DE170384C - - Google Patents

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DE170384C
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DENDAT170384D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61FRAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
    • B61F17/00Lubrication specially adapted for axle-boxes of rail vehicles
    • B61F17/02Lubrication specially adapted for axle-boxes of rail vehicles with oil
    • B61F17/04Lubrication by stationary devices
    • B61F17/06Lubrication by stationary devices by means of a wick or the like
    • B61F17/08Devices for pressing the wick or the like against the rotating axle

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
20. März 1883
Zum Schmieren der Achsschenkel von Eisenbahnwagen, Wellenzapfen u. dgl. ordnet man gewöhnlich ein Saugkissen in der Achsbüchse an, das mittels eines geeigneten Rahmens gegen den Zapfen gedrückt wird. Von diesem Saugkissen, welches aus beliebigem Webstoff hergestellt ist, hängen Fäden oder Dochte herab, die bis in das öl der Achsbüchse herunterreichen, so daß das Öl in diesen Zuleitungsdochten oder -fäden infolge ihrer Haarröhrchenwirkung aufsteigen und in das Kissen eindringen kann, welches dann den Zapfen mit dem erforderlichen Schmieröl versorgt.
Bei den bekannten Schmiervorrichtungen besteht das Kissen aus einem Florgewebe, dessen Polfäden die zu schmierende Welle berühren, und die Dochte o. dgl. sind in einzelnen Fällen an das Gewebe angenäht oder in anderer Weise befestigt; in anderen Fällen ist das Kissen, anstatt aus einem Stück zu bestehen, aus einzelnen Abschnitten zusammengesetzt. Der Webkörper ist aus Schuß- und Kettenfäden, sowie Polfäden hergestellt, während die herabhängenden Fäden dadurch gebildet sind, -daß man entweder die Kettenfäden oder die Schußfäden des Gewebegrundes herunterhängen läßt, damit sie das öl zuleiten. Hierbei wird dem Hartwerden des Flors infolge des Anpressens an die sich drehende Welle dadurch vorgebeugt, daß man zwischendurch metallene oder hölzerne Stützen befestigt.
Der Nachteil, welcher der Ausführung des beschriebenen Kissens anhaftet, besteht darin, daß, wenn die herunterhängenden Zuleitungsfäden entweder aus den Schuß- oder den Kettenfäden des Gewebes bestehen, der Aufstieg des Öles in diesen Fäden stark gehemmt wird, wenn es den Grund des Gewebes erreicht, weil die das öl leitenden Fäden mit den quer gerichteten Fäden verflochten werden. Wird andererseits das Öl mittels an das Grundgewebe angehefteter Dochte o. dgl. zugeleitet, so ist an der Verbindungsstelle eine Unterbrechung des Zuflusses geschaffen; auch können sich die so befestigten Dochte leicht vom Gewebe lösen.
Nach vorliegender Erfindung wird nun der Gewebegrund wie gewöhnlich aus Schuß- und Kettenfäden gebildet, welche den Flor halten, aber außer diesem werden während der Herstellung des Gewebes besondere Ölzuleitungsfäden eingeführt, welche in Rich-
Verein deutscher Jngenieure BdzirksvQPSin a. d. niederen Ruhr.
tung der Webkette verlaufen. Sie erstrecken sich annähernd von der Webkante aus lose über einen Teil der Oberseite der Schuß- und Webfäden, gehen dann abwärts zwischen zwei Schußfäden hindurch nach der Unterseite des Gewebes, bilden hier eine herabhängende Schlinge von der erforderlichen Länge, führen dann wieder aufwärts zwischen den beiden benachbarten Schußfäden hindurch, erstrecken sich lose über einen weiteren Teil der Gewebeoberseite und gehen dann zwischen den Schußfäden abwärts, um — falls gewünscht — eine neue Reihe von Zuleitungsschlingen zu bilden und so weiter, so daß die Zuleitungsfäden frei und nicht zusammengepreßt über der Oberseite des Webstückes zwischen den Florfäden und auf dem Grunde ihrer freistehenden Enden liegen. Die Zuleitungsschlingen werden alsdann an ihren unteren Enden in irgend einer Weise aufgeschnitten. Die neue Wirkung dieser Anordnung besteht darin, daß die herabhängenden Zuleitungsfäden eines solchen Kissens ohne wesentliche.Einschnürung durch die Fäden des Grundgewebes bleiben, daß somit ihre Haarröhrchenwirkung nicht gehindert wird, während gleichzeitig die Zuleitungsfäden noch sicher vom Grundgewebe gehalten werden und den Schmierstoff mögliehst in gerader Richtung den Polfäden zuführen, welche ihn der zu schmierenden Welle zuleiten.
Außerdem wird bei dieser Herstellungsart das Kissen fortlaufend bei seiner Erzeugung mit den Zuleitungsfäden versehen, und zwar derart, daß diese sich quer über das Kissen erstrecken. Auch können hier die herabhängenden Zuleiter an einem beliebigen Punkt der Unterseite eines Kissens angeordnet sein und nicht nur, wie sonst üblich, an den Kanten des Kissens.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des neuen Kissens veranschaulicht. Fig. ι zeigt das Bindungsschema des Gewebes im Querschnitt, Fig. 2 eine Seitenansicht des an einer Welle angeordneten Kissens und Fig. 3 einen Querschnitt durch Fig. 2.
Die Kettenfäden 2, 3, von denen der eine oder andere, z. B. 3, ein Pack- oder Füllfaden, d. h. ein dickerer Faden von vielleicht weicherem Stoffe sein kann, umschlingen die Schußfäden 1, welche wie üblich diePolfäden4 sicher festhalten (s. Fig. 1). Die Zuleitungsfäden 5 liegen frei und nicht zusammengedrückt auf den Schuß- und Kettenfäden i, 2, 3, also dem Grundgewebe, an der Sohle des Flors.
In dem erforderlichen Abstand gehen die Zuleitungsfäden zwischen den Schußfäden 1 hindurch, hängen in Form einer Schlinge von der erforderlichen Länge herab, ziehen nach Rückkehr wieder über die Oberseite des Webgrundes und alsdann wieder nach unten zur Bildung der nächsten Reihe von Zuleitern usw., wobei sie sich vorzugsweise an der Kante des Gewebes erstrecken. Die herabhängenden Schlingen werden entweder während oder nach der Herstellung aufgeschnitten.
Ein derartiges Kissen wird teilweise um den Achs- oder Wellenzapfen herumgelegt. Es hat sich nun beim Gebrauch herausgestellt, daß in der Längsmittellinie des Kissens die Polfäden einer Druckwirkung unterworfen sind, wodurch der Ölzufluß an jener Stelle gehindert wird. Deshalb werden bei dem vorliegenden Kissen die Polfäden 4 in einer Längslinie des Kissens, beispielsweise in der Mittellinie 6-6 in Fig. 1, d. i. unmittelbar unter der Wellenachse, ausgelassen; und um gleichzeitig zu vermeiden, daß die Zuleitungsfäden 5 an diesem Punkte ebenfalls zusammengedrückt werden, werden sie unterhalb des Grundgewebes entlang geführt (Fig. 1).
Für gewöhnlich genügt es — wie vorstehend —, das Auslassen der Polfäden und die Unterführung der Zuleitungsfäden lediglich in der Mittellinie vorzunehmen; falls gewünscht, können selbstverständlich die Polfäden an mehreren Stellen längsdurchgehend ausgelassen werden, um so ein Biegen des Kissens um den Zapfen ohne jeglichen Druck auf die Dochtfäden oder Hemmwirkung des ölzuflusses zu ermöglichen.
An Hand des in Fig. 2 und 3 veranschaulichten Ausführungsbeispieles läßt sich die vielfache Verwendung eines derartigen Kissens erkennen. Das Kissen 7 wird hier von einem federnden Gestell 8 getragen und ist mit zwei Reihen von herabhängenden Zuleitungsfäden 5 versehen. Im Bedarfsfalle können aber auch noch weitere Reihen solcher Fäden vorgesehen sein. Das Traggestell 8 legt sich einerseits gegen den Boden der Achsbüchse 10, andererseits drückt es das Kissen 7 gegen den Zapfen 9. Doch soll auch jede andere Bauart des Traggestelles und jede Befestigungsweise des Schmierkissens hierbei Anwendung finden können.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Schmierkissen aus Florgewebe mit Polfäden, die sich an den zu schmierenden Zapfen anlegen, gekennzeichnet durch eine Anzahl von besonderen Ölzuführungsfäden (5), welche in Richtung der Kettenfäden (2, 3) in der Weise eingewebt werden, daß sie frei auf dem Grundgewebe am Boden des Flors (4) liegen und in gewissen Ab-
    ständen zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schußfäden durch das Gewebe zur Bildung einer Schleife hindurch- und wieder zurücktreten, zum Zwecke, die Schmierflüssigkeit durch die Fäden der zweckmäßig aufgeschnittenen Schleifen ohne Hemmung nach der Sohle des Flors zu leiten.
  2. 2. Schmierkissen aus Florgewebe nach ίο Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß, um das Umlegen des Kissens um den Zapfen zu erleichtern, ohne daß sich die Polfäden (4) gegenseitig zusammenpressen oder auf die Zuleitungsfäden (5) drücken, die Polfäden in der Mittellinie des Kissens (6-6), gegebenenfalls auch in zu ihr parallelen Lagen, in Fortfall kommen, wobei an diesen Stellen die Ölzuleitungsfäden unterhalb des Grundgewebes entlang geführt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1029628B (de) * 1954-01-26 1958-05-08 Miller Gladys Davis Schmiereinsatz

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1029628B (de) * 1954-01-26 1958-05-08 Miller Gladys Davis Schmiereinsatz

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