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Stahlspänesehieht zum Spänen des Bodens.
Es sind bereits Stahlspäneschichten zum Spänen des Bodens bekannt, bei welchem Stahlspangebilde zwecks Erreiehens eines sicheren gegenseitigen Zusammenhange durch einen sie verflechtenden, z. B. durch Metalldraht gebildeten Eintrag untereinander verbunden sind. Die Erfindung bezieht sich auf eine derartige Stahlspäneschicht und bezweckt, die Schicht in der Hinsicht zu verbessern, dass die Stahlspäne bei dem Gebrauch möglichst wirkungsfähig erhalten bleiben, dass eine Dehnung der ganzen Schicht durch den Spänvorgang möglichst vermieden wird und dass die Schicht gegen Fortreissen grösserer Teile, z. B. durch Nägel od. dgl. im Boden, möglichst gesichert ist.
Gemäss der Erfindung wird eine erhebliche Verbesserung der Schicht zunächst dadurch erreicht, dass die Verflechtung von Bestandteilen der Schicht eine gewebeartige ist. Hiedurch werden die Bestandteile der Schicht in der für das Spänen notwendigen gegenseitigen Lage einwandfrei gesichert. Ferner wird dabei eine Dehnung der ganzen Schicht, welche insbesondere bei Verwendung derselben als Belag für Walzen usw. von Bodenspänmasehinen zu einem Faltenbilden und Klemmen der Schicht und dadurch bis zu einem vollständigen Versagen der ganzen Maschine führen kann, in sicherer Weise vermieden.
Während bei der erwähnten bekannten Ausbildung der Stahlspäneschieht nebeneinanderliegende Stahlspangebilde miteinander verflochten sind, kann gemäss einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung die Schicht in der Weise ausgeführt sein, dass sie mehrere iibereinanderliegende Teilsehiehten aufweist, wobei diese Teilschichten durch Heftmittel miteinander verbunden sind. Ein besonderer Vorteil dieser Ausführungsform liegt darin, dass bei einer Beschädigung der Schicht höchstens die äussere Teilschicht der Stahlspäne sich ablösen kann, so dass auch beim Aufreissen der Schicht mit deren inneren Teilschichten noch weitergearbeitet werden kann.
Die Zeichnung zeigt mehrere Ausführungsbeispiele der Stahlspäneschicht, u. zw. in der Verwendung derselben als Stahlspänebelag für die Walzen von Bodenspänmasehinen, und ferner für den besonderen der verschiedenartigen möglichen Fälle, dass die Stahlspäne gewissermassen den Schuss und ein Metalldraht die Kette des gewebeartigen Geflechtes bilden. Fig. 1 veranschaulicht schematiseh einen Teil des Umfanges einer Walze mit einem auf diese aufgebrachten, aus drei Teilschichten bestehendem Stahlspänebelag. Fig. 2 zeigt eine gleiche Darstellung wie Fig. 1, nur ist die Art der dargestellten Befestigung der Teilschichten aneinander eine andere wie nach Fig. 1.
Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt durch eine Walze mit einer Art der Sicherung einer aus Drahtgefleeht bestehenden Unterlage und Fig. 4 eine Ansicht hiezu.
Nach Fig. 1 ist 1 die Walze. In ihre Mantelfläche sind nach aussen zu gespitzte Stifte 2 eingesetzt.
3 ist eine zweckmässig aus Drahtgeflecht bestehende Unterlage, und 4, 5 und 6 sind drei verschiedene hohlzylindrische Teilschiehten von Stahlspänen, worunter hier allgemein ein aus groben oder feinen Stahlspänen gebildetes Erzeugnis, z. B. auch Stahlwolle, verstanden sein soll. Die unterste Teilschieht 4 der Stahlspäne ist mittels eines Drahtes 7 auf die Drahtgeflechtunterlage 3 aufgenäht oder aufgeheftet. Die die Teilsehieht 4 überlagernde zweite Teilschicht 5 der Stahlspäne ist mittels eines Drahtes 8 dadurch an der untersten Teilsehieht 4 befestigt, dass der Noah- odeur Heftdraht 8 unter Schlaufen, welche der Draht 7 in der Teilschicht 4 der Stahlspäne bildet, hindurchgezogen ist.
Die dritte Teilschicht 6 der Stahlspäne ist mittels eines Drahtes 9 auf die gleiche Art an der Teilsehieht 5 befestigt wie diese an der Teilsehicht 4. Bei dieser Ausführungsform ist somit jede Teilschicht Stahlspäne an der nächstunteren Teilschicht durch die als Heftmittel dienenden Drähte befestigt. Wie die Zeichnung erkennen lässt. sind die Stahlspäne und die Drähte 7, 8, 9 gewebeartig miteinander verflochten.
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Nach der Fig. 2 ist die- : unterste Teilschicht 4 der Stahlspäne durch den Näh- oder Heftdraht 1 an der Drahtgefleehtunterlage 3 befestigt. Die Teilschicht 5 dagegen ist durch einen Näh-oder Heftdraht 10 ebenfalls auf der Drahtgefleehtunterlage und damit auch an der Teilschieht 4 befestigt, während die Teilsehicht 6 durch einen Näh-oder Heftdraht H ebenfalls auf der Drahtgefleehtunterlage 3 und damit auch an der Teilschicht 4 befestigt ist. Bei dieser AusfÜhrungsform ist auf diese Weise jede der beiden über der untersten Teilschieht liegenden Teilschichten 5 und 6 durch die als Heftmittel dienenden Drähte an der untersten Teilschicht 4 befestigt, wobei alle Drähte je in die unterste Teilschicht eindringen.
Die Stifte 2 greifen in die Drahtgeflechtunterlage 3 ein und sichern diese so gegen Gleiten auf der Mantelfläche der Walze 1. Zur Befestigung der Drahtgefleehtunterlage 3, die sich in Form eines die ganze Breite der Walze einnehmenden Bandes erstreckt, ist das eine Ende 3'des Geflechtes (Fig. 4) unter das andere Ende des Geflechtes geschoben, und ein quer (längs einer Mantellinie) über die Walze verlaufender Schluss draht 12 des übergreifenden Endes des Geflechtes ist an den beiden Stirnseiten, also seitlich der Walze 1 in kleinen Nuten 13 vertieft in eine Ausdrehung 14 der Walze geführt und dort mit einer Schlaufe über den Kopf einer in die Walze 1 eingeschraubten Schraube 15 eingehängt.
Zum Befestigen des Schluss drahtes 12 an der Walze 1 könnten auch andere Mittel als Kopfschrauben dienen. So könnten beispielsweise Vorreiber vorgesehen sein, welche die Drahtenden am Walzenkörper klemmen. Auch könnten die Enden der Drahtgeflechtunterlage auf der Mantelfläche der Walze zusammenstossen und durch Druckknöpfe od. dgl. an der Walze gehalten sein. Die beschriebenen Anordnungen mit mehreren übereinanderliegenden aufgenähten Teilschiehten können auch bei schrauben- linienförmig auf die Mantelfläche der Walze aufgebrachten Schichten der Stahlspäne Anwendung finden, indem dann die Teilschichten z.
B. auf einer streifenförmigen Drahtgeflechtlmterlage aufgenäht oder aufgeheftet sein können, welche, beispielsweise in schraubenlinienförmig am Umfang derWalze verlaufenden Furchen, um die Walze gelegt ist. Die streifenförmige Drahtgeflechtunterlage kann dann mit ihren beiden Enden an der Walze befestigt werden.
Zum Annähen oder Anheften oder Verweben der verschiedenen Teilschichten der Stahlspäne kann vorzugsweise ein kantiger Draht, z. B. ein Dreikant-oder ein Vierkantdraht, Verwendung finden, da dieser an den Stellen, wo er nahe der Umfläehe des Stahlspänebelages liegt, die Arbeit der Stahlspäne unterstützt.
Die Anwendung des Stahlspänebelages gemäss der Erfindung ist besonders auch dann vorteilhaft, wenn der Stahlspänebelag in einem um die Walze herum angeordneten Gehäuse einer Pressung unterworfen wird und in diesem Gehäuse sich eine Kammanordnung zum Auflockern der Stahlspäne befindet.
Durch die Anwendung des Stahlspänebelages wird dann nämlich vermieden, dass durch das Auflockern mehr als die äussere Teilschicht des Belages aufreissen und sieh von der Walze abheben kann.
Bei den Ausführungsformen gemäss Fig. 1 und 2 könnte die Unterlage 3 auch fortfallen. Die Befestigung der Schichten 4,5 und 6 könnte auch anstatt durch Drähte mittels winklig umgebogener Drahtheften bewirkt sein, welche zweckmässig von innen durch die Schichten des Stahlspänebelages gesteckt sein können. Die einzelnen Teilschiehten können aus Stahlspänen bestehen, die zu schraubenlinienförmigen Strängen gedreht sind, wobei die einzelnen Stränge einer Schicht durch Drähte miteinander verwoben sein können.
Anstatt als Stahlspänebelag für die Walzen von Bodenspänmaschinen kann die Schicht in jeder beliebigen Weise zum Spänen des Bodens verwendet werden, also beispielsweise zum Spänen des Bodens ohne maschinelle Einrichtung oder bei Maschinen anstatt als Belag von Walzen, beispielsweise als Belag von pendelnd bewegten Sektoren, von hin und her bewegten Platten oder von hin und her bewegten Raupen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Stahlspäneschicht zum Spänen des Bodens mit durch einen Eintrag untereinander verflochtenen
Stahlspangebilden, dadurch gekennzeichnet, dass die Verflechtung von Bestandteilen der Stahlspäneschicht eine gewebeartige ist.