AT124985B - Vorrichtung zur Herstellung von Schachtelteilen mit Halseinsatz. - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Schachtelteilen mit Halseinsatz.

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AT124985B
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Muller J C & Co
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   Es ist bekannt, die sogenannten Faltschachteln mit Hilfe eines   Formkernes-oder Klotzes herzu-   stellen, indem man den Zuschnitt zwischen zwei Pressstempeln nimmt und nun das   Heranführen   der Seitenlappen an den Formkern bzw.   das Ubereinanderlegen dieser Seitenlappeu   mit Hilfe von Faltfingern, gesteuerten Falthebel od. dgl. besorgt. 



   Diese Faltschachteln werden aus Papier,   insbesondere weiehem Kartonpapier. hergestellt. Das   
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 nehmen. Will man solche Faltschachteln   widerstandsfähig machen,   dann muss man Versteifungen einfügen, die durch Vernieten od. dgl. mit dem Faltschachtelteil verbunden werden. Bei der Erfindung handelt es sieh dagegen um die Herstellung der   sogenannten Kappensehaehteln.   die an sich schon steif und widerstandsfähig und mit einem Deekel versehen sind. Hier ist der   Schachtelunterteil   mit einem Halseinsatz ausgerüstet. Die Erfindung richtet sieh nun darauf, solche starren   Sehaelltelteile   mit Halseinsatz so herzustellen, dass ein Beschädigen des an der Oberfläche zarten   1Iateria]s im Ziehschacht   vermieden wird und dass eine Wölbung bzw.

   Prägung oder Etikettierung des   Sehaehtelbodens   bzw. der 
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Das gelingt dadurch, dass in an sich bekannter Weise ein dem beleimten Halseinsatz tragender Stempel und ein den Sehachtelzuschnitt tragender Gegenstempel Verwendung finden, wobei aber erfindungsgemäss durch das Zusammengehen der beiden Stempel der den Boden bildende Teil des Schachtel-   werkstückes   zwischen den Stempeln unter Druck festgehalten wird, wonach durch von der Seite her angreifende Biegefinger od. dgl. die seitlich überstehenden Randlappen des Zuschnittes gegebenenfalls noch unter Zuhilfenahme besonderer Drucker an den Halseinsatz gefaltet und angedriiekt werden.

   
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 kann allmählich geschehen, so dass die Lappen nicht beschädigt werden, selbst wenn sie aus Karton bestehen, der mit zartem Aufdruck versehen oder mit empfindlichem Papier kaschiert ist. Dabei ergeben sich überdies noch scharfe Biegekante, so dass ein tadelloses Werkstück entsteht. 



   Man kann mehrere Oberstempel an einem Revolverkopf derart anordnen, dass während der Vereinigung des Halseinsatzes mit dem zu formenden Schaehtelteile bereits auf einem ändern Stempel der 
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 Werkstück an einen Stapelsehacht abgegeben wird. 



   Die Fig. 1-5 der Zeichnung beziehen sich auf eine   Ausführung   der Vorrichtung mit Verbindungsfingern und Drückern. Die Fig. 6-9 beziehen sich auf eine andere Ausführung   mit gleichzeitig   als Biege- 
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Die Fig. 1 ist eine Seitenansicht mit teilweisem senkrechtem   Längsschnitt.   Die Fig.   2   zeigt die Vorrichtung zur Steuerung der Drücker. Die Fig. 3 und 4 zeigen die Arbeitsstempel mit den dazu gehörigen Teilen in zwei verschiedenen Stellungen im senkrechten Längsschnitt. Die Fig. 5 zeigt ebenfalls im senkrechten Längsschnitt den Teil der Vorrichtung, der die fertigen Werkstücke an den Stapelkanal abgibt.

   Die Fig. 6-8 zeigen im senkrechten Längsschnitt mit teilweiser   Seitenansieht   die zweite Ausführungsform, wobei die Arbeitsstempel mit den dazu gehörigen Teilen in drei verschiedenen Stellungen 
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 so dass die Stempel   42   und   43   entgegen der Wirkung der Federn 7 vorgeschoben werden. Gleichzeitig bewegt sieh der Stempel 17, dessen Tragstange 18 in der Führung 19 steckt und von dem Gestänge 20, 21, 22 gesteuert wird, in Richtung auf den Stempel   P,   wobei die Stempel 42 und 17 den Zuschnitt z unter Druck zwischen sich nehmen. Hierauf werden die Biegefinger   23,   die an der Muffe 24 sitzen, mittels des Gestänges 23 und 26 ein Stuck vorgeschoben.

   Die Randlappen r werden dadurch   vorgeknickt   und kommen mit ihren äusseren Kanten in den Bereich der Drucker 27, die sich nun konzentrisch vorbewegen und die Randlappen an den beleimten Halseinsatz andrucken. Bevor die Drucker ihren Weg ganz vollendet haben, müssen natÜrlich die Biegefinger 2-3 wieder zurückgezogen sein. 



   Die Steuerung der Drucker ist in dem gezeichneten Ausführungsbeispiel wie folgt ausgebildet : Der feststehende Ring 28 ist mit vier   Geradführungen     29   ausgerüstet, in welchen die Schlitten 30 gleiten. Diese   Schlitten haben wiederum Führungen.   in denen die   Stangen. 31 verschiebbar sind, welche die DrÜcker 27   tragen. Zwischen den Schlitten. 30 und den Drückern 27 sind Federn : 32 angebracht. Der feststehende Ring 28 besitzt eine Ringnut   41,   in welcher ein Ring verdrehbar angeordnet ist. Dieser Ring wird durch eine bei 35 angelenkte Stange 34 hin und her gedreht.

   In den Punkten 36 sind Kniehebel 38 gelagert, deren einer Arm gegabelt ist und die Zapfen 39 der Schlitten 30 anfasst und deren anderer Arm durch einen Lenker 40 mit dem verdrehbaren Ring   33   verbunden ist. Auf diese Weise wird erreicht, dass bei Verdrehung des Ringes   33   in der Richtung des Pfeiles der Fig. 2, die Drücker an den Stempel 42 federnd angedrückt werden, wobei der Schachtelteilzuschnitt mit dem Halseinsatz vereinigt wird. 



   Nachdem die Drücker sich zurückbewegt haben, gibt der Stössel 43 die Enden der Bolzen 5 frei, so dass diese mit den Stempeln 4 unter dem Einfluss der Federn 7 zurüekbewegt werden. Gleichzeitig geht der Stempel 17 zurück, um den Weg für den nächsten Schachtelteilzuschnitt freizumachen. Der Revolverkopf wird um eine Teilung weitergesehaltet. 



   Wenn sich nun der Stössel 43 und damit zwei der Stempel 4 abermals in Richtung des Pfeiles der Fig. 1 bewegen, wird ein neuer Sehaehtelteil von den beiden Stempeln 17 und   43   den Drückern 27 und den Biegefingern 23 gebildet. Der fertige   Schaehtelteil   jedoch, der auf dem Stempel 42 sitzt, wird von dem vorgehenden Stempel in den Stapelschacht 44 hineingedrückt. Die Öffnung des Stapelschachtes wird von federnden Platten 45 gebildet. Ausserdem sind federnde Abnehmer 46 vorhanden, die sich an das fertige Werkstück unter Druck anlegen und es festhalten, wenn der Stempel zurückgeht. 



   Die in den Fig.   6-9   dargestellte Ausführungsform der Maschine arbeitet ebenso wie die bereits geschilderte. Jedoch entfallen die Drucker 27 mit ihrem Antriebsmechanismus und die Biegefinger 23 haben das Andrücken der Randlappen an den Halseinsatz mit übernommen. Die Biegefinger sind als Kniehebel 51 ausgebildet und bei 47 an dem Stempel 17 angelenkt. Auf der Stange 18 ist ein Gleitstück 48 verschiebbar angebracht, das von dem Gestänge 49, 50 gesteuert wird. Die Kniehebel 51 sind durch
Stangen 52 mit dem Gleitstück 48 verbunden. Bewegt sich das Gleitstück in der Richtung des Pfeiles 
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 Halseinsatz an (Fig. 8). 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Herstellung von Schachtelteilen mit Halseinsatz, bei welcher ein den beleimten Halseinsatz tragender Stempel und ein den   Schachtelzuschnitt   tragender Gegenstempel Verwendung findet, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Zusammengehen der beiden Stempel (4, 17) der den Boden bildende Teil des Schachtelwerkstückes zwischen den Stempeln unter Druck festgehalten wird, wonach durch von der Seite her angreifende   Biegefinger er 23)   od. dgl. die seitlich überstehenden Randlappen (r) des Zuschnittes   (z)   gegebenenfalls noch unter Zuhilfenahme besonderer Drücker (27) an den Halseinsatz (e) gefaltet und angedrückt werden.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegefinger '23 in am Unterstempel (17) drehbar gelagerten Hebeln (51) bestehen, welche durch Stangen (52) gesteuert werden, die an einem auf der zentralen Tragstange (18) des Stempels verschiebbaren und entsprechend gesteuerten Gleitstück (48) angelenkt sind.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass die Biegefinger (23) gegen den Unterstempel (17) längs verschiebbar und so gesteuert sind, dass sie gegen den auf dem Unterstempel ruhenden Zuschnitt zunächst zurücktreten, nach dem Festlegen des Zuschnittes zwischen den beiden Stempeln vorwärts bewegt werden und dabei die Randlappen (r) des Zuschnittes derart vorbiegen, dass sie von seitlich angreifenden, federnden, gesteuerten Drückern (27) erfasst und nach Zurückgehen der Biegefinger vollends an den Halseinsatz angedrückt werden können.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Oberstempel (41, 42, 43) an einem Revolverkopf (3) angeordnet sind, so dass an der einen Stelle das Aufbringen des Halseinsatzes, an einer andern Stelle das Vereinigen des Halseinsatzes mit dem Zuschnitt und an einer dritten Stelle das Abgeben des fertigen Zuschnittes in einen Stapelschacht od. dgl. geschehen kann, wobei die Stempel- EMI2.2
AT124985D 1928-06-16 1929-06-13 Vorrichtung zur Herstellung von Schachtelteilen mit Halseinsatz. AT124985B (de)

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