AT125578B - Verfahren zur Herstellung echter Wasserzeichenpapiere, ohne Anwendung von Reliefformen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung echter Wasserzeichenpapiere, ohne Anwendung von Reliefformen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung echter Wasserzeichenpapiere, ohne Anwendung von Relief- formen. Bisher wurden echte Wasserzeichenpapiere auf Sieben hergestellt, auf welchen das zu erzeugende Bild als Relief eingeprägt war, u. zw. die dunkeln Stellen im Papier als Vertiefung, die lichten aber als Erhöhung, zu welchem Zwecke zunächst nach dem wiederzugebenden Bilde ein Wachsrelief modelliert bzw. geschaffen wurde, welches in der Durchsicht durch dünnere bzw. dickere Stellen die Tonwerte des darzustellenden Bildes wiedergab. Nach diesem Wachsoriginale wurde auf galvanoplastischem Wege ein Metallnegativ und von diesem ein Metallpositiv erzeugt, zwischen welchen ein feines Bronzenetz einem so hohen Druck unterworfen wurde, dass das Netz die Erhöhungen und Vertiefungen des Wachsoriginales aufwies. Dieses feine Sieb wurde mit entsprechenden, ebenfalls geprägten Siebunterlagen auf plane Sehöpf- formen oder auf eine Zylinderfläche (Rundsiebmaschine) befestigt und bildete derart die Form, durch welche das Wasser des Stoffes abfloss und auf welche der Papierstoff sich anlegt. Beim Abziehen (Ab- gautschen) der derart gebildeten Papierbahn sind die im Sieb vertieft geprägten Stellen im Papier dicker, die im Netz erhöhten Stellen aber dünner, wodurch in der Durchsicht, der verschiedenen Dicke bzw. Licht- durchlässigkeit entsprechend, das gewünschte Bild als sogenanntes echtes Wasserzeichen zum Vorschein kommt. Nach dem die Erfindung bildenden neuen Verfahren zur Herstellung echter Wasserzeichenpapiere wird nun jener Fläche, auf welcher das Papier durch Wasserentziehung aus dem aufgebrachten Stoffe entsteht, an gewissen Stellen voneinander verschiedene Wasserdurehlässigkeit verliehen. Infolgedessen werden an jenen Stellen, an welchen für das Durchlaufen des Wassers grössere Widerstände vorhanden sind, kleinere Mengen Wasser abfiltriert und somit auch geringere Stoffmengen aufgelagert, als an solchen, welche grössere Wasserdurchlässigkeit aufweisen, somit eine grössere Wassermenge filtrieren, wodurch eine stärkere Aufhäufung von Fasern entsteht. Als wasserdurchlässige Schicht kann jedes Material verwendet werden, welches ausser der Eigenschaft der gleichmässigen Wasserdurchlässigkeit, eine ziemlich geschlossene Oberfläche aufweist. So können Textilien, schwach geleimtes Papier, Filz, unglasierte gebrannte Ton-oder Porzellanerde, gewisse Kunstledersorten oder besonders hergestellte Materialien, wie Filterplatte usw., verwendet werden. Die Differenzierung der Wasserdurchlässigkeit solcher Materialien wird sehr einfach dadurch erzielt, dass auf die Oberfläche derselben das Negativ des zu erzielenden Wasserzeichenbildes mit einer wasserunlöslichen Farbe oder Substanz aufgedruckt wird. Das Bild selbst kann als Halbtonbild (mit Korn), als Autotypie und auch als Strichzeichnung usw. gedruckt werden. Auch können direkte photographische Kopiermethoden mit Gelatine oder Eiweiss usw. Anwendung finden. Zur Differenzierung der Wasserdurchlässigkeit können auch galvanische Methoden, bei welchen Niederschläge von Metallen partiell auf die wasserdurchlässige Schicht aufgebracht werden, angewendet werden. Auch Ätzmethoden können Anwendung finden, indem dünne auf der wasserdurchlässigen Schicht aufliegende Metallhäute, wie bei der Klischeeherstellung, geätzt, dabei aber perforiert werden. Auch durch direkte Handzeichnung oder Malerei mit wasserunlöslichen Materialien kann die Wasserdurchlässigkeit der papiererzeugenden Schicht zur Erzielung bestimmter Effekte beeinflusst werden. Normalerweise werden direkte photomechanische Wege ohne Zuhilfenahme der Handarbeit bei diesem Verfahren zur Bildung von Wasserzeichen zur Anwendung gelangen. Auf diesem Wege können auch vielfarbige, echte Wasserzeichenpapiere auf Grundlage der photomechanischen Verfahren hergestellt werden, indem die einzelnen, aus farbigen Fasern auf den den Farb- <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 wird, u. zw. derart, dass die verschiedenen gefärbten Stoffe nacheinander auf dieses Sieb aufgebracht werden, wobei bei jedem Aufgusse eine andere Saugfläehe unter das Sieb gebracht wird, deren Wasser- durchlässigkeit der auf dem Sieb zu erzielenden Zeichnung entspricht. In dieser Weise entsteht durch EMI2.2 dieser Fläche abgegaütseht wird. Die Papierbildung als solche erfolgt bei dem neuen Verfahren ganz normal, nur sind im allgemeinen die Stoffkonzentrationen wesentlich geringer. Selbstredend können diese differenzierten Filterflächen auch in Zylinderform Anwendung finden, wie dies derzeit bei geprägten Sieben der Rundsiebmaschinen der Fall ist, wie denn im allgemeinen in ihren funktionellen und stofflichen Grenzen die Kennzeichen der Erfindung frei abgeändert werden können, ohne dass dadurch auch die Erfindung selbst eine Änderung erleiden würde. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung echter Wasserzeichenpapiere, ohne Anwendung von Reliefformen, dadurch gekennzeichnet, dass man jener Fläche, auf welcher das Papier durch Wasserentziehung aus dem aufgebrachten Stoffe entsteht, an gewissen Stellen voneinander verschiedene, dem zu erzeugenden Zeichen entsprechende Wasserdurchlässigkeit verleiht.
Claims (1)
- 2. Eine Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die ver- schiedene Wasserdurchlässigkeit durch Aufdruck von wasserunlöslichen Materialien oder in photographischem oder galvanischem Wege oder mittels Ätzung und auch mit Handzeichnung oder Malerei erreicht.3. Eine Ausführungsart des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2 zur Herstellung von Papieren mit farbigen Wasserzeichen, dadurch gekennzeichnet, dass man auf Platten von verschiedener Wasser- EMI2.3 auf einem Sammelelemente zu einem Papierblatt vereinigt.4. Eine Ausführungsart des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2 zur Herstellung von Papieren mit farbigen Wasserzeichen, dadurch gekennzeichnet, dass man verschieden gefärbte Papierstoffe auf eine dünne wasserdurchlässige Schicht (dünnes Sieb) aufbringt und bei jeder Stoffaufbringllng Saugerelemente verschiedener Wasserdurchlässigkeit unterlegt.
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Also Published As
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| AT135574B (de) | 1933-11-25 |
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