AT126790B - Diathermieelektrode, insbesondere Elektrokauter. - Google Patents

Diathermieelektrode, insbesondere Elektrokauter.

Info

Publication number
AT126790B
AT126790B AT126790DA AT126790B AT 126790 B AT126790 B AT 126790B AT 126790D A AT126790D A AT 126790DA AT 126790 B AT126790 B AT 126790B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
electrode
instrument
relay
diathermy
electrocautery
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Sanitas Electricitaets Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sanitas Electricitaets Gmbh filed Critical Sanitas Electricitaets Gmbh
Application granted granted Critical
Publication of AT126790B publication Critical patent/AT126790B/de

Links

Landscapes

  • Surgical Instruments (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    DiathermieeieMrode insbesondere Elektrokäuter.   



   Es sind Diathermieapparate (Hochfrequenzapparate) bekanntgeworden, die das Ein-und Ausschalten von der Elektrode aus   ermöglichen,   wobei z. B. ein   Betätigungsknopf durch   eine mechanische, elektrische oder pneumatische Kraftübertragung mit der Sekundärspule des Apparates verbunden ist. 



  Bei einer andern bekannten derartigen Einrichtung erfolgt die Einschaltung des Hochfrequenzapparates von einem besonderen Knopf aus. der auf den   Teslatransfonnator   einwirkt. 



   Gegenstand der Erfindung ist nun eine   Diathermieelektrode,   insbesondere ein Elektrokauter, im wesentlichen gekennzeichnet durch ein von der Elektrode bzw. vom Elektrokauter aus zu bedienendes Relais, mit dessen Hilfe das Ein-und Ausschalten des Primärstromkreises des Diathermieapparates erfolgt. Vorteilhaft tritt dieses Relais erst bei   Berührung   des zu behandelnden Organes in Tätigkeit. 



   Auf der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele für einen Elektrokauter in Verbindung mit dem den Behandlungsstrom liefernden Apparat schematisch dargestellt. 



   Es bedeutet   A   beispielsweise einen Hochfrequenzapparat. L den Netzstromkreis, RS das Relais und 0 das zu behandelnde Organ. Die eine Elektrode des   Behandlungsstromkreises     H   ist an den Teil W des Instrumentes herangeführt, die andere an den Patienten angelegt. Der eine Zweig des Relaisstromkreises mit der Batterie E endet in einem Kontakt an dem Teil   IF,   der andere in einem Kontakt an dem Teil   11"deys   Instrumentes. Die beiden Kontakte berühren sich normalerweise nicht, da die Teile   Tl'und W'   durch die Feder F auseinandergedrückt werden. 



   An Stelle der Batterie   B   kann eine erdschlussfreie Stromquelle treten, z. B. ein Transformator mit zwei Wicklungen, von denen die primäre mit dem Netz verbunden ist. Hiebei ist es möglich, die sekundäre so zu bemessen, dass nur Niederspannungen mit dem Instrument in Verbindung kommen ; durch diese   Massnahme würde   neben der durch die   Erdschlussfreiheit   der Stromquelle erreichten Gefahrlosigkeit für den Behandelnden und den Patienten noch eine zusätzliche Sicherheit erzielt werden. 



   Die Wirkungsweise des Gerätes ist folgende :
Das Instrument wird an das Organ 0   herangeführt.   Bei Berührung des Teiles W mit dem Organ fliesst noch kein Behandlungsstrom ; er wird vielmehr erst in dem Augenblick eingeschaltet, in dem durch Gegendruck des Organes 0 der Kontakt des Teiles   H'nach Überwindung   der Spannung der Feder F den Kontakt des Teiles   W'berührt   und dadurch der Relaisstromkreis geschlossen wird. Dieser setzt das Relais in Tätigkeit, das den Behandlungsstrom einschaltet. 



   Während bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 das Relais RS unmittelbar zur Schliessung des Behandlungsstromkreises H dient, ist gemäss Fig. 2 das Relais in den   Netzstromkreis   L, der an die Kontakte der Instrumentteile   IF und 17'herangeführt   ist, eingeschaltet. Die Wirkungsweise ist genau die gleiche wie bei dem Gerät nach Fig. 1. 



   Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist statt des elektrischen Relais   RS ein mechanisches   Relais RS vorgesehen. 



   Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform des Operationsinstrumentes, bei der das zu behandelnde Organ von einer Schlinge D   umfasst   und der Relaisstromkreis dadurch geschlossen wird, dass die Instrumentteile   Wund W'voneinander   fortbewegt werden. 



   Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform, bei der der Relaisstromkreis durch den Körper des zu Behandelnden geschlossen wird. 



   Auf diese Weise erreicht man den Vorteil, dass man von jeder mechanischen Kontaktvorrichtung, die für jedes Operationsinstrument individuell zu   konstruieren wäre.   unabhängig ist. Der Behandlungs- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 strom   H   ist an das Instrument   Tr und den   zu Behandelnden   herangeführt.   Der eine   Zweig des Relais-   stromkreises   K   endet im Instrument   TV,   der andere entweder in einer besonderen Elektrode oder in der Arbeitselektrode, die dem zu Behandelnden angelegt ist. 



   Die gemäss der Erfindung zu benutzenden Instrumente können selbstverständlich verschiedene Form haben. 



   So ist es beispielsweise möglich, das zum Entfernen von Gaumen-oder Rachenmandeln bekannte Instrument (Tonsillotom und Adenotom), das aus einer die herauszunehmende   Mandel   umfassenden   Führungsschlinge   und einem innerhalb dieser verschiebbaren Messer besteht, für den Anschluss an den beispielsweise einem Diathermieapparat entnommenen elektrischen Strom zu verwenden, indem man das verschiebbare Messer als in der Schlinge isoliert geführte Elektrode ausbildet und die schneidende Wirkung des Messers durch die koagulierend Wirkung des Diathermiestromes ersetzt. 



   Das neue Instrument kann insbesondere so beschaffen sein, dass der elektrische Strom erst durch den bei der Operation durch die Mandel auf die Elektrode ausgeübten Druck geschlossen und nach beendigter Operation wieder unterbrochen wird. Eine derartige Ausbildung des Instrumentes hat den Vorteil, dass ein Überspringen elektrischer Funken auf die Mandel bei   Annäherung   bzw. Entfernung der wirksamen Elektrode vermieden wird. 



   In Fig. 6 ist das neue Instrument in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. 



   Das Gehäuse 1 besteht aus   Isoliermaterial und   geht am vorderen Ende in die Führungsschlinge 2 über. Die   Führungsschlinge   2 hat auf der Innenseite eine Nut, in der die das Messer darstellende wirksame Elektrode 3 geführt ist. 



   Ist die Führungsschlinge 2 über die zu entfernende Mandel gestreift und der Patient durch Anlegen einer Elektrode in den Stromkreis eingeschaltet, so erfolgt bei Berührung der Elektrode 3 mit der Mandel noch kein Stromfluss. Er wird vielmehr erst in dem Augenblick eingeschaltet, in dem der an den isolierten   Teil   befestigte stromführende Teil 5 nach Überwindung der Spannung, die durch die die Teile 9 und 5 voneinander trennende Feder 6 ausgeübt wird, den mit der Elektrode 3 verbundenen Teil 10 berührt. 



   Nunmehr beginnt die Wirkung des Stromes und das Abtragen der Mandel. Die Stromzufuhr endet in dem Augenblick, in dem die Elektrode 3 am vorderen Ende der Schlinge angelangt ist, u. zw. dadurch, dass die Feder   12,   die die   Stromzuführung   zu dem Teil 5 vermittelt, in die Einkerbung 11 des Teiles 4 einschnappt. D er Strom ist nunmehr unterbrochen und kann ohne weiteres nicht mehr geschlossen werden, denn die in die Einkerbung 11 eingeschnappt Feder 12 verhindert ein Zurückgleiten des Teiles 5. Nach gefahrloser Entfernung des Instrumentes aus der Rachenhöhle kann dann durch eine Vierteldrehung der hinteren Fingeröse 7 das Messer zurückgezogen und in seine alte Lage gebracht werden, da durch die Drehung die Feder 12 aus der Einkerbung 11 herausspringt. 
 EMI2.1 
 
1.

   Diathermieelektrode, insbesondere Elektrokauter, gekennzeichnet durch ein von der Elektrode bzw. vom Elektrokauter aus zu bedienendes Relais, mit dessen Hilfe das Ein-und Ausschalten des Primärstromkreises des Diathermieapparates erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Diathermieelektrode, insbesondere Elektrokauter nach Anspruch J, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorhanden sind, die bewirken, dass das Relais erst bei Berührung des zu behandelnden Organes in Tätigkeit tritt.
    3. Diathermieelektrode, insbesondere Elektrokauter, nach Anspruch l, gekennzeichnet durch ein Relais, dessen Stromkreis bei der Operation durch den Körper des zu Behandelnden geschlossen wird.
    4. Instrument zum Entfernen von Gaumen-oder Rachenmandeln mit einer Führungsschlinge und einem innerhalb dieser verschiebbaren Messer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das verschiebbare Messer als in der Schlinge isoliert geführte Elektrode ausgebildet ist.
    5. Instrument nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorhanden sind, mit deren Hilfe der elektrische Strom erst durch den bei der Operation durch die Mandel auf die Elektrode ausgeübten Druck geschlossen und nach beendigter Operation wieder unterbrochen wird.
    6. Instrument nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass das den elektrischen Strom zuführende Kabel innerhalb des Instrumentes in einem Kontaktstück endet, das zwangläufig bei Inanspruchnahme des Instrumentes mit einem mit der Elektrode in Verbindung stehenden Kontaktstück in Berührung tritt.
AT126790D 1929-08-19 1929-08-19 Diathermieelektrode, insbesondere Elektrokauter. AT126790B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT126790T 1929-08-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT126790B true AT126790B (de) 1932-02-10

Family

ID=3634943

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT126790D AT126790B (de) 1929-08-19 1929-08-19 Diathermieelektrode, insbesondere Elektrokauter.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT126790B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1234338B (de) Hochspannungsgeraet zur Beseitigung des Herzkammerflimmerns
AT126790B (de) Diathermieelektrode, insbesondere Elektrokauter.
DE626818C (de) Einrichtung zum Schutz von Personen oder Tieren von gefahrbringenden elektrischen Stroemen
DE1293936B (de) Sicherheitsvorrichtung fuer Mikrowellenoefen od. dgl.
DE597795C (de) Diathermieapparat
AT120789B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Schweißen oder Schneiden durch den elektrischen Lichtbogen mittels Zweiphasenstromes.
AT67572B (de) Apparat zur Erzeugung hochfrequenter Wechselströme.
DE439356C (de) Hochfrequenzapparat fuer medizinische Zwecke
DE1075235B (de) Hochfrequenz Bestrahlungsgerät fur Therapie zwecke
DE2949719A1 (de) Chirurgisches instrument zum herausziehen ferromagnetischer splitter
DE610878C (de) Einrichtung zur Erzeugung hochfrequenter elektrischer Schwingungen
DE577064C (de) Elektrokauter fuer chirurgische Diathermie
DE1167462B (de) Hochfrequenzchirurgieapparat
DE502695C (de) Instrument zum Entfernen von Gaumen- oder Rachenmandeln
DE968138C (de) Roentgeneinrichtung mit einem zur Regelung der Roentgenroehrenspannung hochspannungsseitig angezapften Hochspannungstransformator
DE914263C (de) Schutzeinrichtung fuer Senderoehren
DE406105C (de) Umschaltvorrichtung fuer Gluehkathoden-Roentgenroehren mit mehreren Gluehkathoden
DE620921C (de) Regelbare elektrische Wagenbeheizung
DE420411C (de) Einrichtung zum Betriebe von Roentgenroehren
DE592186C (de) Schutzeinrichtung zur Verhinderung des Anliegens von Hochspannung an den frei zugaenglichen Kabelanschlusskontakten eines noch nicht betriebsfertig zusammengestellten Hochspannungskreises
DE569238C (de) Schutzeinrichtung fuer einen Abschnitt eines Gleichstromnetzes
AT138479B (de) Schalteinrichtung für Röntgengeräte.
DE614727C (de) Elektrodenhandgriff fuer Hochfrequenzchirurgie
DE526520C (de) Transformator zum Betrieb von Spielzeugen mit hufeisenfoermigem Magnetgestell und einer zur Einstellung der Sekundaerspannung verschiebbar angeordneten Spule
DE395371C (de) Schutzeinrichtung fuer ortsveraenderliche, elektrisch angetriebene Arbeitsmaschinen