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Maschine zur Herstellung von Schlingen- und Büschelbesatz auf Geweben.
Die Erfindung betrifft eine Maschine zur Herstellung von Schlingen- und Büschelbesatz auf Geweben, wie Leinwand oder gewirkten Stoffen, und hat Elemente zum Gegenstand, die in eine Nähmaschine eingebaut sind, wobei der neue Mechanismus im wesentlichen von der Art eines Nähmaschinenzusatzteiles ist und im wesentlichen ähnlich wie eine Nähmaschine arbeitet.
Die Erfindung bezweckt einmal die selbsttätige und gleichzeitige Herstellung von Reihen von ausgerichteten Schlingen in Leinwand oder Gewebestoffen in einem Arbeitsgang und die wiederholte Bildung einer Mehrfachreihe von Schlingengruppen in regelmässiger Aufeinanderfolge, wobei alle Schleifen jeder Gruppe entweder aufgeschnitten werden, um Gruppen von gleichförmiger Länge zu bilden, oder ganz belassen werden, wobei die aufeinanderfolgend gebildeten aufgeschnittenen Schlingengruppen oder die fortlaufenden Schlingen an dem Leinwand-oder sonstigen Gewebe so befestigt werden, dass sie sich während des Waschens nicht loslösen oder verlagern können, wodurch die Abnutzungsdauer dieser Art von Erzeugnissen wesentlich verlängert wird.
Die Erfindung bezweckt ferner die Herstellung von solchen gebüschelten Erzeugnissen durch gleichzeitige Bildung von ausgerichteten Schlingengruppen, wodurch eine grössere Fläche in kürzerer Zeit bedeckt werden kann, als wenn einzelne Schlingen gebildet und aufgeschnitten werden.
Schliesslich bezweckt die Erfindung, Maschinen der bezeichneten Art im allgemeinen zu vervollkommnen und Decken, kleinere Teppiche und andere ähnliche Gegenstände von verbesserter Beschaffenheit auf vorteilhafterem, mechanischem Wege ohne Handarbeit herzustellen.
Gemäss der Erfindung ist eine besondere, abnehmbare Schneidvorrichtung für jede Schlinge vorgesehen, wodurch aufgeschnittene Schlingengruppen oder abwechselnd aufgeschnittene und nicht aufgeschnittene Schlingengruppen gebildet werden können, und solcherart eine Einrichtung geschaffen ist, mit welcher das Muster geändert werden kann.
In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform der erfindungsgemässen Maschine dargestellt. Fig. 1 ist eine Vorderansicht der Maschine nach der Erfindung. Fig. 2 ist eine Rückansicht der Maschine. Fig. 3 ist ein waagrechter Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 1. Fig. 4 ist eine Seitenansicht der Maschine. Fig. 5 ist ein waagrechter Schnitt eines Teiles der Maschine nach einer Schnittebene, die etwas tiefer als die nach 3-3 der Fig. 1 liegt. Fig. 6 ist ein lotrechter Querschnitt nach der Linie 6-6 in Fig. 1. Fig. 7 zeigt in gleicher Darstellung, wie Fig. 6, den Mechanismus in einer andern Lage. Fig. 8 ist ein teilweiser lotrechter Querschnitt durch den in den Fig. 6 und 7 dargestellten Teil der Maschine, der eine der Nadeln und die mit dieser zusammen wirkenden Teile in einer von der in den Fig. 6 und 7 dargestellten Lage verschieden zeigt.
Fig. 9 ist eine nach einer lotrechten Längsebene teilweise geschnittene Ansicht eines Teiles des Mechanismus, der insbesondere die Nocken zur Betätigung der Schleifensteuereinrichtungen in vollen und strichpunktierten Lagen zeigt. Fig. 10 zeigt im Schaubild eines der Messer und Haken und einen Teil der Sehleifensteuereinrichtung mit einem Teil des Mechanismus zur Betätigung des Hakens und Messers. Fig. 11 ist eine teilweise geschnittene und abgebrochene Ansicht der Fadenhaltereinrichtung. Fig. 12 ist eine teilweise geschnittene Draufsicht des in Fig. 11 dargestellten Mechanismus. Fig. 13 ist ein Querschnitt nach der Linie 13-13 in Fig. 11. Fig. 14 ist eine im vergrösserten Massstabe dargestellte und teilweise geschnittene Teilansicht, die insbesondere die Nadelhaltereinrichtung erkennen lässt. Fig. 15 ist ein waagrechter Schnitt nach der Linie 15-15 in Fig. 14.
Fig. 16 ist eine teilweise geschnittene Teilansicht des Nockenmechanismus zur Steuerung der Bewegung des Schleifensteuermechanismus in einer Lage derselben. Fig. 17 zeigt in gleicher
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Darstellung wie Fig. 16 den Schleifensteuermechanismus in einer andern Lage. Fig. 18 ist eine teilweise Draufsicht auf einen Teil des Trägers für das Arbeitsstück, die insbesondere die Kehlplatte zeigt. Fig. 19 zeigt in teilweise geschnittener Ansicht einen Teil des fertigen Erzeugnisses.
Der Mechanismus nach der Erfindung ist in Anwendung bei einer Nähmaschine dargestellt, die das gebräuchliche Bett 5, einen nach aufwärts und aussen ragenden festen Arm oder Schwanenhals 6 mit einem Kopf 7 an seinem freien Ende aufweist. Durch die Basis des Armes 6 erstreckt sich in deren Längsrichtung eine Welle 8, auf welcher eine Riemenantriebsscheibe 9 und ausserdem neben dieser ein Exzenter 10 befestigt ist. Das Exzenter 10 dient zur Betätigung einer Schubstange 11, die an einem bei 13 an der Vorderseite des festen Armes 6 gelagerten Schwingarm 12 befestigt ist.
Das andere Ende des Armes 12 ist an einer erfindungsgemäss ausgestalteten Nadelstange 14 befestigt, die in dem Kopf 7 hin und her beweglich gelagert ist und eine obere Querstange 15 aufweist, an welcher mittels Stangen 16 eine Nadelhalterstange 17 befestigt ist, in der eine Reihe von Nadeln 18, die in der Stange 17 gegen eine Bewegung durch entfernbare Keilbolzen 18 a, die quer durch die Stange 17 hindurchgehen, festgehalten werden. Die Keilbolzen 18 a gestatten, die Nadeln 18 im Falle eines Bruches auszuwechseln, wie dies am besten aus Fig. 14 ersichtlich ist. Am oberen Ende der Nadelstange 14 befindet sich eine waagrechte Führungsstange 19 mit einer Reihe von Öffnungen 20 zur Aufnahme des Fadens 21 (Fig. 4). An Stelle des gebräuchlichen Pressfusses ist ein waagrechtes Tragjoch 22 vorgesehen, das durch nach oben zusammen-
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wird.
Die Führungsstange 25 ist mittels eines querliegenden Klemmstücks 26 an einer Druckstange 27 befestigt, die in dem Kopf 7 zwischen der Nadelstange 14 und der Führungsstange 25 beweglich gelagert ist und einen nach unten reichenden Hubbolzen 29 aufweist, der an dem oberen Ende der Stange 27 befestigt ist für den Angriff eines Hubhebels 30, der an der Hinterseite des Armes 6 gelagert ist und sich nach hinten erstreckt und eine Verbindungsstange 31 aufweist, die mit ihrem hinteren Ende an dem hinteren Ende einer nach unten und vorne geneigten Stange 32 befestigt ist. Die Stange 32 ist an ihrem vorderen Ende an dem Hinterende einer quer liegenden Kurbelwelle 33 befestigt, die in Lagern 34 am Bett 5 gelagert und mit einem Kurbelzapfen 35 an ihrem vorderen Ende versehen ist (Fig. 3).
Der Kurbelzapfen 35 der Welle 33 dient als Anschlag zur Begrenzung der Bewegung dieser Welle, wenn diese durch Verstellung der geneigten Stange 32 betätigt wird. Eine Feder 36 ist mit einem Ende an der Stange 32 und mit dem andern Ende an einem nach hinten reichenden Zapfen 37 befestigt, der über den Hubhebel 30 hervorragt und gegen deren Widerstand die Stange 32 gesenkt werden kann. Im Gebrauche wird die Stange 32 mit einem Fusshebel verbunden und durch den Fuss der Bedienungsperson bedient, um den Hebel 30 auszuschwingen und die Druckstange 27 anzuheben und durch die letztere die Führungsstange 25 und das Tragjoch 22 anzuheben.
An der Rückseite des nach vorne ragenden Teiles des Armes 6 ist eine Spannschraube 38 vorgesehen, deren unteres Ende mit dem oberen Teil einer Blattfedernanordnung 39 zusammenwirkt, die an ihrem unteren Ende durch einen Fortsatz 40 an der Rückseite des Armes 6 unterstützt wird und die sich mit ihrem Vorderende nach unten gegen einen Fortsatz 41 stützt, der an der Druckstange 27 festgeklemmt ist und sich von dieser nach hinten erstreckt. Das vordere Ende des Hubhebels 30 liegt auf dem vorderen Ende der Federnanordnung 39 auf, die, wie in Fig. 2 dargestellt, aus zwei Blattfedern besteht. Die Spannung der einen Feder in bezug auf die andere wird durch die Schraube 38 geregelt, um die richtige Spannung dieser bei Nähmaschinen bekannten Anordnung einzustellen.
Das Joch 22 besitzt ein Paar im Abstand voneinander liegende Arme, die von dem Träger nach unten reichen und Lager für die Enden eines Zapfens 42 tragen. Dieser trägt eine Reihe von gezahnten Vorschubscheiben 43, die durch Distanzhülsen 44 voneinander getrennt sind und durch die sie sicher in gleichmässigem Abstand voneinander gehalten werden. Das Tragjoch 22, das, wie bereits erwähnt, an der Druckstange 27 befestigt ist, wird auf Druck durch die Federanordnung 39 und die Spannschraube 38 eingestellt. Die gezahnten Scheiben 43, die durch das Joch getragen werden, bilden einen Teil des Vorschubmechanismus für das Arbeitsstück, der in Wirksamkeit tritt, wenn die Nadeln zur Bildung der Schlingen während der Herstellung der Büschel betätigt werden.
Mit den Distanzhülsen 44 sind gebogene Federn 45 aus Blattfedernmaterial verbunden, die waagrechte Arme oder Teile 46 a aufweisen, die sich nach vorne unter das Tragjoeh 22 erstrecken, aber frei von den gezahnten Endscheiben 43 liegen. An diesen Teilen 46 a ist einer der Pressfüsse 46, wie in Fig. 4 dargestellt, befestigt. Der Pressfuss 46 ist nahe der Kehlplatte 47, die in Fig. 18 im Detail gezeichnet ist, gelagert, die in der Querrichtung bei 48 bis zu ihrer hinteren Kante geschlitzt ist für den Durchtritt einer unteren Reihe von gezahnten Scheiben 49, die von einer in Lagern 51 lose gelagerten Welle 50 getragen werden.
Die unteren Scheiben sind gleichfalls durch Distanzhülsen 52 voneinander getrennt und in gleicher Anzahl und in gleicher lotrechter Anordnung in Deckung mit den gezahnten Scheiben 43 auf der Achse 42 vorgesehen, welche Achse 42 in dem Tragjoeh 22 gelagert ist. Die Zähne der Scheibe 43 sind in Eingriff mit jenen der unteren Scheiben 49, und das mit den Büscheln zu versehende Arbeitsstück wird zwischen diesen zwei Sätzen von Scheiben vorgeschoben, wobei das Arbeitsstück gegen Gleiten durch die Zähne der beiden genannten Scheiben an seiner Ober-und Unterseite festgehalten wird. Dei jeweiligen Dicke des Arbeitsstückes entsprechend wird der Zwischenraum zwischen den genannten Scheiben durch Anheben der Pressstange 27 und des
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Tragjoches 22 um einen entsprechenden Betrag eingestellt.
Die Platte 47 ist im linken Teil des Arbeitsstückträgers 53 verschiebbar gelagert, und der Pressfuss 46 ist nahe der oberen Seite des Trägers gelagert und besitzt eine untere glatte Seite, die an ihrer vorderen Kante, bei 54, nach oben gekrümmt oder abgeschrägt und mit einem Längsschlitz 55 für die Nadeln 18 während der Hin-und Herbewegung derselben versehen ist. Der durch die federnden Arme 46 a unterstützte Pressfuss 46 hat eine nachgiebige Bewegung zwecks Ausgleichs der Bewegung des mit den Büschel zu versehenden Arbeitsstückes über dem Arbeits- stückträger 53. Die Achse 42 und die Welle 50 sind in ihren Lagern frei beweglich, und die Welle 50 liegt etwas hinter der Achse 42.
Die gezahnten Scheiben 43 und 49, die an der Achse 42 bzw. der Welle 50 befestigt sind, stehen mit ihren Zähnen nicht in festem, sondern in losem Eingriff, so dass sie als brauchbarer Vorschubmechanismus für das dazwischen hindurchgehende Arbeitsstück wirken, und die Zwischenräume zwischen den gezahnten Scheiben ermöglichen den an dem Arbeitsstück gebildeten Büscheln den Durchtritt. Auf der Welle 50 zwischen deren Enden und nahe einer der Scheiben 49 (Fig. 6 und 7) ist ein Sperrad 57 aufgekeilt, das durch nach vorne ragende Stoss-und Hemmklinken 58 und 59 betätigt wird, die in das Sperrad in entsprechenden Abständen eingreifen, um die Welle 50 und die auf dieser sitzenden gezahnten Scheiben 49 in der Richtung nach hinten zu drehen und die Bewegung der genannten
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gestellt werden.
Die Hemmklinke 59 ist an ihrem hinteren Ende auf einem Stützträger 62, der von dem Bett 5 getragen wird, drehbar gelagert und besitzt an ihrem vorderen Ende einen Zahn 63, der in das
Sperrad 57 eingreift, wobei die Klinke 59 über das Vorderende der Welle 8 vorsteht und durch eine Feder 64 in Anlage an einem Nocken 65 auf der Welle 8 gehalten wird. Die Stossklinke 58 besitzt gleichfalls an ihrem vorderen Ende einen Zahn 66 und liegt nahe dem vorderen Ende der Klinke 59, wobei das hintere Ende der Stossklinke 58 an einem oberen Drehzapfen 67 eines Schwingrahmens 68 mit Seitenteilen 69 angelenkt ist. Die Seitenteile 69 des Rahmens 68 reichen nach unten zu einer drehbaren Stange 70, die mit ihren Enden in an dem hinteren Vorderteil des Bettes 5 befestigten Lagern 71 gelagert ist.
Die
Stossklinke 58 wird durch eine zwischen derselben und dem Bette liegende Feder 72 in Eingriff mit dem Nocken 65 gehalten, der so geformt ist, dass er abwechselnd den Zahn 66 der Stossklinke 58 und den Zahn 63 der Hemmklinke 59 in Eingriff mit dem Sperrad 57 bringt. Der Schwenkrahmen 68 bewegt bei seiner Vorbewegung die Stossklinke 58, um dem Sperrad 57 in Abständen eine Bewegung zu erteilen, um hiedurch das Arbeitsstück 61 quer über den Arbeitsstückträger zu bewegen, und der Zahn 63 der Klinke 59 kommt in Eingriff mit einem Zahn des genannten Sperrades am Ende jeder Bewegung des letzteren.
Der Nocken 65 weist eine solche Umfangslinie auf, dass die Klinken 58 und 59 bei ihrem Eingriff das Sperrad 57 sicher betätigen, wobei die Zähne 66 und 63 der Schaltklinke abwechselnd angehoben und gesenkt werden durch den Nocken 65, um deren Einwirkung auf das Sperrad 57 durchzuführen.
Ein Schlingensteuer-und Klemmorgan ist vor der Achse 42 und Welle 50, welche die Scheiben 49 und 43 tragen, angeordnet. Dieses Organ besteht aus einem Rahmen 73, der, wie Fig. 1 zeigt, zwischen kurzen Ständern 74 und 75 gelagert ist, die an einem mittleren Teil des Bettes an dessen vorderem Ende befestigt sind. Der Rahmen 73 weist eine verlängerte Kopfplatte 76 auf, die mit einer Reihe von nach hinten reichenden Schlitzen 77 (Fig. 5) versehen ist, welche Schlitze durch nach hinten ragende Finger 78 voneinander getrennt sind. In den Stirnwänden der Schlitze an einer Seite der Quermittellinien derselben sind kreisförmige Ausnehmungen 79 vorgesehen, die Nadelkanäle bilden.
Die Schlitze 77 bilden hintere Öffnungen für den Durchtritt der Schlingen, nachdem diese mit den Büscheln versehen sind oder wenn diese nicht aufgeschnitten und ganz belassen werden. Am Ende des Rahmens 73 neben den Lagern 74 ist ein nach unten ragender Winkelteil 79 a (Fig. 1 und 5) vorgesehen, der an dem äusseren Ende einer Gegenwelle 80 befestigt ist, wie in Fig. 9 dargestellt ist, in welcher Figur die verlängerte Platte 76 des Rahmens 13 weggebrochen ist, um eine benachbarte feste Klemmplatte 81, die unter der Platte 76 befestigt ist, sichtbar zu machen. Der Winkelteil 79 a besitzt ein oberes winkeliges Führungsstück 82, das von der Platte 76 getrennt liegt, um einen Führungsraum oder eine solche Bahn 83 zu bilden, in welche sich das innere Ende der Platte 81 hinein erstreckt.
Die Platte 81 erstreckt sich mit ihrem gegen- überliegenden Ende in einen Führungsraum oder eine solche Bahn 84 hinein, die zwischen der Platte 76 und einer Hülse 85 gebildet wird, welche Hülse auf einem Zapfen 86 gleitbar gelagert ist. Der Zapfen 86 ist mit seinem inneren Ende an einem Arm 87 befestigt, der von der Platte 81 nach unten ragt und an einem nach hinten vorstehenden festen Bolzen 88 drehbar gelagert ist. Der Bolzen 88 ragt durch den Ständer 75 hindurch und ist an seinem äusseren Ende mit einem Kopf 89 versehen, durch welchen er beweglich ist, wobei ein Nocken oder eine Führungsplatte 90 an dem äusseren Ende des Zapfens 88 befestigt ist, die eine obere, leicht abgeflachte Daumenkante 91 aufweist, die an dem äusseren Ende des Zapfens 86 in Anlage gehalten wird und dem Zapfen 86 eine geringe Gleitbewegung gestattet.
Der Rahmen 73, der Teil 79 a desselben, das Winkelstück 82 und die Hülse 85 haben eine begrenzte Gleitbewegung, und die Platte 81, deren Enden in die Fuhrungsräume oder Führungsbahnen 83 und 84 hineinragen, ist nicht gleitbar, während die Platte 76 und die genannten Teile, die mit ihr in unmittelbarer Zusammenwirkung stehen, gegenüber der Platte 81 eine Gleitbewegung vollführen ;
die Platte 81 und die Platte 16 vollführen dabei gemeinsam eine Schwingbewegung vorwärts und rückwärts. Wie in Fig. 5 dargestellt ist, weist die Platte 81 gleichfalls hinten Öffnungen 92 in der Form von Schlitzen auf, die
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an ihren vorderen Enden mit kreisförmigen Ausnehmungen 93 ähnlich den Ausnehmungen 79 in der oberen Platte 76 versehen ist, jedoch in umgekehrter Lage gegenüber diesen Ausnehmungen 79.
Die Kehlen oder Schlitze 92 sind durch Fortsätze 94 voneinander getrennt, die nach oben geneigt oder abgeflacht sind, um auf die Finger 78 der Platte 76 aufzutreffen und an'diese in Anlage zu kommen und so die Schlitze in den zwei Platten 76 und 81 hinten abzuschliessen und nur die Ausnehmungen 79 und 93 der Platten 76 und 81 für die Hindurchbewegung der Nadeln 18 während des lotrechten Hin-und Herganges derselben in vorbestimmten Zeitabständen freizulassen.
Die obere Noekenkante M der Noekenplatte 90, die an dem äusseren Ende des Zapfens 88 nahe dem Kopf 89 befestigt ist, unterstützt den Zapfen 86 während der Gleit-und Schwingbewegung der zwei Platten 76 und 81 und der an diesen, wie früher ausgeführt, befestigten Teile, wobei der Arm 81 an dem inneren Ende des Zapfens 86 gelagert ist und gleichfalls als Träger für den Zapfen 86 dient, auf welchem die Hülse 85 gleitet, sobald die Platte 76 und ihr Teil 79 a in der Längsrichtung gleiten.
Dies erfolgt während der Bildung der Schlingen, die unter den genannten Platten 81 und 16 liegen, u. zw. so, dass sie durch einen weiteren Mechanismus bearbeitet werden können, der dazu dient, die Schlingen, währenddessen diese geschnitten werden, und die Büschel, die dabei gebildet werden, was die Hauptfunktion dieser Maschine ist, festzuhalten.
Die Hin-und Herbewegung des Rahmens 73 der Platte 76 und der daran befestigten Teile gemeinsam mit den Schlitzen 77 und 92, die durch die Fortsätze 78 und 94 gebildet werden, tragen alle dazu bei, die richtige Anordnung der Schlingen nach deren Bildung durch die Nadeln 18 unter dem Rahmen zu erzielen, und diese Teile dienen gleichfalls auch zur Ablieferung der vollendeten Schlingen, nachdem diese zerschnitten oder abgeschnitten wurden, nach hinten über die Kehlplatte 47 und den Werkstücksträger 53 durch die arbeitenden gezahnten Scheiben 43 und 49, oie das Arbeitsstück aus diesem Mechanismus, sobald die Schlingen in der gewünschten Weise vollendet sind, gleichmässig fördern.
Die Bewegungen des Rahmens 73 und der in dieser Anordnung der Maschine enthaltenden Teile werden durch die Welle 80 erzielt, die an dem Teil 79 a befestigt ist, wobei diese Welle mit ihrem vorderen Ende in dem Lager 74 und einem Hilfslager 95 gelagert ist, die beide auf dem Bett oder der Basis 5 befestigt sind. Die Welle 80 besitzt an ihrem hinteren Ende einen Sitz 80 a, in dem das vordere abgesetzte Ende 80 b einer festen Stange 80 c gleitet. Die feste Stange 80 c ist mit ihrem hinteren Ende, bei 95 a, an der Vorderseite der Basis des Schwanenhalses 6 befestigt.
Eine Schwingwelle 97, die gleichfalls in dem Lager 74, jedoch im rechten Winkel zur Welle 80 gelagert ist, trägt an ihrem hinteren Ende einen winkeligen Fussteil98, der nach oben und hinten geneigt ist und mit seinem Ende 99 (Fig. 9, 15 und 17) sich gegen einen Nocken 100 auf der Welle 8 stützt.
Dieser Nocken weist einen erhobenen Teil 101 auf, der, wenn er mit dem Ende 99 des Fusses 98 sich in Anlage befindet, die Welle 97 und einen nach oben ragenden Zapfen 102 schwenkt, der mit seinem vorderen Ende an dieser Welle neben dem Lager 96 befestigt ist. Ein an der Welle 80 befestigter Bund 103 trägt einen Fortsatz 104, der, wenn die Welle 97 geschwenkt wird, durch den Zapfen 102 der letzteren ergriffen wird, um die Welle 80 und solcherart auch die Platte 76 in der Längsrichtung zu verschwenken.
Die Welle 80 wird geschwenkt, um die Schwenkbewegung des Rahmens 73 und der Platten 76 und 81 durch den Angriff eines Nockens 105 (Fig. 3), der an der Welle 8 befestigt ist, an einem Fortsatz 106 zu erzielen, welch letzterer sich von einem Bund 107, der an der Welle 80 nahe dem hinteren Ende des
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Enden an dem Bund 107 und an einem Bund 108 befestigt, der an der Stange 80 c befestigt und in der Längsrichtung derselben verstellbar ist und dazu dient, die Welle 80 zu schwenken und in entgegengesetzten Richtungen in der Längsrichtung zu verschieben und diese in die normale Lage, nachdem sie in der Längsrichtung durch die Schwingwelle 97 verschoben und durch den Nocken 105 verschwenkt wurde,
zurückzuführen. Auf diese Weise werden der Rahmen 73 und die von diesem getragenen Teile einschliesslich der Platten 76 und 81 in regelmässigen Zeitabständen in die richtige Lage gegenüber den Nadeln 18 und Fäden 21 gebracht.
Unter dem Rahmen 13 an der Vorderseite der Maschine befindet sich eine Schwingwelle 110 (Fig. 1, 4,6, 7 und 10), die in einem Lager 111 und im unteren Teil des Ständers 75 befestigt ist, wobei das Lager 111 von der Basis oder dem Bette 5 in einem Abstand nach aussen von dem Ständer 74 aufragt.
An der Welle 110 sind eine Reihe von Haken 112 befestigt, die die in Fig. 10 dargestellte Form besitzen und von denen jede einen unteren Teil 113 aufweist, der auf der Welle 110 gelagert ist, und weiter eine Schulter 114 besitzt, die den oberen Teil 115 des Hakens verstärkt, wobei der letztere einen Schlitz 116 besitzt, der sich hindurch erstreckt und vor dem freien Ende eines gebogenen Schnabels 117 endigt.
Die Haken 112 besitzen eine solche Länge, dass ihr gebogener Schnabel 117 nahe über eine feste Stange 118 mit an deren Oberseite vorgesehenen Quernuten 119 liegen, die Durchgänge für die geschnittenen Schlingen bei deren Rückwärtslauf bilden. Die vordere Kante der Stange 118 ist bei 120 lotrecht geschlitzt für das Spiel der Nadeln 18, insbesondere für das Spiel der Schneidmesser beim Schneiden der Schleifen. Die Stange 118 bildet eine Hilfseinrichtung zum Festhalten während des Schneidens der
Schleifen und währenddessen die letzteren straff gehalten werden.
Wie in den Fig. 6 und 7 dargestellt, weist die Schwingwelle 110 einen an ihr befestigten nach hinten ragenden Arm 121 auf, der ein flaches,
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abgesetztes hinteres Ende M2 besitzt, das in Abständen mit einem Nocken 123 auf der Welle 8, wie in Fig. 6 dargestellt ist, zusammenwirkt, und von dem zu dem Aufbau des hinteren Rahmens 68 gehörigen Drehzapfen 70 ragt nach vorne ein Arm 123 a mit einem vorderen, abgeflachten Ende 124 für den Angriff eines Nockens 125, der gleichfalls an der Welle 8 befestigt ist, wobei der Arm 121 von dem Arm 123 a im Abstand liegt, d. h. der Arm 121 ist in einem gewissen Abstand von dem Arm Ji ? a innen gelagert, welch letzterer näher dem äusseren Ende des Bettes 5 der Maschine liegt.
Die Stange 118 wird von nach vorne ragenden festen Armen getragen, die wieder durch von dem Bette 5 nahe dem äusseren Ende desselben und hinter der Welle 8 sich erhebenden Ständern gehalten werden. Die Schwingwelle 110 ragt durch den äusseren Ständer 75 und weist an ihrem äusseren Ende einen Kopf 126 mit einem darin befestigten Querzapfen 127 auf, der mit Köpfen 128 an den freien Enden versehen ist. An diesem Querzapfen wirken untere und obere Federn 129 a und 129, die mit ihren andern Enden mit nach aussen ragenden Zapfen 130, die ihrerseits an dem Ende des Bettes 5 befestigt sind, verbunden sind. Die Sehwingwelle 110 und die Haken 112 wirken gegen den Widerstand dieser genannten Federn und werden durch diese in die normale Lage zurückgeführt, um die.
Schnäbel der Haken von der Stange 118 nach der Bildung der Schlingen und vor dem Zusammenwirken der Sehnäbel mit den folgenden Schlingen für einen Schneidvorgang wegzubringen.
Der Rahmen 68 wird durch den nach vorne vorstehenden Arm 131 geschwenkt, der mit einem Fortsatz 132 einer an einem Gelenkzapfen 134 einer auf dem äusseren Ende der Welle 8 sitzenden Exzenter-
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nach vorne ragende Hebel 1. 36 und dz befestigt, die sich unter dem Bette 5 gegen die Vorderseite der Maschine erstrecken und die mit ihren vorderen Enden an einer Stange 138 eines vorderen Schwingrahmens 1. 39 befestigt sind, der Seitenstangenl. 39 a aufweist, die mit der unteren Stange M und gleichfalls mit einer oberen gleichen Stange 140 verbunden sind.
An der unteren Stange 138 ist eine Reihe von herabhängenden Federn 141 befestigt, die mit ihren oberen Enden an nach hinten ragenden Armen 142 angebracht sind, welch letztere von einer festen Längsstange 143 an der Vorderseite der Maschine gehalten werden. Die Stange 143 wird von einem Fortsatz 144, der an der Vorderseite des Bettes befestigt ist, unterstützt und erstreckt sieh von diesem weg. Die Stange 143 liegt gleichfalls auf einem Träger 145 auf, der von der Vorderkante des Bettes 5 nahe dessen unterem Ende vorsteht, so dass die Stange 143 hiedurch fest unterstützt ist, um den Beanspruchungen, denen sie unterworfen wird, widerstehen zu können.
An der Stange 143 ist ein Bügel 146 befestigt, der sich im wesentlichen vor dem Rahmen 139 in dessen Längsrichtung erstreckt und der an seinem hinteren Ende einen Winkelteil 147 mit einer verstellbaren Anschlaghülse 148 besitzt, die an der Stange 148 befestigt ist. Eine Reihe von Schneidmessern 149 ist an der oberen Stange 140 des Rahmens 139 angebracht und jedes dieser Schneidmesser ist mit einem Längsschlitz 150 versehen. Die Messer werden an ihren inneren Enden im festen Abstande durch eine Verbindungsstange 151 gehalten, die durch die Schlitze 150 hindurchreicht und gleichfalls durch die Haken 112 hindurchgeht, wobei die Schneidmesser an ihren inneren Enden je ein nach oben vorstehendes Schneidende 152 mit einer geschärften Kante besitzen.
Die Schneidmesser 149 ragen durch Schlitze 116 der Haken 112 hindurch und sind in diesen beweglich, wobei die Schlitze 150 der Schneidmesser die erforderliche Bewegung und Schwingung derselben gegenüber den Haken und den übrigen an der Betätigung der Messer beteiligten Teilen zulassen. Die inneren Enden der Schneidmesser 149 werden in fester Lage gegenüber der Stange 151 durch Distanzhülsen oder-stücke gehalten und die obere Stange 140 des Schneidmesserrahmens 139 ist an der Verbindungsstange 151 der Messer durch Glieder 154 befestigt, wie in Fig. 5 dargestellt, so dass die Schneidmesser 149 stets in bestimmter Decklage in bezug auf die Schlitze 116 der Haken 112 gehalten werden.
An dem oberen Vorderteil der Maschine ist eine Klemm-oder Haltevorrichtung für die Fäden 21 gelagert, welche Einrichtung dazu dient, dass die Nadeln die Fäden während der Bildung der Schlingen straff halten. Diese Klemm-oder Halteeinriehtung weist ein nach hinten ragendes Lager 155 auf, in welchem das hintere Ende einer in der Längsrichtung angeordneten Gleitstange 156 gelagert ist, die an ihrem äusseren Ende eine Reihe von Öffnungen M ? aufweist.
Das äussere Ende der Gleitstange 156 ist in der Längsrichtung in einer Hülse 158 verschiebbar, wie in Fig. 11 dargestellt, und diese Hülse besitzt einen rohrförmigen Kopf teil 159 an ihrem äusseren Ende, der an einem gebogenen Arm 160 (Fig. 1 und 4) befestigt ist, welch letzterer wieder an dem Oberteil des Kopfes 7 des Schwanenhalses 6 befestigt ist. Die Hülse 158 besitzt gleichfalls eine Reihe von Öffnungen 161, die mit den Öffnungen 157 in der Stange 156 in Deckung liegen können, und auf dieser Stange 156 ist eine Stellhülse 162 angebracht, an der ein Ende einer Feder 163 angreift, welche Feder auf der Stange 156 sitzt und an ihrem andern Ende mit dem Lager 155 verbunden ist.
Die Feder 163 sucht die Stange 156 in ihre normale Lage zurückzuführen, nachdem diese bewegt wurde, um zwischen den Öffnungen 157 und 161 bzw. in dem äusseren Ende der Stange 156 und der Hülse 138 durch Verkleinerung der lichten Weite dieser Öffnungen eine Klemme zu schaffen. Vor dem hinteren lotrechten Teil des Armes oder Schwanenhalses 6 ist eine lotrechte Schwingwelle 164 vorgesehen, die mit ihrem unteren Ende im Bette 5 lose gelagert ist und eine untere Hülse 165 aufweist, die an ihr befestigt ist, um sie in Stellung zu halten.
Das obere Ende der Schwingwelle 164 reicht in einen Sitz 166 in dem unteren Teil des Lagers 155, und an dem oberen Ende der lotrechten
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Welle 164 ist ein Kurbelzapfen 167 befestigt, der einen oberen waagrechten, nach vorne vorstehenden Endteil168 aufweist, der in einen Schlitz 169 in dem freien Ende eines Längsarmes 170 eines sich von einer an dem hinteren Ende der Stange 156 befestigten Hülse 172 weg erstreckenden Winkelstückes 171 lose einpasst. Eine Hülse 173, die an der lotrechten Sehwingwelle 164 neben deren unterem Ende befestigt ist, besitzt einen gebogenen Fortsatz 174, der sich von ihr unter das hintere Ende der Welle 180 erstreckt, wie in Fig. 5 dargestellt ist, wobei sich sein Ende gegen den Umfang eines Nockens 175 an dem hinteren Teil der Welle 8 stützt.
Der Nocken 175 besitzt einen erhöhten Teil 176, der, wenn er an dem Ende des Fortsatzes 174 angreift, diesen nach aussen und nach vorne drückt und die Welle 164 schwenkt. Eine Feder 177 erstreckt sich zwischen der Hülse 173 und einer Hülse 178, die an einem Zapfen 179, der von der Grundplatte 5 aufragt, befestigt ist. Die Feder 177 hält den Fortsatz 174 in Anlage an den Nocken 175 und ist wirksam, um die Welle 164 und den Fortsatz 174 in die normale Lage zurückzuführen, wenn der letztere auf dem niederen Teil 180 des Nockens 175 anliegt, wie in Fig. 13 dargestellt ist.
Sämtliche Nocken sind so gestaltet, dass sie die verschiedenen Teile in zeitlicher Abhängigkeit betätigen. Z. B., wie in Fig. 16 und 17 dargestellt, ist der Nocken 105, der sich gegen den Fortsatz 106 legt, um den Rahmen 73 zu betätigen und dessen Arbeitsbewegung zu steuern, mit einem erhöhten Teil 181 versehen, der, wenn er auf dem Fortsatz 106 aufliegt, diesen nach aussen drückt und die Welle 80 schwenkt.
Während der Schwenkbewegung der Welle 80 hat der Fortsatz 104 eine begrenzte, lotrechte Bewegung gegenüber dem Zapfen 102, der sich von der Welle 197 nach oben erstreckt, jedoch kommt der Finger 104 nicht ausser Anlage mit dem Zapfen 102, da die Schwenkbewegung der Welle 80 durch die Feder 109 gesteuert wird. Wenn der Fortsatz 106 über den unteren Teil der Nocke 105 streicht, verdreht die Feder 109 die Welle 80, so dass der Rahmen 73 und die Platten 76 und 81 nach aussen und vorwärts ausschwingen
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Bewegung der Finger 78 der Platte 76 von den Fingern 94 der Platte 91 weg, gerade vor dem Zeitpunkt betätigt, in dem die Platten 76 und 81 durch die Feder 109 nach aussen geschwenkt werden.
Die Nocke 100 ist auch derart gestaltet, dass die Feder 109 die Finger 78 der Platte 76 rasch gegen die Finger 94 der Platte 81 bewegen kann und dass die Fäden unterhalb der gehobenen Nadeln erfasst und festgehalten werden, während die erwähnten Platten nach vorwärts geschwungen werden bis knapp vor dem Zeitpunkt, in dem die Platten im nächsten Arbeitsgang nach aussen schwingen. Während dieses Zeitraumes gehen die Nadeln durch das Gewebe und zurück und durch die Öffnungen, welche durch die Ausnehmungen 79 der Platte 76 und 93 der Platte 81 gebildet werden, so dass die aufeinanderfolgenden Schlingen gebildet werden.
Das Exzenter 135 (Fig. 4) ist geschlitzt und an seinem äusseren Ende mit einer Ausnehmung versehen. Ein Drehzapfen 134 ist in diesem Schlitz in dessen Längsrichtung verstellbar gelagert, um den Hub des Armes 131 und des Rahmens 68 und der wie vorstehend beschrieben mit diesem verbundenen Teile verändern zu können. Hiedurch können die Schlingen entsprechend verändert werden und die Betätigungszeiten aller Teile des Mechanismus eingestellt werden. Wenn gewünscht wird, Schleifen zu bilden und diese nicht aufzuschneiden, um Büschel zu bilden, kann das Messer 149 entfernt werden.
In manchen Fällen kann der ganze Schwingrahmen 139 entfernt werden, ohne dass die Wirkungsweise der Haken 112 irgendwie geändert wird.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Maschine besitzt diese sechs Nadeln 18. Die Fadenführung 19 weist sechs Öffnungen 20 auf für dieselbe Zahl von Fäden oder Litzen 21, welche von einer geeigneten, ausserhalb der Maschine angeordneten Speisevorrichtung zugeführt werden. Eine entsprechende Zahl von Öffnungen 157 und 161 ist auch an dem äusseren Ende der Greifstange 156 und der Hülse-25 vorgesehen. Es sind sechs Haken 112 und sechs Messer 149 dargestellt, so dass die Maschine dergestalt für die Bildung von sechs Schlingen in jeder Gruppe bei jedem Hin-und Hergang der Nadeln eingerichtet ist und eine dementsprechende Anzahl von Büschel gebildet wird, wenn die Büschelbesatzarbeit vorgenommen wird. Das erzeugte fertige Produkt hat die in Fig. 19 dargestellte Form.
Das fertige
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und Büschel in regelmässigen Gruppen auf der andern oder Unterseite.
Die Wirkungsweise der Maschine ist wie folgt : Die Betätigung der einzelnen Teile des vorbeschriebenen Mechanismus erfolgt im wesentlichen durch die Drehung der Welle 8, welche zum Antrieb durch eine geeignete Kraftquelle mittels der Riemenscheibe 9 eingerichtet ist. Die Welle 8 trägt die vorbesehriebenen Steuernocken. Die Grundlage des herzustellenden Erzeugnisses kann irgendein kräftiges Gewebe sein, vorzugsweise feines Segeltuch oder Leinwand oder ein ähnliches Gewebe, und kann von beliebiger Form und Grösse sein.
Es wird der Maschine von vorne zugeführt, und die Welle 8 wird in der Richtung nach rückwärts angetrieben. Die Fäden oder Litzen 21 können glatt oder färbig sein ; sie werden zuerst durch die Öffnungen 20 der FÜhrungen 19, dann durch die Öffnungen 161 und 157 der Fadengreifer und von diesen durch die Öhre der Nadeln 18 durchgefädelt. Das zu bearbeitende Gewebe, das mit Schlingen oder Büscheln versehen werden soll, wird sodann der Maschine von vorne zugeführt und rückwärts zwischen die Zahnscheiben 43 und 49 eingeführt.
Es wird auf den Arbeits- stückträger 53 und unter den eigentlichen Anpressfuss 46 gelegt, nachdem das Joch 22 samt dem
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erwähnten Anpressfuss hinreichend angehoben wurde, um das Gewebe in Eingriff mit den Zahnscheiben 43 und 49 zu bringen. Die Maschine wird sodann angelassen und die Welle 8 gedreht, die Nadeln 18 bewegen sich durch das Gewebe herab und gehen durch die Platten 76 und 81 hindurch, u. zw. entsprechend der Einstellung in einer bestimmten Entfernung unterhalb der letzteren. Wenn die Nadeln ihre unterste Stellung einnehmen, wird ein Seitenteil des von jeder Nadel geführten Fadens durch einen der Schnäbel 117 der Haken 112 erfasst und durch diesen für sich gehalten.
Die dadurch gebildeten Schlingen werden in gleichem Abstand herabhängend unterhalb der Platten 76 und 81 gehalten (Fig. 6), sodann nach unten und rückwärts gegen die feste Stange 116 gezogen und durch die Schnäbel der Haken 112 festgehalten, wobei die Fäden auch durch die Finger an den Platten 76 und 81 festgehalten werden.
Die Abwärtsbewegung der Nadeln und die Greifwirkung der Stange 156 und der Hülse 159 infolge der nunmehr der Stange 156 erteilten Gleitbewegung bewirkt, dass die Fäden straffgezogen und durch den erwähnten oberen Greifmechanismus gehalten werden, zufolge des Umstandes, dass gleichzeitig die Stange 156 in der Hülse 158 längsverschoben wird und die Öffnungen 157 in der
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gleicher Zeit wird auch der Messerrahmen 139 mit den Messern 749 nach vorne bewegt und die vorderen Enden der Messer werden etwas nach aufwärts bewegt, so dass die nach oben reichenden Messerenden 152 die Schleifen aufschneiden.
Daraufhin gehen die Messer 149 und Haken 112 zurück, d. h. sie bewegen sich nach aussen, so dass sich das Gewebe mit den aufgeschnittenen Schlingen nach rückwärts bewegen kann, unter dem Einfluss der Vorschubbewegung der Scheiben 43 und 49, da das Ende des von der Schwingwelle 110 getragenen Armes 121 und das Ende des Armes 723 a nun mit den unteren Teilen der Nocken 123 bzw. 125 im Eingriff stehen und die Feder 141 freigegeben ist, um den Rahmen 139 nach oben zu bewegen.
Nach dieser Bewegung gehen die Nadeln wieder herab, wie vorstehend beschrieben, und bilden eine neue Gruppe von Schlingen, die in ähnlicher Weise aufgeschnitten werden. Der gesamte Mechanismus arbeitet in bestimmter zeitlicher Reihenfolge, und es werden stets Gruppen von sechs Schleifen mit jeder Ab-und Aufwärtsbewegung der Nadeln in regelmässiger Aufeinanderfolge gebildet. Die Schleifen werden dann aufgeschnitten und bilden Büschel von gleicher Länge. Diese Arbeit wird fortgesetzt bis eine bestimmte Länge des Gewebes mit Gruppen von sechs Schlingen versehen ist und die Schlingen in einem
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Schlingen parallel zu der früher gebildeten Reihe über die ganze Länge des Gewebes zu bilden. Wenn die Schleifen aufgeschnitten sind, werden sie beim Durchgang des Gewebes über die Kehlplatte 47 durch die Schlitze 48 in dieser ausgerichtet.
Der Arbeitsstückträger 53 dient zur Bewegung des Gewebes über denselben, und die unteren gezahnten Scheiben 49 reichen eine hinreichende Strecke durch die Kehlplatte hindurch, um das Gewebe 61 in sicherer Weise mitnehmen zu können. Die Schnäbel 117 der Haken 112 bewegen sich regelmässig nach rückwärts und ergreifen die durch die Nadeln gebildeten Schleifen in regelmässigen Zeitabständen, worauf dann die Messer 149 zur Wirkung gelangen. Die schwingende und gleitende Bewegung des die Platte 76 tragenden Rahmens 73 und die Schwingungbewegung der begleitenden Platte 81 halten die Schlingen in zum Aufschneiden durch die Messer 149 geeigneter Lage. Die Stange 118 erleichtert die rückwärtige Führung der aufgeschnittenen Schleifen, wie in den Fig. 6,7 und 8 dargestellt ist.
Die Nocken und arbeitenden Teile der Maschine sind derart angeordnet, dass, nachdem die Nadeln 18 durch die Schlitze 55 in dem Pressfuss 46 hindurchgegangen sind, das Gewebe und die Einschnitte 79 und 93 der Platten 76 und 81 in die in Fig. 7 dargestellte Stellung gelangen. Die Haken 112 schwingen nach rückwärts, derart, dass ihre Schnäbel 117 zwischen die Fäden und die Nadeln eindringen und die Schlingen gegen die Stange 118 halten, wenn die Nadeln aus dem Gewebe herausgezogen werden. Unmittelbar nachdem die Nadeln die in Fig. 8 dargestellte Lage eingenommen haben, wird der Messerrahmen 139 a herabgedrückt und die Messer werden um die Zapfen 151 verschwenkt, so dass die Schneidkanten 152 durch Schlitze in den Schnäbeln 117 hindurehtreten und die Schleifen aufschneiden.
Gerade wenn die Schlingen aufgeschnitten werden und während sie durch die Schnäbel 117 gegen die Stange 118 gehalten werden, bewegt sich die Greiferplatte 76 längsweise, um ihre Finger 94 von den Fingern 79 der Platte 81 zu trennen, und gibt die Fäden der vorhergehenden Schleifenreihe frei, die von dem Gewebe herabhängen.
Der Rahmen 73 schwingt sodann rasch vorwärts und die Platten 76 und 81 erfassen einen oder beide Fäden der soeben gebildeten Schlingen, wie Fig. 6 zeigt. Der Rahmen 73 und das Gewebe bewegen sich nach rückwärts, so dass sie in der richtigen Lage sind, damit bei Abwärtsgang der Nadeln die nächste Reihe von Schlingen gebildet werden kann. Die Länge der einzelnen Stiche kann geregelt werden, indem das Exzenter 182 verstellt wird, wodurch der Hub des Schwingrahmens 68 und die entsprechende Bewegung des Hebels 58 verlängert bzw. verkürzt wird, um das Gewebe um ein gewünsehtes Stück mittels der Vorschubräder 57 vorzuschieben.
Wenn die aufgeschnittenen Schlingen 60 sich nach rückwärts über die Kehlplatte und die rückwärtigen Teile des Arbeitsstüekträgers bewegen, laufen sie auch zwischen den gezahnten Scheiben 43 und 49, wodurch der Vorschub des Gewebes 61 und der Schlingen 60 nach deren Bildung ohne Unter-
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einen Schneidefortsatz 152, so dass durch Umdrehen der Messer ein Satz von Schneidekanten durch einen andern ersetzt werden kann, ohne dass die Messer herausgenommen werden müssen, ausser in verhältnismässig langen Zeitabständen, wenn ein Satz von Schneidkanten stumpf wird.
Die Messer 149 führen auch eine aufwärts und abwärts gerichtete Schwingbewegung aus, infolge der Bewegung des Rahmens 139, der Hebel 136 und 137 und deren Betätigungsmechanismus, so dass diese Sätze von Schneidkanten in eine geeignete Lage gebracht werden und durch die Schlitze 116 der Haken 117 hindurchragen, unmittelbar hinter den Schnäbeln 117, wie in Fig. 10 dargestellt ist.
Zur gegebenen Zeit kann der Hebehebel30 angehoben werden, um den Träger 22 und den eigentlichen Pressfuss 46 anzuheben und die gezahnte Scheibe 43 von der Scheibe 49 abzuheben. Dies kann in Zeitabständen von Hand aus erfolgen oder durch den Fuss mit Hilfe eines Bügels, der mit der Stange 32 verbunden ist, um die Pressstange 27 anzuheben, besonders dann, wenn die Arbeit in die richtige Stellung gebracht wird und das zu bearbeitende Gewebe zwischen die Vorschubrollen 43 und 49 eingeführt werden soll.
Aus der vorhergehenden Beschreibung ergibt sich, dass durch die Drehung der Welle 8, nachdem das Gewebe zwischen die Transportscheiben 43 und 49 eingeführt worden ist (Fig. 6), die Nadeln nach unten bewegt werden, um das Gewebe zu durchbohren und die Fäden oder Litzen mit sich hindurchzuführen. Gleichzeitig mit dem Abwärtsgang der Nadeln wird der Rahmen 75 bewegt und in die in Fig. 7 gezeigte Stellung gebracht, so dass die Nadeln durch die Öffnungen in den Platten 76 und 81 hindurchtreten, wobei sich die Spitzen derselben unterhalb der Stange 118 befinden. Zu diesem Zeitpunkt beginnen die Nadeln ihre Abwärtsbewegung und der Arm 121 wird durch seine Nocke 123 an der Welle 8 herabgedrückt und bewegt die Haken 112, so dass diese zwischen die Nadeln und den ihnen zugeordneten Fäden eingeführt werden.
Auf diese Weise übergreift der untere, geschlossene Teil der Schlingen die Haken und den Schlitz 116 der Haken und jeder der Haken gelangt mit der Stange 118 in Eingriff. Die Stange 156 wird nun bewegt und bewirkt, dass die Fäden in deren Klemme oberhalb der Nadeln ergriffen werden, so dass sie straff gehalten werden, da sie einerseits an ihren zugeordneten Haken, anderseits an der Klemme gehalten werden. Die Nadeln werden daher während des Herausziehens auf den Fäden gleiten, ohne diese zu bewegen. Zu gleicher Zeit wird durch die fortgesetzte Senkbewegung der Hebel 136, 137 der Rahmen 139 a gesenkt und betätigt dadurch die Messer, so dass diese denjenigen Teil der Schleifen, die die Schlitze 116 der Haken übergreifen, aufschneiden, wie deutlich aus Fig. 8 zu ersehen ist.
Der Rahmen 73 wird nun nach vorne versehwenkt, so dass er die in Fig. 6 dargestellte Lage einnimmt, während das freie Ende der Stossklinke 58 angehoben wird, um mit den Zähnen des Sperrades 57 in Eingriff zu gelangen und dadurch die Scheiben 49 und 43 zu verdrehen, wodurch das Gewebe vorgeschoben wird und die auf der Oberfläche desselben befindlichen Teile der Fäden unter den hinteren Teil der Anpressstange 46 gebracht werden, wie in Fig. 6 dargestellt ist. Dabei gibt die Stange 156 die Fäden frei, so dass die Nadeln bei ihrer Abwärtsbewegung genügend Faden mit sich führen können, um die nächste
Schlinge bilden zu können.
Wie vorstehend gesagt wurde, können die Schleifen auch ungeschnitten gelassen werden, indem man irgendeines der Messer 149 oder eine Gruppe derselben oder alle Messer entfernt. Dies kann durch
Entfernen des Rahmens 139 erfolgen oder durch Entfernung der Messer von den sie tragenden Teilen
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und es können verschiedene Muster entsprechend einer auf dem Gewebe vorgezeichneten Schablone ausgearbeitet werden. Es können auch Gewebe und Schleifen von verschiedenen Farben verwendet werden, wodurch sich gefällige Effekte erzielen lassen.
Der beschriebene Mechanismus ist besonders für sechs Nadeln entworfen. Es kann jedoch die Zahl der Nadeln auch abgeändert werden, insbesondere kann die Anzahl der Nadeln und der mit ihnen verbundenen Teile vermehrt werden, wodurch die Erzeugungskosten der Arbeit vermindert werden, da dann weniger Zeit erforderlich ist, um eine bestimmte Gewebefläche mit Schlingen oder Büscheln zu versehen.
Es ist auch ersichtlich, dass zur Erzielung von abwechselnden Reihen von aufgeschnittenen und nicht aufgeschnittenen Schlingen die zweiten, vierten und sechsten Sehneidewerkzeuge entfernt oder unwirksam gemacht werden können. Diese können auch in Gruppen von zweien oder dreien oder auch zur Gänze entfernt werden, je nach der Art des herzustellenden Musters.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Maschine zur Herstellung von Schlingen-und Büschelbesatz auf Geweben, gekennzeichnet durch eine Gruppe von in einer Linie angeordneten, durch Zuführungseinrichtungen mit Fäden gespeisten Nadeln und durch mehrere, den Nadeln zugeordnete Einrichtungen zur Bildung von Fadenschlingen.