<Desc/Clms Page number 1>
Fernmesseinrichtung.
Die bisher bekanntgewordenen Fernmesseinrichtungen bestehen in der Regel aus Vorrichtungen, die an die Messinstrumente angebaut werden und in Verbindung mit kleinen Hilfsmotoren und Relaiskombinationen die Übertragerströme steuern. Die Energie zur Betätigung der Relais und Motoren sowie die Übertragerströme werden gewöhnlich einer eigenen Hilfsbatterie oder dem Lichtnetz bzw. beiden entnommen. Mit der Benutzung eigener Hilfsbatterien sind aber verschiedene Nachteile verbunden ; sie erfordern besondere Wartung durch das Betriebspersonal bzw. besondere Einrichtungen zur automatischen Überwachung ; ferner muss eine Ladeeinrichtung vorhanden sein. Der Preis der Fernmesseinrichtung wird durch diese Einrichtungen unnötig verteuert.
Die Benutzung eines Lichtnetzes als Energiequelle ist unvorteilhaft, weil jeder an das Lichtnetz angeschlossene Verbraucher die Schmelzsicherungen zum Ansprechen bringen und damit die Fernmessanlage spannungslos machen kann. Gerade für Fernmesseinrichtungen ist aber eine zuverlässige und betriebssichere Hilfsstromquelle von erhöhter Bedeutung. Gemäss der Erfindung wird eine Hilfsstromquelle verwendet, die auf den meisten Fernmessstationen ohnehin vorhanden ist und die ohne besondere Wartung einen weitaus höheren Sicherheitsgrad besitzt als Batterien und Lichtnetz.
Erfindungsgemäss werden als Hilfsstromquelle mit den geforderten Eigenschaften die Spannungswandler gewählt, die mit Rücksicht auf die Sicherheit der Hochspannungsleitungen ohnehin so bemessen werden, dass sie die für die Relais-und Motorenbetätigung und für die Übertragung nötigen geringen
EMI1.1
relais des Hochfrequenzempfängers Ströme steuern, die von Spannungswandlern geliefert werden.
Bei einer weiteren Anordnung nach der Erfindung werden auch die Übertragerströme über Frequenzwandler dem Spannungswandler entnommen. Entsprechend können auch die Anoden-und Heizspannungen für die Hochfrequenzsender und-empfänger mittels an sich bekannter Netzanschlussvorrichtungen dem Spannungswandler entnommen werden.
Ein Ausführungsbeispiel gemäss der Erfindung ist in der Figur dargestellt.
In der Sendestation 1 befindet sich das Messwerk 2, dessen Zeiger 3 den jeweiligen Wert der zu übertragenden Messgrösse angibt. Auf der Achse dieses Zeigers sitzt noch ein Hilfszeiger 4, der mit einer Kontaktfahne 5 versehen ist. Dieser Hilfszeiger bewegt sich auf dem Halbkreis 6, u. zw. steht er in der Nähe des Kontakts 7 bei kleinen und am entgegengesetzten Ende des Halbkreises 6 bei grossen Messwerten. Vor dem Hilfszeiger rotiert ein von einem Hilfsmotor 8, beispielsweise einem Synchronmotor, angetriebener Abtastzeiger 9, der ebenfalls eine Kontaktfahne 10 trägt.
Ferner ist auf der Sendestation noch ein Relais 11 mit zwei Spulen vorhanden, dessen Anker 12 bei Erregung der linken Spule den Kontakt schliesst und in dieser Stellung verbleibt, bis er durch Erregung der rechten Spule wieder zurückbewegt wird. Die Übertragerströme werden nach der Schaltung gemäss der Figur von einem ruhenden Frequenzwandler 13 geliefert, dessen Primärseite vom Spannungswandler gespeist ist. Der Motor 8 und das Relais 11 werden ebenfalls vom Spannungswandler gespeist.
<Desc/Clms Page number 2>
'Auf der Empfangsstation 14 sind vorhanden : ein Empfangsrelais 15, ein Kupplungsrelais 16, das die Reibungskupplung 17 einrückt, ein Hilfsmotor 18, eine Fadenrolle 19, die den Sehreibzeiger 20 über das Registrierpapier hinwegbewegt, sowie ein Rückstellgewieht 21.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende : Der vom Motor 8 angetriebene Abtastzeiger 9 der Sendestation bestreicht bei jeder Umdrehung einmal im gleichen Sinne den Halbkreis 6. Dabei macht er zuerst an dem Hilfszeiger 5 Kontakt, wodurch das Relais 11 seinen Kontakt schliesst. Der
Stromkreis führt von der unteren Spannungswandlerschiene über den Abtastzeiger 9, die Kontakt-
EMI2.1
der weiteren Drehung berührt dann der Abtastzeiger 9 den feststehenden Kontakt 7, wodurch das Relais 11 seinen Kontakt'wieder öffnet. Der Stromauf ist dabei wie folgt : untere Spannungswandler- schiene, Abtastzeiger 9, Kontaktfahne 10, Kontakt 7, rechte Relaisspule 11, obere Spannungswandler- schiene.
Der Kontakt 12 Ist bei dieser Anordnung für eine Zeit geschlossen, die proportional der zu übertragenden Messgrösse ist. Während dieses Zeitraumes fliesst in der Fernleitung 21 der von dem
Frequenzwandler 13 gelieferte Übertragerstrom, so dass das Relais 15 der Empfangsstation erregt ist und seine Kontakte geschlossen hält. Dabei ist dann auch das Kupplungsrelais 16 erregt und die Reibung- kupplung 17 eingerückt. Der Motor 18 zieht infolgedessen mittels der Fadenrolle 19 den Schreibzeiger 20 über das Registrierpapier, so dass ein Strich entsteht, dessen Länge der Messgrösse am Sendeort bzw. der
Dauer des Kontaktschlusses des Kontakts 12 proportional ist.
Nach Aufhören des Übertragerstromes zieht das Rückstellgewicht 21 den Zeiger 20 in seine Nullage zurück, so dass er für die nächste Übertragung bereitsteht. Die Wirkungsweise des Empfängerinstrumentes hat grosse Ähnlichkeit mit derjenigen der bekannten registrierenden Höchstlastschreiber.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fernmesseinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Speisung der Hilfsmotoren und Relais der Sende-und Empfangsstation oder einer der beiden Stationen ausschliesslich durch den für den An- schluss der Messinstrumente vorgesehenen Stationsspannungswandler erfolgt.