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Elektromagnetischer Tonübertrager für mit einer Lautsprecheranlage verbundene Musikinstrumente.
Es ist bereits bekannt, Musik durch mit Mikrophone oder elektromagnetischen Schalldosen ausgestattete Musikinstrumente auf mit diesen elektrisch verbundene Lautsprecheranlagen unmittelbar zu übertragen und dadurch an den verschiedensten Orten zu Gehör zu bringen.
Diese Tonübertrager wurden bisher unmittelbar in das betreffende Musikinstrument eingebaut oder an diesem fix angebracht. Dadurch ergab sich der Nachteil, dass zu diesen Musikübertragungen nur die besonders zu diesem Zweck ausgebildeten mit einem Tonübertrager versehenen Musikinstrumente verwendet werden konnten, wodurch derartige Anlagen sich als unrentabel erwiesen haben.
Dieser Nachteil wird gemäss der Erfindung bei einem mit einer Lautsprecheranlage elektrisch verbundenen und mit einer für ein Saiten-, Schlag-oder Blasinstrument ausgebildeten Befestigungsvorrichtung versehenen Tonübertrager dadurch vollkommen behoben, dass die Befestigungsvorrichtung desselben leicht aufsteckbar ausgebildet ist und bei Saiten-und Schlaginstrumenten als Träger für von den Saiten bzw. des Trommelfelles beeinflusste Fühlorgane, bei Blasinstrumenten als Träger für eine vorteilhaft an der Mündungsöffnung angeordnete, mit Luftdurchtrittsöffnungen versehene, von den Luftschwingungen beeinflusste Membrane dient.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes an verschiedenen Musikinstrumenten dargestellt, u. zw. zeigen die Fig. 1 und 2 eine auf den Steg einer Geige aufsteckbare elektromagnetische Schalldose in zwei Ansichten, die Fig. 3 eine Vorrichtung einer elektromagnetischen Schalldose auf einem Blasinstrument und die Fig. 4 eine mit einer aufgesteckten elektromagnetischen Schalldose ausgestatteten Mundharmonika.
Wie aus den Fig. 1 und 2 der Zeichnung ersichtlich ist, sind an der den Tonübertrager bildenden elektromagnetischen Schalldose 1 zwei Stecker 2 angelenkt, mittels denen die Schalldose auf dem Steg 3 des betreffenden Streichinstrumentes aufgesteckt wird. An jedem der beiden Stecker 2 ist eine Feder 4 angebracht, welche ständig an dem Schalldosengehäuse anliegt und dieses in seiner Lage erhält. An der Muffe 5 der Schalldosenmembrane sind in diesem Falle, statt des bekannten Grammophonstiftes mehrere Fühlorgane 6 befestigt, von denen je eines einer Saite 7 des Streichinstrumentes zugeordnet ist und mit ihrem gabelförmigen Ende auf diesem unter dem leichten Druck der am Schalldosengehäuse anliegenden Feder 4 aufruht.
Auf diese Weise wird jede Schwingung der Saiten des Streichinstrumentes mittels der Fühlorgane 6 auf die Membrane der elektromagnetischen Schalldose übertragen.
Zwei andere Ausführungsformen eines Tonübertragers sind in den Fig. 3 und 4 dargestellt, u. zw. ist hier eine elektromagnetische Schalldose auf einem hornartigen Blasinstrument und auf einer Mundharmonika angebracht.
Über die Mündung des Blasinstrumentes ist eine Kappe 12 gestülpt und befestigt, die eine zentrale Öffnung aufweist, in der eine mit ein oder mehreren Löchern 13 versehene Membrane 14 eingespannt ist. An der Membrane ist ein Fühlstift 15 befestigt, der an der Kappe 12 gelagert und mit der Muffe 5 der Membrane der elektromagnetischen Schalldose 1 verbunden ist. Die elektromagnetische Schalldose selbst ist zur einwandfreien Übertragung der Schallschwingungen beweglich an der Kappe 12 oder am Instrument selbst gelagert.
Durch diese Anordnung einer mit der elektromagnetischen Schalldose verbundenen Membrane im Schalltrichter eines Blasinstrumentes, ist es erst möglich, die mit dem Instrument erzeugten Schwingungen der Luft mittels der elektromagnetischen Schalldose rein aufzunehmen und durch Lautsprecher ohne metallische Nebenschwingungen naturgetreu wiederzugeben.
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Bei Blasinstrumenten, die keinen Schalltrichter haben, z. B. bei einer Mundharmonika (s. Fig. 6) ist die Kappe 12 als Trichter ausgebildet, an dessen Mündung die mit Löchern 13 versehene Membrane 14 eingespannt und durch ihr Fühlorgan 15 mit der Membrane der an dem Trichter angelenkten elektromagnetischen Schalldose 1 verbunden ist.
Die durch Blasen mittels der Instrumente erzeugten Schwingungen werden auf die die Mündung des Blasinstrumentes abschliessende Membrane übertragen und von dieser an die Membrane der elektromagnetischen Schalldose und somit auch auf den Lautsprecher weitergegeben.
Auf diese Weise ist es möglich, ; alle Musikinstrumente von beliebiger Bauart und Konstruktion vor oder während eines Vortrages durch blosses Aufstecken einer elektromagnetischen Schalldose sofort für eine Übertragung auf eine beliebige Anzahl Lautsprecheranlagen betriebsfertig zu machen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektromagnetischer Tonübertrager für mit einer Lautspreeheranlage verbundene Musikinstrumente, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung des Tonübertragers leicht aufsteckbar ausgebildet ist und bei Saiten-und Schlaginstrumenten als Träger für von den Saiten bzw. des Trommelfelles beeinflusste Fühlorgane (6), bei Blasinstrumenten als Träger für eine vorteilhaft an der Mündungsöffnung angeordnete, mit Luftdurchtrittsöffmmgen versehene, von den Luftschwingungen beeinflusste Membrane (14) dient.