<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Es ist bekannt, die sogenannten Faltschachteln mit Hilfe eines Formkernes-oder Klotzes herzu- stellen, indem man den Zuschnitt zwischen zwei Pressstempeln nimmt und nun das Heranführen der Seitenlappen an den Formkern bzw. das Ubereinanderlegen dieser Seitenlappeu mit Hilfe von Faltfingern, gesteuerten Falthebel od. dgl. besorgt.
Diese Faltschachteln werden aus Papier, insbesondere weiehem Kartonpapier. hergestellt. Das
EMI1.2
nehmen. Will man solche Faltschachteln widerstandsfähig machen, dann muss man Versteifungen einfügen, die durch Vernieten od. dgl. mit dem Faltschachtelteil verbunden werden. Bei der Erfindung handelt es sieh dagegen um die Herstellung der sogenannten Kappensehaehteln. die an sich schon steif und widerstandsfähig und mit einem Deekel versehen sind. Hier ist der Schachtelunterteil mit einem Halseinsatz ausgerüstet. Die Erfindung richtet sieh nun darauf, solche starren Sehaelltelteile mit Halseinsatz so herzustellen, dass ein Beschädigen des an der Oberfläche zarten 1Iateria]s im Ziehschacht vermieden wird und dass eine Wölbung bzw.
Prägung oder Etikettierung des Sehaehtelbodens bzw. der
EMI1.3
Das gelingt dadurch, dass in an sich bekannter Weise ein dem beleimten Halseinsatz tragender Stempel und ein den Sehachtelzuschnitt tragender Gegenstempel Verwendung finden, wobei aber erfindungsgemäss durch das Zusammengehen der beiden Stempel der den Boden bildende Teil des Schachtel- werkstückes zwischen den Stempeln unter Druck festgehalten wird, wonach durch von der Seite her angreifende Biegefinger od. dgl. die seitlich überstehenden Randlappen des Zuschnittes gegebenenfalls noch unter Zuhilfenahme besonderer Drucker an den Halseinsatz gefaltet und angedriiekt werden.
EMI1.4
kann allmählich geschehen, so dass die Lappen nicht beschädigt werden, selbst wenn sie aus Karton bestehen, der mit zartem Aufdruck versehen oder mit empfindlichem Papier kaschiert ist. Dabei ergeben sich überdies noch scharfe Biegekante, so dass ein tadelloses Werkstück entsteht.
Man kann mehrere Oberstempel an einem Revolverkopf derart anordnen, dass während der Vereinigung des Halseinsatzes mit dem zu formenden Schaehtelteile bereits auf einem ändern Stempel der
EMI1.5
Werkstück an einen Stapelsehacht abgegeben wird.
Die Fig. 1-5 der Zeichnung beziehen sich auf eine Ausführung der Vorrichtung mit Verbindungsfingern und Drückern. Die Fig. 6-9 beziehen sich auf eine andere Ausführung mit gleichzeitig als Biege-
EMI1.6
Die Fig. 1 ist eine Seitenansicht mit teilweisem senkrechtem Längsschnitt. Die Fig. 2 zeigt die Vorrichtung zur Steuerung der Drücker. Die Fig. 3 und 4 zeigen die Arbeitsstempel mit den dazu gehörigen Teilen in zwei verschiedenen Stellungen im senkrechten Längsschnitt. Die Fig. 5 zeigt ebenfalls im senkrechten Längsschnitt den Teil der Vorrichtung, der die fertigen Werkstücke an den Stapelkanal abgibt.
Die Fig. 6-8 zeigen im senkrechten Längsschnitt mit teilweiser Seitenansieht die zweite Ausführungsform, wobei die Arbeitsstempel mit den dazu gehörigen Teilen in drei verschiedenen Stellungen
EMI1.7
EMI1.8
<Desc/Clms Page number 2>
so dass die Stempel 42 und 43 entgegen der Wirkung der Federn 7 vorgeschoben werden. Gleichzeitig bewegt sieh der Stempel 17, dessen Tragstange 18 in der Führung 19 steckt und von dem Gestänge 20, 21, 22 gesteuert wird, in Richtung auf den Stempel P, wobei die Stempel 42 und 17 den Zuschnitt z unter Druck zwischen sich nehmen. Hierauf werden die Biegefinger 23, die an der Muffe 24 sitzen, mittels des Gestänges 23 und 26 ein Stuck vorgeschoben.
Die Randlappen r werden dadurch vorgeknickt und kommen mit ihren äusseren Kanten in den Bereich der Drucker 27, die sich nun konzentrisch vorbewegen und die Randlappen an den beleimten Halseinsatz andrucken. Bevor die Drucker ihren Weg ganz vollendet haben, müssen natÜrlich die Biegefinger 2-3 wieder zurückgezogen sein.
Die Steuerung der Drucker ist in dem gezeichneten Ausführungsbeispiel wie folgt ausgebildet : Der feststehende Ring 28 ist mit vier Geradführungen 29 ausgerüstet, in welchen die Schlitten 30 gleiten. Diese Schlitten haben wiederum Führungen. in denen die Stangen. 31 verschiebbar sind, welche die DrÜcker 27 tragen. Zwischen den Schlitten. 30 und den Drückern 27 sind Federn : 32 angebracht. Der feststehende Ring 28 besitzt eine Ringnut 41, in welcher ein Ring verdrehbar angeordnet ist. Dieser Ring wird durch eine bei 35 angelenkte Stange 34 hin und her gedreht.
In den Punkten 36 sind Kniehebel 38 gelagert, deren einer Arm gegabelt ist und die Zapfen 39 der Schlitten 30 anfasst und deren anderer Arm durch einen Lenker 40 mit dem verdrehbaren Ring 33 verbunden ist. Auf diese Weise wird erreicht, dass bei Verdrehung des Ringes 33 in der Richtung des Pfeiles der Fig. 2, die Drücker an den Stempel 42 federnd angedrückt werden, wobei der Schachtelteilzuschnitt mit dem Halseinsatz vereinigt wird.
Nachdem die Drücker sich zurückbewegt haben, gibt der Stössel 43 die Enden der Bolzen 5 frei, so dass diese mit den Stempeln 4 unter dem Einfluss der Federn 7 zurüekbewegt werden. Gleichzeitig geht der Stempel 17 zurück, um den Weg für den nächsten Schachtelteilzuschnitt freizumachen. Der Revolverkopf wird um eine Teilung weitergesehaltet.
Wenn sich nun der Stössel 43 und damit zwei der Stempel 4 abermals in Richtung des Pfeiles der Fig. 1 bewegen, wird ein neuer Sehaehtelteil von den beiden Stempeln 17 und 43 den Drückern 27 und den Biegefingern 23 gebildet. Der fertige Schaehtelteil jedoch, der auf dem Stempel 42 sitzt, wird von dem vorgehenden Stempel in den Stapelschacht 44 hineingedrückt. Die Öffnung des Stapelschachtes wird von federnden Platten 45 gebildet. Ausserdem sind federnde Abnehmer 46 vorhanden, die sich an das fertige Werkstück unter Druck anlegen und es festhalten, wenn der Stempel zurückgeht.
Die in den Fig. 6-9 dargestellte Ausführungsform der Maschine arbeitet ebenso wie die bereits geschilderte. Jedoch entfallen die Drucker 27 mit ihrem Antriebsmechanismus und die Biegefinger 23 haben das Andrücken der Randlappen an den Halseinsatz mit übernommen. Die Biegefinger sind als Kniehebel 51 ausgebildet und bei 47 an dem Stempel 17 angelenkt. Auf der Stange 18 ist ein Gleitstück 48 verschiebbar angebracht, das von dem Gestänge 49, 50 gesteuert wird. Die Kniehebel 51 sind durch
Stangen 52 mit dem Gleitstück 48 verbunden. Bewegt sich das Gleitstück in der Richtung des Pfeiles
EMI2.1
Halseinsatz an (Fig. 8).
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Herstellung von Schachtelteilen mit Halseinsatz, bei welcher ein den beleimten Halseinsatz tragender Stempel und ein den Schachtelzuschnitt tragender Gegenstempel Verwendung findet, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Zusammengehen der beiden Stempel (4, 17) der den Boden bildende Teil des Schachtelwerkstückes zwischen den Stempeln unter Druck festgehalten wird, wonach durch von der Seite her angreifende Biegefinger er 23) od. dgl. die seitlich überstehenden Randlappen (r) des Zuschnittes (z) gegebenenfalls noch unter Zuhilfenahme besonderer Drücker (27) an den Halseinsatz (e) gefaltet und angedrückt werden.