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Kondensor.
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welchen durch Projektionsobjekte von kurzer Brennweite auf kleine Entfernungen projiziert werden soll. Diese Forderung bringt es mit sieh, dass die Entfernung der Lichtquelle vom ersten Hauptpunkt des Kondensors nicht viel kleiner ausfällt als die Entfernung des zweiten Hauptpunktes bis zum Lichtquellenbild, während die optischen Verhältnisse bei normalen Projektionseinrichtungen so liegen, dass das Liehtquellenbild um ein Mehrfaches vom Kondensor entfernt ist als die Lichtquelle. Ein weiteres Erfordernis bei der Projektion mit kurzbrennweitigen Objektiven ist darin gelegen, dass der Kondensor doppelseitig möglichst grosse Öffnungswinkel besitzen muss, wenn man zu halbwegs brauchbaren Bildgrössen gelangen will.
Die nächstliegende Lösung der Aufgabe ist in der symmetrischen Gegeneinanderschaltung von zwei normalen Kondensoren mit grossem Öffnungswinkel gegeben. Solche Kondensoren besitzen gewöhnlich drei Linsen, einen der Lichtquelle zugewandten Meniskus, eine plankonvexe Linse, die ihre gewölbte Fläche der Lichtquelle abwendet und eine weitere plankonvexe Linse, die ihre gewölbte Fläche der Lichtquelle zuwendet. Eine Gegeneinanderschaltung zweier solcher Kondensoren würde im günstigsten Fall-Vereinigung der beiden mittleren plankonvexen Linsen zu einer einzigen bikonvexen-zu einem aus fünf Linsen bestehenden Kondensorsystem führen.
Systematisch durchgeführte Berechnungen haben aber gezeigt, dass es möglich ist, mit nur vier Linsen die Wirkungen eines fünflinsigen Kondensors zu erreichen, wenn eine besondere Form und Anordnung der Kondensorlinsen gewählt wird. Das äussere Merkmal der Konstruktion besteht darin, dass in einen normalen dreiteiligen Kondensor an bestimmter Stelle eine vierte bikonvexe eingeschaltet wird, und die im Sinne der Lichtbewegung auf die eingeschaltete folgende Linse eine umgekehrte Lage erhält.
Die Fig. 1 der Zeichnung zeigt einen normalen (dreiteiligen) Projektionskondensor, der durch ausgezogene Linien bezeichnet wird. und seine Ergänzung zu einem fünfteiligen Doppelkondensor. Die ergänzten Linsen und Linsenteile sind gestrichelt angedeutet. Ein solcher Kondensor bildet die Lichtquelle 1 : in gleicher Grösse in der Blendenebene i'des schematisch dargestellten Projektionsobjektes o ab. Die Fig. 2 stellt einen Kondensor der gefundenen Konstruktion dar. Mit a, bund c sind die Linsen eines normalen dreiteiligen Kondensors bezeichnet. Zwischen die Linsen b und c wird die bikonvexe
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Die Radien, Glasdieken, Luftabstände und Vereinigungsweiten sind in Millimetern angegeben.
Die Glasart ist für alle Linsen die gleiche ; der Breehungsindex für D hat den Wert 1'516.
Es sind Kondensoren für Projektionseinrichtungen bekannt, die ebenfalls aus vier Linsen bestehen, z. B. die Kondensoren nach den deutschen Patentschriften Nr. 353450 und Nr. 369596. Die Kondensoren nach diesen beiden Patentschriften ermöglichen ebenso wie der Gegenstand der Erfindung eine höhere Liehtausbeute. Es besteht aber zwischen diesem und den Konstruktionen nach den genannten Patentschriften der Unterschied, dass die letzteren für normale Projektionseinriehtungen bestimmt sind, bei welchen der Abstand des Lichtquellenbildes vom Kondensor ein Mehrfaches des Abstandes der Lichtquelle ist, während das Verhältnis dieser beiden Abstände bei dem Erfindungsgegenstand in der Nähe von liegt.
Dieser Umstand bedingt eine höhere optische Beanspruchung des Kondensors gemäss der Erfindung, die darin zum Ausdruck kommt, dass in diesem eine stark wirkende bikonvexe Linse l vorkommt, während die vierteiligen Kondensoren der bekannten Art nur Linsen von plankonvexer Form in Verbindung mit J\1enisken aufweisen.