AT131277B - Verfahren zur Herstellung eines neuartigen Sterilisierungsmittels. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuartigen Sterilisierungsmittels.

Info

Publication number
AT131277B
AT131277B AT131277DA AT131277B AT 131277 B AT131277 B AT 131277B AT 131277D A AT131277D A AT 131277DA AT 131277 B AT131277 B AT 131277B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
manufacture
sterilizing agent
novel sterilizing
benzoic acid
solution
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Erich Schulze
Original Assignee
Erich Schulze
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Erich Schulze filed Critical Erich Schulze
Application granted granted Critical
Publication of AT131277B publication Critical patent/AT131277B/de

Links

Landscapes

  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  VerfahrenzurHerstellungeinesneuartigenSterilisierungsmittels. 



   Den   Gegenstand   der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung neuartiger Sterilisierungsmittel, insbesondere solcher, die zur Sterilisation von technischen sowie für therapeutische 
 EMI1.1 
 stanzen, z. B.   Spullösungen,   Waschflüssigkeiten, Injektionsflüssigkeiten, die Sterilisierung in der Wärme nicht vertragen. wie Morphin,.   Adrenalinpräparate,   Strophantus u. dgl. gewisse Fermente usw. hervorragend geeignet sind. Es gelingt so, dass derartig behandelte Flüssigkeiten sogar in offenen Gefässen steril bleiben, so dass man beispielsweise für chirurgische und zahnärztliche Zwecke bereits angebrochene Tuben der   Behandlungsflüssigkeit   benutzen kann. 



   Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass man auf Benzoesäure verhältnismässig geringe Mengen von höheren Homologen des Hydrocuprein zur Einwirkung bringt, beispielsweise des Isoamyl-Hydroeupreins und des   Isooctyl-Hydrocupreins   sowie andere als Chinatoxine bekannte Umlagerungsprodukte von Chinalalkaloiden. die, wie z. B. in dem Berliner Bericht der Deutsehen Chemiker-Gesellschaft 1. 922,
S. 522, erwähnt ist, aus den Chinaalkaloiden beim   längeren   Erhitzen mit Essigsäure u. dgl. durch Spaltung des   ChinucIidin-Kernes   erhalten werden und für sich schon zur Beseitigung von Keimen vorgeschlagen   \\ urdu.   



   Versuche haben gezeigt, dass Kulturen   von Staphytococcus-Arten durch   diese Homologen des Hydroeupreins zwar in ihrer Entwicklung gehemmt, aber nicht völlig abgetötet werden. 



   Demgegenüber hat sieh nun herausgestellt, dass man bei der Einwirkung von den genannten Toxinen auf Benzoesäure beide in gelöstem Zustande, und   zweckmässig   unter Vermeidung des Erhitzens zu Reaktionsprodukten gelangt, die innerhalb kurzer Zeit bis zur Einwirkungsdauer von 45 Minuten, selbst bei starker Verdünnung, reichliche Kulturen von Staphyloeoeeus sowie von Luftbakterien völlig abzutöten vermögen. Die Sterilisationswirkung der so erhaltenen   Reaktionslösungen geht   weit über die Summe der Einzelwirkungen der Komponenten hinaus. 



   In beispielsweiser Ausführung des Verfahrens bringt   man auf   etwa einen Liter einer 0'1-0'2%igen   Benzoesäurelösung   wenige Tropfen, gegebenenfalls nur einen TRopfen - etwa 1/20cm3 - einer 10%igen alkoholischen   Lösung   des salzsauren Salzes von Isooetyl-Hydrocupreinotoxin (Vueinotoxin) oder eines andern höheren Homologen des   Hydrocupreins   bzw. des isomeren Toxins, zweckmässig   bei gewöhnlichen   Temperaturen zur Einwirkung. 



   Oder man versetzt eine 10% ige alkoholische Lösung eines löslichen Salzes höherer Homologen bzw. Isomeren des   Hydrocupreins   mit   0'l-0'2%   des Gewichtes der Lösung an Benzoesäure. Eine dauernd sterile Lösung von p-. \minobenzoyl-diathylamino-aethanol-hydroehlorid oder von o-dioxyphenylaethanolmethylamin kann man z. B. dadurch erhalten, dass man 10 Liter einer   20% igen   Lösung der genannten Stoffe mit   3-4cm3   der   erfindungsgemäss hergestellten Reaktionslösung einer 10% igen   alkoholischen Lösung von Isooetyl-Hydrocupreinhydroehlorid mit   0'1-0'2% Benzoesäure   versetzt. In manchen Fällen können auch gleich bei Herstellung der Reaktionslösungen der wirksamen Substanzen diesen die zu sterilisierenden Stoffe, Gemische u. dgl. zugegeben werden.

   Es ergeben sieh so völlig geruchlose, keine   Ätzwirkung   aufweisende, ohne jegliche Erwärmung dauernd sterile Lösungen, Verbandstoffe u. dgl. sowie technische Erzeugnisse, z. B. Leimlösungen, Gerbextrakte, Appreturen, Stärke-und Dextrinlösungen, Pflanzenstoffextrakte, tierische Flüssigkeiten, Kosmetika u. dgl. die selbst in offenen Gefässen steril bleiben und keine   Sehimmelbildung   ansetzen. Dabei ist es ein weiterer wichtiger Vorteil, dass bei 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 Vorteil, dass man die erfindungsgemäss hergestellten Sterilisierungsmittel auch mit empfindlichen Impräg-   11Îenwgsmitteln   oder zusammen mit metallischen   Desinfektionsmitteln.   wie z. B.   Zinkehlorid, verwenden   kann, mit welchen sie klare Lösungen ergeben. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines neuartigen Sterilisierungsmittels, dadurch gekennzeichnet, dass man auf Benzoesäure höhere Homologe des   Hydroeupreins,   insbesondere deren als Toxine bezeichnete 
 EMI2.2 
 wirkung bringt.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man 0'l-bis 0'2% ige Benzoesäurelösung mit geringen Mengen einer 10%igen Lösung eines löslichen Salzes höherer Homologen des Hydrocupreins bzw. der isomeren Toxine zur Einwirkung bringt. EMI2.3
AT131277D 1929-07-08 1929-07-08 Verfahren zur Herstellung eines neuartigen Sterilisierungsmittels. AT131277B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT131277T 1929-07-08

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT131277B true AT131277B (de) 1933-01-10

Family

ID=3636882

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT131277D AT131277B (de) 1929-07-08 1929-07-08 Verfahren zur Herstellung eines neuartigen Sterilisierungsmittels.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT131277B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1492331A1 (de) Sporentoetende Mischung
DE1642070A1 (de) Desinfektionsmittelgemisch
AT131277B (de) Verfahren zur Herstellung eines neuartigen Sterilisierungsmittels.
DE2554587A1 (de) Desinfektionsmittel
DE707867C (de) Verfahren zur Entkeimung von infizierten Naturdaermen
DE602004003105T2 (de) Mittel gegen Lausbefall
DE1287255B (de) Verfahren zur Herstellung von sterilen, nicht toxischen Loesungen
EP0437900B1 (de) Desinfektionsmittellösung zur verbesserten Keimabtötung
DE667409C (de) Verfahren zur Herstellung einer Salbengrundlage
DE710029C (de) Desinfektionsmittel
DE535676C (de) Verfahren zur Herstellung von Bekaempfungsmitteln gegen bakterielle Krankheiten
CH405611A (de) Baktericides und sporicides Mittel
AT204187B (de) Verfahren zur Herstellung eines Desinfektionsmittels
AT140398B (de) Verfahren zur Sterilisation von Catgut unter Verwendung von Halogenen.
DE615734C (de) Verfahren zur Herstellung steriler, klar und haltbar bleibender waesseriger Injektionsloesungen
AT54880B (de) Verfahren zur Herstellung von zur lokalen Immunisierung erkranker Gewebsteile dienenden Stoffen.
DE729116C (de) Verfahren zur Herstellung von sterilen Verbandmitteln oder von sterilem Catgut
DE535776C (de) Verfahren zur Herstellung eines Desinfektionsmittels fuer Stallraeume u. dgl.
DE831126C (de) Verfahren zur Erzeugung antibakterieller Wirkstoffe
DE499512C (de) Verfahren zur Herstellung von oertlich anzuwendenden, aus Bakterienkulturen, z.B. Staphylokokken-, Streptokokkenkulturen usw. gewonnenen, selbst aber bakterienfreien, sterilen, hochbestaendigen Impfstoffen (Topovaccinen)
DE600341C (de) Verfahren zur Herstellung von keimfreiem, festem und haltbarem Catgut
DE885130C (de) In der Bakteriologie und Desinfektion verwendbares Mittel und Verfahren zu seiner Herstellung
AT208516B (de) Verfahren zur Herstellung einer stark keimtötend wirkenden Substanz
AT141836B (de) Verfahren zur Herstellung eines Klebemittels.
DE711488C (de) Verfahren zur Herstellung eines Desinfektionsmittels