AT127160B - Verfahren zur Herstellung von Persalzen durch Elektrolyse. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Persalzen durch Elektrolyse.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Persalzen durch Elektrolyse. 



   Bei der anodischen elektrolytischen Herstellung von Persalzen konnte man bisher nur zwischen zwei Gruppen von Metallen, welche man als Kathodenmaterial verwenden kann, wählen. 



   Eine Gruppe dieser Materialien bilden solche Metalle, die nicht durch den Elektrolyten angegriffen werden, ihn jedoch katalytisch zersetzen, wodurch die Ausbeute   beeinträchtigt   wird. Beispiele solcher Metalle sind Platin, Gold und Chrom in saurer, Silber, Nickel und Eisen in neutraler oder alkalischer Lösung. 



   Die zweite Gruppe von Metallen, wie Aluminium, Zinn, Zink in neutraler oder alkalischer Lösung, oder Silber, Nickel, Kupfer und Eisen in saurer Lösung, zersetzen den Elektrolyten katalytisch nicht, besitzen aber den Nachteil, dass sie während der Elektrolyse angegriffen werden. 



   Bei der Anwendung solcher Metalle als Kathoden tritt also der Übelstand auf, dass man nicht reine Persalze erhält, sondern ein Gemisch von diesen mit Metallverbindungen, was nachherige Reinigung und Abscheidung erforderlich macht. Ausserdem müssen die Elektroden periodisch ersetzt werden, wodurch die Herstellungskosten erheblich erhöht werden. 



   Es ist nun gefunden worden, dass man die beiden oben erwähnten Nachteile dadurch beseitigen kann, dass man als Kathoden gewisse Legierungen verwendet, von denen mindestens eine Komponente selbst katalytische Eigenschaften bezüglich der Zersetzung der Persalze besitzt. Solche Legierungen können z. B. aus zwei oder mehreren der folgenden Metalle bestehen : Nickel, Gold, Chrom, Eisen, Silber, Aluminium und Zinn. In einigen Fällen kann man Legierungen, deren sämtlichen Komponenten solche Eigenschaften besitzten, verwenden. 



   Durch die Anwendung der genannten Legierungen kann man die oben erwähnten Nachteile beseitigen, was einen technischen und wirtschaftlichen Fortschritt darstellt. 



   Beispiel 1 : Eine gesättigte Kaliumkarbonatlösung wird bei einer Temperatur von nicht über 00 C elektrolysiert. Als Anode verwendet man ein Platinblatt, als Kathode ein   V2A-Stahlblatt.   Die Stromdichte sowohl für die Anode als für die Kathode beträgt 1   Amp. jcm2.   Die Spannung ist 8 Volt. 



  Die elektrochemische Reaktion führt zu der Bildung von Kaliumperkarbonat, das sich abscheidet, sobald die Grenze der Löslichkeit erreicht wird. 



   Beispiel 2 : Man führt die Elektrolyse mit einer fast gesättigten   Ammoniumphosphatlösung,   zu der man Ammoniumfluorid und   Ammoniumchromat   zusetzt, bei 00 C aus. Sie findet zwischen einer Platinanode und einer Kathode, die aus einer Legierung von   91%   Silber und 9% Aluminium besteht, statt. Die Stromdichte ist   O'Ol Amp./cm ;   man erhält Ammoniumperphosphat. 



   Beispiel 3 : Die nach dem ersten Beispiel verwendete   VA-Stahlkathode   wird ersetzt durch eine Kathode, die aus einer Legierung von   67%   Nickel und   33% Zinn   besteht. Mit dieser billigen Legierung erzielt man ausgezeichnete Ergebnisse. 



   Beispiel 4 : Man elektrolysiert eine gesättigte Lösung von Natriumkarbonat und Borax bei 00 C zwischen einer Platinanode und einer Kathode von   V2A-Stahl   Die anodische Stromdichte beträgt 0'2 Amp./cm2 ; die kathodische Stromdichte ist 1   "\mp. jcm2,   indem die Spannung in der Zelle 8 Volt ist. Die Perboratausbeute ist   50-60% des theoretischen   Betrages (auf den verwendeten Strom bezogen). 



  Das Natriumperborat fällt aus, sobald die Konzentration 6 g im Liter beträgt. 



   Die in diesen Beispielen gegebenen Verhältnisse der Komponenten kann man erforderlichenfalls ändern, jedoch haben die genannten Zusammensetzungen sehr befriedigende Ergebnisse geliefert. 

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   Gute Ergebnisse hat man erzielt mit zahlreichen Legierungen von einem Metall (oder mehreren Metallen) der erstgenannten Gruppe (Platin, Gold, Nickel, Eisen und Silber), mit einem oder mehreren Metallen der zweiten Gruppe (Aluminium, Zinn und Zink) und auch mit Legierungen von zwei oder mehreren Metallen der ersten Gruppe, ohne irgendwelches Metall der zweiten Gruppe. 



   Die Beispiele zeigen, dass die Stromdichte zwischen weiten Grenzen geändert werden kann. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :.   



   1. Verfahren zur anodischen Herstellung von Persalzen, dadurch gekennzeichnet, dass als Kathode eine Legierung aus mehreren Metallen benutzt wird, von denen mindestens eines unter den jeweiligen Bedingungen des Bades katalytische Eigenschaften bezüglich der Zersetzung der herzustellenden Persalze besitzt, während die Legierung selbst keine katalytischen Eigenschaften bezüglich des Bades aufweist.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode aus VA-Stahl besteht. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode aus einer SilberAluminiumlegierung besteht.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode aus einer Nickel-Zinnlegierung besteht.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode aus einer Zinn-Goldlegierung besteht.
    6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode aus einer Nickel-Chromlegierung besteht.
AT127160D 1928-08-28 1929-08-22 Verfahren zur Herstellung von Persalzen durch Elektrolyse. AT127160B (de)

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