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Schweissverbindung.
Gegenstand der Erfindung ist eine Schweissverbindung, die leicht und rasch herzustellen und trotz ihrer Haltbarkeit und Dauerhaftigkeit verhältnismässig leicht zu lösen ist, so dass sie überall dort mit Vorteil angewendet werden kann, wo ein leichtes Lösen der verbundenen Teile aus irgendeinem Grund, z. B. wegen Reparatur, angestrebt wird. Die Verbindung hat ferner den Vorteil, dass sie wenig oder gar nicht sichtbar gemacht werden kann.
Aus beiden Gründen eignet sich die Verbindung zur Vereinigung von Blechteilen und insbesondere zur Befestigung von Blechen an andern Teilen, z. B. von Schalblechen an Konstruktionsteilen bei Wagenkasten von Kraftfahrzeugen, für die es einen besonderen Vorteil bedeutet, dass die Verbindung von aussen unsichtbar und dabei doch für Reparaturzwecke od. dgl. verhältnismässig leicht zu lösen ist.
Diese Verbindung besteht im Wesen darin, dass Verbindungsglieder einen oder mehrere der zu verbindenden Teile mechanisch fassen oder halten und mit einem oder mehreren andern, nicht gefassten oder gehaltenen Teilen verschweisst sind, zweckmässig durch Widerstandsschweissung. Die Verbindungsglieder können je nach Bedarf eine feste oder lockere bzw. gelenkige Verbindung der Teile herstellen, ferner durch Öffnungen eines oder mehrerer Teile durchgesteckt werden und von einköpfigen Bolzen, U-förmigen Klammern oder von Organen mit zwei oder mehreren Füsschen gebildet werden.
Im Falle der Anwendung der Widerstandsschweissung (statt einer Schweissflamme) stellen die Verbindungsglieder und die mit ihnen zu verschweissenden Teile den Stromschluss zwischen den beiden Polen der elektrischen Schweissvorrichtung bei isolierten andern Teilen her. Dabei können die die Verbindungsglieder aufnehmenden Teile aus elektrisch leitendem oder nicht leitendem Material, auch z. B. aus Holz, aus dem häufig noch das Karosseriegerippe von Kraftwagen gebildet ist, bestehen, während die mit den Verbindungsgliedern zu verschweissenden Teile stromleitend sind. Die die Verbindungsglieder aufnehmenden Teile können schon vor der Verschweissung ihr endgültiges Aussehen erhalten, z. B. grundiert, lackiert, emailliert usf. sein, weil sie durch den Schweissprozess nicht ungünstig beeinflusst werden.
In Fig. 1 ist die Herstellung der Verbindung schematisch im Schnitt beispielsweise dargestellt.
Die Fig. 2-7 zeigen fünf praktische Anwendungsbeispiele.
In Fig. 1 sind 1 und 2 die zu verbindenden Teile. Der Teil 1 wird mit einem oder mehreren Löchern 3 versehen, je nachdem die Verbindung der beiden Teile an einer oder mehreren Stellen erfolgen soll. Durch jedes Loch 3 wird als Verbindungsglied ein z. B. mit einer Art Nietkopf 4 versehener Bolzen 5 gesteckt und der Teil 2 an das durchgesteckt Schaftende des Bolzens angelegt, worauf an 4 und 2 die Pole 7 bzw. 8 einer elektrischen Schweissvorrichtung angelegt werden. Dabei wird, da der Teil 1 isoliert ist, der Strom durch den leitenden Bolzen 5 und den zu verbindenden Teil 2 zwischen den beiden Polen geschlossen und es erfolgt an der Berührungsfläche 6 die Verschweissung des Teiles 2 mit dem Ende des Bolzenschaftes 5. Da der Bolzen am Teil 1 durch den Kopf 4 festgehalten wird, ist die Verbindung der Teile 1 und 2 hergestellt.
Die Länge des Bolzens 5 kann so bemessen sein, dass die Teile 1, 2 mit oder ohne Längsspiel verbunden sind ; es kann aber auch durch geringen Druck der Pole 7, 8 gegeneinander die Schweissstelle 6 etwas zusammengedrückt und dadurch die Verbindung ohne Längsspiel hergestellt werden. Der Bolzen kann auch ein Seitenspiel haben, wodurch eine gelenkige Verbindung entsteht.
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5 die Bolzen, 4 deren Köpfe und 6 die Schweissstellen sind. Die Befestigung der Schalbleche ist von der Aussenseite unsichtbar und kann z. B. durch'Abmeisseln der Köpfe 4 von innen aus leicht gelöst werden.
Fig. 3 zeigt als weitere Ausführungsform die Benutzung eines U-förmigen Verbindungsgliedes 5' (Klammer), das z. B. gleichfalls zur Befestigung zweier Schalbleche 2'und 2"an einer Säule 1/dienen soll, wobei aber weniger auf die Unsiehtbarkeit der Verbindung, als auf deren leichte Lösbarkeit von aussen Wert gelegt wird. In diesem Falle werden die mit den Durchstecklöchern 3/, 3'für die Klammer 5' versehenen Schalbleche durch Anstrich od. dgl. isoliert.
Werden die Pole 7 und 8 einer elektrischen Schweissvorrichtung an die Klammer 5/bzw. an die Säule 1/angelegt, wobei zweckmässig der Pol 7 an der Aufliegefläche Gabelform hat, dann wird der Strom über beide Schenkel des Verbindungsgliedes 5' und den Teil 1/geschlossen und die Schenkel werden mit ihrer Stirnfläche am Teil l'verschweisst.
Das Verbindungsglied kann auch ein beliebig gestaltetes zwei-oder mehrfüssiges Organ bilden.
Fig. 4 zeigt als Beispiel dieser Ausführung eine Art Platte 5"mit vier Füsschen. Die Füssehen werden durch Öffnungen ein oder mehrerer zu verbindender Teile durchgesteckt und nach Aufsetzen beider Pole 7, 8 gleichzeitig mit ein oder mehreren andern Teilen verschweisst. Das auf 5" aufliegende Ende des Poles (7) kann in diesem Falle vierteilig sein, um die Stromdurehleitung möglichst in der Nähe der vier Füsschen zu bewirken.
Fig. 5 zeigt als weiteres Beispiel nach der Ausführung der Fig. 1 die gleichzeitige Verbindung eines Teiles 1 mit zwei übereinander befindlichen Teilen 2 und 9, z. B. an zwei Stellen, wobei zwischen den Teilen 2 und 9 gewöhnliche Punktverschweissungen entstehen. Diese Anordnung ist z. B. zur Verbindung des Schalbleches 2 und einer quer laufenden Längsverbindung 9 mit einer Säule 1 anwendbar.
Die Fig. 6 und 7 zeigen als weiteres Beispiel die Verbindung zweier Teile 1 und 2 mittels eines U-förmigen Verbindungsgliedes 5/, das den Teil 1 nicht durehdringt, sondern bloss umfasst.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schweissverbindung, dadurch gekennzeichnet, dass Verbindungsglieder einen oder mehrere der zu verbindenden Teile mechanisch fassen oder halten und mit einem oder mehreren andern, nicht gefassten oder gehaltenen Teilen verschweisst sind, zweckmässig durch Widerstandsschweissung.