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Dynamo für Links-und Rechtslauf, insbesondere für Zugbeleuchtung.
Um eine für Links-und Rechtslauf bestimmte Dynamo beim Drehrichtungswechsel selbst- tätig umzuschalten, ist schon vorgeschlagen worden, auf die verlängerte Ankerwelle ein Gewinde zu schneiden, in das ein den Rest eines Muttergewindes bildender Stift eines Schlittens ein- greifen kann. Beim Drehrichtungswechsel verschiebt sich der Schlitten entgegen der Kraft einer
Feder geradlinig auf dem Gewinde und verstellt dabei den beweglichen Teil eines seitlich zur
Ankerwelle liegenden Umschalters. In seinen beiden Endstellungen ist der Schlitten ausser Ein- griff mit dem Steilgewinde der Ankerwelle und kann durch zwei Elektromagnete festgehalten werden, so dass er mit der Ankerwelle nicht umläuft.
Diese umständliche und verwickelte
Ausführung soll durch die Bauart gemäss der Erfindung vereinfacht werden, indem der Schlitten in seinen beiden Endstellungen mit der Ankerwelle umläuft und Schleifringe trägt, die mit feststehenden Bürsten der Umschalteinrichtung zusammenarbeiten.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht. Fig. 1 zeigt einen Teil der Dynamo mit angesetzter Umschalteinriehtung im Schnitt, Fig. 2 einen Schalt- plan für die aus Fig. 1 ersichtliche Schaltstellung und Fig. 3 einen Schaltplan für die Schalt- stellung bei entgegengesetzter Drehrichtung.
Auf das verlängerte Ende der Ankerwelle a der Dynamo ist ein Steilgewinde b geschnitten, auf dem eine Mutter c aus Isolierstoff mit drei Schleifringen d, e und f sitzt. Die beiden äusseren Schleifringe d und f sind durch eine Messingstange g miteinander verbunden, während der mittlere Schleifring e gegen die beiden äusseren Schleifringe isoliert ist. An den Schleifringen liegen vier Bürsten 7 & und 7 an, die untereinander isoliert von zwei am Stirnende der Dynamo befestigten Haltern in getragen werden.
Die Bürste h ist mit der einen Hauptbürste des Ankers it und die Bürste i mit der andern Hauptbürste desselben verbunden. Die Bürste T* ist an den Minuspol der Batterie o und an das eine Ende der Nebenschlusserregerwicklung p angeschlossen, und die Bürste list an das andere Ende der Erregerwicklung p angeschlossen und ausserdem an den Pluspol der Batterie o, wenn der selbsttätige Schalter q geschlossen ist.
Die in Fig. 1 dargestellte Stellung der Mutter c entspricht einer Drehrichtung der Ankerwelle a nach rechts, vom Anker aus gesehen. Bei laufendem Anker wird das linke Ende der Mutter c durch das Steilgewinde b gegen einen Bund an der Ankerwelle gedrückt und von dieser mitgenommen. In dieser Stellung (Fig. 2) fliesst der Strom von der linken Hauptbürste des Ankers n zur Bürste h und über den Schleifring d, die Stange g, den Schleifring f zur Bürste , von dieser zur Erregerwicklung und zur Bürste k und dann über den Schleifring e und die Bürste i zur rechten Hauptbürste des Ankers.
Wenn bei genügender Dynamospannung der selbsttätige Schalter q geschlossen ist, wird die dann mit den Bürsten k und l verbundene Batterie o von der Dynamo geladen.
Bei einem Drehrichtungswechsel der Ankerwelle ru verschiebt sich die Mutter c geradlinig auf dem Steilgewinde b nach rechts bis zu einer auf der Ankerwelle a befestigten Anschlag- scheibe l'und wird dann von der Ankerwelle mitgenommen. In dieser Stellung (Fig. 3) fliesst der Strom von der rechten Hauptbürste des Ankers n zur Bürste i und über den Schleifring e
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zur Bürste 1, von dieser wieder über die Erregerwicklung p zur Bürste k und dann über den Schleifring d und die Bürste h zur linken Hauptbürste des Ankers. Die Schaltung der Batterie o ist dieselbe wie vorher, ebenso die Richtung des durch die Erregerwicklung fliessenden Stromes.
Bei erneutem Drehrichtungswechsel schiebt sich die Mutter c auf dem Steilgewinde b wieder geradlinig zurück in die aus den Fig. 1 und 2 ersichtliche Stellung.
Anstatt beim Drehrichtungswechsel, wie beschrieben, die Stromrichtung in der Erregerwicklung beizubehalten und im Anker umzukehren, kann, wenn erwünscht, auch die Stromrichtung im Anker beibehalten und in der Erregerwicklung umgekehrt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Dynamo für Links-und Rechtslauf, insbesondere für Zugbeleuchtung, mit einem sich in der Längsrichtung verschraubenden Glied, das die Dynamo beim Drehrichtungswechsel selbsttätig umschaltet, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitten in seinen beiden Endstellungen mit der Ankerwelle umläuft und Schleifringe trägt, die mit feststehenden Bürsten der Umschalteinrichtung zusammenarbeiten.