AT126467B - Zweitaktbrennkraftmaschine mit Kurvenscheibengetriebe. - Google Patents

Zweitaktbrennkraftmaschine mit Kurvenscheibengetriebe.

Info

Publication number
AT126467B
AT126467B AT126467DA AT126467B AT 126467 B AT126467 B AT 126467B AT 126467D A AT126467D A AT 126467DA AT 126467 B AT126467 B AT 126467B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
inlet
slots
piston
outlet
pistons
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Anton Kreidler
Original Assignee
Anton Kreidler
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Anton Kreidler filed Critical Anton Kreidler
Application granted granted Critical
Publication of AT126467B publication Critical patent/AT126467B/de

Links

Landscapes

  • Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Zweitaktbrennkraftmascl1ine   mit   Kurvenscheibengetriebe.   



   Die Erfiudung bezieht sich auf Zweitaktbrennkraftmaschinen (Verpuffungs-, Dieselmaschinen   usw. ) mit gegeneinander laufenden Doppelkolben, bei denen die Kolbenbewegung nicht durch   Kurbeltrieb, sondern durch ein Kurvenscheibengetriebe in die Drehbewegung der Antriebswelle umgesetzt wird. 



   Der besondere Vorzug des Kurvenscheibengetriebes bei Zweitaktbrennkraftmaschinen gegen- über dem Kurbeltrieb liegt darin, dass es ermöglicht, die Steuerung der Ein-und Auslassschlitze ausschliesslich durch die Arbeitskolben selbst nach Belieben vornehmen zu können. ohne genötigt zu sein, besondere Ventile oder Schieber anwenden zu müssen. 



   Das   Kurvenscheibengetriebe   gestattet, durch entsprechende Gestaltung der Kurvenbahnen, die Kolben, die das Öffnen und Schliessen der Ein-und Auslassschlitze besorgen, nach Belieben zu bewegen, ihren Lauf zu beschleunigen, zu verzögern und sie zeitweise ganz stillzusetzen. 



   Eine der wichtigsten Aufgaben bei Zweitaktbrennkraftmaschinen besteht in dem raschen Austreiben der nach erfolgter Kraftleistung noch vorhandenen   Verbrennungsrückstände,   das   gründliche   Durchspülen der Zylinder und deren Wiederaufladen mit Frischgasgemisch oder Frischluft. Beim Kurbeltrieb steht für diese Vorgänge bekanntlich nur die kurze Zeit der Kolbenbewegung über den Totpunkt zur Verfügung. Mit den Kurvenscheibengetrieben, und besonders bei gegeneinander laufenden Kolben. ist die Aufgabe aber eher zu lösen, weil hier durch entsprechende Gestaltung der Kurvenbahnen die   Ein-und Auslassschlitze nach   Belieben gesteuert werden können, Dieser Vorgang ist bisher nicht völlig ausgenutzt worden. 



   Bei den bisher bekannten Maschinen dieser Art wurden nach erfolgter Öffnung der Auslassschlitze und anschliessender Öffnung der Einlassschlitze durch die steuernden Kolben die   Auslassschlitze   möglichst schnell wieder geschlossen, um kein inzwischen eingetretenes Frischgasgemisch oder die Frischluft durch den Auslass bei beiderseits geöffneten Schlitzen entweichen zu lassen. Es war dies in gewissem Sinne auch berechtigt bei Maschinen, bei denen die Arbeitskolben selbst das Frischgasgemisch oder die Spülluft ansaugen und vorverdichteten. All diese Massnahmen verloren aber an Wirksamkeit, sobald eine Maschine mit hoher Drehzahl arbeitete, weil dann die Stellungen dieser Steuerungen nur ganz kleine Bruchteile einer Sekunde festgehalten werden können.

   Ein unnutzer Kraftaufwand ist es ausserdem, wenn Frischgasgemisch oder Spülluft erst vorverdichtet werden, um dann, wieder entspannt, einem Zylinder   zugefiihrt   zu werden. 



   Das Neue der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass nach erfolgter rascher Freigabe der   Auslassschlitze   durch den einen Kolben und nachfolgendem Öffnen der   Einlassschlitze   durch den andern Kolben nunmehr beide Schlitze verhältnismässig lange gleichzeitig offengehalten werden, u. zw. mindestens so lange, als der vorhergegangene Kraftleistungsvorgang Zeit beanspruche. Das wird dadurch erreicht, dass die steile Kurvenbahn an der Kurvenscheibe, auf die der Kolben mittels Rollen oder Gleitbacke bei dem Verbrennungsvorgang drückt. wodurch er die Antriebswelle in Drehung versetzt, nunmehr in eine nahezu geradlinig verlaufende längere Kurvenbahn ausläuft, welche die Kolben beinahe stillstellt.

   Nach Freigabe der beiden Schlitze strömt das Frischgasgemisch oder die   Spülluft.   die von einem besonderen Gebläse unter verhältnismässig niederem Druck eingeblasen wird. durch die Einlassschlitze in den Zylinder. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Die Zeitdauer des eben erwähnten   Offenhaltens   beider Schlitze wird bei Maschinen, die mit reiner Luft durchspült werden und bei denen der Brennstoff erst später zugeführt wird, etwas länger   gewählt   als bei Vergasermaschinen ; ebenso ist dies der Fall bei sehr schnellaufenden Maschinen.

   Durch entsprechende Bemessung der Kurvenbahnen zueinander wird aber erreicht, dass selbst bei schnellstem Lauf einer Maschine genügend Zeit bleibt, um die Verbrennungs-   rückstände gründlichst auszutreiben   und den Zylinder mit Frischgas oder Frischluft aufzuladen. 



  Da die Frischluft aus dem Gebläse in unbegrenzten Mengen zur Verfügung steht, lässt man sie durch die Einlassschlitze ein-und durch die Auslassschlitze ausströmell und kühlt damit zugleich das Zylinderinnere und die   Auslassschlitze.   



   Weiter ergibt sich hiedurch eine besondere Art der Brennstoffzufuhr.   Nimmt. main   das   Schliessen   
 EMI2.1 
 sich in den jeweils noch nicht überdeckten Schlitzteilen die   Einströmungsgeschwindigkeit   der Frischluft in steigendem Masse, besonders wenn die Schlitze in ihrer   Längsrichtung   durch eine oder mehrere   Zwischenwände   in verschiedene Abteilungen geteilt sind.

   Es bietet sich hiebei eine günstige Gelegenheit, den flüssigen Brennstoff (Leicht-oder Schweröl) durch eine Düse   zuzuführen.   Das kann ohne hohen Druck erfolgen, weil die vor den Einlassschlitzen herrschende   starke Luftströmung   den Brennstoff aus der Düse ansaugt,   zerstäubl,   durch die Schlitze in den Zylinder befördert und ihn dort mit der in starker   Durchwirbelung   befindlichen Luftmasse innig vermischt. In diesem Augenblick werden dann die bisher offengehaltenen Auslassschlitze durch den zweiten Kolben rasch geschlossen, und anschliessend erfolgt in bekannter Weise ein rasches   Schliessen   des Einlasses, sodann der Verdichtungsvorgang durch beide Kolben, die elektrische Zündung und Kraftleistung. 



   In der Zeichnung ist eine Brennkraftmaschine gemäss der Erfindung in einem   Ausführung-   beispiel dargestellt. 



   Fig. 1 zeigt im Axialschnitt das neue Kurvenscheibengetriebe an einer mehrzylindrigen Zweitaktbrennkraftmaschine mit gegeneinander laufenden Kolben für elektrische oder Selbstzündung. 



   Fig. 2 zeigt die Kurvenbahnen abgewickelt mit den beiden Kolben eines Zylinders in verschiedenen Hublagen bei einer Umdrehung der Maschine. 



   Fig. 3 zeigt den Querschnitt durch einen   Einlassschlitz   in grösserem Massstabe. 



   Auf der Zeichnung sind 1 und 2 die Kolben, 3 ist die auf der Antriebswelle 4 sitzende Kurvenscheibe, auf deren Bahnen die Kolben mittels Rollen 7 oder Gleitbacke laufen. 5 und 6 sind die   Einlass-bzw. Auslassschlitze.   



   In Fig. 1 befinden sich die Kolben 1 und 2 im Zeitpunkt der erfolgten Zündung (Stellung a in Fig. 2). Die Kolben streben nach auswärts und setzen durch ihren Druck auf die ihnen gegenüber liegende steile Kurvenbahn die Antriebswelle 4 in drehende Bewegung. 



  Der Kolben 1 (nun   1a)   überschreitet die Auslassöffnung 6, öffnet sie grösstenteils und die Verbrennungsrückstände entweichen. Kolben 2 hält in diesem Zeitpunkt den Einlass 5 noch geschlossen (Stellung b in Fig. 2). Beide Kolben bewegen sich weiter, Kolben 1 überschreitet die Auslassschlitze, und Kolben 2 öffnet die Einlassschlitze. Es sind jetzt sowohl Einlass als auch Auslass freigelegt (Stellung c in Fig. 2). Das Frischgasgemisch oder die Spülluft strömen durch den Einlass in den Zylinder. Die nunmehr geradezu geradlinig verlaufende Gleitbahn (f-g in
Fig. 2), unter deren Einwirkung beide Kolben nahezu stillstehen und sowohl Einlass als Auslass geöffnet sind, ist mindestens so lange bemessen als die Strecke   A- & ,   welche die Zeitdauer des Kraftleistungsvorganges bestimmt.

   Dementsprechend werden auch beide Schlitze (Ein-und Auslass) mindestens so lange Zeit offengehalten. Die Spülluft strömt während dieser Zeit vom
Einlass 5 ein, spült die Zylinder durch und entweicht durch den offenen Auslassschlitz 6. Im weiteren Verlauf der Drehung der Kurvenscheibe wird Kolben 2 durch eine leicht ansteigende Kurvenbahn gegen die Zylindermitte bewegt und beginnt die Einlassschlitze zu schliessen. Hie- durch wird sich in den jeweils noch offenen Schlitzteilen, welche durch Zwischenräume von- einander getrennt sind, die Strömungsgeschwindigkeit der von dem Gebläse geförderten Luft erheblich steigern, und der Brennstoff wird während dieses Vorganges zugeführt (Fig. 3). Die
Auslassschlitze sind bisher immer noch offen geblieben.

   Durch steil ansteigende Kurven wird nun rasch erst der Auslass 6 und anschliessend der Einlass 5 durch die Kolben geschlossen (Stellung d in Fig. 2), und weiter werden beide Kolben in bekannter Weise gegeneinander bewegt, um den Zylinderinhalt zu verdichten. Die Zündung erfolgt dann elektrisch. Bei reinen 
 EMI2.2 
 Verdichtung bewirkt. 



   In Fig. 3 ist der Kolben 2 im Begriff, die Einlassschlitze zu schliessen, indem er sich gegen den Verbrennungsraum hin bewegt. Die Schlitze sind durch eine Zwischenwand 10 in die Abteilungen 11 und 12 geteilt. Der Kolben hat die Abteilung 12 bereits überdeckt ; infolgedessen strömt die gesamte Gebläseluft von 13 mit noch gesteigerter Geschwindigkeit durch 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 der Brennstoff tritt ohne hohen Druck aus, wird von dem in der Düsenmündung herrschenden heftigen Luftstrom angesaugt, zerstäubt und durch die Schlitzöffnungen in den Zylinder gejagt, um dort verwirbelt und innig mit der Luft im Zylinder vermischt zu werden. Ein besonderer Vorzug dieser Anordnung besteht noch darin, dass die   Brennstoffdüse stets in   einem kühlen, von den heissen Verbrennungsgasen abgesperrten Raum liegt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zweitaktbrennkraftmaschine mit Kurvenscheibengetriebe (Verpuffungs-, Dieselmaschinen   usw.).   deren gegeneinander laufende Arbeitskolben ohne Anwendung von Ventilen oder Schiebern die Ein-und Auslassschlitze des Arbeitszylinders steuern, dem die Spülluft bzw.

   das Frischgasgemisch durch ein besonderes Gebläse zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenbahnen an der Kurvenscheibe   (3)   so ausgestaltet sind, dass nach erfolgter rascher'Freigabe des Auslasses   (6)   durch den einen Kolben (1) und nachfolgender rascher Öffnung des Einlasses   (5)   durch den zweiten Kolben   (2)   Ein-und Auslass mindestens so lange gleichzeitig offen bleiben, als der vorhergegangene Kraftleistungsvorgang Zeit beanspruchte, dass dann der zweite Kolben   (2)   den Einlass (5) allmählich schliesst, um die   Einströmungsgeschwindigkeit   der Frischluft oder des   Frisehgasgemisches   vor dem Einlass und innerhalb desselben in steigendem Masse zu erhöhen und im Zylinder eine Durchwirbelung der Frischluft bzw.

   des Frischgasemisches hervorzubringen, dass dann anschliessend der unterdessen noch offengehalten Auslass   (6)   durch den zugehörigen Kolben (1) rasch geschlossen wird und anschliessend in bekannter Weise ein rasches Schliessen des Einlasses (5), weiters die Verdichtung durch beide Kolben, die elektrische Zündung und die Arbeitsleistung erfolgen.

Claims (1)

  1. 2. Maschine nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet. dass während der Erhöhung der Einströmungsgeschwindigkeit der Spülluft vor dem Einlass der Brennstoff durch eine gesteuerte Düse -) ohne hohen Druck vor den Zylinderschlitzen eingeführt wird, um durch die dort herrschende heftige Luftströmung zerstäubt, verwirbelt und im Zylinder verteilt zu werden, worauf der unterdessen noch offen gehaltene Auslass (6) durch den zugehörigen Kolben (1) rasch geschlossen wird und anschliessend in bekannter Weise ein rasches Schliessen des Einlasses (5) durch den andern Kolben (2), weiters die Verdichtung durch beide Kolben und dann elektrische Zündung und Kraftleistung erfolgen.
    3. Maschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlassschlitze in ihrer Längsrichtung durch eine Zwischenwand (10) oder mehrere solcher in Abteilungen (li,. 12) geteilt sind. um bei allmählich vordringender Überdeckung seitens des steuernden Kolbens (2) vor den noch offenen Schlitzen (11) eine sich steigernde Strömungsgeschwindigkeit der Spülluft zu bewirken.
AT126467D 1931-03-14 1931-03-14 Zweitaktbrennkraftmaschine mit Kurvenscheibengetriebe. AT126467B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT126467T 1931-03-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT126467B true AT126467B (de) 1932-01-25

Family

ID=3634805

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT126467D AT126467B (de) 1931-03-14 1931-03-14 Zweitaktbrennkraftmaschine mit Kurvenscheibengetriebe.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT126467B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT126467B (de) Zweitaktbrennkraftmaschine mit Kurvenscheibengetriebe.
DE734602C (de) Treibstrahltriebwerk
DE2609963C2 (de) Kolbenbrennkraftmaschine zum Betrieb mit einem staubförmigen Brennstoff
DE2433942B2 (de) Luftansaugende rotationskolben- brennkraftmaschine mit brennstoffeinspritzung
DE605412C (de) Kuehleinrichtung fuer Zwei- oder Viertaktbrennkraftmaschinen, vornehmlich von Fahrzeugen
DE526659C (de) Spuelvorrichtung fuer Zweitakt-Brennkraftmaschinen mit Gleichstromspuelung
CH160010A (de) Zweitaktbrennkraftmaschine mit Kurvenscheibengetriebe.
DE3433261C2 (de)
DE671340C (de) Zweitaktbrennkraftmaschine
DE551638C (de) Kurvenscheibengetriebe fuer Zweitaktbrennkraftmaschinen
DE595052C (de) Kurvenscheibengetriebe fuer Brennkraftmaschinen
DE815582C (de) Drehkolben-Brennkraftmaschine mit Drehwiderlager
DE338985C (de) Verfahren zum Betriebe von Verpuffungsmotoren
AT123722B (de) Schlitzspülverfahren und -einrichtung für Zweitaktbrennkraftmaschine.
DE3610703A1 (de) Scheibenlaeufermotor
DE2445748A1 (de) Verbrennungsmotor mit mehreren kammern
DE684331C (de) Mit Nachladung arbeitende Einkolben-Zweitakt-Brennkraftmaschine
DE329202C (de) Zweitaktverbrennungskraftmaschine
DE420113C (de) Regelungsvorrichtung fuer Verbrennungskraftmaschinen
DE366653C (de) Zweitaktverbrennungskraftmaschine mit gegenlaeufigen steuernden Kolben
DE672207C (de) Drehschieber fuer Brennkraftmaschinen
DE468646C (de) Kompressorlose Zweitaktdieselmaschine mit einer Kurbelkastenspuelpumpe, die in ihrer Wirkung durch eine auf den Kurbelkasten arbeitende und an diesem angeordnete Hilfspumpe ergaenzt wird
DE2423949A1 (de) Drehschieber-innenbrennkraftmaschine
DE1046395B (de) Leerlaufbetrieb von Zweitakt-Brennkraftmaschinen
DE602659C (de) Zweitaktbrennkraftmaschine mit Selbstzuendung des eingespritzten Brennstoffs