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Verfahren zur Regelung der Lastverteilung zwischen mehreren Stromerzeugern.
Wenn die Aufgabe vorliegt, mehrere parallel arbeitende Stromerzeuger mit Hilfe von Kommando- impulsen zur Erhöhung oder Verminderung ihrer Leistungsabgabe zu veranlassen, so führt man meist die Kommandoimpulse einer Regelanordnung zu, welche die Verstellmotoren für die Energiezufuhr, z. B. Dampf-oder Wasserzufuhr, zu den die Stromerzeuger antreibenden Kraftmaschine für eine gewisse
Zeit in Gang setzt.
Bei derartigen Einrichtungen lässt sich kaum vermeiden, dass sie die Stromerzeuger wegen der oft vorhandenen Verschiedenheit ihrer Charakteristiken und auch aus andern Gründen ungleich belasten.
Gemäss der Erfindung kann man eine ziemlich gleichmässige Lastverteilung herbeiführen, wenn man in gewissen Zeitabständen oder beim Eintreffen eines Kommandos zur Verminderung oder Erhöhung der Leistungsabgabe die am stärksten bzw. am schwächsten belastete Maschine durch Vergleich ihrer Leistungsabgabe mit einer von der Gesamtleistung im wesentlichen unabhängigen Hilfsgrösse ermittelt. Als Hilfsgrösse kann man beispielsweise eine Geschwindigkeit benutzen, die von einem an das Netz angeschlossenen Synchronmotor erzeugt wird. Obgleich die Frequenz in geringem Masse abhängig von der Gesamtleistung ist, ist die Drehzahl des Synchronmotor für die Zwecke der vorliegenden Erfindung genügend konstant.
Beim Steigern der Leistungsabgabe wird die gemäss der Erfindung ermittelte am stärksten belastete Maschine und beim Vermindern der Leistungsabgabe in geringerem Masse bei der Regelung herangezogen als die übrigen Maschinen. Im allgemeinen wird man beim Steigern der Leistungsabgabe die am stärksten belastete Maschine und beim Vermindern der Leistungsabgabe die am schwächsten belastete Maschine überhaupt nicht beeinflussen und die übrigen Maschinen etwa gleichmässig zum Lastausgleich heranziehen. Man kann die Einrichtung aber auch so treffen, dass beim Steigern der Last nur die am schwächsten belastete und beim Vermindern der Last die am stärksten belastete Maschine geregelt wird.
Die Ermittlung der am schwächsten bzw. am stärksten belasteten Maschine geschieht zweckmässig mit Hilfe von Vergleichsanordnungen, bei welchen Geschwindigkeiten miteinander verglichen werden, von welchen die eine Geschwindigkeit der Leistungsabgabe des der Vergleichsanordnung zugeordneten Generators proportional ist.
In der Fig. 1 ist schematisch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, bei welchem der Übersichtlichkeit halber nur zwei Generatoren an das gleiche Netz angeschlossen sind. Sind mehr als zwei Generatoren vorhanden, so ändert sich die Schaltung grundsätzlich nicht, denn die zur Regelung der Generatoren dienenden Hilfsapparate sind parallel geschaltet. Die Generatoren sind in der Figur mit 1 und 2 bezeichnet. Die von ihnen abgegebene Leistung wird mit Hilfe der Messgeräte (Zähler) 3 und 4 gemessen. Von den Zählern werden entweder unmittelbar oder, falls diese Zähler als Fernmesssender ausgebildet sind, mit Hilfe der Z-Ankersysteme 5 und 6 die Kontaktpaare 7 und 8 in Umlauf gesetzt, deren Umlaufsgeschwindigkeit dann der Leistungsabgabe des zugehörigen Stromerzeugers proportional ist.
Zwischen den Kontakten eines jeden Kontaktpaares werden die ebenfalls drehbaren Kontaktarme 9 und 10 mit Hilfe von Federn gehalten. Die Kontaktarme 9 und 10 sind an dem Pluspol einer Stromquelle angeschlossen. Solange die Anordnung von aussen nicht beeinflusst wird, werden die Kontaktarme 9 und 10 mit Hilfe der Feder von den Kontaktpaaren 7 und 8 mitgenommen und kommen mit diesen nicht in Berührung.
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Um die Geschwindigkeit der Kontaktpaare 7 und 8 mit einer bestimmten Geschwindigkeit vergleichen zu können, sind die magnetischen Kupplungen 11 und 12 vorgesehen, bei deren Erregung die Kontaktarme 9 und 10 mit den Motoren 13 und 14 gekuppelt werden. Diese Motoren laufen entweder mit konstanter Geschwindigkeit um oder stehen still. Im ersteren Fall wird die Geschwindigkeit der Kontaktpaare 7 und 8 mit einer Umlaufsgeschwindigkeit der Kontaktarme 9 und 10, im letzteren mit einer Geschwindigkeit Null verglichen.
Laufen die Motoren 13 und 14 mit einer Geschwindigkeit um, die grösser ist als die Umlaufsgeschwindigkeit der Kontaktpaare 7 und 8, so wird diejenige der Vergleichsanordnungen zuerst ihren Kontakt schliessen, deren zugeordneter Generator die kleinste Leistung abgibt, Stehen die Motoren 13 und 14 still, so spricht diejenige Vergleichsanordnung zuerst an, deren zugeordneter Generator die grösste Leistung abgibt, weil dann das diesem Generator zugeordnete Kontaktpaar am raschesten umläuft. Die Kontakte jeder Vergleichsanordnung liegen im Stromkreis der Magnetwickluns ; je eines besonderen Relais.
Das dem Generator 1 zugeordnete Relais ist mit 15, das dem Generator 2
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der Motoren 26 bzw. 27, welche die Energiezufuhr zu den Antriebsmaschinen der Generatoren beein- flussen, also beispielsweise auf die Dampfventile einwirken.
Die Motoren 26, 27 erhalten Strom über die Kontakte des Relais 23, das mit zwei Wicklungen sowie dem dazugehörigen Kontaktsystem ausgerüstet ist. Welche der beiden Wicklungen erregt wird, hängt davon ab, ob dem ebenfalls mit zwei Wieldungen ausgerüsteten Relais 28 ein Kommando zum Erhöhen oder Erniedrigen der Leistungsabgabe zugeleitet wird. Die Wicklungen des Relais 28 erhalten Strom über das polarisierte Hilfsrelais 29, dem Stromimpulse der einen oder der andern Richtung zugeführt werden, je nachdem, ob die Leistungsabgabe gesteigert oder vermindert werden soll. Im stromlosen Zustand des Relais 29 muss der Anker in eine kontaktlos Mittellage gebracht werden. Bei einem
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so dass die Wicklung 31 Strom erhält und die ihr zugeordneten Kontakte geschlossen werden.
Bei einem Kommando zum Erhöhen der Leistungsabgabe legt sich der Anker an den Kontakt 32, so dass die Wicklung 33 Strom erhält. Den Wicklungen 31 und 33 sind die Haltekontakt 34 bzw. 35 zugeordnet. Zur Wicklung 31 gehört ferner der Kontakt 36, der im Stromkreis der Motoren 13 und 14 liegt. Den Wicklungen 31 und 33 sind weiter die Kontakte 37 bzw. 38 zugeordnet, die in Parallelschaltung in dem Strom-
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die in den Stromkreisen der Wicklungen des. Relais 23 liegen. Wird der Kontakt 39 geschlossen, so wird die Spule 41 erregt. Dadurch wird die Kontaktzunge 145 umgeschaltet und der Kontakt 43 geöffnet. Durch die Umschaltung der Zunge 42 erhalten die Anker der Motoren 26. 27 Strom.
Durch das Öffnen des Kontaktes 43 wird die Erregung des Verzögerungsrelais 44 unterbrochen, so dass dieses nach einer bestimmten Zeit seinen Anker loslässt und damit die gesamte Anordnung in die Ruhelage zurückführt, weil dadurch sämtliche mit Haltek011Ìakten ausgerüsteten Relais kurzzeitig stromlos werden. Wird die Wicklung 42 erregt, so schaltet die Zunge 45 um, so dass den Motoren 26 in umgekehrter Richtung Strom zugeführt wird, wie nach dem Umschalten der Zunge 145. Der Kontakt 46 erfüllt die gleichen Funktionen wie der Kontakt 43.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise der beschriebenen Anordnung sei angenommen, dass dem Relais 29 ein Kommando zum Vermindern der Leistungsabgabe zugeführt wird. Durch dieses Kommando wird die Zunge des Relais 29 gegen den Kontakt 30 gelegt und dadurch die Wicklung 31 erregt, so dass sie ihren Anker anzieht. Dadurch wird zunächst der Selbsthaltekontakt 35 geschlossen. Ferner wird der Kontakt 36 geschlossen und die Motoren 13 und 14 in Gang gesetzt. Diese Motoren können als selbstanlaufende Synchronmotoren ausgebildet sein. Durch Schliessen des Kontaktes 38 werden die magne-
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keit in der gleichen Richtung angetrieben werden wie die Kontaktpaare ? und 8. Der Kontakt 40 bereitet den Stromkreis für die : Wicklung 42 vor.
Durch Erregen der Magnetkupplung 11 und 12 ist der Vergleichsvorgang eingeleitet worden.
Da die Arme 9 und 10 gegenüber den Kontaktpaaren 7 und 8 mit verschiedener Geschwindigkeit umlaufen, wird nach Ablauf einer gewissen Zeit einer der Arme mit dem zugehörigen Kontaktpaar in Be- rührung kommen. Es sei angenommen, dass dies zuerst bei der dem Erzeuger 7 zugeordneten Vergleichsanordnung der Fall ist, so dass also der Kontaktarm 9 mit einem Kontakt des Kontaktpaares 7, dessen Umlaufsgeschwindigkeit der Leistungsabgabe der Maschine 1 proportional ist, in Berührung kommt. Es ist also vorausgesetzt, dass die Leistungsabgabe der Maschine 1 kleiner ist als die der übrigen Maschinen, weil nur dann der Kontaktarm 9 als erster das zugehörige Kontaktpaar einholen kann.
Durch das In- berührungkommen des Armes 9 mit dem Kontaktpaar 7 erhält die Wieklung 15 Strom und zieht den zugeordneten Anker an. Dadurch wird der Selbsthaltekontakt 17 geschlossen, so dass der Anker des Relais zunächst nicht abfallen kann. Durch geeignete Massnahmen muss. dafür gesorgt werden, dass Kon- takt 17 stets vor dem Öffnen des Kontaktes 19 bzw. der ansprechenden Kontakte schliesst. Ferner wird
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der im Stromkreis der Magnetkupplungen 11 und 12 liegende Kontakt 19 geöffnet, so dass die Kupplungen gelöst und damit die Vergleiehsvorgänge unterbrochen werden. Die umlaufenden Arme 9 und 10 gehen dadurch in ihre Ruhelage in Bezug zu den Kontaktpaaren 7 und 8.
Der Kontakt 24 wird geöffnet und dadurch der Erregerstromkreis der Maschine 26 unterbrochen. Durch Schliessen des Kontaktes 21 wird die Stromleitung zu dem Relais 2. 3 geschlossen. Da auch der Kontakt 40 des Relais 28 geschlossen ist, erhält die Wicklung 42 Strom und zieht ihren Anker an. Dadurch wird die Kontaktzunge 45 an den oberen Kontakt angelegt und damit die eine Bürste der Motoren 26,27 an den Pluspol der Stromquelle gelegt. Der Strom fliesst über die Kontaktzunge 145 zu der Leitung 47, an welche die Kontakte 24 und 25 angeschlossen sind. Durch den Kontakt 24 ist der Stromweg unterbrochen, dagegen erhält die Wicklung des Motors 27 über den Kontakt 25 Strom, so dass dieser in Umlauf versetzt wird und die Energie. zufuhr im Sinne einer Verringerung der Leistungsabgabe beeinflusst.
Da die am schwächsten belastete Maschine 1 nicht beeinflusst wird, so wirkt sich die Regelung also nur auf die stärker belastete Maschine aus. Da beim Umschalten des Relais 2. 3 auch das Verzögerungsrelais 44 stromlos wird und nach Ablauf einer gewissen Zeit abfällt, so wird die Stromzuführung zu sämtlichen mit Selbsthaltekontakten ausgerüsteten Relais unterbrochen, so dass diese abfallen. Dadurch wird auch die Stromzufuhr zum Motor 27 wieder unterbrochen. Dieser aber hat inzwischen das auf die Energiezufuhr einwirkende Glied um einen gewissen Betrag verstellt.
Damit mit Sicherheit verhindert wird, dass die Relais 15 und 16, oder im Falle, dass mehrere Generatoren vorhanden sind, die diesen Generatoren zugeordneten Relais gleichzeitig ansprechen, kann man noch eine besondere gegenseitige Sperrung der Relais vorsehen.
Wenn das Relais 28 ein Kommando zum Erhöhen der Leistungsabgabe erhält, so legt sich die Zunge an den Kontakt 32, so dass die Wicklung 33 erregt wird. Dadurch wird zunächst der Selbsthaltekontakt 34 geschlossen. Die Motoren 13 und 14 werden jedoch nicht in Gang gesetzt, weil der Kontakt 36 nicht angeschlossen ist. Durch den Kohtakt 37 werden die Magnetkupplungen 11 und 12 erregt und dadurch der Vergleichsvorgang eingeleitet. Da die Motoren 13 und 14 stillstehen, wird die Umlaufsgeschwindigkeit der Kontaktpaare 7 und 8 mit der Geschwindigkeit Null verglichen.
Wenn man annimmt, dass die Maschine 2 am stärksten belastet ist, so wird zuerst das Kontaktsystem 8 mit dem zugeordneten umlaufenden Hebel 10 in Berührung kommen, so dass nunmehr zuerst das Relais 16 anspricht, das nunmehr die gleichen Funktionen ausführt wie das Relais 15 in dem vorher erwähnten Fall. Durch Schliessen des Kontaktes 22 erhält nunmehr aber die Wicklung 41 des Relais 23 Strom, welche die Zunge 145 umschaltet, so dass dem Motor 26 Strom in der umgekehrten Richtung zugeführt wird, wie im vorhergehenden Fall dem Motor 27, so dass der Motor 26 nunmehr die Energiezufuhr zu dem zugehörigen Generator erhöht.
Da die Stromzufuhr zum Motor 27 durch den Kontakt 25 unterbrochen wird, wirkt sieh der Regelvorgang also nur auf die am schwächsten belasteten Generatoren aus.
Unter Umständen kann es erwünscht sein, beim Steigern der Leistungsabgabe nur die am schwächsten belastete und beim Vermindern der Leistungsabgabe nur die am stärksten belastete Maschine zu regeln. Eine derartige Einrichtung erhält man, wenn man die in Fig. 1 dargestellte Schaltung etwas abändert. Zu diesem Zwecke ist es nur erforderlich, die zu dem Kontakt 36 führenden Leitungen nicht an diesen, sondern an den nicht näher bezeichneten linen Kontakt des Relais 28 anzuschliessen und ferner die Kontakte 24 und 26 in Arbeitskontakte umzuändern, d. h. also in Kontakte, die beim Ansprechen des Relais geschlossen werden.
Die in Fig. 1 dargestellte Einrichtung ist so beschaffen, dass beim Eintreffen eines Kommandos zur Veränderung der Leistungsabgabe zunächst die jeweils am stärksten bzw. am schwächsten belastete Maschine ermittelt und dann erst der Regelvorgang durchgeführt wird. Unter Umständen kann die zur Bestimmung der am stärksten bzw. am schwächsten belasteten Maschine notwendige Zeit den Regelvorgang in unerwünschter Weise verzögern.
Um die Regelvorgänge der Einrichtung nach Fig. 1 zu beschleunigen, kann man die Umlaufsgesehwindigkeiten der Arme 9 und 10 verhältnismässig gross wählen. Anstatt in der einen Vergleichsperiode diese Arme still stehen zu lassen, kann man sie auch im umgekehrten Sinne gegebenenfalls mit verminderter Geschwindigkeit umlaufen lassen. In vielen Fällen wird es sich jedoch empfehlen, die am stärksten bzw. am schwächsten belastete Maschine unabhängig von dem Eintreffen von Kommandos zum Erhöhen oder Vermindern der Leistungsabgabe zu ermitteln. Man kann zu diesem Zwecke die Ver- gleichsvorgänge in bestimmten Zeiträumen etwa mit Hilfe von Zeitwerken einleiten. Eine andere Mög-
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dieser Art ist in Fig. 2 schematisch dargestellt.
Die Generatoren, auf welche eine bestimmte Leistung möglichst gleichmässig verteilt werden soll, sind mit 50, 51 und 52 bezeichnet. Die von ihnen abgegebene Leistung wird mit Hilfe der Messgeräte (Zähler) 53, 54, 55 gemessen. Von den Zählern werden, wie bereits bei Fig. 1 beschrieben, die Z-Ankersysteme 56, 57, 58, welche die Kontaktpaare 59, 60 und 61 in Umlauf versetzen, angetrieben. Die Umlaufsgeschwindigkeit dieser Kontaktpaare ist der Leistung der zugehörigen Stromerzeuger proportional.
Um die Umlaufsgeschwindigkeit der Kontaktpaare 59-61 mit einem Hilfswert zu vergleichen, sind ebenso wie bei Fig. 1 bereits dargestellt, die Synchronmotoren 62, 63, 64 angeordnet, die mit Hilfe der
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magnetischen Kupplungen 65,66 und 67, die zwischen den Kontaktpaaren 59-61 liegenden Kontaktarme 68, 69 und 70 antreiben. Die Arbeitsweise dieser Vergleichsordnung stimmt mit der Arbeitsweise
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Relais 75, 82 und 84 ist mit Hilfskontakten der beiden andern Relais in Reihe geschaltet. Diese Kontakte sind in der Figur nicht näher bezeichnet. Jeder Selbsthaltekontakt der Relais 77, 8. 3 und 85 ist mit einem Hilfskontakt der beiden andern Relais in Reihe geschaltet.
Die Relais 75, 82 und 84 besitzen ferner die Kontakte 92, 93 und 94, die an die Sammelschiene 95 angeschlossen sind. Die Kontakte 96, 97, 98 der Relais 77, 83 und 85 sind an die Sammelschiene 100 angeschlossen.
Die den Motoren 26 und 27 nach Fig. 1 entsprechenden Motoren für die Veränderung der Energiezufuhr zu den Antriebsmaschinen sind mit 101, 102 und 103 bezeichnet. In dem Stromkreis des Motors 101 liegen die Kontakte des Relais 104, im Stromkreis des Motors 102 die Kontakte des Relais 105, im Stromkreis des Motors 103 die Kontakte des Relais 106. Die Wicklung des Relais 104 ist an die Kontakte 92, 96, die Wicklung des Relais 105 an die Kontakte 93,97, die Wicklung des Relais 106 an die Kontakte 94, 98 angeschlossen. Das die eigentlichen Vergleichsvorgänge einleitende Relais ist mit 107 bezeichnet.
Es sei angenommen, dass sich die Zunge 108 des Steuerrelais 107 eine gewisse Zeit an den Kontakt 109 anlegt, wenn die Leistungsabgabe vermindert werden soll, beim Erhöhen der Leistungsabgabe dagegen mit dem Kontakt 110 in Berührung kommt. Durch das Kontaktmachen der Zunge 108 des Relais 107 wird entweder die Wicklung 111 oder die Wicklung 112 erregt, die die zugehörigen Anker anziehen. Durch diese Anker wird, je nachdem, ob ein Kommando zum Erhöhen oder Vermindern der Leistungsabgabe eintrifft, den Motoren 707-703 Strom in dem einen oder andern Sinne zugeführt.
Damit abwechselnd die Leistungsabgabe der Generatoren 60-52 mit dem Wert Null und einem über dem Normalwert liegenden verglichen werden kann, ist das Sehaltwerk 113 vorgesehen. Dieses besteht aus einem Klinkwerk 114, das die Schaltwalze 115 um eine Teilung weiterschiebt, sobald eine der Vergleichsanordnungen Kontakt gemacht hat. Die Kontaktsegmente der Sehaltwalze liegen zwei Teilungen auseinander, so dass die Kontaktbürsten 116 nur bei jedem zweiten Sehaltschritt miteinander verbunden werden und den Synchronmotoren 62-64 Strom zuführen. Die Kontakte des Relais 117, das erregt wird, sobald eine der Vergleichsanordnungen ihren Kontakt schliesst, öffnen in diesem Falle den Stromkreis der Magnetkupplungen, so dass dann die Kontaktarme 68-70 in ihre Nullage zurückgehen.
Die beschriebene Einrichtung arbeitet in folgender Weise : Es sei angenommen, dass sich die Schaltwalze 115 in einer solchen Lage befindet, dass die Motoren 62-64 keinen Strom erhalten und daher stillstehen. Es sei ferner angenommen, dass der Generator 50 am stärksten belastet ist und daher der Kontakt 76 des Kontaktpaares 59 zuerst mit dem Kontaktarm 68 in Berührung kommt. Dadurch erhält die Wicklung des Relais 77 Strom und zieht ihren Anker an. Dadurch wird der Selbsthaltekontakt 87 geschlossen, so dass dieses Relais nicht abfallen kann. Durch das Schliessen des Kontaktes zwischen dem
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und öffnet seinen Kontakt, so dass die Magnetkupplungen 65,66, 67 abfallen und die Kontaktarme 68--70 in ihre Ruhelage gehen.
Gleichzeitig schaltet das Klinkwerk 114 die Schaltwalze 115 um eine Teilung weiter, so dass nunmehr die Bürsten 116 miteinander verbunden sind, wie dargestellt, und den Motoren 62 bis 64 Strom zugeführt wird. Damit ist der neue Vergleichsvorgang eingeleitet. Inzwischen ist der Anker des Relais 117 abgefallen ; die Magnetkupplungen 65-67 erhalten somit wieder Strom, so dass nunmehr die Umlaufsgeschwindigkeit der Kontaktpaare 59-61 mit einer ziemlich grossen Geschwindigkeit verglichen wird. Da das Relais 77 den Kontakt 96 geschlossen hält, so ist der Stromkreis, der über die Wicklung des Relais 104 nach der Sammelschiene 100 und den Kontakt 118 des Relais 107 führt, vorbereitet.
Es sei angenommen, dass die Maschine 51 am schwächsten belastet ist und daher in der folgenden Vergleichsperiode, deren Einleitung bereits beschrieben wurde, der Kontaktarm 69 mit dem Kontakt 78 in Berührung kommt, so dass die Wicklung des Relais 82 Strom erhält. Dadurch werden die gleichen Vorgänge ausgelöst wie bei der schon beschriebenen Erregung des Relais 75. Es werden nämlich kur7r zeitig die Magnetkupplungen 65-67 gelüftet und die Schaltwalze 115 um eine Teilung weitergesehoben.
Das Relais 82 schliesst den Kontakt 93 und bereitet so den über die Wicklung des Relais 105, die Sammelschiene 95 und den Kontakt 119 führenden Stromkreis vor. Wenn nun in der folgenden Vergleichsperiode beispielsweise festgestellt wird, dass der Generator 52 am stärksten belastet ist, so wird das Relais 7. 3 erregt und löst die schon beschriebenen Vorgänge aus. Mit Hilfe eines seiner Kontakte unterbricht es aber den Selbsthaltestromkreis für das Relais 77, das dann in die Ruhelage zurückkehrt. Es kann also nur stets eines der Relais 77, 83 und 85 und eines der Relais 75, 82 und 84 seinen Anker anziehen. Die
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Es sei angenommen, dass das Relais 77 und das Relais 82 ihren Anker angezogen haben, z. B. dass die Maschine 50 am stärksten und die Maschine 51 am schwächsten belastet ist. Trifft nun ein Kommando zur Steigerung der Leistungsabgabe ein, so wird der Kontakt 110 geschlossen und die Wicklung 112 erregt. Dadurch erhalten die Motoren 101-103 über das Schaltmesser 120 Strom, gleichzeitig wird auch das Relais 104 über den Kontakt 96 erregt und öffnet den im Stromkreis des Motors 101 liegenden Kontakt, so dass dieser nicht beeinflusst wird.
Trifft ein Kommando zur Verminderung der Leistungsabgabe ein, so erhalten die Motoren 101-103 über das Schaltmesser 121 Strom, gleichzeitig wird das Relais 105 über die Kontakte 93 und 118 erregt, das den Stromkreis des Motors 2 unterbricht und so die Einwirkung auf den Regler der Antriebsmaschine des Generators 51 verhindert.
Anstatt die am stärksten bzw. am schwächsten belastete Maschine durch Vergleich von Geschwindigkeiten zu ermitteln, kann man auch diese Ermittlung mit Hilfe von Messinstrumenten vornehmen, z. B. in der Weise, dass man den Zeigern von Messinstrumenten, deren Ausschlag der Leistungsabgabe jedes einzelnen Generators proportional ist, abwechselnd von der einen und von der andern Seite periodisch Tastorgane nähert und feststellt, welches Tastorgan den zugehörigen Zeiger zuerst berührt. Man kann bei einer derartigen Einrichtung die in Fig. 2 dargestellte Schaltung ohne weiteres verwenden, wenn man die Zeiger der Messinstrumente an Stelle der umlaufenden Kontaktarme 68-70 und die Kontakte der Kontaktpaare 59-61 durch die Kontakte der Tastorgane ersetzt.
Ausserdem muss noch eine Einrichtung vorgesehen werden, mit deren Hilfe die Tastorgane abwechselnd von der einen und von der andern Seite den Zeigern der Messinstrumente genähert werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dieser Art ist in Fig. 3 dargestellt. Die mit der Fig. 2 übereinstimmenden Teile tragen die gleichen Bezugszeichen. Auch ist die Beschreibung der Wirkungsweise nicht nochmals wiederholt. In Fig. 3 sind mit 122, 123 und 124 drei Messinstrumente bezeichnet, die den nicht dargestellten Generatoren zugeordnet sind. Die Zeiger 125, 126 und 127, deren Ausschlag der Leistungsabgabe der zugehörigen Generatoren proportional ist, sind in der gleichen Weise mit den übrigen Schaltelementen verbunden, wie die umlaufenden Kontakte 68-70 nach Fig. 2. Die Kontakte 76,79 und 81 der Einrichtung nach Fig. 2 sind ersetzt durch die Tastorgane 128, 129 und MO, die miteinander mechanisch gekuppelt sind und mit Hilfe des Getriebes 131 periodisch den Zeigern genähert werden können.
Die Kontakte 74, 78 und 80 der Einrichtung nach Fig. 2 sind ersetzt durch die Tastorgane 132, 133 und 134, die ebenfalls miteinander gekuppelt sind und mit Hilfe des Getriebes 135 den Zeigern der Messinstru- mente'genähert werden können. Die Tastorgane 1.'32-134 werdpn durch den Motor M6 über die magnetische Kupplung 137 angetrieben. Die Tastorgane 128-130 treibt der Motor M. S über die magnetische
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weitergeschaltet wird und dadurch die eine der magnetischen Kupplungen 1 : 37 und 139 lilftet, die andere dagegen schliesst. Die Schaltwalze 140 wird von dem Klinkwerk 141 in der gleichen Weise angetrieben wie die Schaltwalze 115 nach Fig. 2.
Bei der Bestimmung der am stärksten bzw. am schwächsten belasteten Maschine spielt sich folgender Vorgang ab :
Es möge beispielsweise die Kupplung M7 erregt sein, so dass die Tastorgane M2-134 den Zeigern der Messinstrumente genähert werden. Es sei ferner angenommen, dass die linke Maschine am schwächsten belastet ist und daher zuerst das Tastorgan Mg den Zeiger 125 berührt und dadurch den Stromkreis des Relais 75 schliesst. Gleichzeitig wird auch das Klinkrad des Klinkwerkes 141 um eine Teilung weitergeschoben und nunmehr an Stelle der Kupplung 137 die Kupplung M9 erregt.
Dadurch werden die Tastorgane 128-MO in Bewegung gesetzt und die am stärksten belastete Maschine ermittelt ; sobald eines der Tastorgane mit dem zugehörigen Zeiger in Berührung kommt, wird eines der Relais 77, 83 oder 85 erregt und die Schaltwalze 140 um eine Teilung weitergeschoben, so dass das ganze Spiel von neuem
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Ziffern bezeichneten Relais nach Fig. 2 übereinstimmt, erübrigt sich eine nochmalige Beschreibung der Wirkungsweise.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Regelung der Lastverteilung zwischen mehreren Stromerzeugern, bei welchen beim Eintreffen eines Kommandos zum Steigern der Leistungsabgabe die am stärksten belastete, beim Eintreffen eines Kommandos zur Verminderung der Leistungsabgabe die am schwächsten belastete Maschine in geringerem Masse beeinflusst werden als die übrigen Maschinen, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils am schwächsten bzw. am stärksten belastete Maschine durch Vergleich der Leistungsabgabe der einzelnen Maschinen mit einer von der Gesamtlast im wesentlichen unabhängigen Hilfsgrösse ermittelt wird.