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DiathermieeieMrode insbesondere Elektrokäuter.
Es sind Diathermieapparate (Hochfrequenzapparate) bekanntgeworden, die das Ein-und Ausschalten von der Elektrode aus ermöglichen, wobei z. B. ein Betätigungsknopf durch eine mechanische, elektrische oder pneumatische Kraftübertragung mit der Sekundärspule des Apparates verbunden ist.
Bei einer andern bekannten derartigen Einrichtung erfolgt die Einschaltung des Hochfrequenzapparates von einem besonderen Knopf aus. der auf den Teslatransfonnator einwirkt.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Diathermieelektrode, insbesondere ein Elektrokauter, im wesentlichen gekennzeichnet durch ein von der Elektrode bzw. vom Elektrokauter aus zu bedienendes Relais, mit dessen Hilfe das Ein-und Ausschalten des Primärstromkreises des Diathermieapparates erfolgt. Vorteilhaft tritt dieses Relais erst bei Berührung des zu behandelnden Organes in Tätigkeit.
Auf der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele für einen Elektrokauter in Verbindung mit dem den Behandlungsstrom liefernden Apparat schematisch dargestellt.
Es bedeutet A beispielsweise einen Hochfrequenzapparat. L den Netzstromkreis, RS das Relais und 0 das zu behandelnde Organ. Die eine Elektrode des Behandlungsstromkreises H ist an den Teil W des Instrumentes herangeführt, die andere an den Patienten angelegt. Der eine Zweig des Relaisstromkreises mit der Batterie E endet in einem Kontakt an dem Teil IF, der andere in einem Kontakt an dem Teil 11"deys Instrumentes. Die beiden Kontakte berühren sich normalerweise nicht, da die Teile Tl'und W' durch die Feder F auseinandergedrückt werden.
An Stelle der Batterie B kann eine erdschlussfreie Stromquelle treten, z. B. ein Transformator mit zwei Wicklungen, von denen die primäre mit dem Netz verbunden ist. Hiebei ist es möglich, die sekundäre so zu bemessen, dass nur Niederspannungen mit dem Instrument in Verbindung kommen ; durch diese Massnahme würde neben der durch die Erdschlussfreiheit der Stromquelle erreichten Gefahrlosigkeit für den Behandelnden und den Patienten noch eine zusätzliche Sicherheit erzielt werden.
Die Wirkungsweise des Gerätes ist folgende :
Das Instrument wird an das Organ 0 herangeführt. Bei Berührung des Teiles W mit dem Organ fliesst noch kein Behandlungsstrom ; er wird vielmehr erst in dem Augenblick eingeschaltet, in dem durch Gegendruck des Organes 0 der Kontakt des Teiles H'nach Überwindung der Spannung der Feder F den Kontakt des Teiles W'berührt und dadurch der Relaisstromkreis geschlossen wird. Dieser setzt das Relais in Tätigkeit, das den Behandlungsstrom einschaltet.
Während bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 das Relais RS unmittelbar zur Schliessung des Behandlungsstromkreises H dient, ist gemäss Fig. 2 das Relais in den Netzstromkreis L, der an die Kontakte der Instrumentteile IF und 17'herangeführt ist, eingeschaltet. Die Wirkungsweise ist genau die gleiche wie bei dem Gerät nach Fig. 1.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist statt des elektrischen Relais RS ein mechanisches Relais RS vorgesehen.
Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform des Operationsinstrumentes, bei der das zu behandelnde Organ von einer Schlinge D umfasst und der Relaisstromkreis dadurch geschlossen wird, dass die Instrumentteile Wund W'voneinander fortbewegt werden.
Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform, bei der der Relaisstromkreis durch den Körper des zu Behandelnden geschlossen wird.
Auf diese Weise erreicht man den Vorteil, dass man von jeder mechanischen Kontaktvorrichtung, die für jedes Operationsinstrument individuell zu konstruieren wäre. unabhängig ist. Der Behandlungs-
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strom H ist an das Instrument Tr und den zu Behandelnden herangeführt. Der eine Zweig des Relais- stromkreises K endet im Instrument TV, der andere entweder in einer besonderen Elektrode oder in der Arbeitselektrode, die dem zu Behandelnden angelegt ist.
Die gemäss der Erfindung zu benutzenden Instrumente können selbstverständlich verschiedene Form haben.
So ist es beispielsweise möglich, das zum Entfernen von Gaumen-oder Rachenmandeln bekannte Instrument (Tonsillotom und Adenotom), das aus einer die herauszunehmende Mandel umfassenden Führungsschlinge und einem innerhalb dieser verschiebbaren Messer besteht, für den Anschluss an den beispielsweise einem Diathermieapparat entnommenen elektrischen Strom zu verwenden, indem man das verschiebbare Messer als in der Schlinge isoliert geführte Elektrode ausbildet und die schneidende Wirkung des Messers durch die koagulierend Wirkung des Diathermiestromes ersetzt.
Das neue Instrument kann insbesondere so beschaffen sein, dass der elektrische Strom erst durch den bei der Operation durch die Mandel auf die Elektrode ausgeübten Druck geschlossen und nach beendigter Operation wieder unterbrochen wird. Eine derartige Ausbildung des Instrumentes hat den Vorteil, dass ein Überspringen elektrischer Funken auf die Mandel bei Annäherung bzw. Entfernung der wirksamen Elektrode vermieden wird.
In Fig. 6 ist das neue Instrument in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
Das Gehäuse 1 besteht aus Isoliermaterial und geht am vorderen Ende in die Führungsschlinge 2 über. Die Führungsschlinge 2 hat auf der Innenseite eine Nut, in der die das Messer darstellende wirksame Elektrode 3 geführt ist.
Ist die Führungsschlinge 2 über die zu entfernende Mandel gestreift und der Patient durch Anlegen einer Elektrode in den Stromkreis eingeschaltet, so erfolgt bei Berührung der Elektrode 3 mit der Mandel noch kein Stromfluss. Er wird vielmehr erst in dem Augenblick eingeschaltet, in dem der an den isolierten Teil befestigte stromführende Teil 5 nach Überwindung der Spannung, die durch die die Teile 9 und 5 voneinander trennende Feder 6 ausgeübt wird, den mit der Elektrode 3 verbundenen Teil 10 berührt.
Nunmehr beginnt die Wirkung des Stromes und das Abtragen der Mandel. Die Stromzufuhr endet in dem Augenblick, in dem die Elektrode 3 am vorderen Ende der Schlinge angelangt ist, u. zw. dadurch, dass die Feder 12, die die Stromzuführung zu dem Teil 5 vermittelt, in die Einkerbung 11 des Teiles 4 einschnappt. D er Strom ist nunmehr unterbrochen und kann ohne weiteres nicht mehr geschlossen werden, denn die in die Einkerbung 11 eingeschnappt Feder 12 verhindert ein Zurückgleiten des Teiles 5. Nach gefahrloser Entfernung des Instrumentes aus der Rachenhöhle kann dann durch eine Vierteldrehung der hinteren Fingeröse 7 das Messer zurückgezogen und in seine alte Lage gebracht werden, da durch die Drehung die Feder 12 aus der Einkerbung 11 herausspringt.
EMI2.1
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Diathermieelektrode, insbesondere Elektrokauter, gekennzeichnet durch ein von der Elektrode bzw. vom Elektrokauter aus zu bedienendes Relais, mit dessen Hilfe das Ein-und Ausschalten des Primärstromkreises des Diathermieapparates erfolgt.