zeigt eine mit dem Erfindungsgegenstand ausgerüstete Reibtriebpresse in Ansicht mit Teilsehnitt ; Fig. 2 zeigt das Druck-
EMI2.3
selbe Ventil in der Stellung für Abwärtsgang des Ausstossers ; Fig. 4 zeigt das Ventil im Aufriss und im Kreuzriss ; Fig. 5 zeigt das am Bär angebrachte Steuerglied für das Ventil.
Der Bär 1 mit der Spindel 2 und dem Triebrad 14 werden in bekannter Weise durch die Reibräder 15'und 15"gesenkt und gehoben. Am Bär 1 ist eine Führung 3 mit einem in ihr verstellbaren An-
EMI2.4
tungen für die Druckluft vornehmen. Fig. 2 zeigt die Luftführung während der Aufwärtsbewegung des Kolbens 8 im Zylinder 1. Die dem Ventil zugeführte Druckluft gelangt durch das Rohr 6 in den unteren Teil des Zylinders fund treibt den Kolben 8 aufwärts. Die Kolbenstange 17 hebt dabei den Ausstosser 9.
EMI2.5
seite aus dem Zylinder verdrängte Druckluft tritt durch das Rohr 12 in das Ventil ein und wird aus diesem durch die Rohre 18 und 13 zum Werkstück geleitet, um es wegzublasen.
Hierauf wird das Ventil auf die in Fig. 3 dargestellte Sehaltlage umgestellt, indem z. B. in der höchsten Lage des Bärs der Anschlag 16 den Steuerhebel 4, durch dessen Mitnahme er vorübergehend die Schaltlage des Ventils gemäss Fis. 2
EMI2.6
stück, wo sie infolge einer Streuung des Luftstrahles beim Hinwegblasen über das Untergesenk auch die etwaigen Verunreinigungen aus dem Gesenk mit fortreisst. Da der Bär infolge des Spiels des Hubbegrenzungsmeehanismus am oberen Hubende auf-und abpendelt, wird der Steuerhebel des Druckluftventils nach jedem Pressgang einige Male umgelegt, so dass ein mehrmaliges Wegblasen der Luft über dem Untergesenk erfolgt. Die Luft berührt dabei nicht unmittelbar das Untergesenk, so dass es nicht wesent- lich abgekühlt wird.
Der Luftzug genügt aber, um die Verunreinigungen mit wegzublasen. Der erste Luftstoss unmittelbar nach dem Hochgehen des Ausstossers bläst das Werkstück von dem Gesenk seitwärts fort. Die Art der Anschläge kann beliebig sein : so können ein oder mehrere Anschläge allein oder auch, wie bereits erwähnt, ein Ansehlag und eine Feder vorgesehen sein, welche den Steuerhebel des Druckluftventils nach dem Umschalten durch den Anschlag in die erste Sehaltlage zurückführt.
Die Zeitspanne zwischen dem Pressvorgang und dem Ausstossen des Werkstückes kann je nach Gestalt und Grösse des letzteren durch Verstellung des Anschlages am Bär geändert werden. Befindet
EMI2.7
hat Zeit zum Schrumpfen und lässt sieh leicht ausheben. Bei Werkstücken, die schnell über einen Stempel schrumpfen und bei denen infolgedessen die Gefahr besteht, dass sie sieh im Gesenk festklemmen, muss der Steueranschlag an einem höheren Teil des Bärs eingestellt werden, so dass das Ausstossen sofort nach dem Pressvorgang erfolgt.
Die Druckluft kann entweder auf irgendeine bekannte Art, sie kann aber auch durch die überschüssige Kraft der Presse selbst erzeugt werden, z. B. durch Antrieb einer Druckluftpumpe vom Getriebe der Presse aus. Bei Reibtriebpressen wird durch Verwendung der überschüssigen Schlagkraft des Bärs zur Erzeugung des Druckmittels zugleich ein Abbremsen des Bärs bewirkt, wodurch eine Schonung des Werkzeuges erzielt wird.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.