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Zeilenmessvorriehtung filr Setzmasehinen.
Die Erfindung bezieht sich auf Zeilenmessvorrichtungen für Setzmaschinen, die mit einem Ausschliessungsanzeiger zusammenarbeiten, der von einer unabhängigen Kraftquelle aus angetrieben wird.
Diese Ausschliessungsanzeiger sind trommelartig ausgebildet und wurden bisher durch Gewichte oder Federn in Bewegung gesetzt. Da auf den Ausschliessungsanzeiger auch noch andere vom Lauf der Maschine abhängige Kraftübertragungsorgane einwirken, musste die von den Gewichten oder Federn übertragene Kraft dann sorgfältig vorherbestimmt werden, um eine sichere Funktion des Anzeigers zu ermöglichen.
Diesem Übelstand hilft die Maschine gemäss der Erfindung dadurch ab, dass die Vorspannung des mit dem Aussehliessungsanzeiger verbundenen Federmotors einstellbar ist. Zweckmässig ist ein Ende der Feder an einem feststehenden Teil, das andere an einem Kupplungsteil befestigt, der gegenüber der Trommel des Ausschliessungsanzeigers verdrehbar und unter einem beliebigen Winkel einstellbar ist.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. l zeigt eine Seitenansicht teilweise im Schnitt einer bekannten Zeilenmess- und Anzeigevonichtung
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in grösserem Massstabe.
Wie in der Besehreibung des Patentes Nr. 83150 ausgeführt, besteht die Zeilenmess-und Alls- sehliessungsanzeigeeinrichtung aus einem Einheitenrad 1, das durch eine Zahnstange 3 von einem Motor 2 angetrieben wird. Die Zahnstange J kämmt mit einem Zahnrad 4 auf der Welle des Einheitenrades.
Die Zahnstange 3 wird in ihre Nullage zurüekbefördert, nachdem der Satz einer Zeile beendigt ist und ehe jedoch die nächste Zeile begonnen wurde. Diese Rückstellung der Zahnstange 3 erfolgt durch einen Motor 5. Die Bewegung des Einheitenrades 1 wird durch eine nicht gezeichnete Zahnstange gesteuert, deren Bewegungsbereieh durch eine Reihe von Einheiten-Anschlägen geregelt wird, die ihrerseits von den Charakterzeichen od. dgl. Tasten betätigt werden. Auf der Spindel 7 ist eine Aussehliessungsanzeige- trommel 8 befestigt und die Spindel 7 trägt eiters ein Zahnrad 6, welches mit einem andern Zahnrad 9 kämmt, das mittels eines Getriebes mit einer Zahnstange 11 eines Einstellteiles 10 zusammenwirkt.
Auf der Zahnstange 3 ist ein Schlitten 12 angeordnet, welcher einen Arm 13 trägt, der zwischen
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in welchen dauernd Luft eingeführt ist.
Bisher wurde ein Hilfsmotor vorgesehen, der aus einem mit einer Schnur verbundenen Gewicht bestand, dessen Schnur um die Spindel 7 des Aussehliessungsanzeigers 8 gewunden war. Der Zweck dieses Hilfsmotors war, Schläge, Stösse oder plötzliche Bewegungen zu verhindern, um dadurch vorzeitigen Verschleiss bzw. Zerstörung des Aussehliessungsanzeigers und der ihm zugeordneten Teile zu verhindern.
Gemäss der Erfindung ist der Hilfsmotor innerhalb des Aussrhliessungsanzeigers 8 angeordnet und besteht aus einem Federmotor, dessen Kraft einstellbar ist und der mit dem Ausschliessungsanzeiger und mit dem Einstellteil gekuppelt ist.
Gemäss der Erfindung ist das eine Ende einer Feder an einer feststehenden Spindel befestigt, auf welcher die Spindel des Ausschliessungsanzeigers lose gelagert ist, während das andere Ende der Feder an der Spindel des Ausschliessungsanzeigers einstellbar befestigt ist.
Die Spindel 7 der Ausschliessungsanzeigetrommel 8 ist hohl und kann auf einer feststehenden Spindel 17 frei rotieren. Im Boden der Anzeigetrommel 8 sind wie bisher verschiedene Öffnungen vor-
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gesehen, welche mit Zapfen A eines von der Spindel 7 getragenen Flansches zusammenwirken. Der zusätzliche Federmotor B ist erfindungsgemäss als Schraube oder Spirale ausgebildet, welche die Spindel 17 umgibt und deren oberes Ende Bl (Fig. 2) in einen Schlitz einer Hülse B2 eintritt, welche mittels eines Zapfens b mit der Spindel 17 fest verbunden ist. Das andere Ende bl der Feder tritt in einen Schlitz einer Hülse B3 ein.
Das untere Ende der Hülse Bs kann lösbar mit der Spindel 7 dadurch verbunden werden, dass am unteren Ende der Hülse B3 eine Anzahl von Ansätzen B4 vorgesehen sind, welche in entsprechende Schlitze im oberen Ende der Spindel 7 eintreten. (Fig. 1.) Selbstverständlich kann diese lösbare Verbindung auch auf andere Weise vorgenommen werden. Mittels der einstellbaren Hülse B3 oder anderer Einstellorgane kann die Vorspannung der Feder B geregelt werden.
Während der Tätigkeit der Einrichtung wird wie bisher bei Betätigung der einen oder der andern Charakterzeiehentaste das Einheitenrad 1 durch den Druck des Motorzylinder 2 nach vorwärts geschoben, u. zw. um einen solchen Betrag, dass die Zahnstange 3 entsprechend dem Wert jedes Charakterzeiehens bewegt wird. Wenn sich der Satz dem Zeilenende nähert und in den Ausschliessungsbereich gelangt, schlägt der Sehlitten 12 mit einem seiner Enden gegen den Kolben 2a des Motors 2, so dass ein weiteres Vorrücken der Zahnstange 3 eine Mitnahme des Schlittens bewirkt. Der Arm 13 des Schlittens 12
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entgegenwirkt, so dass der Kolben dauernd in Anlage an den Arm 13 des Schlittens 12 gehalten wird.
Innerhalb des Ausschliessungsbereiches muss der Motor 2 den Schlitten 12 entgegen dem Druck des Motors 14 bewegen, weshalb der letztere schwächer als der Motor 2 bemessen ist. Der Schlitten 12 bewegt infolge der Bewegung des Kolbens 15 entgegen dem Druck des Motors 14 den Kolben 15 von dem Einstellteil 10 hinweg ; welcher mit der Zahnstange 11 verbunden oder von dieser getragen wird. Ein Ende der Hülse 16 trägt ein Lager innerhalb des Zylinders des Motors M und das andere Ende der Hülse ragt in einen Zylinder, der im wesentlichen eine Fortsetzung des Zylinders 14 bildet. Der Federmotor B wirkt in einem solchen Sinn, dass die Hülse 16 vorgeschoben und die Trommel 8 dauernd entgegen der Wirkung des Motors 14 in Drehung versetzt wird.
Da jedoch die Feder schwächer bemessen ist als dieser Motor 14, kann diese Drehung der Trommel 8 so lange nicht vorgenommen werden, so lange der Motor 2 die Zahnstange 3 vorschiebt und den Kolben 15 bewegt.
Wenn das Setzen fortgesetzt wird, nachdem man in den Ausschliessungsbereich gelangt ist, wird der Sehlitten 12 vorgeschoben, wenn irgendein Zeichen registriert wird. Dadurch wird der Kolben 16 in seinen Zylinder verschoben und der Arm 13 gelangt ausser Anlage mit der Hülse 16. Die letztere kann sich also frei vorbewegen, u. zw. unter dem Einfluss des Federmotors B, bis das Ende der Hülse 16 neuerlich an dem Arm 13 anliegt und dieser Arm in Berührung mit dem Kopf 15a des Kolbens 15 steht. Wenn
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genommen. Dadurch werden alle Stösse, die aus einer plötzlichen Inbetriebsetzung oder einem plötzlichen Aufhalten der Anzeigetrommel 8 resultieren, nicht mehr auf das Einheitenrad 1 und die mit diesem zusammenwirkenden Teile übertragen, so dass der Verschleiss dieser empfindlichen Teile wesentlich herabgesetzt ist.
Nachdem die Ausschliessung vom Anzeiger 8 abgelesen wurde und die Rück-führung der Teile in ihre Ausgangslage zwecks Beginn der nächsten Zeile erforderlich ist, wird die Einrichtung in der bisher bekannten Weise betätigt ; die Luit wird vom Motor 2 abgezogen und dem Motor 5 zugeführt, so dass die Zahnstange 3 in ihre Normallage zurückkehrt und der Schlitten 12 frei auf den Druck des Motors 14 ansprechen kann, wobei dieser Motor auch die Hülse 16 im Anzeiger 8 entgegen der Kraft der Feder in ihre Normallage zurückbringt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zeilenmessvorrichtung für Setzmaschinen mit einem, mit dem Ausschliessungsanzeiger verbundenen Federmotor, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspannung des Federmotors einstellbar ist.