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Gegenstand der Erfindung ist eine besondere Ausführungsform des Leistungsreglers für Kolbenverdichter mit Abhebung der selbsttätigen Saugventile auf elektromagnetischem Wege nach dem Patente Nr. 126414.
Bei dem Regler gemäss diesem Stammpatente werden die Magnetspulcn mittels in gleicher Drehzahl mit dem Verdichter sich drehender Kontaktflächen, z. B. einer Kontaktwalze, im Verein mit auf ihnen schleifende verstellbaren Kontaktfingern geschaltet. Bei dem Regler gemäss vorliegender Erfindung geschieht dies mittels einer in gleicher Drehzahl mit dem Verdichter bewegten Daumenscheibe und von dieser betätigter elektrischer Schalter, die um die Daumenscheibenachse über 1800 verschwenkbar angeordnet sind. Die Daumenscheibe ist so durchgebildet, dass die Länge des Daumens bedarfsentsprechend verkürzt oder verlängert werden kann.
Diese Ausführungsart hat gegenüber einer Schaltwalze oder Scheibe mit zylindrischen bzw. ebenen Kontaktflächen und den darauf schleifende Kontaktfingern den Vorteil, dass Abnutzungen der Kontakte vermieden, genauere Einstellungen der Schaltertrennkontakte erreicht werden und sich die Herstellung einfacher und billiger gestaltet.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Fig. 1 zeigt den Regler in Verbindung mit einer dreiteiligen Daumenscheibe nebst Schalter in Seitenansicht, Fig. 2 einen teilweisen Längsschnitt hiezu.
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setzte Daumenscheibe angeordnet. Eine Verbindungsschraube 5 legt die eingestellte Daumenlänge fest. Diese richtet sich nach dem Tätigkeitserfordernis der elektrischen Schalter und wird durch die mittlere verstellbare Scheibe 3 erreicht. Die Daumenlänge wird so eingestellt, dass die Schalter bei Bewegung der Daumenscheibe jeweils über 180 die betreffenden Stromkreise schliessen bzw. öffnen.
Die elektrischen Schalter 6 sind auf der um die Achse 1 über 1800 drehbaren Scheibe 7 angeordnet und werden über die auf der Daumenscheibe laufenden Rollen 8 sowie federbelasteten Gestänge 9 betätigt. Die Schalterscheibe 7 steht unter Zwischenschaltung einer entsprechenden Übersetzung mit einem Druckluftregler 12 in Verbindung, der, wenn der Druck im Druckluftbehälter infolge einer Über-oder Minderleistung des Verdichters schwankt, die Schalterscheibe entsprechend der erforderlichen Verdichterleistung verstellt.
Die Kabel 10 und 11 führen in der gleichen Weise wie beim Regler nach dem Stammpatent zu den Elektromagneten der Saugventile und der Stromquelle. Die Daumenscheibe wird in gleicher Drehzahl mit dem Verdichter angetrieben. Wenn die Rollen 8 auf die Daumen auflaufen, werden die jeweiligen Stromkreise durch die Schalter geschlossen und beim Ablaufen wieder getrennt. Das Schliessen der Stromkreise bewirkt infolge Magnetisierung der Eisenkerne das Anziehen der Anker bzw. Offenhalten der Saugventile, das Trennen hingegen infolge Entmagnetisierung das Abstossen der federbelasteten Anker bzw. Schliessen der Saugventile.
Die Scheibe 7 mit den Schaltern 6 ist so eingestellt, dass z. B. bei Volleistung schon mit Beginn der Saugperiode die Rollen 8 auf die Daumen auflaufen und die Schalter geschlossen und mit Ende der Saugperiode die Rollen von den Daumen ablaufen und die
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Schalter geöffnet werden. Es sind'somit während der Saugperiode die Magnetspulen ein-und während der Druckperiode ausgeschaltet.
Soll z. B. der Verdichter nur eine 50"/oigne Leistung geben, dann ist die Schalterscheibe 7 gegenüber der Volleistungsstellung um 900 im Sinne der Daumenscheibenlaufrichtung vorgestellt. Die Rollen laufen nun erst auf die Daumen auf und die Schalter werden erst geschlossen, wenn die Hälfte der Saugperiode erreicht ist, während das Ablaufen der Rollen und Öffnen der Schalter infolge des etwa 180 langen Daumens in der Mitte der Druckperiode einsetzt.
Die Saugventile werden somit bis in die Hälfte der Verdichtungsperiode offen gehalten, wodurch die Hälfte des angesaugten Mittels in den Saugraum zurückgeschoben und nur die andere Hälfte verdichtet und fortgedrückt wird.
Bei Leerlauf des Verdichters ist die Schalterscheibe um volle 1800 vorgestellt, wobei die Stromkreise während der Saugperiode offen und während der Druckperiode geschlossen sind, d. h., die Saugventile werden während der ganzen Druckperiode offen gehalten, so dass das ganze angesaugte Mittel in den Saugraum ausgeschoben wird.
Für die Schaltung der die Saugventile beeinflussenden Elektromagnete ist pro ZyliDderseite je ein elektrischer Schalter erforderlich. Die Zeichnung zeigt z. B. die Ausführung mit zwei um 1800 zueinander versetzte Schalter für einen doppeltwirkenden Einkurbelverdiehter. Bei doppeltwirkenden Zweikurbelverdichtern, bei denen die Kurbeln um 900 zueinander versetzt sind, ist ein zweites Schalterpaar erforderlich ; dieses ist dann zum ersten Schalterpaar um 90 versetzt auf der Schalterscheibe 7 angeordnet. Sämtliche Schalter werden von der einen Daumenscheibe betätigt.