AT129179B - Überlastungsträge Schmelzsicherungspatrone mit Schmelzleiter, Lötstelle und Schaltvorrichtung. - Google Patents

Überlastungsträge Schmelzsicherungspatrone mit Schmelzleiter, Lötstelle und Schaltvorrichtung.

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AT129179B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Uberlastungsträge   Schmelzsicherungspatrone mit Schmelzleiter, Lötstelle und Schaltvorrichtung. 
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 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Sehaltvorrichtung kann mit verhältnismässig kleinen Abmessungen ausgeführt werden. 



  Es braucht nämlich im Gegensatz zu den sonst üblichen Schaltvorrichtungen nicht dafür gesorgt zu werden, dass keine Schaltflammen auftreten. Die etwa auftretenden Schaltlichtbögen erzeugen vielmehr eine Hitze, die auch die Schmelzdrähte zum Abschmelzen bringt und dadurch das Abschalten unterstützt. 



   Gegenüber bekannten Anordnungen hat die Erfindung ferner den Vorzug, dass die Schaltfeder selbst nicht vom Strom durchflossen ist. Sie kann infolgedessen aus gut federndem Werkstoff bestehen und behält ihre Federung dauernd bei. Ferner ermöglicht die Erfindung die Anwendung eines zentral angeordneten und für beide Abschmelzarten gleichen Unterbrechungsmelder. Die Anordnung der Schaltvorrichtung zwischen zwei   Schmelzleiteranordnungen   mit lichtbogenlöschender Füllmasse gewährt ausserdem eine sichere Kurzschlussfestigkeit. Dabei ermöglicht es die Anwendung von ringförmigen Kontaktstücken für die Schaltvorrichtung, mehrere Schmelzleiter parallel anzuordnen, so dass die Patrone für höhere Stromstärken geeignet ist. 



  Hiezu kommt noch, dass sämtliche Teile der Patrone im Innern eines einzigen Patronenkörpers untergebracht sind. Infolgedessen kann man die Patrone in der gleichen Weise wie die bisher üblichen nicht überlastbaren Patronen so ausführen, dass sie in normalen Sicherungselementen verwendbar sind. 



   Die Herstellung von Sicherungspatronen nach der Erfindung ist verhältnismässig einfach, da die die gesamte Schmelzleiter und Schaltvorrichtung umfassende Schaltanordnung ausserhalb des Patronenkörpers fertiggestellt werden kann. 



   Nach der weiteren Erfindung liegt die Schaltfeder der Schaltvorrichtung ausserhalb des die Kontaktorgane aufnehmenden Unterbrechungsraumes der Patrone. Dadurch wird vermieden, dass die Feder beim Abschalten der Patrone vom Schaltfeuer angegriffen wird und verdampft. 



  Die Anordnung ermöglicht ferner kleinere Abmessungen der übrigen Teile der Schaltvorrichtung. 



   Fig. 4 der Zeichnung zeigt ein solches Ausführungsbeispiel.   1   ist der mit den Stirnkontaktkappen 2 und 3 versehene keramische Körper einer Sicherungspatrone. Im Innern des Körpers befinden sich die Schmelzleiter 4, der nach aussen geführte Kenndraht 14 und die bei Überstrom ansprechende Schaltvorrichtung. Die Schaltvorrichtung ist so in der Patrone angeordnet, dass die Unterbrechung des Stromkreises in der Mitte der Patrone erfolgt. Sie besteht aus zwei Ringblechen 17 und 18, an denen die Schmelzleiter   4   zweckmässig durch Schweissen oder mit Hartlot befestigt sind, ferner aus einem hutförmigen Schaltorgan 19, das die Bleche 17 und   18   in der Einschaltstellung leitend verbindet. Das Schaltorgan 19 sitzt auf einem rohrförmigen Stab 10, an dessen andern Ende eine schraubenförmige Druckfeder 12 angreift.

   Die Druckfeder befindet sich in der Nähe der Kontaktkappe 3 und wird in ihrer Wirkung nicht von den Schmelz- leitern beeinflusst. Das Schaltorgan 19 ist an beiden Blechen 17 und 18 mit Weichlot verlötet und über dem Blech 17 von einer Isolierstoffhaube 15 überdeckt, die unter sich einen freien Raum bildet, der das Schaltorgan 19 bei ausgelöster Patrone aufnimmt. Die   Raumab-   schnitte der Patrone, in denen sich die Schmelzleiter 4 befinden, sind mit lichtbogenlöschen- der Masse, z. B. Sand, gefüllt. Die Ringe 17 und 18 und die Haube 15 schützen den zwischen ihnen liegenden Abschaltraum vor dem Eindringen der   Sandfüllung.   Die Kontaktkappen 2 und 3 sind durch besondere Abdichtungen 5 vor Verbrennen geschützt. 



   Tritt ein Kurzschluss auf, so schmelzen die Drähte 4 ab, ehe die trägen Lötstellen zwischen den Schaltorganen 19 und den Ringen 17 und 18 erweichen können. 



   Bei einem Überstrom hingegen, der zu schwach ist, die Leiter 4 zu schmelzen, erweicht bei genügend langer Dauer die Weichlotstelle, bis die Feder 12 in Tätigkeit tritt, das Schalt- organ in das Innere der Haube 15 bewegt und dadurch die leitende Verbindung zwischen den Ringen   17   und 18 aufhebt. 



   Bei diesem Beispiel sind die Metallmassen, die in   der'Nähe   der bei Überstrom wirken- den Abschaltstelle liegen, sehr gering. Sie bestehen lediglich aus den beiden   Blechringen   zum 
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Überlastungsträge geschlossene Schmelzsicherungspatrone mit Schmelzleitern in lichtbogenlöschender Füllmasse und einer unter Federwirkung stehenden, bei Überstrom öffnenden Lötstelle, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit einem beweglichen Schaltorgan versehene Schalteinrichtung, die unter dem Einfluss der bei Überstrom von den Schmelzorganen erzeugten Wärme den Strom ohne mechanische Beeinflussung der Schmelzleiter oder ihrer Befestigungsstellen unterbricht, mit den Schmelzleitern in der gleichen durchgehenden Patronenbohrung angeordnet ist.

Claims (1)

  1. 2. Schmelzsicherungspatrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltvorrichtung aus einem Schaltstab besteht, der in der Einschaltstellung mit zwei axial auseinanderliegenden Kontaktstücken durch Weichlot verlötet ist und an dessen einem Ende die Feder <Desc/Clms Page number 3> angreift, die den Schaltstab nach dem Erweichen der Lijtungen von einem der beiden Kontaktstücke fortbewegt.
    3. Schmelzsicherungspatrone nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltstab aus einem Flanschrohr (10) besteht und dass die Kontaktstücke (8, 9) das Rohr ringförmig umgeben und eine Führung für den Schaltstab bilden.
    4. Schmelzsicherungspatrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschaltfeder der von den Schmelzleitern und ihrer Befestigungsstellen unabhängig wirkenden Schaltvorrichtung ausserhalb des die Kontaktorgane aufnehmenden Unterbrechungsraumes angeordnet ist.
    5. Schmelzsicherungspatrone nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder mit dem Schaltorgan durch einen Stab aus Isolierstoff verbunden ist.
    6. Schmelzsicherungspatrone nach den Ansprüchen 1 bis 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich der von lichtbogenlöschender Masse freie Abschaltraum etwa in der Mitte des Patronenkörpers und die unabhängig von den Schmelzleitern wirkende Feder in der Nähe einer Kontakt- EMI3.1
    7. Schmelzsicherungspatrone nach den Ansprüchen 1, 5,6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden durch das bewegliche Schaltorgan leitend miteinander verbundenen Metallkörper, an denen die Schmelzleiter befestigt sind, aus ringförmigen Blechscheiben bestehen.
    8. Schmelzsicherungspatrone nach den Ansprüchen 1, 5,6, 7 oder 8, gekennzeichnet durch eine hutförmige Abdeckung an einer der beiden Blechscheiben, die einen von lichtbogenlöschender Masse freien Raum bildet, der bei ausgeschalteter Patrone das Schaltorgan aufnimmt.
    9. Schmelzsicherungspatrone nach den Ansprüchen 1, 5,6, 7,8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Stab zentral angeordnet und zur Durchführung eines Kenndrahtes durchbohrt ist. EMI3.2
AT129179D 1930-04-05 Überlastungsträge Schmelzsicherungspatrone mit Schmelzleiter, Lötstelle und Schaltvorrichtung. AT129179B (de)

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