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Giesskanne.
Bekannt sind z. B. Giesskannen (deutsche Patentschrift Nr. 108182), welche einen kreisrunden Boden haben und deren nach oben sich erweiternder Wasserbehälter oben von halbzylindrischer Form ist und allmählich in eine spitze, trichterartige Form gegen den Ausguss hin übergeht, wobei der Wasserraum so überdeckt ist, dass die Eingussöffnuug tiefer liegt wie die obere Abschlussdecke des Wasserraumes selbst. Dadurch entsteht oben eine grosse Wasserfläche, die beim Tragen stets hin und her schwenkt und verspritzt wird.
Ausserdem verursacht der verbleibende grosse und leere Raum zwischen Wasser und Tragbügel eine ungünstige Gewichtsverteilung, da durch den grossen Abstand zwischen dem Schwerpunkt der Masse und der tragenden Hand die Pendelbewegung verstärkt wird. Weiters sind Giesskannen allgemein im Gebrauch, die sich vom kreisrunden Boden konisch symmetrisch nach oben erweitern und eine gewölbte Decke (#Haus") mit der Eingussöffnung in der Mitte aufweisen. Diese übliche Kanne hat eine günstige Schwerpunktlage, so dass sie an sich gut zu tragen wäre.
Da aber der Durchmesser des Hauses relativ zum Boden gross ist, muss der Tragende die Hand weit vom Körper weghalten ; trotzdem aber stösst die Kanne bei jedem Schritt am Körper an, so dass der Tragende nass und leicht miide wird.
Bei einer andern Ausführungsform (österr. Patentschrift Nr. 109000) ist der Boden fast elliptisch bzw. zwei Seiten gerade ; der Kannenkörper verjüngt sieh an den zwei runden Seiten nach oben und ist oben mit einer ebenen Decke abgeschlossen. Bei diesen Kannen ist das Volumen beim Boden bedeutend grösser als bei der Decke, daher liegt der Schwerpunkt an sich schon tief, was durch die Anordnung des Bügels über der Kanne noch verschlechtert wird, so dass das Gewicht nahe beim Boden geschleppt werden muss und die Kanne stark pendelt. Trotzdem durch diese Kanne der Tragende nicht benässt wird, hat sie wieder den Nachteil, dass sie weniger bequem zu tragen ist.
Die Giesskanne gemäss der vorliegenden Erfindung vermeidet alle erwähnten Nachteile der vorerwähnten Typen, macht sich aber alle Vorteile derselben zu eigen. Sie kommt bezüglich ihrer Form der zweitgenannten Type am nächsten, indem sie gleichfalls einen kreisrunden Boden aufweist, sieh nach oben hin erweitert und eine gewölbte Decke (#Haus") mit Eingussstutzen (#Kragen") benutzt. Erfindungsgemäss ist jedoch die gewölbte Decke annähernd oval und ist ihr kleinster Durchmesser jenem des kreisrunden Bodens an Grösse gleich. Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung beispielsweise dargestellt, und zeigen die Fig. 1 und 2 Schaubilder in zwei Ansichten : die Fig. 3 zeigt Druntersicht (ohne Tragbügel und Ausgussrohr).
Der Kannenmantel b ist unten mit einem flachen kreisrunden Boden g abgeschlossen und weist oben die an sich bekannte gewölbte Deeke a, das sogenannte"Hans"auf. das den zylindrischen Einguss- stutzen f trägt. c ist das Ausgussrohr, d der Tragbügel und e die Stütze für das Rohr c. Die Decke a ist annähernd oval und ist ihr kleinster Durchmesser gleich gross mit dem Durchmesser des kreisrunden Bodens g (Fig. 3).
Sohin hat die Kanne beim Haus a das grösste Volumen, und ist der Tragbügel nicht über der Kanne angeordnet : weiters ist ihr Schwerpunkt möglichst nach oben verlegt. Durch die beiden flachen Seiten des Hauses a wird ein Anstreifen an den Träger und damit auch ein rasches Ermüden desselben vermieden. Infolge der Form des Hauses a mit seiner engeren Eingussöffnung wird ein Schlenkern und Spritzen des Wassers unmöglich. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass durch die Hochverlegung des Schwerpunktes sowie durch das Haus und dessen flache Form samt dem Eingusskragen eine Giess-
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