AT124694B - Verfahren zur Reinigung von Röstgasen aus Gasmasse. - Google Patents
Verfahren zur Reinigung von Röstgasen aus Gasmasse.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Reinigung von Röstgasen aus Gasmasse. EMI1.1 dioxydhaltigen Gase werden durch Verbrennung von Schwefel oder schwefelhaltigen Verbindungen gewonnen. Meistens verwendet man die in der Natur in grossen Mengen vorkommenden Erze, welche als Kiese, Blenden und Glanze bekannt sind. Die Röstung geschieht in eigenen hiezu konstruierten Öfen, in welchen die Erze in langsamem Zuge entschwefelt werden. Das Endprodukt ist Schwefeldioxyd, das zur weiteren Verarbeitung für Schwefelsäure oder Sulfitlauge dient. Diese Gase sind sehr stark mit Staub verunreinigt. Sie müssen vor ihrer Weiterverarbeitung gereinigt werden. Es ist bekannt, hiefür die elektrische Gasreinigung anzuwenden. Ein weiteres, sehr häufig vorkommendes Rohprodukt bildet die Gasreinigungsmasse, die ebenfalls Schwefel in Form von Verbindungen und im elementaren Zustande enthält. Dieses Material fällt in EMI1.2 kommende, noch stark durch Schwefel verunreinigte Leuchtgas dient. Die Abröstung der Gasmasse verursacht wegen ihrer Beschaffenheit starke Staubentwicklung und Schwierigkeiten mannigfache Art. Ein weiterer Übelstand besteht darin, dass die Verbrennung oft stossweise und dadurch unvollkommen vor sich geht. Die Folge davon ist, dass unverbrannter Schwefel in die Gaskanäle und nicht selten bis in die EMI1.3 in höchst unangenehmer Weise bemerkbar. Der verdampfte Schwefel greift bei den hohen Temperaturen das Material der Kammern, eiserne Teile u. dgl., infolge Schwefeleisenbildung bis zur Brüchigkeit an, so dass eine rasche Abnutzung derselben eintritt. Ganz besonders schwierig ist natürlich unter diesen Umständen die Reinigung der Röstgase aus Gasmasse auf elektrischem Wege, da die hiezu benutzten Einrichtungen, wie eiserne Elektroden u. dgl., sehr gefährdet sind. Die Gase ohne solche Einrichtungen weiter zu verwenden, ist jedoch wegen der starken Verunreinigung durch Staub, die bei der Abröstung von Gasmasse stets eintritt, nahezu unmöglich. Man hat nun versucht, die gleichmässige Abröstung der Gasmasse in den Öfen sicherzustellen. Auch ist man dazu übergegangen, in den Öfen selbst eine Naehverbrennung des Schwefels herbeizuführen. Es hat sich aber gezeigt, dass die in den Öfen vorhandenen Räume zur Nachverbrennung nicht ausreichen. Der gasförmige Schwefel vermischt sich nur sehr schwer mit den übrigen Gasen und der Verbrennungsluft und geht oft auf grosse Entfernungen unvermischt mit den übrigen Gasen durch lange Rohrleitungen hindurch. Die vorliegende Erfindung beseitigt diese Übelstände in einfachster Weise. Sie benutzt zur völligen Verbrennung des Schwefels eine besondere Verbrennungskammer, in welche die Gase nach dem Verlassen des Ofens geleitet werden. Diese aus Mauerwerk errichteten Kammern sind so ausgebildet, dass die Gase auf ihrem Strömungsweg öfters umgelenkt werden, so dass eine möglichst innige Vermischung des Gasgemisches mit dem noch unverbrannten Sehwefeldampf erreicht wird, wobei gleichzeitig an den besonders <Desc/Clms Page number 2> geeigneten Stellen Luftsauerstoff durch Düsen oder Schlitze zugeführt wird. Die einsetzende Nachverbrennung macht sich sofort in einer weiteren Temperaturerhöhung des Gases bemerkbar. Selbstverständlich handelt es sich nur um die Zufuhr von solchen Luftmengen, die notwendig sind, um den noch im Gase befindlichen Schwefel zu verbrennen. Eine weitere Zufuhr muss schon wegen der Erhaltung einer günstigen S02-Konzentration vermieden werden. Die Zuführung der Luft geschieht in einfachster Weise durch Düsen, die mit Regelvorrichtungen versehen sind. Man kann selbstverständlich auch die Zusatzluftmenge an einer einzigen Stelle in die Nachverbrennungskammer eintreten lassen, wenn man dafür sorgt, dass die eintretenden Gase durch bewegte Teile, Schaufel-oder Flügelräder, mit dem Luftstrom gut durchgemischt werden. Die Kontrolle über die ausreichende Nachverbrennung geschieht in einfachster Weise durch Temperaturmessvorriehtungen EMI2.1 unerwünscht hohe Temperatur entsteht, hat man jederzeit leicht die Möglichkeit, diese Temperatur durch Anbringung von in das Mauerwerk eingelassene eiserne Platten, die als Kühlfläehen wirken, zu erniedrigen. Bei den auf diese Weise behandelnden Gasen hat man die Gewähr, dass störende Einwirkungen bei der nachfolgenden Entstaubung nicht mehr stattfinden und dass Verluste durch unverbrannten Schwefel nicht mehr erfolgen. Die anschliessende Staubreinigung gestaltet sich ausserordentlich einfach. da die oben erwähnten Schäden durch elementaren Schwefel, Anfressungen u. dgl., nicht mehr vorkommen. Der wirtschaftliche Vorteil der Erfindung liegt auf der Hand. Überraschend bei dem Verfahren nach der Erfindung ist, dass trotz des starken Staubgehaltes der Gasmasseröstgase die vollständige Verbrennung des Schwefels in der Nachverbrennungskammer gelingt. Dadurch unterscheidet sieh die Erfindung grundsätzlich von den bekannten, aus Ofen und Nachverbrennungsraum bestehenden Anlagen zur Verbrennung von mineralischem Schwefel, bei denen jede Staubentwicklung fehlt und durch Staub bedingte Störungen des Verbrennungsvorganges in der Nach- verbrenmmgskammer überhaupt nicht auftreten können. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Aufbereitung von Röstgasen aus der Abröstung von Gasmasse, die elektrisch entstaubt werden, dadurch gekennzeichnet, dass das aus dem Röstofen austretende stark staub-und schwefelhaltige Gasgemisch vor dem Eintritt in das Elektrofilter in einen an sich bekannten Nachverbrennungsraum geführt und in diesem zwecks vollständiger Verbrennung des Schwefels mit zugeführtem Luftsauerstoff innig durchmischt wird.
Claims (1)
- - 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Nachverbrennungskammer EMI2.23. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die in die Nachverbrennungskammer eintretende Luft durch Düsen oder Schlitze zugeführt wird.
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| DE124694X | 1929-03-15 |
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