DE2508941C2 - Vorrichtung zum Entlasten der Zylinder eines Hubkolbenverdichters - Google Patents
Vorrichtung zum Entlasten der Zylinder eines HubkolbenverdichtersInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Entlasten der Zylinder eines Hubkolbenverdichters
mit einer Magnetspule, die sich an der Außenseite des Zylinderdeckels befindet und das
Saugventil des Zylinders über einen als Magnetleiter wirkenden Eisenkörper steuert, wobei der Eisenkörper
mit dem Saugventil des Zylinders des Zylinderblocks in Verbindung steht und durch den Deckel des Zylinderblocks,
den Zylinderblock und das Druckventil des Zylinderblocks gebildet ist.
Solche Vorrichtungen sind aus der deutschen Offenlegungsschrift 23 02 250 oder dem UdSSR-Erfinderschein
3 35 437 bekannt
Die Steuerung der Leistung des Hubkolbenverdichters mit solchen Vorrichtungen geschieht in der Weise,
daß bei Erregung der Magnetspule der Magnetfluß von der dem Saugventilsitz gegenüberliegenden Seite längs
des gesamten Umfangs der Saugventil-Ringplatte am einen Rand in diese übergeht und am anderen Rand
diese wieder zur selben Seite hin verläßt, wodurch Anziehungskräfte im Sinne des Öffnens des Saugventils
wirksam werden und dieses entgegen der Kraft seiner Schließfeder offenhalten. Dadurch kann der Zylinder
keine Verdichtungsarbeit mehr leisten und ist entlastet
Derartig magnetisch wirkende Entlastungsvorrichtung haben gegenüber mechanischen, z. B. mit Abdrückstößeln
arbeitenden Vorrichtungen den Vorteil einfacherer Bauart, geringerer Störanfälligkeit, insbesondere
gegenüber dem Bruch der Ventilplatten, zuverlässigeren Betriebs und höherer Lebensdauer.
Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform kommt als weiterer Vorteil hinzu, daß wegen der
Anordnung der Magnetspule an der Außenseite des Zylinderdeckels die elektrisch leitenden Teile nicht in
Berührung mit dem Fördermedium des Verdichters kommen und dadurch auch der Betrieb mit aggressiven
oder explosionsgefährlichen Medien keine besonderen Gefahren birgt. Außerdsm ist durch die Einbeziehung
ohnehin vorhandener Bauteile des Verdichters in den Magnetfluß eine ziemliche Vereinfachung der Konstruktion
erreicht
Diese Vereinfachung bezieht sich jedoch nur auf Einzylinderverdichter, da bei Zwei- oder Mehrzylinderverdichtern
die Notwendigkeit, für jeden Zylinder eine Magnetspule vorzusehen, erhöhten Bau- und Materialaufwand
erzwingt.
An sich ist es aus der deutschen Patentschrift 8 66 711
oder der deutschen Auslegeschrift 11 39 603 bekannt,
bei mehrzylindrigen Hubkolbenverdichtern eine auf aile
Zylinder wirkende Entlastungsvorrichtung vorzusehen. Hier geht es jedoch um mechanisch wirkende
Entlastungsvorrichtungen, bei denen lediglich das Betätigungsgestänge bzw. der Betätigungsdruck alle
Zylinder beaufschlagt Diese Konstruktionen zeigen keinen Weg zur Lösung der Aufgabe der Vereinfachung
ίο von Entlastungsvorrichtungen für Mehrzylindermaschinen
der vorliegend vorausgesetzten Bauart
Aus der DE-PS 2 13 741 ist noch eine Entlastungsvorrichtung für einen Zweizylinderverdichter bekannt, bei
der mittels einer Magnetspule zwei Ventilschließelemente betätigt werden. Hierbei handelt es sich jedoch
um ein in die Druckleitungen der beiden Verdichterzylinder eingeschaltetes besonderes Doppelventil, das bei
Betätigung die Mediumströme ins Freie auspuffern läßt Diese Entlastungsvorrichtung hat also mit dem eigentlichen
Verdichter und dessen Bauart gar nichts zu tun.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Entlasten der Zylinder eines Hubkolbenverdichter
der eingangs genannten Bauart zu schaffen, bei der mit geringem Bau- und Materialaufwand
mehrere Zylinder durch eine einzige Entlastungsvorrichtung gleichzeitig gesteuert werden können.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß bei einem Zylinderblock mit
wenigstens zwei Zylindern diese vom Zylinderdeckel überspannt werden und von denen nur einem eine
Magnetspule zugeordnet ist, wobei dieser Deckel vom Zylinderblock magnetisch getrennt ist
Bei einer solchen Ausbildung kann der von der nur
einen Magnetspule erzeugte Magnetfluß sich nicht auf
dem üblichen kurzen Weg durch Übergang vom Zylinderblock in den Deckel schließen, sondern ist
gezwungen, den Weg über das Druckventil des anderen Zylinders zu nehmen, so daß auch dessen Saugventil
überquert werden muß und in der Offenstellung gehalten wird. Somit ist die Möglichkeit geschaffen, mit
einer Entlastungsvorrichtung mehrere Saugventile verschiedener Zylinder des gleichen Zylinderblocks zu
steuern, was die Gestaltung des Zylinderdeckels vereinfacht, den Aufwand an Material und für die
elektrische Versorgung verringert sowie Gewicht und Abmessungen des Verdichters zu verringern gestattet
Die Erfindung wird nachfolgend durch die Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnungen
weiter erläutert Es zeigt
F i g. 1 den oberen Teil eines Hubkolbenverdichters mit der Entlastungsvorrichtung im Schnitt;
F i g. 2 eine schematische Darstellung des Hubkolbenverdichters mit der Entlastungsvorrichtung.
Der Zweizylinder-Hubkolbenverdichter hat einen Zylinderblock 1 mit Deckel 2. Im Zylinderblock 1 sind
zwei Zylinder 3 und 4 gebildet
Der Zylinder 3 hat ein Saugventil 5 und ein
Druckventil 6. Der Zylinder 4 hat ein Saugventil 7 und ein Druckventil 8. Die Saugventile 5 und 7 bestehen aus
Ringplatten 9 bzw. 10. Oberhalb der Ringplatten 9 und 10 der Saugventile 5 und 7 sind Rückstellfedern 11 und
12 angeordnet Die Ringplatte 9 sperrt Saugöffnungen
13 und die Ringplatte 10 Saugöffnungen 14 ab. Die Saugöffnungen 13 und 14 stehen mit dem Saugraum 15
des Verdichters in Verbindung.
Im Deckel 2 des Zylinderblocks ist konzentrisch zur Achse des einen der beiden Zylinder eine nach außen
offene Ringnut 16 ausgebildet In dieser Ringnut 16 ist
eine Magnetspule 17 eingesetzt, die über einen den Magnetfluß leitenden Eisenkörper mit jedem Saugventil
5 und 7 in Verbindung steht Der Eisenkörper setzt sich aus dem Deckel 2 des Zylinderblocks, dem Zylinderblock
1 und den Körpern 18 und 19 der Druckventile 6 und 8 zusammen.
Um den von der Magnetspul · 17 erzeugten Magnetfluß zu zwingen, nicht nur durch das Saugventil
5, sondern auch durch das Saugventil 7 zu gehen, ist der Deckel 2 vom Zylinderblock 1 magnetisch getrennt, und
zwar durch eine nichtmagnetische Zwischenlage 20. Die Verbindung zwischen Zylinderblock 1, nichtrnagnetischer
Zwischenlage 20 und Deckel 2 ist so ausgeführt, daß keine Brücke für den Magnetfluß auftritt, z. B.
mittels nichtmagnetischer Schrauben oder wenigstens
Einlagen.
Die Magnetspule 17 ist mit einem nichtmagnetischen Deckel 21 abgeschlossen.
Die beschriebene Entlastungsvorrichtung funktioniert wie folgt:
Zur Herabsetzung der Verdichterleistung wird der Wicklung der Magnetspule 17 eine Speisespannung
zugeführt Dadurch erzeugt die Spule einen Magnetfluß, dessen Verlauf gestrichelt in F i g. 2 angedeutet ist Der
Magnetfluß geht durch den Deckel Z, den Körper 18 des Druckventil 6, das Saugventil 5, wobei er wegen des
oberhalb der Ringplatte 9 befindlichen nichtmagnetischen Einsatzes unter zweimaliger Überwindung eines
Luftspalts die Ringplatte 9 radial nach außen durchflutet durch den Zylinderblock 1 in das Saugventil 7, wo
dessen Ringplatte 10 in ähnlicher Weise radial nach innen durchflutet wird, und von da über das Gehäuse 19
des Druckventils 8 in den Deckel 2 zurück, wodurch der
ίο Kreis des Magnetflusses geschlossen ist
Bei der Durchflutung der Luftspalte werden die Ringplatten 9 und 10 entgegen der Wirkung der
Rückstellfedern 11 und 12 nach oben angezogen und in
der Offenstellung gehalten. Dadurch wird beim Ausschiebetakt der Kolben das Medium nicht mehr in
die Druckleitung befördert, sondern strömt aus den Arbeitsräumen der beiden Zylinder 3 und 4 in den
Saugraum 15 des Verdichters über die Saugöffnungen 13 und 14 zurück und die Zylinder leisten keine
Nutzarbeit mehr.
Bei der Wegnahme der Speisespannung von der Wicklung der Magnetspule 17 fäJii die Durchflutung
weg und der Verdichter arbeitet wieder mit Volleistung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zum Entlasten der Zylinder eines Hubkolbenverdichter mit einer Magnetspule, die sich an der Außenseite des Zylinderdeckels befindet und das Saugventil des Zylinders über einen als Magnetleiter wirkenden Eisenkörper steuert, wobei der Eisenkörper mit dem Saugventil des Zylinders des Zylinderblocks in Verbindung steht und durch den Deckel des Zylinderblocks, den Zylinderblock und das Druckventil des Zylinderblocks gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinderblock (1) wenigstens zwei Zylinder (3, 4) aufweist, die vom Zylinderdeckel (2) überspannt werden und von denen nur einem eine Magnetspule zugeordnet ist, wobei der Deckel (2) des Zylinderblocks (1) von dem Zylinderblock (1) magnetisch getrennt ist
Priority Applications (1)
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| DE19752508941 DE2508941C2 (de) | 1975-03-01 | 1975-03-01 | Vorrichtung zum Entlasten der Zylinder eines Hubkolbenverdichters |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19752508941 DE2508941C2 (de) | 1975-03-01 | 1975-03-01 | Vorrichtung zum Entlasten der Zylinder eines Hubkolbenverdichters |
Publications (2)
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| DE2508941A1 DE2508941A1 (de) | 1976-09-09 |
| DE2508941C2 true DE2508941C2 (de) | 1982-08-26 |
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