AT129712B - Drahtgewebe aus paarweise zusammengedrehten Kettendrähten und auf diese senkrechten Schußdrähten, sowie Verfahren zur Herstellung dieses Gewebes. - Google Patents

Drahtgewebe aus paarweise zusammengedrehten Kettendrähten und auf diese senkrechten Schußdrähten, sowie Verfahren zur Herstellung dieses Gewebes.

Info

Publication number
AT129712B
AT129712B AT129712DA AT129712B AT 129712 B AT129712 B AT 129712B AT 129712D A AT129712D A AT 129712DA AT 129712 B AT129712 B AT 129712B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
wires
weft
twisted together
mesh
chain
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Sandor Haidekker
Original Assignee
Sandor Haidekker
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sandor Haidekker filed Critical Sandor Haidekker
Application granted granted Critical
Publication of AT129712B publication Critical patent/AT129712B/de

Links

Landscapes

  • Wire Processing (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Drahtgewebe aus paarweise zusammengedrehten Kettendrähten und auf diese senkrechten Schuss- drähten, sowie Verfahren zur Herstellung dieses Gewebes. 



   Es ist bereits bekannt, Drahtgeflechte dadurch zu verstärken, dass man ausser den zur Struktur des Geflechtes gehörenden Drähten am Rand des Geflechtes noch einen Draht einflechtet. Bei diesen bekannten Geflechten hatte der am Rand eingeflochten besondere Draht keinen andern Zweck, als dem Geflecht am Rand eine grössere Widerstandsfähigkeit zu verleihen. 



   Im Sinne der vorliegenden Erfindung   w ird   dieses an sich bekannte Prinzip bei den aus gedrehten Kettendrähten und auf diese senkrechten   Schussdrähten   bestehenden Drahtgeweben derart angewendet, dass am Rande des Gewebes anstatt der üblichen beiden Kettendrähte drei oder mehrere Drähte zusammengedreht   werden, w odurch   die nachstehend angeführten eigenartigen technischen Wirkungen erzielt werden. 



   Die Erfindung betrifft auch eine vorteilhafte Herstellungsweise dieses Gewebes. 



   Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausuhrungsform des Gewebes gemäss der Erfindung. Fig. 1 ist eine Ansicht, Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie   lI-lI   in Fig. 1, und Fig. 3 zeigt das Ende eines   Schuss-   drahtes sowie die auf demselben befindlichen Kettendrähte im Schnitt. 



   In Fig. 1 sind zwei in üblicher Weise zusammengedrehte Kettenfäden 1 dargestellt. Die Randkette 2 ist im Sinne der Erfindung bei der dargestellten Ausführungsform aus vier Drähten zusammengedreht, es kann aber diese Randkette auch durch Zusammendrehen von drei oder mehr als vier Drähten hergestellt werden. Die Stärke der Drähte des Kettenfadens 2 wird vorteilhaft gleich der Stärke der übrigen Kettendrähte gewählt, es kann aber auch der Kettenfaden 2 aus schwächeren oder stärkeren Drähten als die übrigen Ketten hergestellt werden. Die Schussfäden 3 unterscheiden sich von den üblichen   Schussfäden   nur dadurch, dass ihre Enden abgebogen sind, wie dies weiter unten erklärt wird. 



   Selbstredend kann auch die am andern Rand des Gewebes sich befindende Randkette, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist, im Sinne der Erfindung aus drei oder mehr Drähten hergestellt werden. 



   Das Gewebe wird im Sinne der Erfindung derart hergestellt, dass in die am Rand der Maschine befindlichen Drehköpfe, die die Kettendrähte führen und zusammendrehen, an den Stellen, wo die einzelnen Kettendrähte eingezogen werden, zwei oder mehr Drähte eingezogen werden, was bei dünnen oder mittelstarken Drähten ohne weiteres möglich ist. Zur Herstellung des Gem ebes ist also an der Maschine keinerlei Abänderung erforderlich. Mit den in obiger Weise eingezogenen Drähten kann das Gewebe ebenso hergestellt werden wie die üblichen Gewebe ; es ist also bei der Erzeugung des erfindungsgemässen Gewebes ein besonderer Arbeitsgang nicht erforderlich, da die Kettenfäden 2 genau in derselben Weise eingeflochten werden als die Kettenfäden 1. 



   Das vorliegende Gewebe ist wesentlich steifer und haltbarer als die bisherigen   gewöhnlichen   derartigen Gen ehe, wobei am Rand desselben ein in die Struktur des Gewebes passender, also das Äussere des Gewebes nicht beeinträchtigender Verstärkungsfaden entsteht der den bei dem Befestigen dieser Gewebe sonst üblichen sogenannten Spanndraht überflüssig macht. 



   Der Randversteifungskettenfaden nach der Erfindung ergibt noch die nachstehenden technischen Effekte :
1. Die die   Schussdrähte   des Gewebes umgebenden Ösen 4 bestehen bei der Verstärkungskette mindestens aus drei nebeneinanderliegenden Drähten (Fig. 3), so dass die Abmessung der Ösen in der Längsrichtung der Schussfäden grösser ist als bei den übrigen Ösen, die bloss aus zwei Drähten bestehen. 



  Dadurch umfassen die Ösen der Verstärkungskette die Schussfäden an einem grösseren Stück als die übrigen Kettenfäden, was die Steifheit und Haltbarkeit des Gewebes wesentlich verbessert. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   2. Das bei dem Zusammendrehen der Randfäden durch die Kettendrähte auf die   Schussdrähte   ausgeübte Biegungsmoment ist zufolge des durch die nebeneinanderliegenden Drähte erzeugten grösseren Dreharmes und zufolge der durch das Zusammendrehen von mehr Drähten wirkenden grösseren Kraft so stark, dass die Enden der   Schussdrähte, wie   die Versuche gezeigt haben, während des Drehens abgebogen werden. Da aber die Drahtflechtmaschine die zwischen je zwei   Schuss drähten befindlichen   Teile der Kettendrähte abwechselnd nach rechts und links dreht, werden   die Enden 5,   6 der Schussdrähte abwechselnd, wie aus Fig. 2 ersichtlich, hin und her gebogen.

   Dadurch wird das   Längsversehieben   der   Schussdrähte   wirksam verhindert, anderseits wird der obere Rand des zu einem Zaun verspannten Drahtgewebes nach Art der   Staehelzäune   gestaltet. 



   3. Der aus drei oder mehreren Drähten hergestellte Kettenfaden widersteht der Zugbeanspruchung im erhöhten Masse, da nicht nur der Querschnitt der einzelnen zusammengedrehten Drähte in Betracht kommt, sondern auch das Anhaften bzw. die Reibung zwischen den Flächen der einzelnen Drähte, was den Widerstand gegen Zugbeanspruchungen erhöht, wie dies bei Drahtseilen bekanntlich der Fall ist. 



  Bei den aus zwei Drähten   zusammengedrehten Kettenfäden   entsteht diese Wirkung kaum oder gar nicht, da die einander berührenden Flächen zweier Drähte sehr gering sind, anderseits ist das Zusammendrehen bei solchen Kettenfäden stellenweise sehr locker. 



   4. Die zur Herstellung derartiger Gewebe dienenden Maschinen können, insbesondere im Falle von grösseren, z. B. 5 cm betragenden Schussdrahtentfernungen, erfahrungsgemäss ein gleichmässiges Zusammendrehen der Kettendrähte nicht bewirken. Der an der einen Seite der Ösen 4 befindliche Teil der Kettenfäden wird oft mit halb so grosser Steigung verdreht als der an der andern Seite der Öse befindliche Teil der Kettenfäden. Bei den Kettenfäden 1 in Fig. 1 ist dies klar ersichtlich. Diese Art der Verdrehung ist in vielen Beziehungen nachteilig : z. B. sind die Ösen 4 nicht so fest wie bei einer gleichmässigen Verdrehung, oder der stark verdrehte Teil der Kettenfäden nimmt   überflüssig   viel Stoff auf usw.

   Das Zusammendrehen der aus drei oder mehr Drähten bestehenden Kettenfäden ist erfahrunggemäss beinahe vollkommen gleichmässig, was   bezüglich   des Gewebes sehr vorteilhaft ist bzw. die obigen Nachteile beseitigt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Drahtgewebe aus paarweise zusammengedrehten Kettendrähten und auf diese senkrechten   Schussdrähten,   dadurch gekennzeichnet, dass am Rand des Gewebes aus drei oder mehr Drähten zusammengedrehte Ketten in gleicher Weise wie die übrigen Ketten eingeflochten sind.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung des Drahtgewebes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem oder in beiden zum Einziehen der Drähte dienenden Teilen der am Rande der Maschine befindlichen Drehköpfe zwei oder mehr Drähte eingezogen werden und das Geflecht mit diesen Drähten in an sich bekannter Weise geflochten wird. EMI2.1
AT129712D 1930-10-21 1931-10-19 Drahtgewebe aus paarweise zusammengedrehten Kettendrähten und auf diese senkrechten Schußdrähten, sowie Verfahren zur Herstellung dieses Gewebes. AT129712B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
HU129712X 1930-10-21

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT129712B true AT129712B (de) 1932-09-26

Family

ID=10977383

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT129712D AT129712B (de) 1930-10-21 1931-10-19 Drahtgewebe aus paarweise zusammengedrehten Kettendrähten und auf diese senkrechten Schußdrähten, sowie Verfahren zur Herstellung dieses Gewebes.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT129712B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DD146064A5 (de) Weblitze sowie verfahren und vorrichtung zu ihrer herstellung
AT129712B (de) Drahtgewebe aus paarweise zusammengedrehten Kettendrähten und auf diese senkrechten Schußdrähten, sowie Verfahren zur Herstellung dieses Gewebes.
DE2530110C3 (de) Papiermaschinenlangsieb
DE616709C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Schaft- oder Jacquarddrehergeweben
DE884927C (de) Tressengewebe, Koepertressengewebe od. dgl. sowie Verfahren zur Herstellung derartiger oder aehnlicher Gewebe aus Draht oder drahtaehnlichen Werkstoffen
DE707766C (de) Verfahren zum Abbinden der Laengs- und Querkante eines geflochtenen oder gewebten Gummilaeufers
DE556336C (de) Auf der einfaedigen Kloeppelmaschine hergestelltes Spitzengeflecht mit &#34;Filet-auf-Eck&#34;-Musterung
AT215921B (de) Schnürlsamt
DE851930C (de) Belag fuer Filter u. dgl., bestehend aus einem einschichtigen Gewebe, sowie Verfahren zur Herstellung desselben
DE388268C (de) Litzengeflecht aus Hanf und Verfahren zu seiner Herstellung
DE894601C (de) Verfahren zur Herstellung von Flechtwebmustern in Geweben
DE662031C (de) Verfahren zur Herstellung von Geflechten auf der einfaedigen Kloeppelmaschine
AT26421B (de) Flechtmaschine zur Herstellung gemusterter Litzen.
DE159979C (de)
DE680529C (de) Gummielastisches Gewebe mit Dreherschnueren
DE422147C (de) Schaftgetriebe fuer Drahtwebstuehle mit fest gefuehrten Stehschaeften
AT121836B (de) Auf der einfädigen Klöppelmaschine hergestellte Nachahmung einer Valenciennesspitze und Verfahren zu ihrer Herstellung.
AT125982B (de) Leiste für Gewebe und Vorrichtung zu ihrer Herstellung.
AT106644B (de) Verfahren und Maschine zur Herstellung drallfreier Drahtseile.
DE377131C (de) Verfahren zur Herstellung einer Kloeppelspitze mit baendchenartiger Musterung
DE1554142A1 (de) Drahtgeflecht und Verfahren zu seiner Herstellung
DE600754C (de) Verfahren zur Herstellung eines in der Kettenrichtung gummielastischen Gewebes
DE429664C (de) Kloeppelspitze, insbesondere Valenciennespitze mit gedrehten Randoesen
DE630070C (de) Dreherhalblitze
DE195887C (de)