DE667409C - Verfahren zur Herstellung einer Salbengrundlage - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Salbengrundlage

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Description

  • Verfahren zur Herstellung einer Salbengrundlage Die sterilisierende Wirkung des Wasserstoffsuperoxyds ist als solche bekannt und vielfach zur Haltbarmachung von Lebensmitteln, so von Milch, empfohlen. Man weiß ferner, daß die sterilisierende Wirkung des Wasserstoffsuperoxyds durch geringe Mengen organischer Säure wesentlich verstärkt wird; auch hat man festgestellt, daß die bakterizide Wirkung einer chemischen Verbindung von dem Substrat abhängig ist, in dem sie zur Wirkung gelängt. Eiweißhaltige Massen bedingen, wenn sie von Mikroorganismen besiedelt sind, eine stärkere Konzentration des Giftstoffes als beispielsweise wäßrige Lösungen.
  • Es ruß darauf hingewiesen werden, daß die Wirkung des Wasserstoffsuperoxyds auf Eiweißstoffe vielfach untersucht ist, daß es sich aber um die Einwirkung größerer Mengen unter bestimmten, chemisch interessanten Bedingungen handelt. Endlich hat man eine leicht mit Wasser emulgierbare Quecksilbersalbe durch Verreiben von milchzucker- und säurefreiem Quark mit metallischem Quecksilber hergestellt.
  • Gegenstand vorliegender Erfindung ist die Auswertung des vor der Verwendung sterilisierten Quarks als Salbengrundlage. Da eine Sterilisierung des Quarks durch Erhitzen ausgeschlossen ist, weil dann die Eigenschaft v erlorengeht, von der Haut resorbiert zu werden, ferner eine Sterilisation durch irgendwelche anorganische und organische Salze aus therapeutischen Gründen ausgeschlossen ist, erschien das Wasserstoffsuperoxyd als sehr geeignet, zumal seine sterilisierende Wirkung durch im Quark stets vorhandene Milchsäure erhöht wird.
  • Versuche bewiesen die Richtigkeit des Gedankens. Wurde ein gewöhnlicher Quark des Handels mit abgekochtem destilliertem Wasser, dem o,3 °/o Wasserstoffsuperoxyd zugesetzt waren, verrührt, so wurde, wenn der Quark selber von einwandfreier Beschaffenlleit war, d. h. keine infolge Überhitzung bei der Gewinnung geronnene und infolgedessen nicht quellende Teilchen enthielt, eine glatte, durchaus gleichmäßige Masse erhalten. Wurde die Quarkpaste nach 1/2 Stunde unter Wahrung steriler Bedingungen ausgepreßt, so wurde eine sterilisierte OOuarkmasse erhalten. Wurde diese jetzt mit etwa 6o °/o durch Abkochen sterilisierten Wassers zu einer weichen plastischen Masse verrührt, in sterilen Petrischalen belassen, so, trat selbst -nach tagelanger Lagerung kein Wachstum des Milchschimmels ein.
  • Der neue Gedanke des Verfahrens ist also die Auswertung eines. knötchenfreien, durch Sterilisation von besiedelnden Bakterien und vom Milchschimmel befreiten Quarks als Salbengrundlage: Die Anwendung des Wasserstoffsuperoxyds als Sterilisationsmittel lag nahe, weil jeder Handelsquärk infolge der Lebenstätigkeit der Milchsäuregärer stets Milchsäure enthält und die bakterizide Wirkung des Wasserstoffsuperoxyds durch geringe Mengen Säure wesentlich verstärkt wird. Um diese Verstärkung auszunutzen, wird der Quark als solcher mit Wasserstoffsuperoxyd behandelt. Nach ,/,stündiger Einwirkung werden die Reste Wasserstoffsuperoxyd und Milchzucker-,-ei t-c haltenden Molken durch Pressung entf Ausführungsbeispiel ioo kg eines gleichmäßigen, keine durch Überhitzung in der Molkerei koagulierten Teile enthaltenden Quarks werden mit 701 durch Erhitzen keimfrei gemachten Wassers, gegebenenfalls destillierten Wassers, unter Zusatz von 5Io ccm einer 3o°/oigen Wasserstoffsuperoxydlösung in einem Kessel aus nichtrostendem Stähl mittels kräftigem Schlagwerk zu einem gleichmäßigen dünnen Quarkbrei verteilt.
  • Nach ausgeschaltetem Rühr- bzw. Schlagwerk beläßt man den mit der verdünnten Wässerstofsuperoxydlösung gleichmäßig gemischten Quark 1/2 Stunde. Dann wird er in dichte Preßsäcke überführt, in denen er bei langsam steigendem Druck ausgepreßt wird: Der jetzt sehr trockene Quark wird unter Wahrung steriler Bedingungen in durch Einblasen vonDampf sterilisierte, durch Überfall *ke. "=@; Art der Petrischalen gegen Inge% ätzte; etwa 5o kg fassende, K - . z'v ckdienlichem Lackanstrich versehene Fässer gefüllt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCFI: Verfahren zur Herstellung einer Salbengrundlage unter Verwendung von ausgepreßtem Quark, dadurch gekennzeichnet, daß Quark von einwandfreier Beschaffenheit unter Zusatz einer zur Abtötung, gegebenenfalls zur Wachstumshemmung von Mikroorganismen ausreichenden Menge, etwa o,2 bis 0,30/" Wasserstoffsuperoxyd bei Vorhandensein ausreichender Mengen durch Abkochen sterilisierten Wassers in zweckdienlicher Weise durchgearbeitet und nach 1/@stündigem Stehen durch Pressung von den wäßrigen Anteilen befreit wird.
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