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Vorrichtung zur selbsttätigen Nachprüfung des Ankuppelvorganges bei Seilschwebe- bahnen mit umlaufendem Betrieb.
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Fig. 1 zeigt einen auf der Laufschiene 1 bewegten Seillbahnwagen 2 mit einem DoppeIIaufwerk und zwei Klemmapparaten, die an demselben oder jeder an einem besonderen, mit gleicher Geschwindigkeit umlaufenden Zugseil angeklemmt werden. Jeder Klemmapparat wird in bekannter Weise durch einen mit Rollen 3 ausgerüsteten Kupplungshebel 4 von der Länge a betätigt. Jedes Laufwerk besitzt ein Kontaktstück 6. Um die Achse 6 schwenkbar ist der auf 7 aufruhende, durch das Gewicht Ci belastete Hebel 8, dessen Spitzenkontakt 9 den Gegenkontakt 10 in der Ruhestellung und während des Anhebens um den Winkel ss berührt.
Kommt ein in üblicherweise vorgekuppelter Wagen von rechts an. so stellt zunächst die Kontaktfläehe o die Verbindung zwischen 11 und 12 her. so dass der Kern des Zeitrelais 13 mit Verzögerung angehoben wird. Hiebei wird, obgleich die Verbindung -l' ? bereits wieder unter-
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Bei der Weiterbewegung des Wagens hebt die Rolle 3 des Kupplungshebels 4 das Gewicht G des Hebels 8 um das Mass x an, so dass die Spindel jedes Klemmapparates beim Anheben diese gewichtsbelasteten Hebels mit dem Moment GIT- festgezogen wird.
Bei dem Anheben des Gewichtes G um das Mass x wird der Hebel 8 um den Winkel ss gedreht und dadurch die Unterbrechung des Kontaktes 9-10 bewirkt, so dass die Spule des Zeitrelais 13 nunmehr stromlos wird und dessen Kern unverzögert absinkt, ohne den Schalter 17 auszuheben. Der Antriebsmotor 18 läuft also unbehindert weiter.
Kommt jedoch ein Wagen an, dessen Kupplungshebel 4 den gewiehtsbelasteten Hebel 8 nicht anzuheben vermag, weil er beim Verkuppeln von vornherein zu tief steht oder weil er, ohne einen Gegendruck auszuüben. nachgeben kann, so wird durch Kontakt 5 das Zeitrelais in Tätigkeit gesetzt und, da der Kontakt 9-10 nunmehr geschlossen bleibt, weitersteigen, bis der Schalter 17 ausgehoben und damit der Antriebsmotor 18 stillgesetzt wird.
Der gleiche Erfolg tritt ein, wenn ein Kupplungshebel beim Vorkuppeln abgebrochen sein sollte. Es wird also bei jedem der Laufwerke durch die Kontaktfläche 6 das Zeitrelais in Tätigkeit gesetzt und der Antriebsmotor 18 ausgeschaltet, wenn nicht durch das Anheben des gewiehtsbelasteten Hebels 8 die zu erwartende Stillsetzung des Motors vorher wieder aufgehoben wird. Dadurch ist mit unbedingter Sicherheit erreicht, dass die Bahn nur dann weiterläuft, wenn auf die Klemmapparate beider Laufwerke je das erforderliche Moment C a eingewirkt hat. In allen andern Fällen wird die Bahn stillgesetzt.
Fig. 2 stellt schaubildlich eine andere Ausführungsform der Erfindung dar.
Die Kupplung 19 des Laufwerks 20 wird in bekannter Weise durch Umlegen des Kupplungshebels 21 betätigt. Am Laufwerk oder auch am Gehänge ist eine Nase 22 angebracht in einer Ebene, die ausserhalb der Ebene des Kupplungshebels 21 liegt. In der Bahn des Anschlages 22 befindet sich der um Achse 2 : 1 drehbare dreiarmige Hebel 24, der in der Ruhelage die gestrichelte Stellung einnimmt. so dass bei 25 der Kontakt geschlossen, die Spule 26 des Zeitrelais unter Strom, der Kern 27 also ständig angehoben ist.
Nähert sich von rechts ein Laufwerk20, so nimmt die Nase 22 des Hebel24 aus der gestrichelten Ruhelage mit in die vollausgezogene Stellung, in der er durch den zweiarmigen Sperrhebel 28 festgehalten
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des Hebels 24 wird bei 25 der Kontakt unterbrochen, die Spule 26 wird stromlos und der Kern 27 des Zeitrelais sinkt langsam ab. Inzwischen ist bei der weiteren Bewegung des Laufwerkes die Gewichts- rolle-30 des Kupplungshebels 21 gegen die mit einem verschiebbaren Gewicht. 31 belastete Schiene 32 angelaufen und hebt diese an. Hiedurch wird die bestimmte Klemmkraft in der Kupplung erzeugt und, wenn dieser Erfolg eingetreten ist, wird der Kontakt 33 durch Hebel 34 auf die isolierte Stelle. 35 verschoben.
Der bislang ständig durch die Spule 29 fliessende Strom wird hiedurch unterbrochen, ihr Kern fällt ab, die Sperrwirkung des Hebels 28 wird aufgehoben, der Hebel 24 kehrt in die gestrichelte Lage zurück und stellt bei 25 den Kontakt wieder her, so dass die Spule 26 des Zeitrelais den noch nicht völlig abgesunkenen Kern 27 wieder unverzögert anhebt. Der für das völlige Absinken des Zeitrelaiskernes 27
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und der Stromunterbrechung bei 35. Kann der Kern 27 des Zeitrelais jedoch unbehindert absinken, so hebt er den Schalter 36 aus und setzt die Bahn still.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist die folgende :
Die in üblicher Weise mit dem Zugseil gekuppelten Wagen kommen in Pfeilriehtung an. Beim Ankuppeln kann der Kupplungshebel je nach der Dicke des Seiles an der Klemmstelle und entsprechend der Beschaffenheit der Klemmbacken eine flachere oder steilere Stellung einnehmen. Steht der Hebel zu steil, so wird, nachdem bei 25 der Kontakt unterbrochen, das Zeitrelais. also zum langsamen Absinken veranlasst wird, die Gewichtsrolle, wie bei 37 angedeutet, gegen eine an der Druekschiene 32 angebrachte lotrechte Bahn 38 stossen ; der Kupplungshebel wird bei der weiteren Wagenbewegung sich aufrichten und nach rechts überfallen, der Wagen wird also entkuppelt und bleibt stehen.
Da die Druckschiene 32 nun nicht angehoben wird, wird auch der Kontakt bei 33 nicht unterbrochen, die Spule 29 bleibt unter Strom, der Hebel 24 wird festgehalten, die Unterbrechung bei 25 bleibt bestehen und der absinkende Kern 27 des Zeitrelais setzt durch Schalter 36 den Antrieb 40 still. Kommt ein Wagen an, der ordnungsgemäss gekuppelt ist und dessen Kupplungshebel also normal steht, so erfolgt die Auslösen ? des Zeitrelais wie bislang ; die Gewichtsrolle 30 des Kupplungshebels 21 läuft gegen die vordere Schrägbahn des Hebels 32 und hebt diesen an ; dadurch ist mit Sicherheit ein bestimmtes Drehmoment auf die Kupplungs-
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spindel ausgeübt und das Seil mit einer bestimmten Pressung von dem Klemmapparat erfasst.
Ein solcher ordnungsgemäss an das Zugseil angekuppelter Wagen darf die Station verlassen. Da bei dem Hochheben der Druckschiene 32 der Kontakt 33 unterbrochen, die Spule 29 stromlos, die Sperre durch Hebel 28 aufgehoben und durch Hebel 24 bei 25 wieder Kontakt gegeben wird, wird der Kern 27, noch ehe er bis auf den Schalter 36 herabgesunken ist, wieder eingezogen. die Bahn läuft also weiter. Ist ein Kupplungshebel beim Verkuppeln zu weit nach unten durchgeschlagen, steht er also zu flach, so geht er, wie bei 39 angedeutet, unter der Drueksehiene 32 ungehindert hindurch ; auch in diesem Falle wird die Bahn stillgesetzt.
Läuft die Gewichtsrolle.' eines vorgekuppelten Wagens zwar gegen die Drueksehiene 32 an, kann er diese jedoch nicht hochheben, so ist die notwendige Pressung an der Klemmstelle nicht erreicht und die Bahn wird gleichfalls stillgesetzt. Endlich wird auch der Antrieb ausgeschaltet, wenn ein Wagen ankommt, dessen Kupplungshebel 2. ? etwa beim Vorkuppeln abgebrochen ist. Schliesslich wird die Anlage auch selbsttätig stillgesetzt, wenn der Strom an irgendeiner Stelle der vorgeschlagenen Einrichtung durch Drahtbrueh unterbrochen sein sollte.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in Fig. 3-7 zur Darstellung gebracht.
Um die gemeinsame Achse 41 sind der von der Rolle 42 des Kupplungshebel 43 betätigte, gewichtsbelastete Hebel 44 und der von einer Gleitfläche des Laufwerkes gesteuerte Tasthebel 45 drehbar. Mit dem ersteren verbunden ist die grössere aus Isoliermaterial bestehende Kontaktscheibe 46, mit dem letzteren die kleinere, ebenfalls isolierte Kontaktscheibe 47. Wie in den Fig. 4 und 5 in vergrössertem Massstabe zur Darstellung gebracht ; ist auf der grösseren Kontaktseheibe 46 das Kontaktstüek 48 befestigt, auf dem die Bürste 49 aufliegt ; ebenso ist auf der kleineren Kontaktscheibe 47 das Kontaktstück 50 befestigt, auf dem die Bürste 51 aufruht.
Die Verbindung zwischen den beiden Kontaktstücken 48 und 50 wird über die an der grossen Scheibe 46 angebrachte Schleifbürste 52 hergestellt, die stromführend mit dem
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ist, oder falls nicht die Scheibe 47 gegenüber der Scheibe 46 um mehr als Winkel ss verdreht wird. Im ersteren Falle wird der Kontakt zwischen 49 und 48, im letzteren Falle zwischen 52 und 50 unterbrochen.
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durch das Laufwerk der Tasthebel angehoben, der gewichtsbelastete Hebel 44 durch den Kupplungshebel 43 nicht betätigt wird. Die in diesen Fällen eintretende Stromunterbrechung wird dazu benutzt, eine Entkupplungsvorrichtung in die Bahn des Kupplungshebels 43 zu bewegen.
Zu diesem Zwecke sind die in bekannter Weise ausgebildeten Entkupplungsschienen 53 und 34 auf einer Platte 55 befestigt, die um die waagrechte Achse 56 schwingen und nach unten klappen kann. Festgehalten wird die Entkupplungsplatte, wie in Fig. 6, in Förderrichtung gesehen, dargestellt ist, in ihrer waagrechten Lage durch das Gesperre 57. Wird in der vorgeschriebenen Weise der Strom zwischen den Schleifkontakten 49 und 51 aus den dargelegten Gründen unterbrochen, so wird die Spule 58 stromlos, so dass die Platte 55 durch das Gesperre 57 freigegeben und heruntergeklappt wird. Wie sie in dieser Lage festgehalten wird, ist nicht mit dargestellt. Alle ankommenden Wagen werden also nunmehr entkuppelt.
Damit auch ein Wagen mit abgebrochenem Kupplungshebel zurückgehalten wird, ist ein Endschalter 59 vorgesehen, der in diesem
Falle von dem Laufwerk betätigt wird. Die Wirkung dieses Endschalters 59 tritt nämlich erst ein, nach- dem der Schalter 60 durch das Herunterklappen der Entkupplungsplatte 5. 5, wie in Fig. 6 gezeigt, aus- geschaltet ist. Erst dann wird die den Motorschalter 61 beeinflussende Spule 62 stromlos und der Antrieb stillgesetzt. Statt der in dem Ausführungsbeispiel gewählten herunterklappbaren Entkupplungsvorrich- tung könnte diese auch heb-und senkbar, waagrecht verschieblich oder um eine lotrechte Achse drehbar sein.
Die drei gewählten Ausführungsbeispiele stimmen darin überein, dass nur ein ordnungsgemäss angekuppeltes Fahrzeug die Station verlassen kann. Bei nicht mit der erforderlichen Klemmkraft an das Zugseil angeschlossenen Seilbahnwagen wird nach dem Beispiel 1 stets die Bahn'stillgesetzt, nach Beispiel 2 wird teils das Fahrzeug, teils die Bahn angehalten, während nach dem dritten Beispiel stets die Wagen stillgesetzt und der Antrieb nur dann ausgeschaltet wird, wenn bei einem Fahrzeug ein Kupplungshebel abgebrochen sein sollte.
Es wird also durch die Einrichtung nach der Erfindung die auf das Zugseil ausgeübte Klemmkraft bei jedem Wagen selbsttätig nachgeprüft und zwangläufig erreicht, dass nur ein ordnungsgemäss angekuppelter Wagen, dessen Klemmapparat das Seil mit einer bestimmten regelbaren Klemmkraft erfasst hat, die Station verlassen kann, während bei allen andern Fahrzeugen, deren Klemmkraft ein bestimmtes Mindestmass nicht erreicht hat, der Antrieb oder das Fahrzeug stillgesetzt wird.
Die Erfindung ist mit gleichem Vorteil auch für Güterseilbahnen anwendbar.
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