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VerfahrenzurHerstellungeinesneuartigenSterilisierungsmittels.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung neuartiger Sterilisierungsmittel, insbesondere solcher, die zur Sterilisation von technischen sowie für therapeutische
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stanzen, z. B. Spullösungen, Waschflüssigkeiten, Injektionsflüssigkeiten, die Sterilisierung in der Wärme nicht vertragen. wie Morphin,. Adrenalinpräparate, Strophantus u. dgl. gewisse Fermente usw. hervorragend geeignet sind. Es gelingt so, dass derartig behandelte Flüssigkeiten sogar in offenen Gefässen steril bleiben, so dass man beispielsweise für chirurgische und zahnärztliche Zwecke bereits angebrochene Tuben der Behandlungsflüssigkeit benutzen kann.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass man auf Benzoesäure verhältnismässig geringe Mengen von höheren Homologen des Hydrocuprein zur Einwirkung bringt, beispielsweise des Isoamyl-Hydroeupreins und des Isooctyl-Hydrocupreins sowie andere als Chinatoxine bekannte Umlagerungsprodukte von Chinalalkaloiden. die, wie z. B. in dem Berliner Bericht der Deutsehen Chemiker-Gesellschaft 1. 922,
S. 522, erwähnt ist, aus den Chinaalkaloiden beim längeren Erhitzen mit Essigsäure u. dgl. durch Spaltung des ChinucIidin-Kernes erhalten werden und für sich schon zur Beseitigung von Keimen vorgeschlagen \\ urdu.
Versuche haben gezeigt, dass Kulturen von Staphytococcus-Arten durch diese Homologen des Hydroeupreins zwar in ihrer Entwicklung gehemmt, aber nicht völlig abgetötet werden.
Demgegenüber hat sieh nun herausgestellt, dass man bei der Einwirkung von den genannten Toxinen auf Benzoesäure beide in gelöstem Zustande, und zweckmässig unter Vermeidung des Erhitzens zu Reaktionsprodukten gelangt, die innerhalb kurzer Zeit bis zur Einwirkungsdauer von 45 Minuten, selbst bei starker Verdünnung, reichliche Kulturen von Staphyloeoeeus sowie von Luftbakterien völlig abzutöten vermögen. Die Sterilisationswirkung der so erhaltenen Reaktionslösungen geht weit über die Summe der Einzelwirkungen der Komponenten hinaus.
In beispielsweiser Ausführung des Verfahrens bringt man auf etwa einen Liter einer 0'1-0'2%igen Benzoesäurelösung wenige Tropfen, gegebenenfalls nur einen TRopfen - etwa 1/20cm3 - einer 10%igen alkoholischen Lösung des salzsauren Salzes von Isooetyl-Hydrocupreinotoxin (Vueinotoxin) oder eines andern höheren Homologen des Hydrocupreins bzw. des isomeren Toxins, zweckmässig bei gewöhnlichen Temperaturen zur Einwirkung.
Oder man versetzt eine 10% ige alkoholische Lösung eines löslichen Salzes höherer Homologen bzw. Isomeren des Hydrocupreins mit 0'l-0'2% des Gewichtes der Lösung an Benzoesäure. Eine dauernd sterile Lösung von p-. \minobenzoyl-diathylamino-aethanol-hydroehlorid oder von o-dioxyphenylaethanolmethylamin kann man z. B. dadurch erhalten, dass man 10 Liter einer 20% igen Lösung der genannten Stoffe mit 3-4cm3 der erfindungsgemäss hergestellten Reaktionslösung einer 10% igen alkoholischen Lösung von Isooetyl-Hydrocupreinhydroehlorid mit 0'1-0'2% Benzoesäure versetzt. In manchen Fällen können auch gleich bei Herstellung der Reaktionslösungen der wirksamen Substanzen diesen die zu sterilisierenden Stoffe, Gemische u. dgl. zugegeben werden.
Es ergeben sieh so völlig geruchlose, keine Ätzwirkung aufweisende, ohne jegliche Erwärmung dauernd sterile Lösungen, Verbandstoffe u. dgl. sowie technische Erzeugnisse, z. B. Leimlösungen, Gerbextrakte, Appreturen, Stärke-und Dextrinlösungen, Pflanzenstoffextrakte, tierische Flüssigkeiten, Kosmetika u. dgl. die selbst in offenen Gefässen steril bleiben und keine Sehimmelbildung ansetzen. Dabei ist es ein weiterer wichtiger Vorteil, dass bei
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Vorteil, dass man die erfindungsgemäss hergestellten Sterilisierungsmittel auch mit empfindlichen Impräg- 11Îenwgsmitteln oder zusammen mit metallischen Desinfektionsmitteln. wie z. B. Zinkehlorid, verwenden kann, mit welchen sie klare Lösungen ergeben.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines neuartigen Sterilisierungsmittels, dadurch gekennzeichnet, dass man auf Benzoesäure höhere Homologe des Hydroeupreins, insbesondere deren als Toxine bezeichnete
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wirkung bringt.